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Assassin's Creed: Revelations

Vier Jahre ist es nun her, dass der erste Teil der erfolgreichen Assassin’s Creed Reihe das Licht der Welt erblickte. Ohne zu wissen wie sich später alles entwickeln würde stürzten sich die Spieler in das Abenteuer von Desmond Miles und Altaïr Ibn-La’Ahad in Nahost und der Kampf gegen die Tempelritter begann. Dieser änderte sich auch nicht wirklich, als man im zweiten Teil in die Rolle von Ezio Auditore da Firenze schlüpfen konnte. Im nun vierten Teil übernimmt man wieder die Rolle des bereits gealterten Ezios und versucht die Geheimnisse Altaïrs zu lüften, die unter der Burg Masyaf verborgen liegen. Allerdings soll auch endlich Licht in die dunkle Vergangenheit Desmonds gebracht werden, der sich mehr und mehr selbst zu einem geschickten Assassinen entwickelt.

Was hat sich aber im Gegensatz zu den Vorgängern geändert? Die Tempelritter sind nach wie vor unsere schlimmsten Feinde, doch zumindest das Setting ändert sich, denn Ezios Suche trieb ihn nach Konstantinopel bzw. Istanbul, wo wir die orientalische Kultur kennenlernen - dementsprechend sind die Templer eigentlich auch Byzantiner. Ansonsten kommen mit Bomben und der Hakenklinge noch einige Spielelemente dazu, die den Ablauf dynamischer gestalten sowie Ezio und seinen Assassinen im Kampf weiterhelfen sollen. Wie auch in Brotherhood kann dieser sich in allen Situationen auf die Hilfe seiner neu rekrutierten Assassinen verlassen, die uns unter Umständen einige Arbeit abnehmen.

Unser Ziel ist es heute zu klären, ob Assassin’s Creed: Revelations einen guten Abschluss dieses Jahres voller Spielehits darstellt und sich gegebenenfalls auch als kleines Präsent unter dem Weihnachtsbaum eignet.

An dieser Stelle geht wie immer ein kleiner Dank an das Team von Ubisoft, die uns ein Testexemplar des Spiels bereitstellten. <h1>Anforderungen & Performance</h1> Das Spiel “Assassin’s Creed: Revelations” ist in Deutschland gemäß § 14 JuSchG ab 16 Jahren freigegeben und kann wahlweise als normale bzw. Collector’s Edition auf DVD erworben werden.

Auf der Hülle finden wir folgende Mindestanforderungen vor:

  • Intel Core 2 Duo (1,8 GHz) bzw. AMD Athlon 64 X2 4600+ (2,4 GHz)
  • Grafikkarte mit DirectX 9.0 und 256 MB Speicher
  • 1,5 GB RAM (Windows XP) bzw. 2 GB RAM (Windows Vista & 7)
  • 10 GB Festplattenspeicher*
  • DVD Dual Layer Laufwerk
  • Windows XP, Vista oder 7 (sowohl 32 Bit als auch 64 Bit)
  • Internet-Zugang für Multiplayer & DLCs

Für uneingeschränkte Spielbarkeit des Titels gibt man weitere Empfehlungen an, mit denen das Spiel auf jeden Fall flüssig laufen sollte:

  • Intel Core 2 Duo E6700 (2,6 GHz) bzw. AMD Athlon 64 X2 6000+ (3,0 GHz)
  • Nvidia GeForce 9800 GT bzw. ATI Radeon HD 5700
  • 5.1 kompatible Soundkarte für Surround Sound
  • Xbox 360 Controller zur besseren Steuerung
  • Laut Windows Explorer belegt das Spiel ca. 8,65 GB im Installationsverzeichnis.

Um das Spiel ohne Einschränkungen spielen zu können haben wir ein recht potentes Testsystem, das in allen wichtigen Kriterien weit über den Anforderungen des Spiels liegt:

  • Intel Core i7-860 (2,8 GHz)
  • AMD Radeon HD 6970 2 GB
  • 8 Gigabyte Arbeitsspeicher

Um euch die schönen Screenshots zu liefern haben wir das Spiel in FullHD Auflösung und mit sämtlichen Einstellungen auf dem Maximum gespielt. Dazu gehören sowohl Multisampling als auch die Umgebungseffekte. Wer will kann auch Nvidia 3D Vision aktivieren, dafür ist aber natürlich eine entsprechende Ausstattung notwendig.

