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Xtrfy XG-M2 Gaming-Maus Testbericht

Der schwedische Hersteller Xtrfy bringt mit der XG-M2 eine einfache, aber performante Gaming Maus auf den Markt, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Bei der Entwicklung hat Xtrfy auf die Erfahrungen professioneller Spieler zurückgegriffen, um so eine hochwertige Maus zu schaffen, die den Spieler optimal unterstützt. Die Maus wurde von den eSports-Teams NiP (Ninjas in Pyjamas) und LGB eSports getestet und abgenommen. Neben der hier getesteten Variante ist auch eine Limited Edition mit NiP Logo verfügbar.

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Lieferumfang

Die Maus kommt in einem schwarz-gelben Karton mit magnetischem Klapp-Cover. Neben der Maus selbst befinden sich eine Kurzanleitung sowie ein Sticker in dem Karton.

Xtrfy XG-M2 (Lieferumfang)

Herstellerangaben

Spezifikationen
5-Tasten Rechtshändermaus Teflon Füße
Optischer Gaming Sensor Pixart PMW 3310 Gummierte Oberfläche
3-Zonen LED Beleuchtung 2m Flechtschlauch-Kabel
Omron Switches 112g Gewicht (ohne Kabel)
On-The-Fly DPI-Einstellung (400/800/1600/3200/4000) Plug & Play
Einstellbare Abtastrate (125/500/1000 Hz) USB-Anschluss
1ms Reaktionszeit Windows- und Mac-kompatibel
130 IPS 2 Jahre Warranty
30G Maximalbeschleunigung

Verarbeitung

Xtrfy XG-M2

Die matt-schwarze Oberfläche der Maus ist leicht gummiert und gewährleistet einen sicheren Griff. An den Seiten sind Vertiefungen in Form von Linien eingearbeitet, welche die Griffigkeit zusätzlich verbessern. Linke und rechte Maustaste haben einen definierten Klick und der Druckpunkt ist angenehm. Allerdings fühlen sich (zumindest beim Testmodell) linke und rechte Maustaste beim Klicken minimal unterschiedlich an, was - sofern man darauf achtet - etwas störend wirken kann. Die Vor- und Zurück-Buttons an der linken Seite haben ebenfalls einen definierten Klick, fühlen sich aber insgesamt etwas weicher und tiefgängiger an. Die Knöpfe zur DPI-Einstellung unter dem Mausrad sind dagegen sehr fest und erfodern einen stärkeren Druck - hier fällt auf, dass der Plus-Button schwergängiger ist als der Minus-Button. Das Mausrad ist recht tief in die Maus eingelassen, was für eine stabile Handhabung sorgt und schnelle Fingerbewegungen zwischen linker Maustaste und dem Rad ermöglicht. Durch seine gummierte Oberfläche lässt sich das Rad sicher bedienen, das Scrollgeräusch ist dabei verhältnismäßig leise. Da der Radlauf relativ fest ist (sehr klare und spürbare Rasten), ist neben einer präzisen Bedienung zudem ein sicheres Klicken ohne versehentlichem Drehen möglich. Das 2 Meter lange schwarz-gelbe Flechtschlauch-artige Kabel mit vergoldetem USB-Stecker ist sehr gut verarbeitet und wenig störend, da dieses recht dünn gehalten ist. Mittels eines Klettbandes am Kabel kann überschüssige Länge auf Wunsch ordentlich zusammengebunden werden. Auf der Unterseite der Maus sorgen zwei große Teflon-Füße (oben und unten angebracht) für gute Rutsch-Eigenschaften. Die Maus wirkt insgesamt sehr wertig.

Xtrfy XG-M2

Installation

Die Installation gestaltet sich bei der Xtrfy XG-M2 ausgesprochen einfach, da es sich um eine reine Plug&Play-Maus ohne extra Treiber oder zusätzliche Management-Software handelt. Die Maus muss daher nur angeschlossen werden, das Betriebssystem installiert automatisch einen Standardtreiber und man kann sofort loslegen. Beim Anschluss der Maus an einen Mac wurde komischerweise der Tastatur-Erkennungsassistent gestartet. Nach Wegklicken desselbigen funktionierte die Maus samt Zusatztasten aber problemlos.

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Beleuchtung

Xtrfy XG-M2 (Beleuchtung)

Die Beleuchtung erstreckt sich laut Herstellerangabe über 3 Zonen. Damit ist gemeint, dass folgende Bereiche der Maus beleuchtet sind:

  1. Oben das Mausrad und die DPI-Buttons
  2. Links die Leiste unter den Vor-/Zurück-Buttons
  3. Hinten das Xtrfy- bzw. bei der Limited Edition das NiP-Logo

Xtrfy XG-M2 (Beleuchtung, DPI-Stufen)

Farblich ist die Beleuchtung laut Hersteller im "exquisiten Xtrfy gelb" gehalten, welches an der Maus allerdings eher grün wirkt. Die DPI-Buttons dagegen erleuchten je nach aktuell eingestellter DPI-Rate in den folgenden Farben:

  • 400 DPI --> Rot
  • 800 DPI --> Grün
  • 1600 DPI --> Dunkelblau
  • 3200 DPI --> Lila
  • 4000 DPI --> Hellblau

Die Beleuchtung ist gut gelungen und trägt zu einem insgesamt sehr schönen optischen Eindruck der Maus bei.

