Warum übertakten nichts für Gamer ist

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EINLEITUNG
Hallo an alle PCMs,

ich bin ja jetzt schon seit ein paar Tagen dabei und muss immer wieder erklären, warum Übertakten nichts bringt, warum der kleinere Prozessor reicht und warum das rausgeschmissenes Geld ist - ebenso wie alle anderen kaufberatenden Mitglieder.

Deswegen würde ich das hier gerne Mal zusammenfassen, mit der Bitte das vielleicht zu markieren o.Ä, damit es in Kaufberatungsthreads einfach verlinkt werden kann.
Vorneweg möchte ich auch darum Bitten, mich bei Fehlern zu korrigieren und vergessene Sachverhalte nachzuliefern. Ich werde versuchen mit eurer Hilfe das Ganze dann Stück für Stück auf ein wirklich gutes, verständliches Niveau zu bringen.

Dabei gehts es mir nicht nur um OC, sondern auch um viele Kerne und die Frage AMD vs. Intel.

Ich werde versuchen alles auf einem allgemeinverständlichen Niveau zu halten, technische Erklärungen (soweit ich dazu in der Lage bin) mit einfließen zu lassen, aber auch zu markieren, damit weniger interessierte das überspringen können.

Ich bitte die technisch versierten Mitglieder entsprechende Vereinfachungen oder Verallgemeinerungen zu akzeptieren. Man sollte sich vor Augen halten:
-Es geht um heutige, neue Rechner.
-Der Thread soll Kaufberatungen vereinfachen. OC- und Hardware-Enthusiasthen sind eher nicht die Zielgruppe.
-Es geht um Gaming.

HAUPTTEIL

Immer wieder wollen Gamer, auf der Suche nach dem Performance-PC schlechthin, zu Intels I7 oder AMDs FX-Modellen zu greifen. Ich möchte nun die Fragen klären, ob der durchschnitts-Gamer CPUs mit mehr als 4Kernen bzw. Threads braucht (AMD FX, Intel I7), ob sich der Aufpreis zum Intel lohnt und ob sich der Aufpreis für eine sog. K-CPU oder Black-Edition CPU (AMD) lohnt.
Dabei beziehen sich die Thesen und Aussagen auf neue Gaming-Rechner. Andere Anwendungen mögen das Blatt wenden. Die mit "Erklärung" markierten Teile könne auch durch technisch weniger interessierte oder leichtgläubige Menschen ignoriert werden ;).

THESE: AMD liegt in Sachen Gaming-Leistung weit hinter Intel zurück und sollte deswegen bei Gaming-Rechnern eher außen vor gelassen werden.

BEWEIS:

Dieser Test zeigt sehr gut, dass Bulldozer (aktuelle FX-Architektur) in Spielen nichts gegen (damals) Sandy-Bridge zu sagen hat (gegen heutige Ivy-Bridges demnach auch nicht).

ERKLÄRUNG: Die Schwäche von AMD in Sachen Spieleleistung liegt an folgendem Sachverhalt:
IPC: Die Größe Instructions per Cycle, auf Deutsch Befehle je Takt, gibt an, wie viele Befehle der Prozessor je Takt schafft. Eine Ähnliche Größe ist MIPS, die die Taktzahl mit einbezieht. Wie Wikipedia richtig sagt, ist die Größe augrund der unterschiedlichen Befehlssätze nicht 100%ig aussagekräftig, gibt jedoch einen guten Überblick in der Tabelle:

Da sieht man, dass ein I7-2600k (SB) bei weniger Takt trotzdem mehr Befehle je Sekunde schafft als der Bulldozer (AMD FX-8150) bei seinem höheren Takt.

MERKE: Wenig Leistung pro Takt muss mit hohen Taktraten ausgeglichen werden. Trotz mehr Takte schafft AMD aber weniger als Intel.





THESE: Viele Kerne bringen Spielen genauso wenig wie viele Schuhe einem Sportler: er kann nun mal nur in 2 Laufen.

