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Crucial m4: Firmware-Update für schnelleres Booten (Update)

Micron und das Tochterunternehmen Crucial haben vor wenigen Tagen ein Firmware-Update für ihre schnelleren Solid State Disks veröffentlicht. Wie in den meisten Fällen ist das Update optional und behebt keine wichtigen Fehler, man muss also nicht zwangsläufig updaten. Dafür hat man aber die Performance etwas erhöhen können, weswegen wir dennoch zu dem kleinen Update raten würden.

Bemerkenswert sollte vor allem die verkürzte Bootzeit sein, was man durch ein Verringern der “power-on-to-ready”-Zeit erreicht hat - auf Deutsch also die Zeit, die vom Einschalten des Computers vergeht, bis das Laufwerk erste Befehle entgegen nehmen kann. Nimmt man das 512 GB Modell als Beispiel gibt man die Verbesserung mit 60 Prozent bzw. fast anderthalb Sekunden an. Wichtig ist diese Eigenschaft vor allem aufgrund der Anforderungen der aktuellen und kommenden Ultrabooks.

Als nächste Neuerung ist die Verkürzung der Reaktionszeit von TRIM zu nennen, wodurch Zellen mit gelöschtem Inhalt schneller geleert werden sollten. Weiterhin wurde auch am Power Management gearbeitet, wodurch die Laufzeiten von Laptops deutlich verbessert werden sollten. Hier wurden die SSDs oft zu früh aus dem Ruhe-Modus geholt, teilweise verbrauchten sie durch das Host Initiated Power Management (HIPM) auch im Standby Energie, was nun aber deaktiviert wurde.

Viele der neuen Eigenschaften hängen auch direkt mit Windows 8 zusammen, für das die SSD nun auch offiziell zertifiziert ist. Natürlich funktionieren aber auch ältere Firmware-Versionen mit dem neuen Betriebssystem.

Das Update mit der Versionsnummer 010G bzw. 01MG für die Crucial m4 (sowohl mSATA als auch 2,5”) lässt sich hier herunterladen, für Micron SSDs ist es hier erhältlich. Wie immer geschieht ein Update auf eigene Gefahr, auch wenn alle Daten erhalten bleiben sollten ist ein Backup von Vorteil.

Update: Wie einigen bereits aufgefallen ist existiert auf der Download-Seite ein Hinweis, nach dem es zu Problemen beim Update mit einem UEFI BIOS kommen kann. Aufgrund einiger Bedenken hat man nun ein Statement abgegeben, dass diese Warnung erklärt. Demnach kann es passieren, dass das Update Tool unter UEFI die entsprechende SSD nicht erkennt und somit kein Update durchgeführt wird. Dann wird allerdings ein normaler Systemstart ausgeführt, für das System selbst besteht dabei keinerlei Gefahr.

Falls ein Update durchgeführt wurde ist also alles gut abgelaufen, ein Update auf eine ältere Version “ohne Warnung” macht also keinen Sinn. Wird die SSD nicht erkannt ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Update leider nicht möglich. Laut Crucial wollte man das Update dennoch bereitstellen, da der Großteil der Nutzer ein System ohne UEFI besitzt. Allerdings arbeitet man bereits an UEFI-kompatiblen Tools, die in den nächsten Monaten bereitgestellt werden sollen.

Quelle: Crucial / Micron

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