In einer normalen Spielsitzung inklusive Erklimmen von Türmen und einer kleinen Verfolgungsjagd erreichten wir durchschnittlich 82 FPS, im schlimmsten Fall ist dieser Wert kurz auf 27 FPS gefallen. Das Maximum lag bei 174 FPS. Damit lief es dauerhaft flüssig und es kam zu keinerlei Rucklern. Wer solche Hardware nicht sein Eigen nennt hat dennoch genug Grafikeinstellungen, um den Titel auf sein System anzupassen. <h1>Grafik & Sound</h1> Eins muss man den Entwicklern der Reihe lassen: Schon der erste Teil hatte für die Verhältnisse im Jahr 2007 eine ganz ansehnliche Grafik. Umso erstaunlicher ist es wenn man sieht, was man auch heute noch aus dem in die Jahre gekommenen DirectX 9 herausgeholt hat. Die mittlerweile als Anvil bekannte Spiel-Engine wurde vor gar nicht so langer Zeit nochmals etwas aufgebohrt, um uns auch hier wieder einen optischen Leckerbissen zu bieten. Natürlich kann man sich nicht mit Größen wie Battlefield 3 messen, dafür sind die Anforderungen aber auch weitaus niedriger angesetzt.

Das Thema Grafik kann man wohl am besten in drei Bereiche unterteilen – Personen, Gebäude und die allgemeine Landschaft. Die Charaktere in Assassin’s Creed: Revelations wurden wieder äußerst detailreich gestaltet, insofern wir öfter mit ihnen Kontakt hatten. Dazu zählen natürlich Ezio selbst sowie unser osmanischer Kollege Yusuf oder die bezaubernde Sofia Sartor. Aufwändige Kleider bzw. eine edle Rüstung, ausgearbeitete Gesichtszüge, so muss es sein. Wie beim Verkehr in Rennspielen kann aber nicht jeder so gut aussehen und deswegen müssen sich unsere Assassinen mit einem “Standard-Design” zufrieden geben, wobei dort trotzdem das Aussehen der Personen selbst variiert.

Bei der Gestaltung der Gebäude hat man sich wie auch bei den vorherigen Teilen wieder größte Mühe gegeben, damit auch heutige Denkmäler möglichst realistisch herüberkommen. Das beste Beispiel dafür ist vermutlich die Hagia Sophia oder auch Sophienkirche. Während es schon von außen Spaß macht die riesige, prächtige Kuppel zu besteigen wird man auch im Inneren im Rahmen einer Dungeon-Mission von der Detailverliebtheit und den Lichteffekten überwältigt. Aber auch sonst hat man sich bei der Gestaltung der Stadt viel Arbeit gemacht und ihr nach Möglichkeit auch verschiedene Facetten spendiert. So finden wir die Roma in der Nähe von alten Holzhäusern mit teilweise vernagelten Fenstern, die Diebe in der Nähe des Großen Basars und unsere Söldner-Freunde beim Arsenal.

Und zu guter Letzt bleibt das, was auch irgendwie den Spaß am Erkunden der Aussichtspunkte ausmacht. Nein, dieses Mal ist nicht das Klettern gemeint, sondern die Aussicht über die ganze Stadt. Gerade von sehr hohen Minaretten oder dem Galata-Turm kann man über ganz Konstantinopel bzw. Istanbul blicken und auch von der umgebenden Landschaft bekommt ihr noch einiges zu sehen. Aber wie so oft hält dieser Moment nur kurz an, da ihr euch vermutlich schon kurze Zeit später Richtung Erdboden in einen Heuhaufen stürzt. Wie ihr vielleicht auch auf den Screenshots sehen könnt seid ihr nicht nur tagsüber unterwegs, da es einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel gibt, um das Geschehen etwas realistischer zu gestalten.


Um die Handlung eines Spiels wirklich authentisch zu gestalten muss aber auch die Sprachausgabe einiges hermachen. So können wir mit voller Überzeugung sagen, dass die deutsche Synchronisation dem Studio wirklich sehr gut gelungen ist. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Team für die deutsche Übersetzung eines der größten ist, wie man später im Abspann sieht, aber es hat sich gelohnt. Der gealterte Ezio hat eine etwas rauere Stimme bekommen, andere Stimmen wirken ebenfalls überzeugend.