BEWEIS:

Hier sei der Blick auf die beiden Diagramme mit dem Titel "Performancerating Spiele" zu lenken. Hier liegen die Prozessoren mit aktiviertem HTT sogar hinter den selben Kernen ohne HTT. Die mit HTT sind daran zu erkennen, dass hinter dem Namen bei "xC/yT" y (die Anzahl der Threads) gößer als x (die Anzahl der physischen Kerne) ist. Der Intel Core i7-980X, mit 6 physischen und 12 virtuellen Kernen liegt sogar hinter dem I5-2400.

ERKLÄRUNG: Spiele können mit vielen Kernen eher weniger anfangen. Zwar unterstützen die meisten 2 oder 4 Kerne, aber nicht mehr (egal ob real oder virtuell - Stichwort HTT).
HTT (Hyper-Threading-Technology) ist eine Technik, bei der der Prozessor dem System mehr Kerne zeigt, als er hat. Das funktioniert, weil in Programmen für den Prozessor pausen entstehen - z.B. wenn neue Daten aus dem RAM oder sogar von der Festplatte geladen werden müssen. Sowas dauert aus Sicht der CPU ewig. In diese "Freizeit" schiebt der Prozessor einfach schnell ein anderes Programm. Das Ganze wird "Pipelining" genannt. Der Prozessor "sieht" in der Reihe der nächsten Programmschritte (=Pipeline) Pausen und füllt die mit anderen Programmen. Sandy Bridge, Ivy Bridge und Haswell sehen 16, bzw. 12 Schritte voraus. Der als nächstes anstehende Prozess (-teil) wird dann schonmal in den Cache des Prozessors geladen (Cache ist ein Zwischenspeicher des Prozessors), um ihn schneller bearbeiten zu können, wenn es so weit ist. Direkt in die Register des Prozessors (das sind die eigentlichen Prozessorspeicher, also dass, wo der Prozessor die gerade bearbeiteten Daten und Befehle liegen hat) kann der Prozess aber erst, wenn er wirklich dran ist. HTT stellt dem Prozessor nun einige Register doppelt zur Verfügung. Dadurch kann der Prozessor unglaublich schnell zwischen unterschiedlichen Prozessen wechseln. Und da in einem Prozess sehr oft Pausen für entstehen (z.B. warten auf Benutzereingaben oder andere Prozesse etc.), scheint es, als kann der Prozessor tatsächlich mehrere Prozesse parallel bearbeiten. Tatsächlich lädt er zwar 2 Threads gleichzeitig, bearbeit sie aber abwechselnd.

Spiele unterstützen HTT nicht nur nicht bei mehr als 4 Kernen, es stört sie sogar. Deswegen landet ein I7-2600K mit HTT sogar knapp hinter dem gleichen Kern ohne HTT (zugegebener Maßen minimal, aber jedesmal ein bisschen). Der virtuelle 12-Kerner I7-980X kann zwar viel auf einmal, da aber nicht mehr Kerne angesprochen werden als bei dem I5, landet er aber hinter dem I5 (ältere Architektur).

MERKE: Wichtiger als viele Kerne ist für Spiele viel Leistung auf den ersten 2-4 Kernen.


THESE: OC bringt in Spielen keine spürbare Mehrleistung.

BEWEIS:

Es sind jeweils 5 Einträge zu sehen: jeweils 2 Mal ein Haswell I5 mit GTX760 und GTX660ti, sowie ein Ivy-bridge I5 mit GTX660ti. Die Haswells sind jeweils einmal auf Basistakt und einmal auf 4,6GHz (+20%) übertaktet.
Es zeigt sich sehr gut, dass die meisten Spiele einfach keinen oder nur einen minimalen Vorteil aus den übertakteten CPUs ziehen. Einzige Ausnahme hier ist Hitman, wo bis zu 5 FPS drin sind. Allerdings sind auch die Standard-Versionen über den 30fps, die oft als Grenze für flüssiges Spielen gelten, ja sie verdoppeln das sogar und laufen in unkritischen Bereichen über 60fps.
Nur eins von diesen 3 Spielen zeigt also einen Performance-Gewinn, und das auch nur im einstelligen Bereich (8,3%). Gleichzeitig kostet eine K-Version 15€ Aufpreis, sogar 30€ mehr als die nächstkleinere verion, die nur 0,2GHz abspeckt.
Die GTX760, die in 2 von 3 Spielen mindesten 10fps mehr bringt, kostet etwa 25e mehr (preiswerteste GTX660ti zu preiswerteste GTX760).

