Cooling

Innovatek XX-Flow: Xtreme Xtreme ?

Innovatek ist für viele ein Begriff, spätestens seitdem man mit EVGA zusammenarbeitet. Auf vielen Seiten und in vielen Magazinen hat man Innovatek schon hoch gelobt für die Kühler der Cool-O-Matic Serie. Doch heute geht es dem jüngsten Sprössling für den CPU Bereich an den Kragen. Wie er sich gegen die derzeitige Referenz schlagen wird, lest ihr hier weiter....

Inhalt:

Innovatek LogoHat man das Öffnen der weißen Innovatek-Schachtel ersteinmal hinter sich, findet man nur das, was auch wirklich zum Kühler gehört. Die obligatorische Tüte silicon Wärmeleitpaste und die passenden Anschlüsse sind beigepackt. Das, was bei einem Kühler aber selten zu finden ist, ist die Einbauanleitung, die in fragenden Momenten mit hilfreichen Tipps für die ersten Schritte zum flüssigen Medium beiseite steht.


Kühler:
1*Wärmeleitpaste                                   
     
1*XX-Flow
1*Handbuch
1*Schraubanschlüsse 1/4


Halterung:
1*Backplate
1*Retentionmodul
1*Klammerbrücke


Was dann am Ende negativ bei Innovatek auffällt, sind die 16,10€, die man zusätzlich für die passende Halterung bezahlen muss. Aber wenn man etwas kreativ ist, könnte man sich diese auch selbst bauen. Doch gewährt man bei Innovatek ab dann natürlich keine Garantie mehr. "Deswegen sind wir ordentlich und nutzen die original Halterung von Innovatek."

Innovatek XX-Flow Inhalt

Innovatek Anschlüsse

Innovatek XX-Flow Anleitung

Ersteindruck:
Ein Eigengewicht von 300g macht sich schon am Anfang bemerkbar. Doch lässt sich dieses schnell auf den massiven Kupferboden zurückführen. Als kleines Extra und mit positiven Effekt, ist der Kühler mit einer hauchdünnen Nickelschicht überzogen. Diese verhindert das Oxidieren des Kupferblocks und sieht auch noch schön aus.
Wer den Innovatek XX-Flow sein Eigen nenen will, steht bei der Bestellung noch vor einer schwierigen Aufgabe, denn er muss sich zwischen einer der vier Farben entscheiden, in denen es den XX-Flow gibt. Dabei hat man die Wahl zwichen: Rot, Blau, Schwarz und Transparent. Damit man dann auch nie vergisst wem man dieses schöne Stück Technik verdankt, hat man sich seitens Innovatek dann auch noch mit den Schriftzügen "XX-Flow" und "www.innovatek.de" verewigt.


Für uns, von großem Interesse, sind natürlich nicht nur die äußeren, sondern eher die inneren Werte des Kühlers. Wirft man so einmal einen Blick unter die Haube, findet man eine recht einfache Kanalstruktur. Diese liegt aber quer zur Strömungsrichtung des Wassers. Die einzelnen „Kammern“ werden dann durch den aufliegenden Deckel von einander getrennt. Um den Kühlprozess nun in Gang zu setzen, hat Innovatek in den Deckel wellenförmige Wasserführungen gefräst, die das Wasser über die Struktur führen und so für Verwirbelungen innerhalb der Kanäle sorgen. Dabei bietet das Prinzip einen extrem geringen Widerstand, was schwächere Pumpen erfreuen wird.


Eine Etage tiefer, am Boden angelangt, findet man einen, im Gegensatz zu anderen Kühlern, rauen Boden vor. Das hat den Vorteil, dass man mehr Oberfläche zur Wärmeaufnahme hat. Damit aber der Kontakt zum Kern nicht verloren geht, wurde ein sehr "planer" Boden verwendet.

Innovatek XX-Flow

Innovatek Boden

Die Halterung und der Einbau:

Wie schon erwähnt, zahlt man für die Halterung extra. Im Test kam die Sockel 939 Klammer zum Einsatz. Die aus Kohlefaser verstärktem Kunstoff bestehende Kühlerbefestigung macht einen guten Eindruck. Aus mysteriösen Gründen verabschiedete sich die erste Klammer. Sie brach beim Einbau an der rechten Klamernase. Wem das einmal passieren sollte, kann sich einfach an Innovatek wenden und bekommt eine neue. Beim zweiten Exemplar lief dann alles problemlos. Wie bei vielen aktuellen Kühlern, muss man auch beim XX-Flow erst das Mainboard ausbauen, um die neue Backplate anzubringen. Danach heißt es nur noch Retentionmodul anschrauben, Kühler drauf, Klammer drüber und Hebel umlegen. Bei wem nun einmal Fragen aufkommen sollten, der kann durchaus mal einen Blick in das mitgeleiferte Handbuch riskieren.

Innovatek XX-Flow Klammer Performance:

Nun zu dem, was am Ende wirklich zählt: die Leistung. Damit der XX-Flow nicht allein da steht, wird ihm unsere aktuelle Referenz, der ScaMighty Chrome, in den Weg gestellt. Ob der Innovatek Bolide ihn vom Thron stoßen kann, wird sich nun herausstellen.

CPU
AMD Opteron 170

Mainboard

DFI Lanparty UT nF3
Ram
OCZ 2*512Mb EB Plat.
Grafikkarte
EVGA 7800GS

Beide Kühler kommen scheinbar ohne Probleme mit den 110W TDP der CPU
klar. 33°C unter Last sind da völlig im grünen Bereich. Beim Übertakten geben beide Kühler ihr bestes, doch verfehlt der XX-Flow die Referenz um 4°C im Last-Bereich. Bei den 173W Verlustleistung der übertakteten CPU sind aber auch die 40° des XX-Flow absolut passabel.

Fazit: Alles in allem kann der Kühler überzeugen. Normalanwendern und auch Overclockern kann man den XX-Flow uneingeschränkt empfehlen, denn die Perfomance kann sich doch sehen lassen für so eine massive Konstruktion. Nur wer wirklich mehr sucht, sollte auf den in 1-2 Monaten erscheinenden G-Flow warten. Die Qulität ist in allen Lagen sehr gut. Der einzige negative Punkt ist die aufpreispflichtige Halterungen und der daraus resultierende Preis von 55,80€.Hier bekommt man von anderen Firmen doch mehr für weniger.

Positiv: Negativ:
- Gute Kühlleistung                       - Aufpreispflichtige Halterung
- Sehr gute Verarbeitung

- Hoher Preis

An dieser Stelle möchten wir Innovatek für die gute Zusammenarbeit und das Testsample danken.

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