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Steelseries Sensei im Test

Kennt ihr das auch? Ein Bekannter zeigt euch seinen neuen Arbeitsplatz. Alles schön eingerichtet, ein wahres Spieleparadis. Er schaltet den Tower ein und plötzlich erstrahlt alles in einem grellen Licht. Der Rechner flackert blau und grün. Die Tastatur und Maus werden durch ein rot leuchtenden Schein hinterlegt. Gerade in der PC-Welt spielt das Thema “Licht” eine entscheidende Rolle. Denn ohne ihn bliebe unser Bildschirm schwarz, würden einige Mäuse nicht funktionieren, würde keiner erkennen ob das Gerät An- oder Ausgeschaltet ist. Speziell die Moddingvarianten nehmen immer größere Ausmaßen an. Faszinierende Tower und Umbauarbeiten begeistern die Welt. Auch bei Computermäusen wird das Licht immer mehr in den Vordergrund gerückt. Blinkende Logos oder Streifen gehören heutzutage fast zum Standard, genauso wie eine zweite Maustaste.

Unser heutiger Kandidat reiht sich aber nur zum Teil in diese Gruppe ein. Die Steelseries Sensei ist auf den ersten Blick eine ganz normale Computermaus. Allerdings wirbt der Hersteller auf seiner Webseite schon mit dem Spruch: “Verneige dich vor dem Meister”, was zumindest schon mal einige Erwartungen anregt. Wir wollen heute schauen, in wie weit man über den Standard hinaus geht und ob man wirklich einen Meister oder doch nur den Schüler vor sich hat.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei BITE CONSULTING für die gute Zusammenarbeit und das Sensei Testmuster. <h1>Lieferumfang</h1> Steelseries liefert das Gerät in einer stabilen schwarzen Pappverpackung. Auf der Front füllt die Sensei großflächig den Raum aus. Im Gegensatz dazu zeigt uns die Rückseite die ersten nützlichen Informationen. Hier erfahren wir auch, dass es die anpassungsfähigste Maus der Welt sein soll. Unsere Spannung steigt langsam. Auf der Innenseite schreiben einige bekannte Spieler über die Erfahrungen mit der Sensei. So richtig hilft uns das aber nicht weiter und so wagen wir den Blick in die Verpackung.

Als aller erstes ist hier natürlich das Herzstück zu finden, was sich schon einmal sehr edel anfühlt. Der restliche Teil der Ausstattung fällt, wie üblich in der Peripherie-Kategorie, sehr mager aus. Das sind wir aber schon gewohnt. Neben einer Schnellstartanleitung und einem kleinen Produktkatalog liegt lediglich ein Steelseries-Aufkleber bei. Von einer Treiber-CD fehlt hier jede Spur. Nun richten wir unsere Augen auf die Sensei und ihre Details. <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table> <h1>Steelseries Sensei im Detail</h1> Beim ersten Anblick scheint die Sensei nichts besonderes zu sein. Sie ist ergonomisch gestaltet und erinnert uns irgendwie an die alten Microsoft-Mäuse, die es damals zu jedem Rechner als gratis Beilage gab. Am zweiten Blick erkennen wir aber einige kleine Feinheiten, welche den großen Unterschied zu früher ausmachen. Die Oberfläche der Maus ist eine Art hochglänzendes Kupfer-Metall, zumindest optisch. In Wirklichkeit ist es lackierter-weißer Kunststoff. Dies wirkt dennoch sehr edel und ist nicht ganz so empfindlich für Fingerabdrücke, wie beispielsweise Klavierlack. Das große Steelseries-Logo auf den Rücken des Nagers ist fein in das Material eingearbeitet und wird später noch anfangen zu leuchten.

An den Seiten befinden sich jeweils links und rechts zwei von leichten Softtouch umgebene Tasten, die wir später in der Software frei programmieren können. Und wie jede Maus hat auch die Sensei ein Mausrad, das wie bei Gamingmäusen üblich gummiert ist. Das erweckt nicht nur optisch Aufmerksamkeit sondern wirkt auch qualitativ hochwertig. Der Dreieckige Button Richtung Mausrücken wird standardmäßig zur Änderung der dpi genutzt, lässt sich aber auch ganz individuell später ändern.