ERKLÄRUNG: Die Erklärung ist auch der Grund, warum CPU-Tests heutzutage bei Spielen in hoher und niedriger Auflösung gemacht werden: Weil bei normaler Auflösung die Grafikkarte der limitierende Faktor ist. Wer also eine GTX690 kauft, wird wohl kaum bei minimalen Settings und 640x480Pixeln Spielen. Wenn doch, sollte er allerdings auch nicht übertakten, sondern zum Optiker gehen:eek:
Denn die Hautplast in Spielen liegt heutzutage nunmal bei den Grafikkarten. Die CPU hat, vereinfacht gesagt, der Grafikkarte zu sagen, wo die Kugel ist und wen sie trifft. Das sind Vektorrechnungen, die man auch mit dem Taschenrechner lösen kann. Ein Beispiel aus dem beliebten Spiel "World of Tanks". Hier muss die CPU an einer realistischen Schadensberechnung nagen. Die sieht ungefähr so aus: Wenn Teil X getroffen wird, dann Zufallszahl ob kritischer Treffer. Wenn kritischer Treffer, dann Zufallszahl ob Munition brennt. Dann Schaden addieren (klar, hier sind mehr Schritte hinter, aber im Grunde sind das viele Wenn-Dann berechne Winkel oder Wenn-dann berechne Zufallszahl).

Das zerreisst eine moderne CPU heutzutage quasi im Idle. Die GPU hat dann die undankbare Aufgabe, eine schöne Explosion an der richtigen Stelle und Rauch aus tausenden Partikeln darzustellen.
Die CPU liefert also die "Rohdaten", wo was passiert. Aber ob das in 16bit-Grafik oder in 4k-HD ausgegeben wird ist der herzlich egal.
Die Grafikkarte aufzurüsten kostet nicht mehr als eine K-CPU zu wählen. bringt aber um einiges mehr (im Beispiel 10 statt 5fps, sprich 100% mehr Leistung)

MERKE: Die Grafikkarte ist immer der limitierende Faktor - je besser die Grafikkarte, desto höher die Anforderungen. Die CPU hat deswegen meist Zeit.

Aktueller ZUSATZ: Mit der neuesten Prozessorgeneration ("Haswell", 4th Generation Core-i), ist es möglich, per BIOS-Updates auch auf einem H87-Board zu übertakten. Eine K-CPU wird weiterhin benötigt. Da H87-Boards aber nicht für das Übertakten ausgerüstet sind (besonders im Bereich der SpaWas und Features), ist hier sehr vorsichtig ranzugehen. die doch recht guten 4,6GHz im Beispiel benötigen eine K-CPU und einen guten CPU-Kühler. Gleichzeitig ist fragwürdig, ob ein H87-Board hier noch mitmacht.
Außerdem werden die H87-BIOS wahrscheinlich eine abgespeckte Version der Z87-Version sein. Es sit auch möglich, dass Intel dem in Zukunft ein Riegel vorschiebt.


Deswegen nochmal die ZUSAMMENFASSUNG:

-Die Übertaktungsoption ist für Gamer eher sinnlos, da Mehrtakt nichts bringt*.
-Mehr als 4 Kerne (egal ob physisch oder virtuell) werden momentan von Spielen nicht ausgelastet.**
-Takt an sich sagt wenig aus: Es kommt drauf an, was die CPU je Takt schafft.
-AMD hat zwar viel Takt und viel Kern, schafft damit aber weniger als Intel mit weniger Takt und weniger Kern.***
-Auf Seite 3 der Diskussion in diesem Thread bietet Urkman nochmal sehr schöne Zusammenfassungen.


