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Von: B. Schwarz

 |  22.03.10 15:02

Killerspiele hemmen die Bereitschaft zu Töten

Das erste Mal seit 30 Jahren überholt die US-Army nun die Grundausbildung. Grund dafür ist ein Bericht, der im krassen Kontrast zu bisherigen Parolen der Anti-Killerspiel Anhänger steht. Lieutenant General Mark Hertling erwähnte gegenüber dem National Public Radio: "They're advanced in terms of their use of technology, and maybe not as advanced in their physical capabilities or ability to go into a fight. So we're taking that into consideration as well in doing this holistic review."


 

Nach der US-Army verweichlicht die Jugend von Heute eher durch die Killerspiele. Im Einsatz und Gebrauch von Technik seien Rekruten zwar geübter, in physischen Angelegenheiten, dem echten Kampf seien sie aber zu weich und gehemmt. Deshalb will die US-Army in der Grundausbildung nun wieder mehr auf "Werte" bzw. Fähigkeiten wie dem Körper-Kampf und dem Gebrauch von Waffen achten. 
"They're different. They have a technology edge. I think they're smarter than any generation we've ever had before. They certainly ask a lot more difficult questions." - Die heutigen Rekruten seien anders, sie haben eine ganz neue Einstellung zu technologischen Dingen. Sie seien pfiffiger und stellten mehr und schwierigere Fragen als voran gegangene Generationen. Ob dieser Wandel nun gut oder schlecht ist, auf die Killerspiel-Debatte wirft dieser Bericht ein neues Licht, die Materie ist deutlich komplexer als es von manchem Politiker vermittelt werden will.

Quelle: National Public Radio

Kommentare (9)


bambusa

Datum: 22.03.2010
Finde ich mal ein erstaunliches Ergebnis.
Vielleicht sind Killerspiele doch nicht der Grund aller Probleme der heutigen Jugend....?

Pitri

Datum: 22.03.2010
Natürlich nicht...

Den Politikern wird das aber egal sein, die suchen doch eh nur Sündenböcke...

incredible-olf

Datum: 22.03.2010
Da hat aber einer sehr frei übersetzt bzw interpretiert

Das jemand körperlich nicht in kriegstauglichem Zustand ist wenn er mehr Zeit vor dem Rechner verbringt und zockt (was wohl als Querschnitt für die gegenwärtige "Jugendgeneration" ganz gut hinkommt) - völlig unabhängig vom Inhalt der Spiele - dürfte keinen überraschen.

Aus den zitierten Äußerungen geht jedenfalls kein Zusammenhang zu Actionspielen hervor

nVIDIA SLi

Datum: 22.03.2010
Natürlich sind "Killerspiele" nicht für Amokläufe etc verantwortlich. Meistens ist es der hohe Druck oder Wut der auf den Menschen einwirkt.
Nur das beachtet keiner.
Schön, dass das mal klar´gestellt wurde

bambusa

Datum: 22.03.2010
Leider ist nicht das komplette Interview von NPR gepostet worden, dehalb gibts auch keine Original Zitate mit Killerspielen, nur einen Bericht.

Natürlich ist das auch keine professionelle Studie, aber es ist imho schön zu sehen das es mal Stimmen in die andere Richtung gibt

PS: Da man imho originale Zitate nicht übersetzen sollte/ kann, sind die Zitate auch nur zusammengefasst übersetzt und vor allem die entsprechenden Originalzitate in der Ursprungsform vorhanden

Phill

Datum: 22.03.2010
Killerspiele bringen Menschen sicherlich nicht zum töten.
Jedoch schließe ich nicht aus, dass durch Killerspielen und Gewalt in Spielen den, schon total kaputten Menschen (durch Mobbing oder solche Sachen), der Rest gegeben werden kann.
Das kann aber genauso durch Filme oder ähnliches passieren.
Meine Meinung!

QueensDread

Datum: 22.03.2010
Ich stimme da incredible-olf voll zu. Die Übersetzung ist seeehr frei, man kann es auch völlig anders interpretieren.
Nicht das ich mich nicht über ein solches Ergebnis freuen würde, aber so ganz kann ich dem, was in dem Artikel steht, nicht zustimmen.

bambusa

Datum: 22.03.2010
Vielleicht hat das "Auf gut Deutsch" etwas unklarheit gestiftet, damit wollte ich mich nicht (nur) auf das vorangegangene Zitat beziehen.

OCB

Datum: 22.03.2010
Vielleicht sollte man sagen, Killerspiele hemmen die physische Potenz, um zu kämpfen (und damit auch zu töten).
Das sie explizit die Bereitschaft zum Töten unterdrücken, halte ich für eine sehr vage Theorie.
Nur weil jemand zu fett und/oder schwach für irgendwas ist, heisst das ja nicht, das nicht doch die Bereitschaft dazu besteht.