Somit befassen wir uns im heutigen Artikel mit Revoltec`s aktuellem CPU-Kühler, dem besagten Freeze Tower. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen weiteren Kühler aus der Gattung „Towerkühler“. Ob die Leistung stimmt und alle weiteren, wichtigen Informationen gibt es in diesem Testbericht nachzulesen.



An dieser Stelle geht ein Dank an Listan für die problemlose Bereitstellung des Testmusters.<break>Lieferumfang

Der Revoltec Freeze Tower wird in einer transparenten Kunststoffverpackung ausgeliefert, welche einen ausreichenden Schutz bietet. Neben dem Montagematerial für aktuelle AMD und Intel CPUs liegt ein zusätzliches „Retention Module“ für AM2 bei. Ebenfalls ist etwas Wärmeleitpaste für die erste Montage vorhanden. Die viersprachige Installationsanleitung ist mit Farbbildern versehen und zeigt neben einer Komponentenübersicht mit wenigen Schritten, wie der CPU-Kühler aus der Verpackung auf den Sockel kommt.




Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT) : 80x80x15 mm
Lagerart : Gleitlager
Betriebsspannung: 12 V
max. Leistungsaufnahme : 3 W
max. Umdrehungen pro min. : 3500 +/- 10% upm
max. Luftdurchsatz : 69 m³/h
max. Lautstärkeentwicklung : 28 dBA
Maße Kühler (BxHxT) : 116x138x80 mm
Kühlkörpermaterial : Cu/Cu/Al
Befestigung : Universal
Gesamtgewicht : 460g
Besonderheiten : LED-Lüfter, Heatpipe

<break>Der CPU-Kühler

 

Zu Platzproblemen sollte es mit dem Revoltec Freeze Tower in keinem PC-Gehäuse kommen. Denn die geringen Maße von 116x138x80 mm sind keineswegs vergleichbar mit denen der aktuellen High-End Modelle. Auch das Gewicht von 460g ist für jedes Mainboard absolut verträglich. Der sandwichartige Aufbau aus Kühlkörper und Lüfter ermöglicht eine Nutzung des Luftstroms auf beiden Seiten des Axiallüfters. Umgeben von zahlreichen Kühlrippen ist der Lüfter somit gleichzeitig vor Fremdkörpern geschützt.

 

Die Leuchtstärke der vier verbauten SMD- LEDs (weiß) fällt etwas schwach aus, wodurch der erzeugte Effekt leider nicht so gut zur Geltung kommt. Bei 3500 Umdrehungen pro Minute liefert der Lüfter eine unüberhörbare Geräuschkulisse, jene auf Dauer sicherlich als störend empfunden wird. Jedoch hat der Anwender die Möglichkeit mittels eines kleinen Schalters, welcher in die Kunststoffhalterung des Lüfters eingelassen ist, die Drehzahl herabzusenken.

 

Die Bodenplatte des CPU-Kühlers ist ausreichend plan und hat eine zufrieden stellende  Oberflächengüte. Von dieser wird die Wärmeenergie über zwei 8 mm starke Heatpipes auf neunzig Aluminiumkühlrippen geleitet. Für eine effiziente Nutzung arbeiten die Pipes im 2-Wege Einbau, welcher heute schon fast Standard ist. Die kleinen Zierkappen aus Stahlblech, welche die Enden der Heatpipes verdecken, sind leider nur aufgeklebt. Somit ließen sich Zwei von Vier ohne weiteres abziehen. Ansonsten ist die Verarbeitung durchweg gut und leistet sich kaum Schwächen. Die Installation des CPU-Kühlers ist etwas aufwendiger als gewohnt und benötigt neben ein klein wenig Fingerspitzengefühl, einen Schraubendreher. Denn um die entsprechende Halteklammer zu montieren, muss zuerst der mittig liegende Lüfter entfernt werden.  
  


<break>Testergebnisse

 

 

 

 

Getestet wurde auf einem CPU-Dummy, welcher der Bauform eines aktuellem AMD Athlon 64 entspricht. Die Wärmeverlustleistung lässt sich zwischen 0 und 120W beliebig frei wählen. Wir entschieden uns für eine Messung bei 120W und eine Messung bei 70W. In den dargestellten Kurvendiagrammen wird das Temperaturverhalten der CPU in Abhängigkeit zur angelegten Lüfterbetriebsspannung dargestellt. Die Umgebungstemperatur betrug bei allen Messvorgängen 23°C +/- 0,5°C.<break>Testergebnisse

 

 

 

 

 

Die A - bewertete Schallpegelmessung wurde in der Mitte eines geschlossenen Raumes in einer Höhe von 1m durchgeführt. Im Umkreis von 2m befanden sich keine Gegenstände, welche den Schall reflektieren könnten. Vor jedem Testvorgang wird das Schallpegelmessgerät neu kalibriert. Während der Messung befindet sich das Mikrofon des Messgerätes ca. 15 cm vom CPU-Kühler entfernt. Da bei einer Unterschreitung des Messbereiches die Wahrscheinlichkeit von falschen Ergebnissen sehr hoch ist, werden diese nicht mit angegeben. Bei einem solchen Ergebnis kann der Leser allerdings mit einem fast nicht mehr zu hörenden CPU-Kühler rechnen.

 

Die Lüfterdrehzahlmessung wird mit Hilfe eines Laser-Tachometers durchgeführt. Hierbei wird die Rotordrehzahl des jeweiligen Lüfters über eine Laserabtastung ermittelt. Die Ergebnisse sind sehr präzise - wurden jedoch auf 10 upm genau gerundet, da alle Lüfter kleine Schwankungen bei der Umdrehungsfrequenz vorzuweisen haben.

 

Die Lüfteranlaufspannung und die Leistungsaufnahme wurden mit einem Multimeter und einem Labornetzgerät getestet. Beim Test der Anlaufspannung wurde der Lüfter an eine kleine Spannungsquelle angelegt, welche stufenweise in 100mV großen Schritten erhöht wurde. Die Ausgangsspannung des Netzgerätes wird sobald ein deutliches Drehen des Lüfters erkennbar ist notiert. Bei der Leistungsmessung wird der Messwert erst nach ca.5 min notiert, da er sich auf Grund von höheren Anlaufströmen einpendeln muss.<break>Fazit

 

 

Der Revoltec Freeze Tower konnte im Großen und Ganzen einen befriedigenden Eindruck hinterlassen. Die Verarbeitung ist an der einen oder anderen Ecke nicht ganz sauber, die Montage ist etwas zu aufwendig und aus diesem Grund sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Die Kühlleistung ist für einen Mittelklassekühler mit diesen kleinen Abmaßen jedoch absolut in Ordnung. Allerdings muss man für eine rasche Wärmeabfuhr den kleinen Axiallüfter relativ schnell drehen lassen, wodurch die Geräuschkulisse auf Dauer etwas lästig wird. Im „Silent“- Betrieb hört man dann nur noch ein leises Summen, muss hierbei aber größere Abstriche bei der Kühlleistung machen. So hat der Käufer sich letzten Endes zwischen Kühlleistung und Lautstärke zu entscheiden. Revoltec`s Freeze Tower ist derzeit für ca. 24€ im Handel erhältlich. (Stand: 09.10.07)