*Diese Aussage zielt auf die Mehrkosten einer Intel-K-CPU oder AMD-Black-Edition-CPU ab, bei der OC über offene Multiplikatoren vereinfacht wird. Ein aufrüsten der GPU für gleiches Geld ist sinnvoller als ein CPU-Upgrade.
**Aufgrund der Tatsache, dass es Leute gibt, die den Prozessor nicht nur für Spiele brauchen, wird sich das wahrscheinlich demnächst nicht ändern, da die GPU nunmal fürs Spielen gemacht ist (jedenfalls die Art von GPU, die du und ich kaufen).
***Dazu sei gesagt, dass zwei "Kerne" bei AMDs Bulldozern tatsächlich nur 2 (Ganzzahl-) Rechenwerke sind, die sich ein Großteil der restlichen Prozessorarchitektur teilen. AMD spricht deswegen von "Modulen", die 2 Kerne haben. Je nach Art der Anwendung leistet ein AMD FX-Prozessor deswegen eher soviel wie ein 8-Kerner oder wie ein 4-Kerner.


Nun mal von der anderen Seite:
Außerhalb der Spielewelt nutzen gerade Photo- und Videoprogramme (meist) mehr als 4 Kerne. Da der "Gelegenheitsnutzer" jedoch meist nur ein paar Sekunden beim finalen Rendering länger warten muss, lohnt sich auch hier selten ein Mehr-als-4-Kerner.
AMD ist nicht immer Scheiße: Durch zusätzliche, erweiterte Befehlssätze kann AMD in Sachen Verschlüsselung und Komprimierung z.T. Intel hinter sich lassen. Auch für Rechner, die speziell fürs Rendering zugeschnitten sind, macht ein Bulldozer z.T. Sinn. Hier reiht er sich sowohl kosten- als auch leistungstechnisch zwischen I5 und I7 ein.
Dennoch liegt AMDs Stärke momentan eindeutig bei Grafikchips.
Bei der integrierten GPU zeigt AMD Intel die Rücklichter mi seinen "APUs". Gerade bei Rechnern im Media- und Office-Bereich, wo weniger Rechenleistung bei schöner Grafik gewünscht ist (z.B. Wiedergabe von Videos, Fotos, Surfen etc.) überzeugt AMD wegen einem super P/L-Verhältnis. Hier hat sich AMD also in eine Nische zwischen den Pentium G und dem I3 eingenistet, sowohl was Preis, als auch Leistung anbelangt.

Außerdem mag es einige Ausnahmespiele geben, die mehr als 4 Kerne verwalten können oder im Gegensatz einfach ganz viel Takt haben wollen. Diese Fälle sind aber endweder seltene Neuentwicklungen (mehr als 4 Kerne) oder alte Spiele bzw. Emulatoren (viel Takt auf wenig Kernen). Aufgrund der Seltenheit dieser Fälle und der Tatsache, dass auch diese Spiele ohne OC spielbar sind, sollte das nicht entscheidend sein.

ENDE
Ich hoffe, das war nicht zu viel, nicht zu viel Falsches und nicht zu viel im Allgemeinen.

Ich bitte nochmals um eure Mithilfe. Besonders bitte ich aber um ein Sticky oder die moderne Version davon. Zumindest einen Thread der hierauf, oder auf einen besseren Thread mit solchem Inhalt verweist. Ich will das nicht jedem 2. Typen in der Kaufberatung sagen.

LG
RMG

Edit: Zusammenfassung und "die andere Seite" für Horst überarbeitet ;)
Urkmans Kommentare auf Seite 3 hervorgehoben.
Rechtschreibkorrekturen in kleinem Umfang.
Update der OC-Sektion und Kommentar zum Haswell-OC.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

mir ist durchaus bewusst, dass OC Sinn machen kann - wenn man eine ältere CPU hat und die langsam nicht mehr hinterher kommt.
Doch die Mehrausgaben für eine K-CPU lohnt sich selten. Schließlich kostet der I5-3570k schonmal 40€ mehr als der hier im Forum oft empfohlene I5-3450.

