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CeBIT 2012: Intel Ivy Bridge und die Abwärtskompatibilität

Intel und AMD - beide haben gute Produkte und beide haben ihre Probleme. Klar, performancetechnisch liegt Intel klar vorn, doch die Treiberprobleme der neuen Atom Prozessoren und der weiter nach hinten verschobene Releasetermin von Ivy Bridge ergeben kein allzu rosiges Bild. Fakt ist, dass so gut wie alle Partner bereits finale Produkte haben, seien es Mainboards oder Laptops. Und viele mussten ihre Spezifikationen wegen Geheimhaltung überkleben. Immerhin gab man im Consumer Briefing am heutigen Tage noch ein paar Details zu Ivy Bridge bekannt.

Glaubt man der Präsentation so hat man sich drei Ziele gesetzt: Mehr Leistung bei weniger Verbrauch, neue (Grafik- und Video-)Features und schnelle Verbindungen mit externen Geräten. Wie das erreicht werden soll ist ebenfalls klar. Vorrangig durch den neuen 22 Nanometer Prozess mit den 3D-Transistoren, Technologien wie Thunderbolt und USB 3.0 aber auch einer deutlich stärkeren Grafikeinheit.

Entsprechend der bisher eher mäßigen Leistung feiert man auch neue Features wie DirectX 11 Support, HD Videokonferenzen, schnelleres Transkodieren von HD Streams und die neue “Identity Protection”, wobei letztere ganz klar zum Diebstahlschutz zählt. Zusätzlich will man auch am PC die vom Ultrabook bekannten Dinge unterstützen, wie zum Beispiel Intel Rapid Start, bei dem der Rechner in 5-8 Sekunden aus dem Ruhezustand erwacht, oder Intel Smart Connect, das auch im Ruhezustand E-Mails usw. abruft.

Doch das ist ja eigentlich gar nicht alles wirklich neu, spannender ist da eher die Kompatibilität zu älteren Produkten. Zum mobilen Sektor sei gesagt, dass man dort ausschließlich Ivy Bridge Prozessoren mit einem Chipsatz der 7er-Serie vertreiben will, unabhängig davon ob sie den Sockel rPGA 988B oder BGA 1023 besitzen. Das soll den einfachen Grund haben, dass der Chipsatz teils unverzichtbar für die eben genannten Features ist. Beim Desktop können wir dann (halbwegs) aufatmen. Die gute Nachricht: Ivy Bridge Prozessoren werden zu Mainboards mit 6er Chipsätzen kompatibel sein. Die schlechte Nachricht: Ausschließlich zu Mainboards mit H61, H67 oder Z68 Chipsatz. Besitzer einer P67 Platine müssen in den sauren Apfel beißen. Daran können auch die Boardhersteller selbst kaum etwas ändern, da diese Restriktion nicht so leicht umgangen werden kann.

Die andere gute Nachricht: Sandy Bridge Prozessoren sind ohne Einschränkungen zu allen neuen Mainboards mit Panther Point Chipsatz (= 7er-Serie) kompatibel. Da die meisten bereits in den kommenden Wochen ausgeliefert werden kann man hier bereits zuschlagen, auf Ivy Bridge müssen wir aber wohl noch eine Weile warten. Verschiedene Quellen sprechen aktuell von Ende April, doch etwas Genaues wissen wir auch nicht.

Quelle: Eigene

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