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Gaming Headset Test: Vergleich von Headsets zwischen 25 und 150 Euro

Gaming-Peripherie haben in den letzten Jahren immer mehr Hersteller als lukrativen Markt entdeckt. Neben Mäusen und Tastaturen erfreuen sich vor allem Headsets großer Beliebtheit bei den Herstellern. Über die Frage, wie viel man ausgeben muss oder wie viel man sparen kann, wird leidenschaftlich diskutiert. Wir haben Headsets von Sharkoon, Corsair und Logitech getestet und verglichen.

Headset Round-Up Teaser

In unserem heutigen Round-Up stellen wir euch drei Gaming-Headsets aus unterschiedlichen Preisklassen vor:

Wir bedanken uns herzlich bei Sharkoon, Corsair und Logitech für die unkomplizierte Bereitstellung der Testmuster. Wir haben alle drei Headsets auf ihren Ton, ihren Komfort, die Qualität ihres Mikrofons und weitere Features oder Besonderheiten getestet. In diesem Round-Up stellen wir euch die drei Testkandidaten vor und beleuchten ihre jeweiligen Stärken und Schwächen.

Die technischen Daten der Headsets sehen wie folgt aus:

Headset
Sharkoon Skiller SGH2
Corsair HS50 Carbon
Logitech G933 Artemis Spectrum Snow
Homepage
https://de.sharkoon.com/product/19984
http://www.corsair.com/de-de/hs50-stereo-gaming-headset-carbon-eu
https://www.logitechg.com/de-de/product/g933-7-1-surround-sound-gaming-headset
Preis
24,99€
59,90€
144,44€
Gewicht
390g
318g
374g
Lautsprecher /
Treiber
50mm
50mm
40mm
Frequenzbereich
100Hz - 10.000Hz
20Hz - 20.000Hz
Impedanz
2,2k Ohm
32k Ohm bei 1kHz
39 Ohm (passiv) / 5k Ohm (aktiv)
Reichweite / Kabellänge
250cm
185cm
Kabellos bis zu 15/20 Meter (innen / außen)
Akkulaufzeit (50% Lautstärke)
Kabelgebunden
Bis zu 12 Stunden ohne Beleuchtung (8 Stunden mit Beleuchtung)
Anschlüsse
USB
3,5mm Klinke In & Out kombiniert oder getrennt per Adapter
3,5mm Klinke, Chinch und USB (kabellos)
Unterstützte Systeme
PC, PlayStation 4
Beliebige Systeme mit 3,5mm Anschluss
Beliebige Systeme mit 3,5mm Klinke, Chinch sowie viele USB-Geräte

Sharkoon Skiller SGH 2 im Test

Das neueste Gaming-Headset von Sharkoon trägt den Namen Skiller SGH 2. Das Skiller SGH 2 kann ausschließlich per USB betrieben, das beschränkt den Einsatzbereich auf den PC und die PlayStation 4. Mit seinem 250 cm langen USB Kabel bietet das Headset genug Spielraum, um sich am Schreibtisch zu bewegen ohne dass man sofort den Zug des Kabels spürt. Allerdings ist das Kabel durch das Sleeving relativ dick und das Kabel somit etwas schwerer als erwartet.

Sharkoon Skiller SGH 2

Sharkoon Skiller SGH 2 Die Ohrmuscheln des Headsets sind ausreichend groß, sodass das Headset ohrumschließend getragen werden kann. Die Polster der Ohrmuscheln sind ausreichend weich, um sie auch als Brilenträger über Stunden hinweg tragen zu können, ohne dass es zu unangenehmem Druck kommt. Auch die Konstruktion mit leicht gepolstertem Kopfbügel und flexiblen Kunststoffbügeln oben drüber sorgt für angenehmen und stabilen Sitz auf dem Kopf. Allerdings können die Ohrmuscheln weder gedreht noch geschwenkt werden, sodass sie je nach individueller Kopfform des Trägers nicht vollständig abschließend aufliegen.

Das flexible Mikrofon ist an der linken Ohrmuschel angebracht, an deren Rückseite sich auch ein Drehregler zur Anpassung der Lautstärke befindet. Dass man den Drehregler nach oben drehen muss, um den Ton leiser zu stellen, wirkt etwas kontraintuitiv. Nach außen hin sind beide Ohrmuscheln in einem kräftigen Blau beleuchtet.