Wie bereits in den Vorgängern finden wir auch hier des Öfteren einen Mix aus Deutsch und Italienisch bzw. Türkisch vor, doch der Sinn lässt sich meist erschließen. Im Laufe des Spiels könnte es höchstens merkwürdig erscheinen, dass der Bürger, der eben noch unseren Kletterstil kritisierte dieselbe Stimme hat wie die eine oder andere Person, der wir schon vorher gefolgt sind. Dem Gesamtwerk an sich schadet das allerdings nicht und so ist die Grafik vielleicht nicht mehr ganz aktuell, aber Sound und Grafik bilden eine gute Atmosphäre. <h1>Steuerung, Physik & Kämpfe</h1> Wer einmal einen Assassin’s Creed Teil gespielt hat, der verlernt die Steuerung vermutlich so schnell nicht mehr oder hat sie in wenigen Minuten wieder begriffen. So auch in Revelations, denn grundsätzlich hat sich kaum etwas geändert. Am PC ist nach wie vor die Kombination aus rechter Maustaste sowie Umschalt, Leertaste und E für das meiste zuständig. Neu ist lediglich, dass sekundäre Waffen nun mit Druck auf E abgefeuert werden können.

Eine wirklich interessante Neuerung hingen ist jedoch unsere Hakenklinge oder im Englischen das Hookblade. Damit können wir Gegner wie gewohnt unauffällig ins Nirvana schicken oder nach Wahl auch vergiften, aber sie kann noch einiges mehr. Dank des Hakens am Ende der Klinge können wir bei richtiger Technik den einen oder anderen Turm deutlich schneller erklimmen oder auch bei fehlender Lust zum Laufen auf einer Seilrutsche herunter gleiten. Schlussendlich erleichtert sie uns aber auch die Flucht, wenn sich vor uns eine Wand aus Wachen aufbaut. Dort wo Altaïr und Ezio bisher gescheitert sind können wir uns nun elegant über unseren Gegner schwingen und weiterlaufen oder ihm im Kampf den Geldbeutel stehlen.

So viel also zu unserem neuen Spielzeug, was ist mit der Physik? Wie bei den anderen Teilen auch setzt man ein weiteres Mal auf die Havok Engine, die uns auch hier flatternde Kleider und ein relativ realistisches Verhalten der Personen ermöglicht. Ganz abgesehen davon bleibt es uns aber nach wie vor ein Rätsel wie man es doch immer wieder schafft derart hohe Gebäude zu erklimmen oder einen Sprung in einen Heuhaufen unverletzt zu überstehen. Dabei fällt uns auch glatt eine weitere Neuerung ein, denn nun könnt ihr auch in Gebüsche springen oder euch in ihnen verstecken, was besonders auf großen Grünflächen nützlich sein kann.

Bei der Erfüllung eurer Berufung kommt es natürlich öfter zu kleinen Meinungsverschiedenheiten mit den örtlichen Wachen. Da Diskussionen nicht eingeplant sind werden diese meist mit Waffen gelöst und so trefft ihr im Spiel auf einige verschiedene Einheiten mit verschiedenen Eigenschaften: Flinke Wachen, Elite Wachen, gepanzerte Almogàvers sowie die Janitscharen, die besten Kämpfer des Sultans, um nur ein paar zu nennen. Wie in allen anderen Teilen auch sind die Kämpfe oft viel zu leicht, gerade durch die Kombos lassen sich in kurzer Zeit große Mengen an Gegnern erledigen, was oft mit einer unnötigen Slow-Motion-Einlage belohnt wird. Lediglich die Janitscharen vertragen einiges mehr und sind oft mit Pistolen ausgerüstet, was sie zu ernst zu nehmenden Gegnern macht. Immerhin könnt ihr euch mit eurer Hakenklinge in den Kämpfen nun auch am Geldbeutel eurer Feinde bereichern. <h1>Gameplay Teil 1: Der Storymodus</h1> Vermutlich wird uns keiner widersprechen wenn wir sagen, dass die Story das wichtigste Element von Assassin’s Creed: Revelations ist. Das liegt schon allein daran, dass “Revelations” auf Deutsch “Offenbarungen” oder “Enthüllungen” bedeutet. Und genau auf diese Offenbarungen warten wir bereits sehnsüchtig, seitdem wir den letzten Teil durchgespielt hatten. Nachdem das Finale von Brotherhood in Rom endete finden wir uns zu Beginn nach dem vom Trailer bekannten Video in der Burg Masyaf wieder, wo wir nach Hinterlassenschaften von Altaïr suchen. Nach einem kurzen Kampf, bei dem wir uns aus den Händen der Templer befreien starten wir allerdings einen zweiten Versuch und finden nach einem recht ausführlichen Tutorial für Neulinge den Weg zu einer Bibliothek, für deren Öffnung wir allerdings fünf Schlüssel brauchen – und damit wäre bereits das erste Ziel der Story geklärt.