Die Unterseite bringt die nächste Überraschung mit sich. Ein Display gibt es schon an vielen Dingen, aber an einer Maus bekommt man das auch nicht alle Tage zu Gesicht. Das Display ist speziell zum einstellen der Onboard-Profile gedacht. So lassen sich diese bequem in der Maus verstellen und braucht noch nicht mal einen PC. Falls dieses Feature gerade nicht genutzt wird zeigt es stattdessen das Herstellerlogo an, was man nach Belieben modifizieren kann. Auf der Unterseite zeigen sich dann nur noch die großen Teflonfüße, die für eine noch geringere Reibung als bei dem Vorgänger, der Xai, sorgen sollen. Wir sind gespannt und gehen noch kurz auf das Kabel ein. Hier setzt auch Steelseries auf eine geflochtene Kabelummantelung, was zum einen deutlich edler wirkt und das knicken des Kabels deutlich verhindern soll. Diese Art setzt derzeit ein Großteil der Hersteller ein. Ganz am Ende der Leitung fällt uns nun noch ein vergoldeter USB-Stecker auf. Über Sinn und Unsinn lässt sich bei dieser Sache streiten. Somit sind eigentlich alle optischen Merkmale der Sensei erklärt. Machen wir mit dem Treiber weiter.

Technische Eigenschaften

  • Art des Geräts: Maus
  • Maustyp: optisch, mit Lasertechnologie
  • Farbe: silber (hochglanz)/schwarz
  • Anschluss: USB
  • Verbindung: Kabel
  • Tasten: 8
  • Auflösung: 5700 dpi
  • Bildsensor: 10.8 Mpx/s
  • Geschwindigkeit: 3.81 m/s
  • Gewicht: 102 g
  • Abmessung: (BxHxT) 68x39x126 mm
  • Eigenschaften: mit 16,8 Millionen verschiedenen Farben beleuchtbares Mausrad, CPI-Anzeige und SteelSeries-Logo; Pfadkorrektur; 32-Bit-ARM-Prozessor; ExactTech-Einstellungen: Exactlift (anpassbare Anhebdistanz), Exactaim (Cursor-Abbremsung), Exactaccel (Cursor-Beschleunigung), Exactsens (Mauszeiger-Geschwindigkeitkontrolle); integriertes LCD-Menü auf der Unterseite; SteelSeries Engine ermöglicht Makroaufnahme; eingebauter Treiber

<h1>Treibersoftware</h1> Da sich auch Steelseries für die Zukunft stark macht und auf die Treiber CD verzichtet, kommen wir um einen Download nicht herum. Wir gehen also auf die Steelseries-Seite und laden die neuste Software auf den heimischen PC. Anfängliche Verbindungsprobleme beim Firmwareupdate konnten nach zweifacher Anwendung der Recoverysoftware ausgebügelt werden und so konnte es endlich losgehen.

Die Software ist, wie auch schon die Verpackung, in den Systemfarben schwarz/orange gehalten. Der Treiber an sich ist relativ einfach aufgebaut. Oben befinden sich die fünf Menüpunkte in denen wir Einstellungen vornehmen können. Links oben wird das Gerät angezeigt, welches Verbunden ist. Der Treiber funktioniert gleichzeitig für einige andere Steelseries Produkte. Individuelle Einstellungen für einzelne Spiele sind hier kein Problem. Sehr gut! Mittig lassen sich die Buttons der Maus individuell anpassen und auch das Gerät für Linkshänder tüchtig machen. Dank der gleichbleibenden Form auf beiden Seiten ist das gar kein Problem.

“On Board Profiles” und das Display auf der Unterseite der Maus sorgen für ein schnelles und gezieltes Umschalten der Profile. Man zieht einfach sein eigens entworfenes Profil von der linken Seite nach rechts und schon lässt es sich direkt an der Maus einstellen. <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td colspan="2"> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Der dritte Tab stellt die “Settings” dar. Das Herzstück der Sensei, sozusagen. Denn hier lässt sich wirklich alles Einstellen, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Zuerst die dpi. Die Maus benutzt einen 32 bit ARM Prozessor welcher es erlaubt, die dpi zu verdoppeln. Somit arbeitet die Maus deutlich flotter und die heimische CPU wird auf Dauer entlastet.? Die normalen Einstellungen gehen von 1 bis 5700 dpi. Vor allem für Anwender mehrerer Bildschirme kann es sinnvoll sein, die dpi noch hochzuschrauben von 5707 bis 11400. Weiterhin wird hier die Farbauswahl gesteuert oder gar deaktiviert, die Kontrast- und Helligkeitswerte des LCD-Displays geregelt und eigene Bitmap-Dateien eingelesen. Freemove erreicht Softwareseitig eine Glättung der eigenen Mausbewegung, was bei ruckartigen Distanzen durchaus Sinn macht. Das Feature Exactaccel, welches Steelseries bereit stellt, dient dem kontrollierten Start der Maussteuerung. Er steuert sozusagen die Mausbewegung und setzt den Speed auf den eingestellten Wert. Das genaue Gegenteil davon ist Exactaim, welches das Abbremsen kontrollierter und beherrschbarer macht. Am Ende finden wir hier noch die Polling Rate und das Feature Exactlift, was den Abstand zwischen Maus und Mauspad einstellt, um beim Anheben der Sensei nicht gleich böse Überraschungen zu erleben.