Denn letzlich gibt es wohl 4 Gruppen von Nutzern (rein Gaming-bezogen):
1-die, die von Anfang an übertakten wollen-->unnötig
2-die, die alle 2 bis 3 Jahre einen neuen Rechner kaufen-->unnötig
3-die, die keine Ahnung haben und den Rechner solange nutzen wies läuft-->die sollten die Finger weg lassen
4-die, die OC nutzen um die Lebensdauer der CPU um 1, 2 Jahre zu verlängern-->macht Sinn.

Davon abgesehen konnte man die Core2s auch ohne Aufpreis übertakten.

Mein Fazit: OC macht in neuen Sysstemen weniger Sinn. Lieber 2 mal P/L-Sieger als einmal High-End.

LG
RMG
 
Vorschlag:
Einfach die Begriffe Sandy Bridge und Ivy Bridge imi in die Überschrift des Themas mit aufnehmen.
Damit ist dann die Option, AMDs oder 775'er Prozessoren mit höherem Takt doch noch ein ingame nachzuweisendes Performance-Plus zu entlocken, nicht gleich mit ausgeschlossen.

Ich würde, sofern sich da ein Konsenz erreichen läßt, gern ändern.
 
Habe mir letzte Woch einen i7 3770k gegönnt, da Guild Wars 2 mit meinem Phenom II X6 in PvP Schlachten mit 150-300 Spielern unspielbar war.
Diesen habe ich dann auf 4 Ghz übertaktet. Warum? Weils im Standarttakt auf bis zu 20 FPS runterging. Übertaktet kommt er nicht unter 25 FPS. In dem Fall entschied OC eines brandneuen Prozessors also über unflüssig oder flüssig -> Macht Sinn
Und da bin ich auch gerne Bereit die 25€ Aufpreis, die es laut Geizhals momentan sind, zu zahlen.

Bei anderen Spielen magst du recht haben, aber nunmal nicht bei jedem. Deswegen ist deine Verallgemeinerung mMn fehl am Platz.
 
Ich habe die Einleitung und den ersten Post nochmal mit Hinweisen bezüglich der Verallgemeinerungen überarbeitet.

Ich verstehe ehrlich gesagt die inzwischen zunehmenden Widersprüche nicht.
Sowohl in der Kaufberatung als auch in der Technikwelt ist man sich ziemlich einig, dass OC eher eine Frage der Einstellung bzw. des Spaßes ist, denn eine Frage der Leistung.
Das es ein paar Ausnahmen gibt wurde inzwischen ein paar dutzend Mal erwähnt. Ich bitte davon in Zukunft abzusehen, um Verunsicherungen zu vermeiden.

Um diejenigen, die OC anscheinend aus einem Glauben heraus verteidigen müssen, zufrieden zu stellen, habe ich entsprechende Hinweise ebenfalls in den Startpost aufgenommen.

ICH HABE NICHS GEGEN OVERCLOCKER. ABER FÜR DIE MEISTEN MACHT ES KEIN SINN, DAS WOLLTE ICH ZEIGEN. ICH HABE MEIN PROZESSOR ZEITWEISE AUS SPAß AUCH MAL ÜBERTAKTET.

LG
RMG
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich seh jetzt auf den ersten Blick keine Beispiele für mehr-als-4-Thread-Spiele hier im Thread. Nur für Spiele, die mit erhöhtem Takt gut skalieren.
Davon abgesehen mag es durchaus Spiele geben, die mehr als 4 Kerne auslasten können. Aber weder ist das die Regel, noch sind das die als "anspruchsvoll" deklarierten Spiele wie BF3 oder Crysis (WH / 2).
Da wie gesagt der Trend auch eher in Richtung höhere Auflösung und anspruchsvollere Grafik geht, macht eine CPU mit mehr als 4 Kernen auch einfach keinen Sinn unter Beachtung der P/L. Immer auf Games bezogen.

Hier und da mag es extrem paralllisierte Strategiespiele geben. Die werden aber aus Rücksicht auf den Großteil der Gamer selten auf >4Kerne ausgelegt.
Arma und GTA IV wurden genannt, die auch mit mehreren Threads etwas anfangen können. Ansonsten stimmt es natürlich, dass aktuell mehr als vier Threads kaum/gar nicht von Vorteil sind. Liegt auch an den Konsolen (die Xbox 360 hat ja zum Beispiel nur drei Kerne). Hatte ich ja schon kurz angerissen.