Da uns ein Arbeiter kurz aufklärt stürmen wir auch schon wieder aus dem Keller hinaus um den Hauptmann zu jagen, der ein Buch besitzt, das uns die Position der Schlüssel verraten soll. Und genau dieses führt uns anschließend – ihr wisst es vermutlich bereits – nach Konstantinopel, auch als “Schmelztiegel der Welt” bekannt.

Aber halt, bekanntermaßen gab es in allen Teilen bisher zwei Handlungsstränge, was ist mit Desmond? Nachdem dieser unter Einfluss des Apfels die befreundete Assassinin Lucy umgebracht hatte schien er in eine Art Koma zu fallen, zumindest denken die Außenstehenden das. Desmonds Geist ist derweil im Animus gefangen und so wacht er auf einer Insel auf, was uns irgendwie etwas an den Film Inception erinnert. Kurz danach treffen wir Subject 16, unseren Vorgänger aus dem Animus bei Abstergo, der uns die Lage etwas erklärt. So befinden wir uns derzeit in einer Art Schutzmechanismus des Animus, damit unser Gehirn mit der Geschichte von nun insgesamt drei Personen nicht völlig überfordert wird.

Damit wären wir auch bei der nächsten Neuerung. Wenn wir eine kurze Pause brauchen können wir nicht mehr aus dem Animus steigen sondern uns stattdessen auf der Insel etwas die Beine vertreten oder auch die Vergangenheit von Desmond erleben, dazu aber später mehr.

Zurück in Konstantinopel gibt uns unser Freund Yusuf Tazim eine kleine Einführung zur Situation in der Stadt. Demnach steht sie unter der Kontrolle des osmanischen Sultans, allerdings gibt es auch einige byzantinische Rebellen, die hier im Orient für die Templer stehen. Und so geht es Schlag auf Schlag und ihr bekommt schon kurz danach eure brandneue Hakenklinge und dazu ein persönliches Training von Yusuf, der euch alle Vorteile eures Spielzeugs erklärt. Gerade als ihr fertig seid werdet ihr von einem anderen Assassinen unterbrochen, der euch von zwei Angriffen der Templer berichtet. Kein Problem, da wir nun als Verstärkung da sind! Und so geht es auch schon zum neuen Festen-Minigame, bei dem wir unsere Festung verteidigen müssen. Wie das funktioniert seht ihr im offiziellen Video:

Haben wir das geschafft zeigt uns Yusuf noch einen weiteren technologischen Vorsprung der Osmanen: Die Bomben. Damit könnt ihr Wachen töten, ablenken oder kampfunfähig machen. Ansonsten folgen erst mal kleinere Missionen, in denen ihr neue Rekruten finden oder andere Festen einnehmen müsst, bis ihr euch wieder den Schlüsseln zuwendet, bei denen euch die bereits erwähnte Sofia Sartor behilflich ist. Aber auch sonst gibt es im Osmanenreich noch eine kleine Verschwörung aufzudecken, die einige Zeit beansprucht.

In den nächsten Stunden seid ihr also damit beschäftigt die vier versteckten Schlüssel zur Masyaf-Bibliothek zu finden und die Machenschaften der Templer in Konstantinopel aufzudecken, wobei es immer etwas anders kommt als man denkt, bis zum Schluss alles enthüllt wird. Dabei wird es auch nie wirklich langweilig, da Ubisoft für den Spieler eine Menge Abwechslung bereithält. So geht ihr für eure Liebste Blumen pflücken, erkundet einen Leuchtturm auf dem Meer oder versucht auf der Kutsche eure Verfolger abzuschütteln. Letztendlich führt euch eure Suche wieder nach Masyaf, wo ihr die Bibliothek nun öffnen könnt und eine wirkliche Offenbarung über die Erste Zivilisation folgt. Nach dieser erlangt Desmond plötzlich sein Bewusstsein wieder und kurz bevor das Spiel endet wissen wir: Das war nicht der letzte Teil. <h1>Gameplay Teil 2: Neue Features</h1> Wie wir mittlerweile festgestellt haben hat sich am grundsätzlichen Spielprinzip nicht viel getan – wir klettern wie Spiderman an Häusern hoch, verfolgen wichtige Leute und falls sie auf der Liste unserer Ziele stehen bringen wir sie möglichst unauffällig um die Ecke. Aber was ist es nun, was den neuen Teil von den anderen so abhebt?

