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JEDEC Spezifikationen für DDR4 veröffentlicht

Ohne Arbeitsspeicher läuft kein PC, oder besser gesagt: Ohne funktionierenden Arbeitsspeicher. Während es früher oftmals Inkompatibilitäten zwischen Hauptplatine und RAM gab haben sich diese mittlerweile gelegt und der Speicher konfiguriert sich oft von selbst. Zumindest den ersten Punkt haben wir vermutlich den Standards zu verdanken, die die US-amerikanische Organisation zur Standardisierung von Halbleitern - JEDEC - regelmäßig veröffentlicht.

Nachdem zum Beginn des 21. Jahrhunderts erstmals der DDR-Speicher mit bis zu 400 MHz vorgestellt wurde folgte nur kurz darauf bereits DDR2-Speicher mit bis zu 1.066 MHz. Im Jahr 2007 folgte dann der DDR3 Standard, der Taktraten von bis zu 2.133 MHz mit sich brachte und nun, nach knapp 5 Jahren, könnte endlich der Nachfolger kommen. Auslöser dafür sind die von der JEDEC verabschiedeten Spezifikationen für DDR4, die einen industrieweiten Standard vorgeben.

Zum Start von DDR4 sind bisher Geschwindigkeiten von 1.600 bis 3.200 MHz spezifiziert worden, allerdings wurden auch bei den anderen Standards zuvor mit der Zeit Module verkauft, die weit darüber hinaus gingen. Die Vorteile der höheren Taktraten halten sich eher in Grenzen und so sind sie auch für High End PCs möglicherweise vorerst uninteressant. Dafür zielt man auf eine Einführung im Serverbereich gegen Ende nächsten Jahres ab, Samsung testet bereits seit Juli 2012 entsprechende 16 GB Module. Im Desktop- und Notebookmarkt wird der Einzug erst gegen 2014 oder sogar 2015 erwartet.

Aber nicht nur die Taktraten sind interessant, auch die Leistungsaufnahme wird wieder gesenkt. So soll die Standard-Spannung der neuen Module bei 1,2 Volt liegen, Low-Power-Varianten werden sogar mit nur 1,05 Volt erwartet. Außerdem bekommen die neuen Riegel 284 Pins verpasst, DDR2 und DDR3 nutzen bisher Speicherbänke mit 240 Kontakten. Und nicht zu vergessen ist der Fakt, dass dann zwar die Preise wieder steigen, sich dadurch aber auch die Industrie wieder etwas erholt, da bei den aktuellen Preisen mit Arbeitsspeicher kein großer Umsatz zu erzielen ist.

Um weiter die Leistung zu erhöhen verwendet man weiterhin achtfaches Prefetching, allerdings mit zwei bzw. vier Banks, wobei auf jeder dieser Banks ein Lese- und Schreibvorgang möglich ist.  Zu guter Letzt berichtete eine japanische Website auch davon, dass in Zukunft eine Point-to-Point-Topologie Anwendung finden wird, bei der jeder Channel mit nur einem Modul bestückt wird.

Quelle: JEDEC / PC Watch Bild: Samsung

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