Prinzipiell stimmt es natürlich, wenn du sagst, eine größere Grafikkarte macht mehr Sinn als ein "größerer" Prozessor.
 
Ich seh jetzt auf den ersten Blick keine Beispiele für mehr-als-4-Thread-Spiele hier im Thread. Nur für Spiele, die mit erhöhtem Takt gut skalieren.


Ich schmeiß einfach mal X-Plane 10 in den Raum welches mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Threads skaliert...

Soll heißen wenn du nen Board hast mit 2x i7 3960X dann nutzt der auch alle 24 verfügbaren Threads...

Und wenn man will kriegt man diese sogar voll ausgelastet...
 
Es geht hier aber nicht um irgend etwas, was in der Lage wäre so viele Threads auszunutzen. Wobei ich bezweifel das man 24 Threads auslasten könnte.
Hier geht es um Gamer-PCs und die stellen wohl die größte Gruppe an PC-Usern, wenn man mal von den üblichen täglichen AUfgaben wie Office und Inet absieht, welche aber alles andere als übertaktete CPUs bräuchten.
Hier sehe ich das auch so das OC eigentlich völlig unnötig ist, zumindest was die LGA 1155er und LGA 2011er Plattform anbelangt. Zudem muß man halt schon etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man mit diesen Plattformen OC betreiben will, weil eben die notwendigen, übertaktbaren Komponennten gekauft werden müßten.
Wo es durchaus Sinn macht zu übertakten, bei älteren CPUs/Plattformen, die auf LGA 775er Basis laufen oder auch bei AMDs Sockel AM2+ bis AM3+.
Bei diesen CPUs braucht man aber neben einer auf OC ausgelegten Kühlung kein weiteres Geld investieren, zudem sind gerade bei den älteren Zwei und Vierkernern die Standarttakte relativ niedrig im Verhältniss zu den jetzigen aktuellen CPUs.
Wenn es zudem Zweikernige 1155er CPUs mit offenen Multi gäbe (z.B. 2120K) könnte ich mir vorstellen, dass so eine schon recht erstaunlich starke CPU, mittels OC sehr gut zu einem Gamer-System passen könnte.
Man stelle sich einen 2120K vor, der mit 4-4,5Ghz takten würde und nicht mehr wie 110-120€ kosten sollte.
 
War jetzt halt nur mal um etwas greifbares zu nennen ;)
Es gibt halt (Spielartige) Software die so eine Leistung nutzen könnte / davon profitieren könnte.
Wobei es in dem Fall natürlich schon eher in richtung realitätsnaher Simulation geht.

Bei der Szeneriedichte kann ich mir übrigens eine Auslastung der Threads ehrlich gesagt gut vorstellen...
Mein 3770K kommt bei der Demo schon ins schwitzen oô
 
Mo-mo-mo-moment?! Dieser Thread hier wird sticky, aber Phenom's Kaufberatungsthread, welcher es schon längst hätte sein sollen, wird es nicht? Sorry, aber das ist doch wohl ein schlechter Scherz...

Man sollte in der Einleitung noch hinzufügen, dass es eher um die "Mehrkosten" damit man bei aktuellen Intel Plattformen überhaupt übertakten kann geht und nicht um die "allgemeine Sinnfreiheit von Übertakten".
 
Ich meine, es ist nicht nötig solche Entscheidungen vor aller Welt zu begründen.
Ich machs trotzdem mal.

Usern mit schnell wiederauffindbaren Threads zu helfen kann sicher nicht verkehrt sein.
Sie wollen das Beste für ihr Geld.
Das Beste ist preiswert zu kaufen und für wenig oder nicht gebrauchte Features nicht noch Aufpreise zu zahlen.
Genau das soll dieser Thread möglich machen.
Also sollte er schon oben festgehalten werden.