Bei der Fortbewegung in Konstantinopel ist es vor allem die Hakenklinge, die euch etwas Zeit ersparen kann und euch auch bei der Flucht behilflich ist. Doch auch ein anderes Feature hat eine große Aufmerksamkeit genossen, nämlich die Möglichkeit zur Herstellung von Bomben. Diese gliedern sich in drei Gruppen: Tödliche Bomben, taktische Bomben und Ablenkungs-Bomben. Die Funktion ist demnach quasi selbsterklärend. Während wir mit den tödlichen Bomben eine Gruppe Wachen entweder mit Projektilen oder Gift ausschalten können lassen sie sich mit einer taktischen Bombe Dank Lammblut stark verunsichern oder wir verschwinden einfach in einer großen Rauchwolke. Mit einem kleinen Knall oder etwas Katzengold lassen sich Wachen auch von ihrem Posten locken, was durchaus nützlich sein kann. Für die Herstellung stehen euch auch verschiedene Hülsen zur Verfügung, die wahlweise sofort oder erst nach drei Sekunden explodieren oder sogar an den Wachen kleben bleiben. Lediglich das Zielen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber für jeden machbar.

Abgesehen davon wollen wir auch auf das bereits erwähnte Festen-Minispiel eingehen, das von Zeit zu Zeit auftaucht. Als Auslöser dafür müsst ihr in der Stadt bekannt werden und die Templer auf euch aufmerksam machen, woraufhin diese eine eurer Festen angreifen. Sobald das geschieht könnt ihr euch zu dieser Feste begeben und sie verteidigen. Das Ganze läuft ähnlich ab wie eine Tower Defense, indem ihr verschiedene Einheiten auf den Dächern oder auf dem Boden hinter Barrikaden positioniert. Daraufhin stürmen Welle für Welle Gegner auf euch zu, zum Schluss folgt ein “Endgegner” wie ein großer Rammbock. Die Einheiten können dabei bei jedem Angriff variieren, wobei ihr ebenfalls neue Verteidiger freischalten könnt.

So gesehen ist dieses Minispiel wirklich Geschmackssache. Für die einen ist es eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, für den anderen nervige Zeitverschwendung. Für solche gibt es allerdings auch eine Lösung, denn später könnt ihr euren Festen Assassinen zuweisen, woraufhin diese nicht mehr angegriffen werden können. Aber es lohnt sich durchaus seine Festen zu halten, da ihr bei den örtlichen Händlern 15% Rabatt bekommt.

Und wo wir gerade bei den Händlern sind wollen wir auch noch eine andere kleine Neuerung erwähnen. Im Gegensatz zu eurer Kunstsammlung in Monteriggioni oder Rom sammelt ihr hier stattdessen Bücher. Diese werden mit der Zeit auch richtig teuer und sind anschließend in eurem Unterschlupf zu finden, aber man nur wenig davon sieht und auch nicht darin lesen kann ist der Drang zum Sammeln etwas eingeschränkt.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Animus Insel. In Konstantinopel und anderen Locations könnt ihr sogenannte “Animus Datenfragmente” sammeln, ähnlich den Federn in den Vorgängern. Und so gibt es wieder 100 Stück davon, die ihr aber zum Glück nicht alle sammeln müsst. Bereits fünf reichen aus, um den ersten Abschnitt von Desmonds Vergangenheit zu spielen, bei dem ihr einige interessante Sachen erfahrt. Um alle Abschnitte zu spielen benötigt ihr 30 Datenfragmente, eine noch recht humane Anzahl. In den Minispielen könnt ihr auch Multiplayer Embleme sammeln, die manchmal nur schwer zu erreichen sind. <h1>Gameplay Teil 3: Multiplayer Modus</h1> Wem die Suche nach neuen Zielen oder das Erfüllen von Herausforderungen auf Dauer zu langweilig wird, der kann auch online nach etwas Abwechslung suchen. Dazu findet allerdings ein kleiner Szenarienwechsel statt, denn ihr agiert als Templer, genauer gesagt als einer der besten aus dem Animus-Programm. Aus diesem Grund dürft ihr nun gegen andere Templer antreten und in der Hierarchie nach oben klettern.

