Apple iPhone 17  Bild © AppleApple iPhone 17 (Bild © Apple)

Die strategische Neuausrichtung zielt darauf ab, die Komponentenbasis von Apple zu diversifizieren und die Abhängigkeit von südkoreanischen und japanischen Lieferanten zu verringern, die das aktuelle Speicher-Ökosystem dominieren. CXMT, ein chinesischer DRAM-Hersteller, bietet LPDDR5X- und DDR5-Module an, die den Spezifikationen von Apple entsprechen. Seine 12-Gigabit- und 16-Gigabit-LPDDR5X-Chips sind mit den Speicheranforderungen sowohl der iPhone-SoCs als auch der M-Serie-Prozessoren des Unternehmens kompatibel, die in Macs verwendet werden.

Auf der Speicherseite bereitet YMTC die Einführung seiner 3D-NAND-Geräte der fünften Generation vor. Die neuen Chips haben 294 Schichten, von denen 232 aktiv sind, und bieten eine Dichte von etwa 19,8 Gigabit pro Quadratmillimeter – ein Wert, der YMTC auf Augenhöhe mit den weltweit führenden NAND-Herstellern bringt. Dieses Leistungsniveau ermöglicht es Apple, die Produkte von YMTC zu integrieren, ohne die von seinen Geräten erwartete Geschwindigkeit oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen.

Auch die regulatorischen Bedingungen haben sich entspannt. Das US-amerikanische Bureau of Industry and Security hat kürzlich CXMT und YMTC von seiner Liste der eingeschränkten chinesischen Unternehmen gestrichen und damit eine große Compliance-Hürde für Apple beseitigt. Mit dieser Freigabe kann Apple potenzielle Lieferverträge abschließen, ohne das Risiko von Verstößen gegen Exportkontrollbestimmungen einzugehen.

Wenn Apple diese Partnerschaften eingeht, könnte das Unternehmen eine widerstandsfähigere Lieferkette für speicherintensive Produkte sichern. Die erwartete iPhone-18-Serie, die wahrscheinlich weiterhin auf LPDDR5X für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb setzen wird, könnte von niedrigeren Komponentenkosten und einer geringeren Unsicherheit bei den Lieferzeiten profitieren. Ebenso könnten MacBooks und andere Macs, die NAND-Speicher mit hoher Kapazität verwenden, ähnliche Vorteile genießen.