Weitere Features

Neben den drei Standard-Maustasten (links, rechts, Mausrad) verfügt die XG-M2 mit den Vor-/Zurück-Tasten auf der linken Seite über zwei Zusatztasten, sodass es sich insgesamt um eine 5-Tasten-Maus handelt. Durch ihren symmetrischen Aufbau kann die Maus auch von Linkshändern genutzt werden, wobei die Vor-/Zurück-Tasten in diesem Fall natürlich nicht effizient bedienbar sind.

Zudem bietet die Maus oben zwei Knöpfe, mit denen sich die DPI-Rate einstellen lässt. Hier sind die festen Vor-Einstellungen 400, 800, 1600, 3200 und 4000 DPI möglich.

Auf der Rückseite befindet sich des Weiteren ein Drei-Wege-Schalter, mit dem die Abtast-Rate eingestellt werden kann. Hier kann zwischen 125, 500 und 1000 Hz gewählt werden. Letztere Einstellung führt zu einer Reaktionszeit der Maus von 1 ms.

Xtrfy XG-M2 (von unten)

Da Xtrfy auf eine Management-Software für die XG-M2 verzichtet, sind keine weiteren Einstellungen und/oder Programmierungen möglich.

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Handling

Die Form der Xtrfy XG-M2 ist eher einfach gehalten: kompakt, symmetrisch und flach, wodurch ergonomische Hand-Unterstützungen und z.B. eine Daumen-Ablage fehlen. Aufgrund der Standard-Form ist dafür eine beidhändige Nutzung möglich. Die Form ist letztendlich Geschmackssache und kann daher an dieser Stelle nicht objektiv bewertet werden.

Xtrfy XG-M2 (auf Mauspad, Xtrfy XGP1-M3-BL)

Die Funktionalität des optischen Sensors (welcher übrigens so konstruiert ist, dass auf der Unterlage kein reflektierendes Licht zu sehen ist) hängt stark von der verwendeten Unterlage ab. Getestet wurde die Maus zunächst auf dem Xtrfy XGP1-M3-BL Gaming Mauspad. Auf diesem funktionierte die Maus einwandfrei und wies besonders gute Rutsch-Eigenschaften auf. Beim Test auf einer glatten Holzoberfläche fiel dagegen neben gelegentlichen Lags eine verringerte Lift-Off-Distance auf, d.h. schon bei geringem Anheben der Maus wurde die Abtastung gestoppt. Beim Wiederaufsetzen startete die Abtastung teilweise erst verzögert, sodass der Zeiger kurz hängen blieb. Auf einer schwarzen Glasoberfläche funktionierte die Maus gar nicht, auf einer Klarglasfläche nur sporadisch. Auf mattem Papier funktionierte die Maus wiederum.

Xtrfy XG-M2 Auszeichnung

Fazit

Mit der XG-M2 bringt Xtrfy eine einfache, aber auf Performance getrimmte Gaming Maus auf den Markt, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Ohne eine Zusatzsoftware bietet diese zwei zusätzliche Tasten (Vor/Zurück), Knöpfe zur DPI-Einstellung sowie einen Schalter zur Einstellung der Abtastrate. Die Maus ist gut verarbeitet und verfügt über ein sehr gutes Mausrad. Der primäre Einsatzzweck dürften FPS Games wie z.B. CS:GO sein, aber selbstverständlich ist die Maus auch für alles andere problemlos nutzbar. Für beste Effizienz empfiehlt sich allerdings die Nutzung eines Mauspads auf Stoff-Basis.

Die Maus kostet derzeit 64,90€ bzw. 69,90€ in der NiP Edition (Stand 16.11.2015) und ist damit in Anbetracht der überschaubaren Features recht teuer. Versprochen werden dafür aber hochwertige Komponenten, die neben Performance eine langanhaltende Nutzbarkeit gewährleisten sollen.




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Kommentare
Avatar34144_3
Push schreibt:
mMn hat die implementation von Xtrfy noch zuviele Mängel , zu oft gibt es double klicks , von selbst wechselnde CPI beim anheben und wieder aufsetzen der Mouse ...
das in der Mouse verbaute Gewicht müsste auch nicht sein ...
mehr Gewicht suggeriert anscheinend bessere Qualität oO ???
Insgesamt gefiehl mir die Implementation des ADNS 3090 beim ODM Newman mit der GX1 Pro bedeutend besser ...
selbst entwickelt oder von ihren NIP etc Pro's inspiriert wurde da garnichts , einzig Maikelele hat die sehr wahrscheinlich auf Newman gebracht , denn in seiner kurzen Zeit bei NIP hat er auch schon mit der Newman gespielt ...
gibt auch noch zig andere "Marken" die das selbe Chassis verkaufen , teils mit 3090 , 3050 , 3310 sensor , sicherlich demnächst auch mit 3320 ( AM010 public Variante ) zu einen besseren Preis ...