Der Ton, die offensichtlich wichtigste Eigenschaft eines Headsets, ist in Ordung. Natürlich darf man in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten. Zum Zocken ist der Ton des Headsets bedenkenlos zu gebrauchen, auch wenn wir es hier natürlich nicht mit einem High-End Produkt zu tun haben.

Auch die Stimmwiedergabe via Teamspeak und Co. Sharkoon Skiller SGH 2 Ist in Ordnung. Stellenweise, insbesondere tritt dies auf wenn man mit dem Headset Musik hört, ist der Ton etwas basslastiger abgestimmt als es nötig wäre. Das funktioniert bei den meisten Games Problemlos, wer Musik hören will muss entweder per Software-Equalizer optimieren oder mit diesem kleinen Abstrich leben.

Am Mikrofon scheiden sich die Geister. Nachfolgend haben wir den einen kurzen Text für euch eingesprochen, sodass ihr euch selbst ein Bild machen könnt:

Unter dem Strich macht das Headset einen guten Eindruck, es verbirgt aber zu keiner Zeit, dass es ein günstiges Produkt aus dem Einsteiger-Segment ist. Wer schnell und günstig ein Headset zum Zocken braucht, kann hier ein zufriedenstellendes Schnäppchen machen.

Corsair HS50 im Test

Das aktuelle Stereo Gaming Headset von Corsair trägt die Bezeichnung HS50. Es wird konventionell per Klinke an euer Quellgerät angeschlossen und ist somit mit einer Vielzahl von Geräten kompatibel. Mit seinem etwa 185 cm langen Kabel bietet das HS50 ausreichend Bewegungsfreiheit am Schreibtisch, der Anschluss ans Front-Panel des PC-Gehäuses ist je nach individuellem Schreibtisch-Layout eine gute Idee.

Corsair HS50 Stereo Carbon

Corsair HS50 Stereo Carbon Die Verarbeitung ist für ein Headset dieser Preisklasse besser als erwartet. Die, je nach Farbvariante des Headsets, farblich abgesetzten Nähe an der Unterseite des Kopfbügels sowie der schlichte Stil und das verbaute Metall geben dem Headset einen edlen Look. Die Ohrmuscheln sind angenehm weich, gleichzeitig sitzt das Headset stabil und bequem auf dem Kopf. Die Arretierung der Ohrmuscheln kann auf beiden Seiten in mehreren Stufen um bis zu 25 mm aus dem Kopfbügel herausgezogen werden, sodass eine Anpassung an die eigene Kopfform möglich ist. Die schwenkbaren Ohrmuscheln unterstützen diese persönliche Anpassung zusätzlich. Durch das dichte abschließen der Ohrmuscheln kann es jedoch nach einer Weile recht warm unter dem Headset werden.

Corsair HS50 Stereo Carbon Das Mikrofon ist an einem flexiblen Arm angebracht, sodass die Position an den individuellen Geschmack und evtl. auch an das Feedback der Mitspieler angepasst werden kann. Wer das Headset jedoch nicht nur zum Zocken verwenden will, der freut sich eigentlich über die edle Optik – bis diese vom Mikrofon unterbrochen wird. Das Mikrofon kann jedoch vollständig abgenommen werden. Die Anschlussbuchse des Headsets wird dann von einer kleinen Gummi-Abdeckung vor Schmutz geschützt.

Corsair HS50 Stereo Carbon Auf der Rückseite der linken Ohrmuschel, an der das Kabel befestigt ist, befinden sich ein Drehregler für die Lautstärke und ein Stummschalter für das Mikrofon. Wird man beim Zocken also vom Mitbewohner oder den eigenen Kindern angesprochen, kann man das Mikrofon abschalten und niemand bekommt mit, was gerade im Reallife passiert.

Der Ton des Headsets geht für diese Preisklasse im Wesentlichen in Ordnung. Stimmen werden sowohl im Voicechat als auch Ingame klar und deutlich wiedergegeben. Bei Musikwiedergabe erzeugt, je nach bevorzugtem Genre, ein etwas differenzierteres Bild. Der Ton ist eigentlich klar und ausgewogen abgestimmt, dreht man allerdings die Lautstärke des Headsets am Drehregler bis ans Maximum auf, verwischen die höheren Tonlagen etwas, geschlagene Becken erinnern dann eher an ein unspezifisches Zischen.

