Verschiedene Geräte, die ihre Betriebsspannung aus Akkus oder Batterien beziehen, bieten die Möglichkeit Signale eines MP3-Players zu verstärken. Um so ein Gerät soll es in diesem Test gehen. Dabei handelt es sich durchaus um den Maybach unter den mobilen Soundsystemen: Das Bang & Olufsen Beolit 12 Portable Music System.

Bang & Olufsen ist vielen ein Begriff für extravagante Schallwandler, Fernsehgeräte und anderer Lifestyle Artikel. Der dänische Hersteller, gegründet von Peter Bang und Svend Olufsen, stellt bereits seit 1925 Produkte in der Unterhaltungselektronik her. Schon frühe Radioapparate trugen den Namen „Beolit“ und so finden wir heute mit dem Beolit 12 die neuste Evolutionsstufe des einstigen Radios vor. Seit den 1950er Jahren bedient sich Bang & Olufsen des neutral zurückhaltenden, aber funktionellen Bauhaus Stils („weniger ist mehr“), sodass auch betagtere Geräte den heutigen Modellen stark ähneln.
Technisch versucht man mit immer neuen Innovationen die Fachwelt aufzumischen, neue Maßstäbe zu setzen und bestehende Technologien auszureizen.
Doch zurück zu unserem Testgerät. Dieses trägt streng genommen den Markennamen „B&O Play“, welcher eine neue Sparte des Unternehmens bezeichnet, welche sich auf kompakte und mobile Geräte für den qualitätsbewussten Anwender konzentrieren soll. Es zeichnet sich hierbei eine Neigung zu Apple-kompatiblen Produkten ab, häufig wird AirPlay oder der Dock Connector mit angeboten.
Über die näheren technischen Features und natürlich den Klang gehen wir im folgenden Review etwas genauer ein.
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Weitere technische Daten:
| Technische Daten | |||
| Abmessungen, Gewicht: | 23 x 19 x 15 cm, 2,7 kg | ||
| Material: | Lackierter Kunststoff, eloxiertes Aluminium | ||
| Stromverbrauch: | Typisch (AirPlay + Aufladen): 12 W Laden: 7 W AirPlay: 6 W Standby: 0,5 W | ||
| Akku: | 8 h / 4 h Wiedergabedauer (ohne / mit AirPlay), Ladedauer: 8 h | ||
| Gehäusetyp: | geschlossen | ||
| Frequenzbereich: | 35,4 – 23.200 Hz | ||
| Leistungsverstärker: | 1 x Bass: 60 W / 4 Ohm, Klasse D 2 x Mitten / Höhen: 30 W / 8 Ohm, Klasse D | ||
| Lautsprecher: | 1 x 4“ Tieftöner, 2 x 2“ Full-Range | ||
| Anschlüsse: | 1 x USB für iOS Geräte (1000 mA Ladestrom möglich) 1 x Line-In 1 x Ethernet 10/100 Mb/s WLAN | ||
| Funktionen: | Apple AirPlay, Netzwerkfähigkeit, WLAN 802.11 b/g, Audio über Klinke | ||
| Zubehör: | Netzkabel, 0,5 m Klinke-Audiokabel, Bedienungsanleitung | ||
Als nächstes probieren wir den USB-Anschluss des Geräts aus und schließen unseren iPod Touch 4G via Dock-Kabel am Beolit 12 an. Nach kurzer Bedenkzeit des iPods wird uns die erfolgreiche Verbindung mit einem Signalton bestätigt und wir sehen das Batteriesymbol auf dem Display, was uns zeigt, dass der iPod nun auch geladen wird. Außerdem taucht kurz ein Lautsprechersymbol auf, wonach ein externes Wiedergabegerät am Dock erkannt wurde, über dies künftig Musik abgespielt wird. Tatsächlich ertönen auch sofort alle Geräusche aus dem Klangkubus. Leider hatten wir keine Fernbedienung für das Beolit 12 zur Verfügung, sodass wir nicht ausprobieren konnten, ob sich ein iPod auch darüber steuern ließe. Laut Bedienungsanleitung kann eine Beo4 oder Beo6 Fernbedienung von Bang & Olufsen für das Gerät verwendet werden, aber über die iPod Funktionalität derselben schweigt das Manual leider.
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Die Bedienung des Bang & Olufsen Beolit 12 geht sehr intuitiv vonstatten, lediglich für das AirPlay Setup mussten wir einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Alle Bedienelemente am Gerät sind größtenteils selbsterklärend und clevere Detaillösungen garantieren einen reibungslosen Umgang.
Erster Klangeindruck zum Bang & Olufsen Beolit 12: Wow. Solch einen Sound haben wir aus einem derart kompakten Gerät keinesfalls vermutet. Es bietet sich uns ein großartiges Klangspektrum mit erstaunlicher Tiefe und Detailverliebtheit.
