Von: Semmel
| 08.01.06 20:07Sapphire Radeon X850XT: Takt ist Trumpf ?

Sapphire bietet ein breites Sortiment an Grafikkarten der Radeon X8xx Serie an. Von den Modellen X800XT, X800XL Ultimate, X800PRO haben wir schon berichtet. Was man jedoch von der Radeon X850XT erwarten kann, inwiefern diese besser und schneller ist, kann nun in dem neuen Review nachgelesen werden.
Sapphire Radeon X850XT Review
1. Vorwort
Eines ist klar, die Radeon X850XT ist keine Neuentwicklung.
Das Ursprungsdesign geht bis auf den R300 alias Radeon 9700 Pro zurück, welche damals die Grafikkartenwelt mit neuester Technik und Geschwindigkeit revolutionierte.
Im Mai 2004 wurde die neue X800-Serie (R420) vorgestellt, welche einen „aufgemotzten“ R300 darstellt.
Neben der drastisch erhöhten Rohleistung durch mehr Recheneinheiten kamen trotzdem einige neue Features hinzu.
Dazu zählt unter anderem die 3Dc Kompression, welche in der Theorie viel bringen kann, aber durch die Spiele-Schmieden bis heute nahezu überhaupt nicht genutzt wird.
„Temporales“ Antialiasing kämpft immer noch mit Problemen und ist daher ebenfalls nicht von allzu großem Nutzen.
Die verbesserten Pixelshader der Version 2.0b stellten schon den größten technologischen Fortschritt des R420 dar, ist aber dem Shadermodell 3.0 aus dem Hause Nvidia technisch unterlegen.
Die im Vergleich zum NV40 etwas „primitivere“ Technik hat jedoch auch Vorteile:
- geringere Abwärme
- günstigere Produktionskosten
- mehr möglicher Chiptakt
Das hat ATI auch stark genutzt und damit Taktraten erreicht, die der NV40 nicht mal annähernd schafft.
Soviel zur Vorgeschichte.
Inzwischen gibt es mehrere verschiedene GPU’s von ATI, hier mal ein kleiner Überblick der PCI-Express Reihe:
| Codename | RV370 | RV380 | R423 | R430 | RV410 | R480 |
| Chip | X300 Serie | X600 Serie | X800 Pro/XT/PE | X800/XL | X700 Serie | X850 Pro/XT/PE |
| Fertigung | 110nm | 130nm low-k | 130nm low-k | 110nm | 110nm | 130nm low-k |
| Pixelpipelines* | 4 | 4 | 16 | 16 | 8 | 16 |
| Vertexshader* | 2 | 2 | 6 | 6 | 6 | 6 |
* physikalisch vorhanden, teilweise auch deaktiviert wie z.B. bei der X800 Pro
Während der R420 eine Weiterentwicklung des R3x0 darstellt, ist der R480 ein Refresh-Chip des R423.
Dieser hat neben einer erhöhten Taktrate sogar ein paar kleine Neuerungen:
- zusätzliche Powermanagment-Funktionen: Diese ermöglichen umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten für Lüfterdrehzahl, Taktfrequenz und Chipdrosselung bei zu hoher Temperatur-Entwicklung.
- Verbessertes Overdrive: Während man früher nur die GPU automatisch übertakten lassen konnte, kann der R480 zusätzlich auch den Speicher mitübertakten.









