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Intel geht auf Ultrabooks im Detail ein (IFA 2011)

Dem einen oder anderen wird der Begriff “Ultrabook” schon im Netz begegnet sein. Dabei definieren Intel und dessen Partner eine neue Laptop-Kategorie. Die Grundidee ist in erster Linie nicht neu, denn es gab bereits einige sehr dünne Notebooks, die als “ultra portable” bezeichnet werden konnten, jedoch waren diese in einem hohen Preissegment und eher für Business-Kunden gedacht. Natürlich müsste man im gleichen Atemzug auch das MacBook Air von Apple nennen, das schon etwas länger auf dem Markt erhältlich ist. Die neuen Ultrabooks gehen einen Schritt weiter, was die Mobilität angeht.

So wurden auf der Pressekonferenz bereits einige Modelle von ASUS, Toshiba, Acer und Lenovo vorgeführt und anhand dieser Vorführmodelle die Neuheiten des Ultrabooks erklärt.

Der Personal Computer (PC) ist heutzutage nicht wegzudenken und die Verkaufszahlen weltweit steigen weiterhin. Intel ist lange dabei und führt die Trends auch oftmals an. In diesem Jahr kann man die Tablets nicht ignorieren, sind aber auch nicht für effizientes Arbeiten gedacht. Die Brücke zwischen Notebooks und Tablets soll nicht das Netbook, sondern das Ultrabook schaffen. Sehr leicht, sehr dünn und dazu effizient mit langer Akkulaufzeit und genügend Leistung. In den letzten Jahren konnte man von Sony bspw. die VAIO X Serie nennen, die mit einem Atom Prozessor ausgestattet war. Diese war sehr mobil, leicht und dünn, hatte aber nicht die notwendige Leistung. Bei den Ultrabooks kommen dagegen Core i5 und i7 Prozessoren als Ultra Low Voltage (ULV) zum Einsatz. Je nach OEM-/ODM-Partner variiert die Ausstattung, zu der auch SSDs zählen. Das Ziel der neuen Prozessoren liegt auch darin eine TDP von 10 bis 20 Watt zu ermöglichen.

Zur Konferenz standen bei Intel aber 3 Funktionen im Vordergrund: Smart Response Technology, Smart Connect Technology und die Rapid Start Technology. Bei der ersten handelt es sich um eine Optimierung, die den Benutzern ein SSD-ähnliches Erlebnis ermöglichen soll.

Smart Connect Technologie hat einen durchaus sinnvollen Nutzen für den Verbraucher. Hier wird eine Art Routine eingerichtet, die das Notebook startet, Inhalte aus dem Internet herunterlädt und dann wieder in Sleep-Modus geht. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht dabei sein muss und z.B. früh am Morgen den Inhalt herunterladen lässt und dann an das Notebook geht und bereits alle relevanten Inhalte (E-Mails, Tweets, Downloads) fertig auf dem Ultrabook vorfindet. Das sollte im Grunde über Software ebenfalls machbar sein, falls man es darauf ankommen lässt.

Das dritte Feature nennt sich Rapid Start Technology und soll schnellere Startvorgänge ermöglichen. Laut Intel braucht ein Ultrabook rund 7 Sekunden, bis es aus dem Hibernate-Modus ins Windows kommt. Das soll die Akkulaufzeit um ein Vielfaches verlängern, weil man nicht wie im Sleep-Modus den Akku langsam leert, sondern die Daten auf die HDD/SSD ausgelagert hat. Dadurch soll man längere Akkulaufzeiten erhalten und weniger Strom verschwenden – der Umwelt zu liebe.

Dieses Jahr werden die Ultrabooks auf Basis der zweiten Generation der Core Familie “Huron River” angekündigt. Zur Verfügbarkeit wurde der Oktober genannt, doch manche Partner werden noch diesen Monat liefern. 2012 wird dann ein Update kommen, welches dann auf der dritten Generation der Core Familie basieren wird und auf den Codenamen Chief River hört. Shark Bay soll dann in 2013 laut Intel die Notebooks neu erfinden, was sehr imposant klingt. Details wurden zu dieser Äußerung aber keine gegeben.

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Quelle: Eigene

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