Das es unterhalb des Prozessor-Forums, weil es inzwischen ganze zwei festgesteckte Threads enthält, natürlicher Weise nicht der in anderen Foren notwendigen Umleitungen über "Wichtige und nützliche Threads" geben muss, dürfte allgemein einzusehen sein.

Der "Kaufberatungs-Guide Gaming"-Thread, die Diskusion dazu und die Beispielzusammenstellungen, also auch das lange Stückchen Thread, in dem Phenom seine Fußspuren hinterläßt, sind eben, weil es mehr als nur zwei Threads sind, über den Umweg oben festgehalten.
 
AMD vs. Intel, langes Thema ...

Früher war AMD bei OC einer der besten CPU's... Seit dem der i5 drausen ist nicht mehr , so habe ich das mitbekommen..

Aber mal ganz erlich... Was bringt mir es in einem Game 120 FPS zu haben wenn auch 60 genügen um ein Game flüssig zu spielen...

Der Phenom X4 BE reicht momentan noch für fast jedes Game... aber der i5 geht natürlich auch...

aber wie gesagt ist jedem das seine... Ich werde auch auf intel umsteigen da sie ein sehr gutes P/L haben...

So wie es AMD auch mal hatte
 
Seit den Core2Duo's kann AMD in Sachen OC und pro Takt Leistung schon nicht mehr mithalten. Die einzigen wirklich guten CPUs von AMD waren die Athlon Thunderbirds und Athlon XPs. Alles was davor und dannach kam, war nicht das gelbe vom Ei.
Das nurmal am Rande. btt
 
Das stimmt, der Core 2 Duo hat mit seiner Markteinführung eingeschlagen wie eine Bombe. Da hat selbst das kleinste C2D Modell fast die damalige Top-CPU (Athlon FX) geschlagen.
Davor waren die Athlon 64 und X2 mit Abstand die stärksten Prozessoren.

Der Phenom I war auch ein großer Reinfall. Mit dem Phenom II hatte AMD dann wieder ein solides Produkt für einen sehr guten Preis im Sortiment.
Bulldozer wiederum ist nicht so gelungen. Im Serverbereich sieht es etwas besser aus, aber auch nicht rosig.
 
Hier geht es aber auch nicht um "Intel vs. AMD" sondern um den Sinn bzw. Unsinn von OC in aktuellen Gamer-Systemen.
Halten wir dazu folgendes Fest.

1- Wer jetzt und heute völlig neu kauft, bzw. die wichtigsten Komponennten wie Board, CPU und RAM neu beschafft, wird sicher als Gamer zu keinen AMD greifen. Der Grund ist einfach, selbst ein günstiger i3 oder gar Pentium G ist AMDs PIIs Quads und eben auch FX überlegen beim Gamen.
2- OCen bei Intels Aktueller Plattform ist eben nur mit einer Mehrausgabe machbar. (K-CPU und Z/P bechiptes Board plus endsprechender Kühlung)
3- Ein Leistungszuwachs ist bei den Aktuellen CPUs durch OC zwar wie gehoft da, bringt aber in den aller meisten Fällen keinen spührbaren Unterschied.
4- Die zu erwartenden Mehrkosten lieber in eine potentere Grafikkarte stecken, hier erhält man für die gleichen Mehrkosten deutlich mehr Gamingleistung. Gerade bei den Systemen, denen ein er bergrenztes Budget zu Verfühgung steht.


OC bei folgenden Konsterlationen ist aber durchaus eine logische Konsiquenz, gerade und weil dadurch Geld gespart werden kann.