Durch einen Mitgelieferten Adapter, der den fest verbauten 3,5 mm Klinkenanschluss in einen Eingang und einen Ausgang aufspaltet, kann das Headset an verschiedenste Plattformen angeschlossen werden. Durch ein fest am Kabel montiertes Klettband kann das Kabel zudem auf die gewünschte Länge gekürzt werden, was unter anderem beim Transport des Headsets sehr praktisch ist.

Corsair HS50 Stereo Carbon

Corsair HS50 Stereo Carbon

Die Qualität des Mikrofons wurde in unserem Test unterschiedlich beurteilt, die eigentlich gute Qualität wird leider durch die niedrige Lautstärke überdeckt. Um gut verstanden zu werden muss man die Mikrofonverstärkung unter Windows verwenden, was zu einem Qualitätsverlust führt. Wir haben einen kurzen Text für euch aufgenommen:

Letztlich macht das Headset einen guten, aber noch nicht perfekten Eindruck. Der Ton ist gut, man merkt dem Headset jedoch Schwächen beim Mikrofon und in bestimmten Musik-Szenarien an. Durch das abnehmbare Mikrofon und den edlen Look ist dieses Headset bestens für den Einsatz im Alltag geeignet und muss nicht an den heimischen Gaming-Platz gebunden bleiben. Wer ein vielseitiges Stereo-Headset mit Klinkenanschluss sucht, mit dem man sowohl zocken als auch den Alltag bestreiten kann, der sollte ein HS50 auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen.

Logitech G933 Artemis Spectrum Snow im Test

Logitech G933 Artemis Spectrum SnowDas G933 Artemis Spectrum, dessen weiße Variante den Namenszusatz „Snow“ trägt, ist Logitechs aktuelles kabelloses Gaming-Headset. Es kann sowohl per Klinkenkabel als auch per USB verkabelt oder Drahtlos mit einem Bluetooth Dongle (via USB) betrieben werden und ist daher mit nahezu jedem beliebigen Gerät kompatibel. Die Ohrmuscheln sind aus weichem und gleichzeitig angenehm stabilen Schaumstoff mit einem robusten und bequemen Stoffüberzug gefertigt.

Da die Arretierung der Ohrmuscheln aus dem Kopfbügel herausgezogen werden kann und die Ohrmuscheln gleichzeitig schwenk- und drehbar sind, sollte dieses Headset auf so ziemlich jede Kopfform passen. Im Lieferumfang befindet sich sowohl ein Klinkenkabel mit integrierter Fernsteuerung als auch ein USB-Kabel zum Aufladen des Akkus. Zusätzlich ist noch ein Adapterkabel zum Anschluss an Signalquellen mit Chinch-Ausgängen enthalten.

Logitech G933 Artemis Spectrum Snow

Logitech G933 Artemis Spectrum Snow Im Gaming Betrieb wird das Headset in der Regel kabellos über den mitgelieferten Dongle betrieben. Dieser ist, clever und platzpsarend zugleich, in der linken Ohrmuschel untergebracht. In der rechten Ohrmuschel befindet sich ein austauschbarer Akku.

Logitech G933 Artemis Spectrum Snow Auf der Rückseite der Ohrmuscheln befinden sich die LED-Elemente die dem Headset die gamingtypische Beleuchtung ermöglichen. Diese wird über die Logitech Gaming Software gesteuert und kann mit anderen kompatiblen Logitech G Produkten abgestimmt werden.

Der Komfort des Logitech G933 Artemis Spectrum Snow ist erstklassig. Auch nach vollen acht Stunden (so lange hält übrigens der Akku bei mittlerer Lautstärke und eingeschalteter Beleuchtung) sitzt das Headset noch bequem auf dem Kopf und drückt dabei weder gegen das Ohr noch gegen eine Brille. Das Headset bietet zudem noch sehr gute Abschirmung von äußeren Geräuschen, sodass man tief ins Spiel abtauchen kann. Wer keine Beleuchtung wünscht, kann diese einfach abschalten. Über die Software lassen sich zudem verschiedene Equalizer für verschiedene Einsatzzwecke, uns hat dabei Cinematic Gaming am besten gefallen, auswählen bzw. einrichten. Auch das Umstellen zwischen DTX, Dolby und Stereo ist möglich. Im Stereobetrieb ohne Beleuchtung erhält man noch einen Tick mehr Akkulaufzeit.

