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AMD Thuban X6: Erste Benchmarks geleakt

Seit einigen Wochen tauchen nach und nach im Internet Informationen über AMDs zukünftige Desktopprozessoren auf: im 45 nm Verfahren gefertigte Sechskernprozessoren mit dem Codenamen „Thuban“, die als Phenom II X6 den Markt erreichen werden. Nun wurden erste Benchmarkergebnisse des Modells 1055T veröffentlicht.

Der AMD Phenom II X6 1055T besitzt 9 MB Cache, 6 Kerne mit jeweils einem Thread, 2,8 GHz und als erster AMD-Prozessor einen sogenannten Turbomodus, der kurzzeitig einen Kern für Anwendungen, die kein Multithreading unterstützen, auf 3,3 GHz übertakten kann.   <p style="text-align: center;"></p>   Das System bestand aus dem Phenom II X6 1055T auf einem ECS-Mainboard mit dem neuen 890er-Chipsatz von AMD, 3 GB DDR3-1333 Speicher und einer ATI Radeon HD 4290. Leider wurden die Tests unter 32 bit-Windows 7 ausgeführt, sodass nicht die volle Leistung zur Verfügung stand. Bei 3DMark Vantage erreichte AMDs Sechskerner ca. 14.500 Punkte und damit 3.000 Punkte mehr als das momentane Topmodell Phenom II X4 965. Dies bedeutet, dass der 965 etwa 16% mehr Leistung pro Kern bringt, was aber hauptsächlich dem höheren Takt von 3,4 GHz zu verdanken ist. Bei 3DMark06 schneidet der 1055T kaum besser als der 965 ab, was aber wahrscheinlich einer fehlenden Optimierung für sechs Kerne zu verschulden ist.   <p style="text-align: center;"></p>   Der Einfluss des Turbomodus lässt sich beim Benchmark Cinebench R10 recht gut erkennen: Dieser Benchmark führt den gleichen Test sowohl mit nur einem Kern als auch mit allen vorhandenen Kernen durch und zeigt an, wie viel schneller die Benutzung mehrerer Kerne ist. Bei gängigen Quadcores liegt das sogenannte „Speedup“ meist bei 3,6-3,8 und somit knapp unter der Anzahl Kerne. Dementsprechend wäre beim Sechskernprozessor ein Speedup in der Nähe von 5,4-5,8 zu erwarten. Durch den Turbomodus wird das Benchmark mit nur einem Thread jedoch beschleunigt, sodass das Speedup nur 4,6 beträgt. Dies entspricht einer Leistungssteigerung pro Kern von etwa 21%, die recht gut zur Taktsteigerung von 18% passt.   <p style="text-align: center;"></p>   Betrachtet man alle Ergebnisse zusammen, lässt sich sagen, dass der Sechskernprozessor 1055T in Anwendungen, die Multithreading beherrschen, eindeutig schneller als aktuelle Quadcores ist, jedoch unter dem geringen Takt von 2,8 GHz etwas leidet. Wie gut der Prozessor bei höheren Taktraten wird, lässt sich erst sagen, wenn der 1090T mit 3,2 GHz getestet wird. Allerdings liegen alle erreichten Ergebnisse trotz der sechs Kerne noch deutlich unter denen von Intel Core i7-Serie, die nur vier Kerne besitzen.   Quelle: Amdzone.com, Engadget.com

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