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Sony Xperia Z: Ein erster Eindruck

Knapp anderthalb Monate ist es schon wieder her, dass Sony auf der CES 2013 in Las Vegas mit dem Xperia Z das neue Flaggschiff der eigenen Handy-Sparte angekündigt hat, ab heute ist das gute Stück auch endlich hierzulande in diversen Shops zu erhalten. Wir sind deshalb spontan gestern im Sony Center Berlin in den dortigen Sony Store marschiert und haben uns das Xperia Z einmal angesehen, um zu schauen, wie sich der Neuling so macht.

Die Erwartungen an den Neuling sind hoch gesteckt - kein Wunder, denn die technischen Daten klingen auf den ersten Blick wirklich verlockend und auch der Preis von 649 Euro hat sich durchaus gewaschen. Kurz zusammengefasst verbaut man hier ein 5 Zoll großes Display mit FullHD-Auflösung, welches von einem Qualcomm Snapdragon S4 Pro Quad-Core (APQ8064) mit 2 GB Arbeitsspeicher angetrieben wird. Die Voraussetungen für ein flüssiges Smartphone-Erlebnis sind also gegeben.

Generell wird das Xperia Z diesem Anspruch durchaus gerecht. Die Bedienung erfolgte überaus flüssig und das Display besticht durch die enorme Schärfe. Das Ganze liegt auch ganz gut in der Hand, wobei das wohl jeder selbst für sich entscheiden muss, denn das extrem flache Design mit einer Dicke von 7,9 Millimetern kann unter Umständen auch zu dünn sein. Sowohl Vorder- als auch Rückseite des Xperia Z bestehen aus kratzfestem Mineralglas, was edel aussieht, aber auch den Nachteil hat, dass es magisch Fingerabdrücke anzieht - wie auf dem unteren Bild gut zu sehen ist. Dafür soll die Konstruktion aus Fiberglas-Polyamid extrem robust und widerstandsfähig sein, beide Glasflächen wurden auch mit einer Splitterschutzfolie versehen. Ob das dem klassischen Displayriss entgegen wirkt wird sich zeigen. Positiv ist auf jeden Fall der Fakt, dass es staub- und spritzwassergeschützt ist und sich damit problemlos Fotos und Videos im Regen oder am Pool machen lassen. Dem Einen oder Anderen wird vielleicht auch auffallen, dass die drei Android Buttons vom Display eingeblendet werden und nicht aufgedruckt sind.

Wie auch bei HTC liegt der Fokus bei Sony stark auf der Kamera, die mit dem 13 Megapixel Exmor RS Sensor ebenfalls gelungen ist. Dank BSI-Sensor und zahlreichen Funktionen wie dem Smile Shutter und dem interessanten Automatik-Modus dürften hier unterwegs zahlreiche Fotos entstehen. Gleiches gilt für die Frontkamera mit 2 Megapixeln und Exmor R Sensor. Aktuell läuft auf dem Xperia Z Android 4.1.2 Jelly Bean, wie so oft wurde jedoch schon ein Update auf Android 4.2 versprochen.

Der Nachteil an dem flachen Unibody Design dürfte hier wieder sein, dass man für das abgeschlossene Design auf einige Abdeckungen setzt, beispielsweise für die micro SD Karte, die SIM Karte und den micro USB Anschluss. Diese bestehen wie gewohnt nur aus Kunststoff und können mit der Zeit unansehnlich werden. Gleichzeitig wird des Wassers wegen die Größe der Öffnungen auf ein Minimum beschränkt, was die Lautsprecher Qualität ebenfalls sinken lässt. Das Ergebnis ist ein recht blecherner Sound. Der Fakt, dass der Power-Button an der Seite positioniert ist dürfte auch allen Besitzern kleinerer Hände gefallen, da es sich damit leichter einhändig einschalten lässt.

Bei einem Smartphone dieser Preisklasse dürfen natürlich auch LTE und NFC nicht fehlen, um das Datenblatt zu ergänzen. Zur Zeit ist das Xperia Z in Lila, Schwarz und Weiß erhältlich, gelistet wird es aktuell ab ca. 590 Euro. Alternativ ist es aber auch in einem Bundle mit Docking Station und NFC SmartTage erhältlich. Grob zusammengefasst fällt der erste Eindruck also durchaus positiv aus, auch wenn das Design wohl Geschmackssache bleiben dürfte. Das Ganze war natürlich kein Test und gibt nur unsere persönliche Meinung wieder, doch nach den letzten nicht gänzlich überzeugenden Geräten könnte Sony damit durchaus einen guten Wurf landen.

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