Wie immer wollen wir auf verschiedene Frequenzregionen genauer eingehen, typischerweise auf Bässe, Höhen und Mitten. Die Basswiedergabe zeichnet sich durch wohldosierte Lautstärke aus. Nie hatten wir das Gefühl, vom Bass erdrückt zu werden, noch fehlte er gänzlich. Darüber hinaus spielt er erstaunlich tief und klingt angenehm trocken, was für ein Gerät dieser Baugröße eine erstaunliche Leistung ist. Auch bei höherer Lautstärke hat der Bass keine Probleme und bleibt stets präsent und pegelfest. Zwischen ganz tiefen und höheren Bässen ist das Beolit 12 sehr gut ausbalanciert, womit das Musikhören insgesamt sehr angenehm ausfällt.
An den Höhen, welche für Brillanz und die Echtheit in Stimmen sorgen, gibt es nichts zu meckern. Jedes noch so kleine Detail ist zu hören, trotzdem ist der Sound an keiner Stelle überspitzt oder scheppernd, die Hochtöner leisten hervorragende Arbeit. Egal ob Stimmen, Schlagzeugbecken oder schnarrende Gitarrensaiten, jedes Instrument lässt sich einwandfrei identifizieren.
Die mittlere Frequenzregion ist nicht gerade unkritisch. An ihr scheitern viele kompakte Lautsprecher aufgrund des kleinen Volumens. Aber auch hier weiß das Beolit 12 zu begeistern: Akustische Instrumente büßen nichts von ihrem Klangvolumen ein und erlangen eine ungeahnte Tiefe. Egal ob Klavier, Gitarre, Violinen, Trompeten, oder die menschliche Stimme – alles wird so druckvoll wiedergegeben, wie wir es sonst nur von Standlautsprechern kannten. Die Bühnenabbildung erreicht dieses Niveau nicht ganz, was aber durchaus zu entschuldigen ist. Im Vergleich zu anderen kompakten Lautsprechersystemen gelingt es dem Beolit 12 schon um einige Klassen besser, eine räumliche Tiefenabbildung zu zaubern. Ebenso wenig stellt die dynamische Musikwiedergabe eine Schwierigkeit für unser Testgerät dar – wenn wie bei der „Summertime“-Interpretation vom Ray Brown Trio das Klavier mal flüsterleise und anschließend wieder mit voller Kraft spielt, wird uns das beeindruckend realistisch vermittelt. Dynamische Akustikgitarren-Soli im Django Reinhardt Stil vom Rosenberg Trio? – Für das Beolit 12 keine Herausforderung.
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Halten wir fest, dass es sich um ein Produkt für die mobile Klangwiedergabe handelt, um eine erste Einordnung vorzunehmen. Für derzeit 699 Euro, was natürlich ein stattlicher Preis ist, erhält man es nur bei ausgewählten Handelspartnern oder bei Bang & Olufsen selbst. Kann ein „Freizeitgerät“ also das bieten, was diese Investition rechtfertigen würde? Wir sagen ja!
Zunächst bringt das Beolit 12 alles mit, was man für den mobilen Einsatz braucht: Einen modernen, integrierten Akku, der lästiges Batterien-Nachfüllen erspart, vielfältige Anschlussmöglichkeiten für mobile Quellengeräte, niedriges Gewicht und kompakte Maße, einfache Bedienung, einen schier unglaublichen Klang und viele pfiffige Details, die das Handling erleichtern. Mit der integrierten AirPlay-Funktion taugt das Gerät darüber hinaus auch als stationärer Audioplayer zu Hause.
Hochwertig anmutende Materialien, stilbewusstes Äußeres und erstklassige Verarbeitung bringen dem Beolit 12 zudem Höchstwertungen in der B-Note ein.
Der Klang des mobilen Lautsprechers ist mit Worten kaum zu beschreiben – kurz gesagt schafft es das Beolit 12 trotz geringer Größe auch HiFi-Ansprüche zu befriedigen. Es zaubert ein Klangbild hervor, das um ein Vielfaches größer ist, als die tatsächlichen Dimensionen es je vermuten ließen. Nie wieder muss man mit diesem Gerät den hochwertigen Klanggenuss unterwegs vermissen.
Wir möchten dem Bang & Olufsen Beolit 12 aufgrund des innovativen Gesamtkonzepts, welches sich aus den praktischen Features und den tollen Details zusammensetzt daher unseren PCMasters.de Innovations-Award verleihen:

Eine Empfehlung ist das Gerät allemal, wir entschieden uns aber für einen Innovations-Award, weil wir einen derart guten Klang aus einem mobilen Gerät mit Akku in dieser Form noch nie gehört haben.
Wir möchten uns zum Schluss bei der Vademecom AG und Bang & Olufsen für die freundliche Bereitstellung des Testgeräts bedanken.





















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