Reiter Nummer vier heißt “Properties”. Eigentlich gibt es hier nicht viel zu machen. Ein kleines aber feines Feature ist hier trotzdem vorzufinden. Den Profilen passende Exe-Dateien zuzuordnen klingt nicht weiter aufregend, ist aber ein ganz tolles und sinnvolles Feature. Kurzum, wenn das Spiel gestartet wird, lädt die Software automatisch das passende Profil. So hat man einen regelrechten Komfort und erspart sich einiges an Ärger mit falscher Tastenbelegung. Der letzte Tab im Bunde sind die “Statistiken”. Dieser Bereich ist eigentlich etwas sinnlos. Lediglich die Tastendrücke werden hier aufgezeichnet und gezählt. Wer schon immer wissen wollte, wie oft er in der Minute drückt ist hier Gold richtig.

Die Software der Sensei bietet definitiv eine Menge an Einstellungsmöglichkeiten. Jeder wird hier auf seine Kosten kommen. Doch gehen wir jetzt auf das Handling der Sensei genauer ein. <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td colspan="2"> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table> <h1>Handling</h1> Steelseries behält auch mit der Sensei die alte Mausform bei. So sind keine großartigen Gewöhnungsänderung notwendig, man fühlt sich heimisch. Die kupferne Metalloberfläche sieht zwar hübsch aus, bei längerer Spieledauer läuft einem aber etwas der Handschweiß über den Mausrücken. Im Gegensatz zur der Xai, die komplett aus Kunststoff hergestellt war, wurde die Oberfläche zugunsten der Griffigkeit deutlich verbessert. Allerdings bleibt die neue Metallschicht nicht frei von Schmutz und ist Empfindlicher, als ihr Vorgänger. Generell wirkt die Sensei nach einigen Stunden spielen sehr hochwertig verarbeitet und angenehm. Nirgends klappert etwas. Die fehlenden Zusatzgewichte fallen kaum auf, das Gewicht der Maus empfinden wir als optimal.

Für den reinen Desktopbetrieb ist die Maus definitiv überdimensioniert, wenn auch nicht ungeeignet. Für Games gibt es allerdings keine Beschränkungen. Dank den reichhaltigen dpi’s und den nützlichen Nebenfeatures kann die Sensei in allen Genres Punkten. Die Maus läuft dank den Gleitfüßen sehr ruhig und es entsteht keinerlei Schaben beziehungsweise Kratzen. Die Beleuchtung empfinden wir als edel und nicht störend. Farbanpassungen sind im Treiber ja sowieso möglich und so ist für jeden etwas dabei, um die Maus zu optimieren und anzupassen. <table border="0"> <tbody> <tr> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> <td> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> <tr> <td colspan="2"> <p style="text-align: center;"></p> </td> </tr> </tbody> </table>

Fazit Wir selbst haben den Vorgänger Xai nicht getestet, aber optisch gibt es wenig Unterschiede zur Sensei. Die meisten Veränderungen sind intern. Ein 32 bit Prozessor, anpassbare Beleuchtung sowie ein neuer Sensor verhelfen der Sensei zu neuem Ruhm. Ein wahrer Meister der Kampfkunst der Anfänger als auch Profis zufrieden stellen wird. Die hochwertige Verarbeitung, die Schlichtheit sowie der gut ausgebaute Treiber verhelfen der Sensei, sich bei der breiten Marktmasse durchzusetzen.

Allerdings muss das alles bezahlt werden und das nicht zu knapp. Immerhin möchte Steelseries 64,94€ (guenstiger.de / Stand: 17.12.2011) haben. Die gute Leistung und Qualität seitens des Herstellers macht das aber wieder weg. Wir können die Maus ohne große Bedenken weiterempfehlen. Das einzige Manko, die Putzerei, wird dank der vielen Möglichkeiten in den Hintergrund gerückt. Aufgrund der tollen Leistung hat sich die Steelseries Sensei einen PCMasters.de-Empfehlungsaward redlich verdient.

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