Edit:
am Besten funktioniert der 3310 Sensor übrigens nicht auf Stoff, sondern auf einfarbigen ( möglichst Dunkel ) unregelmäßig gekörnten "Hartplastik"
Avatar16867_1
Simlog schreibt:
Zitat von Push:
elbst wechselnde CPI beim anheben und wieder aufsetzen der Mouse ...


Du meinst DPI oder?

Ich muss gestehen ich bin hier deutlich anspruchsloser was das angeht und mit meiner Roccat Savu auch soweit zufrieden. Allerdings fehlt mir hier auch etwas der Vergleich. Hatte vorher eine Kone + meine ich...
Avatar34144_3
Push schreibt:
nein, ich meine schon CPI ;)
das ist der "korrekte" Begriff
Avatar16867_1
Simlog schreibt:
DPI = dots per inch? Oder für was genau steht die Abkürzung CPI? Circles per inch :bigok:.
Avatar34144_3
Push schreibt:
Counts Per Inch
benutzen auch die Sensorhersteller und ist auch der "korrekte" Begriff , mit DPI ist das gleiche gemeint, auch wenn es Falsch ist ...
https://youtu.be/lc7JVjcPzL0
Avatar16867_1
Simlog schreibt:
Und was ist ein "Count"?

Dpi ist ja selbsterklärend. Und seit wann ist denn bitte DPI "falsch"?

Um dich aufzuklären:
https://de.wikipedia.org/wiki/Punktdichte
Avatar34144_3
Push schreibt:
Schon immer.
Ein Sensor zählt.
Höhere CPI machen es auch nicht genauer, sondern empfindlicher/schneller .zu hohe Werte machen es aber auch ungenauer.
Zu dem Thema gibt's aber auch viele taugliche Quellen .
Das Video hast du dir nicht angeschaut gell.
Selbst bei pixart ( uA Sensor Hersteller ) wird nie von DPI, sondern immer in CPI angegeben

www.overclock.net/t/1251156/an-overview-of-mouse-technology">http://www.overclock.net/t/1251156/an-overview-of-mouse-technology
zB 3310 Sensor
www.pixart.com.tw/product_data.asp?product_id=121&productclassify_id=1&productclassify2_id=3">http://www.pixart.com.tw/product_data.asp?product_id=121&productclassify_id=1&productclassify2_id=3
Datasheet anschauen
Avatar16867_1
Simlog schreibt:
Stimmt ich hatte tatsächlich keine Gelegenheit das Video anzusehen. Ok, dass Sensorhersteller von CPI sprechen kann ja sein. DPI ist deswegen aber nicht falsch.

Die Angabe Meilen oder Inch ist auch nicht falsch, nur weil eigentlich auch km oder cm gemeint sein können (was übrigens auch viel genauer ist als ein Inch oder Meilen oder Fuß). Das sind jeweils feststehende, definierte (zumindest weitestgehend) und richtige Größen.

Einzige noch nicht so genau definierte Größe ist das kg. Alle anderen Größen sind exakt definiert. Das Urkilo ist eben nicht so gut zu erfassen. 1 Meter ist eben der x-te Bruchteil von der Strecke, die das Licht in einer Sekunde zurücklegt und die Sekunde meine ich ist mit der Periodendauer der Strahlung von Caesium verbunden.
Avatar34144_3
Push schreibt:
doch, es ist und bleibt Falsch
da nützt auch dein Vergleich mit Längenangaben nix ( der ist total daneben ) DPI und CPI sind ansich total verschieden , nur weil sich DPI "eingebürgert" hat, macht es das nicht richtig ...
DPI mag bei Druckern etc richtig sein , bzw Ja , da ist es ...
hat es aber nix bei Sensoren für Mices verloren ...
Höhere DPI = bessere Pixeldichte etc usw ... tjoa nur bei Sensoren eben nicht !
Höhere CPI |= genauer
Höhere CPI = schneller
zu hohe CPI ( ein Sensor hat eine "native" CPI ) macht einen Sensor auch ungenauer , da es zu immer mehr Schwankungen, Abweichungen kommt ( kA wie man es simpel ohne Fachausdrücke nennen kann ) ...
gehen wir zurück zu deinen DPI , da sind mehr auch gleich besser ;)
verstehst du jetzt warum DPI einfach FALSCH ist ?
nein , wahrscheinlich nicht ...
DPI sagen mehr ist besser / genauer / feiner ...
CPI sagen mehr ist schneller ( leider aber auch irgendwann ungenauer )

Video hast du sicherlich immernoch nicht angeschaut ...

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