Der ARCTIC WS360 ist erst kürzlich erschienen und ist normalerweise als Workstation-Flüssigkeitskühler für Server und Workstations gedacht, nicht aber für Grafikkarten. TrashBenchs hat jedoch bewiesen, dass dieser Kühler mit großem Erfolg umfunktioniert werden kann. Durch die Nutzung der Leistung des WS360 sank die VRAM-Temperatur der GeForce RTX 3080 (Test) um unglaubliche 52 °C von 101,6 °C auf 49,6 °C. Auch die Kerntemperatur sank drastisch, von 62,6 °C auf 35,6 °C.
Die verbesserte Kühlung wirkte sich direkt auf die Leistung der Karte aus, wobei die Dauer-Taktfrequenzen deutlich stiegen. Bei Standard-Einstellungen erreichte die mit dem WS360 gekühlte RTX 3080 eine durchschnittliche Taktrate von 1.996 MHz und übertraf damit den Durchschnitt der standardmäßig luftgekühlten Karte von 1.941 MHz. Im Übertaktungsmodus kletterte das WS360-Setup auf beeindruckende 2.183 MHz, ein deutlicher Gewinn gegenüber dem übertakteten Durchschnitt der luftgekühlten Karte von 1.990 MHz.
Auch die Gaming-Leistung wurde verbessert, wobei die Bildraten bei einigen Titeln um bis zu 10 % stiegen. In Cyberpunk beispielsweise erreichte das WS360-Standard-Setup die übertaktete Leistung der luftgekühlten Karte, während die WS360 im übertakteten Zustand 112 FPS erreichte. Ähnliche Verbesserungen wurden auch in anderen Spielen beobachtet, darunter Shadow of the Tomb Raider, Forza Horizon 5, Assassin’s Creed Mirage und Far Cry 6.
Das Experiment von TrashBench zeigt das Potenzial von AIO-Wasserkühlern bei Grafikkarten. Die Klemmen muss man sich jedoch selbst zurecht-basteln und auch die Spannungsversorgung muss eigentlich noch gekühlt werden, um 24/7-Stabilität zu erreichen.