Dabei gibt es allerdings ein mittelschweres Problem, denn die Spiele werden nicht auf Servern, sondern auf dem Computer von einem der acht Mitspieler ausgetragen. Das hat zur Folge, dass mindestens einer über eine sehr schnelle Internetverbindung verfügen sollte und außerdem trifft man hier auf das gleiche Problem, mit dem man schon bei Call of Duty: Modern Warfare 2 viel Ärger hatte: Die NAT-Funktion des Routers. Damit alles ordnungsgemäß funktioniert müsst ihr theoretisch nur UPnP bei eurem Router aktivieren, das klappt jedoch nicht bei jedem Modell so leicht und solang euer NAT auf “strikt” steht ist es wirklich eine Seltenheit, mal einem Spiel beizutreten.

Zuerst müsst ihr jedoch ein kleines Training absolvieren, bei dem euch die grundlegenden Funktionen des Multiplayers erklärt werden. In der Regel müsst ihr euer vorgegebenes Ziel finden und es möglichst unauffällig ausschalten, ohne selbst von einem anderen Spieler gemeuchelt zu werden. Für mehr Abwechslung stehen auch andere Spielmodi bereit, in denen ihr als Team ein Artefakt stehlen oder einen VIP beschützen müsst, während die andere Seite natürlich versucht, euch den Sieg streitig zu machen.

Um euch etwas kreativen Freiraum zu lassen habt ihr auch die Möglichkeit eure Spielfigur zu individualisieren, sei es mit anderen Waffen oder Kleidungsstücken, doch das meiste davon muss erst freigeschaltet werden. Und das gestaltet sich gar nicht so einfach bei der geringen Zahl an Spielern und dem Router-Problem. So gesehen ist der Multiplayer zwar gut durchdacht, von den Spielern aber anscheinend wenig akzeptiert und damit ein Flop. <h1>Fazit</h1> So, nun ist es also an der Zeit, ein paar abschließende Worte für das neueste Werk aus der Spieleschmiede von Ubisoft Montreal zu finden. Kurz gesagt: Es macht Spaß, es ist spannend, aber es ist auch das gleiche wie in den letzten Teilen. Der Ablauf des Spiels unterscheidet sich kaum von Brotherhood, die Location ist mit Ausnahme von Ausflügen nach Masyaf und Kappadokien relativ eintönig und auch die Story an sich reicht kaum aus, um die Spielzeit auf eine zweistellige Zahl zu bringen. Aber warum ist es dann trotzdem so erfolgreich? Vermutlich einfach aufgrund der Atmosphäre. Kaum ein Spiel erzählt heutzutage eine so spannende Geschichte, bei der man fast wirklich glaubt, dass auf der Welt ein Kampf zwischen Templern und Assassinen herrscht.

Zusätzlich wird das Spiel mit seinen Nebenmissionen auch deutlich umfangreicher, denn allein das Besteigen der 22 Aussichtspunkte erfordert eine gewisse Zeit. Wenn wir ehrlich sind müssen wir jedoch zugeben, dass das bald alles nicht mehr ausreicht, um den Kauf eines Spiels zu rechtfertigen, für einen fünften Teil müssen definitiv neue Ideen und eine aktuellere Grafik her, um dem Spieler etwas Action zu bieten. Dazu kommt, dass die Geschichte von Ezio Auditore nun vorbei ist und ein neuer Charakter fällig werden könnte.

Insgesamt blicken wir auf das Spiel also mit gemischten Gefühlen zurück. Für Fans der Serie, die bereits die ersten drei Teile genossen haben dürfte Assassin’s Creed: Revelations wohl das perfekte Geschenk unterm Weihnachtsbaum sein, jedoch würden wir keinem raten Revelations ohne das Vorwissen der anderen Teile zu spielen, da einem der komplette Kontext fehlt. Insgesamt ergibt sich für den Titel folgende Wertung:

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