1- Wer ein LGA 775er System besitzt, was auch past wenn noch von einen Dual auf Quadcore aufgerüstet wird. Hier kann Geld beim Board und/oder RAM gespart werden.
2- AMD Systeme, ob nun mit Quad oder Dualcore. Gerade die einztigen Einsteiger-Quads aus der AthlonII Serie sind gut übertaktbar, so wie auch die PIIs. Laufen die erst mal nahe der 4Ghz reichen die auch zum daddeln. (was nicht bedeutet sie wären besser als ein aktueller Intel)

Wenn ich den TE-Ersteller richtig verstehe, geht es ihm dabei um die Kosten die endstehen durch den Kauf der endsprechenden übertaktbaren Komponennten und der im Verhältnis gesetzten und zu erwartenden Mehrleistung durch das dann mögliche übertakten.
Hier bin ich einer Meinung, dass die Mittel den Zweck nicht rechtfertigen.
Vielen, gerade denen welchen eben kein unbegrenztes Budget zu Verfühgung stehen, haben viel mehr davon statt dem Geld für die endsprechende CPU nebst Board auszugeben, eine Grafikkarte der nächsten Leistungsstufe zu kaufen. Man erhält einfach die stärkere Gamingleistung, als mit einem übertakteten i5 neben einer schwächeren Grafikkarte.
 
Jo, treffend wäre da wohl eher war einer der besten AMD's seiner Zeit.. Mit den neuen CPU's kann der auch nicht mehr mithalten.

Jo, alles in allem ein guter Thread.. Der TE hat hier angemerkt, dass er das technische etwas vereinfacht. Ist auch gut so, da er v.a Anfängern helfen soll und die würden sonst abgeschreckt. Und ich denke die Botschaft kommt rüber.

OC ist bei Gaming nicht so wirkungsvoll. Schaden tuts nicht, solange die CPU noch stabil genug läuft.
Die meisten Games unterstützten kaum mehr wie 4 Kerne, ausnahmen gibts..
Mehr finde ich, gibts dann nicht mehr zu sagen.
 
Hey,
zuerst mal danke an Urkman und ClisClis, ihr habt (wie schon Horst) meine intention verstanden.

@Daniel93: Ein Phenom II reicht tatsächlich für viele Spiele, gerade übertaktet. Doch für das gleiche Geld gibts schon einen I3, der einfach mehr Power hat, sogar als ein Bulldozer.

LG
RMG
 
habe eben nochmal nachgeschaut und schön gestaunt^^ Naja gut das eher die grafikkarte limitiert als die CPU
Erstaunlich ist das alles eigentlich nicht. Die eigentliche Berechnung beim gamen findet nun einmal in der Grafikkarte statt, bzw. übernimmt diese die Hauptarbeit.
Da verwundert es nicht, dass OC, gerade bei den aktuellen CPUs recht wenig bis nichts bringt.
Wir sind ja mitlerweile von der CPU-Leistung an einen Punkt angekommen, wo wir wirklich bei der Leistung aus den vollen schöpfen können.
Meist limitieren hier andere Komponennten als die CPU. Ich denke da z.B. an die klassischen Magnetfestplatten. Zwar kann man durch SSDs hier einiges verbessern, allerdings hat das auch seinen Preis.
Unterm Strich zählt halt immer das Gesammtpacket. Was nutzt mir eine supper starke und dazu noch übertaktete CPU, wenn die Grafikkarte er zur schwächeren zählt?
 
THESE: AMD liegt in Sachen Gaming-Leistung weit hinter Intel zurück und sollte deswegen bei Gaming-Rechnern eher außen vor gelassen werden.

Meine güte, warum testet kein Mensch die vision Apu's. Das sind die Gamer Prozessoren von Amd. Der Fx 8350 mag zwar nicht an den I7 dran kommen und ihn Stromverbrauch sowieso nicht, siehe allein 9590, mag zwar schneller als der 4770K sein, macht aber ein Strich durch die rechnung, aber nur beim gamen halt. Wer sagt den das die FX Reihe zum zocken ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

dass die APUs mehr Leistung bieten als FX-Prozessoren ist Nonsens. Die APUs mögen für Entry-Level-Gaming mit iGPU unschlagbar sein, aber dieser Fall wird wohl eher selten eintreten. Die meisten Leute spielen mit einer dedizierten GraKa. Und von der CPU-Leistung bleiben auch aktuellsten Flaggschiff-APUs hinter einem Ivy-I3 zurück:

Ist aber gleichzeitig genau so teuer wie ein aktuellster Haswell I3 (beide 118€ laut geizhals.de)

LG
RMG
 
Zuletzt bearbeitet:

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