Logitech G933 Artemis Spectrum Snow

Logitech G933 Artemis Spectrum SnowDas Mikrofon ist an einem teilweise flexiblen Arm befestigt und kann bei Bedarf fast komplett in der linken Ohrmuschel versteckt werden, sodass auch dieses Headset im Alltag getragen werden kann ohne den Träger zu schnell als Gaming-Nerd zu entlarven.

An der Rückseite der linken Ohrmuschel Headsets befinden sich der obligatorische Drehregler für die Lautstärke, dessen Betätigung einen kurzen Signalton auslöst, der Ein-Aus-Schalter und frei programmierbare Makrotasten.

Die Verarbeitung des Headsets ist gut, jedoch ist auf Hochglanz-Plastik immer mit dem einen oder anderen Fingerabdruck zu rechnen, sodass die Materialauswahl nicht perfekt ist. Die mitgelieferten Kabel sind allesamt ausreichend lang und wirken durch gutes sleeving ebenfalls hochwertig.

Das Headset bietet beeindruckend guten Sound, sowohl für Games an verschiedenen Systemen als auch für Voicechat oder Filme und Musik ist dieses Headset hervorragend geeignet. Die Bluetooth-Reichweite ist deutlich besser als beim indirekten Vorgänger G930, wobei auch eine gute Lautstärke geboten wird. Die Vielseitigkeit durch das mitgelieferte Zubehör ist beeindruckend, hier hat Logitech alles richtig gemacht.

Die Qualität des Mikrofons kam in unserem Test gut an, wir haben auch zu diesem Headset einen Text für euch eingesprochen:

Dieses Headset können wir, wenn man den recht stolzen Preis für so viel Plastik bezahlen will, eigentlich nur empfehlen. Es bietet sehr guten Sound, eine zufriedenstellende Akkulaufzeit und beeindruckende Vielseitigkeit.

Fazit

PCMasters.de Sharkoon Skiller SGH 2 AwardDie drei von uns in diesem Round-Up getesteten Headsets haben alle ihr ganz eigenes Profil. Während das Sharkoon Skiller SGH 2 im unteren Preissegment unterwegs ist und dort durchaus respektable Eigenschaften bietet setzt das Corsair HS50 auf hochwertige Materialien und edles Design, was durchaus gelingt. Das Logitech G933 Artemis Spectrum Snow bedient mit Beleuchtung und kabellosem Betrieb die klassischen Gaming-Felder, weiß jedoch mit der Technik zu beeindrucken.

In den jeweiligen Preissegmenten und mit den unterschiedlichen Einsatzbereichen kann man jedes unserer drei getesteten Headsets in einem gewissen Rahmen empfehlen:

Das Sharkoon Skiller SGH 2 ist ein gutes Headset für Sparfüchse. PCMasters.de Corsair HS50 AwardDieses besonders günstige und dafür überraschend gute Headset ist daher unser Preis- / Leisuntgs-Tipp. Man erhält hier zufriedenstellenden Sound und ordentliche Verarbeitung zu einem mehr als fairen Preis.

Das Corsair HS50 besticht neben dem Ton durch edle Optik und gute Verarbeitung, sein bei Bedarf stummschaltbares bzw. abnehmbares Mikrofon ist ein weiterer Plusspunkt, auch wenn die geringe Lautstärke des Mikrofons den Gesamteindruck trübt. Wir bewerten das Corsair HS50 daher mit 83%.

Das Logitech G933 Artemis Spectrum Snow ist ein durchaus gelungenes Highend-Produkt das in nahezu allen Lebenslagen überzeugen kann, solange man sich nicht am intensiv eingesetzten Plastik stört ist es für viel mehr geeignet als nur fürs Gaming.

Mit ihm lassen sich auch Filme schauen oder Musik hören. Auch das Zocken an der Konsole ist möglich. Angesichts der enormen Vielseitigkeit und des beeindruckenden Sounds vergeben wir eine Empfehlung für dieses Produkt.

PCMasters.de Logitech G933 Artemis Spectrum Award Zum Abschluss des heutigen Round-Ups haben wir nochmals alle drei Mikrofon-Tests nochmal im direkten Vergleich für euch zusammengestellt:

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