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Gehäuse

Corsair Carbide 500R

Man kann es Corsair kaum mehr anders attestieren, aber sie mausern sich zum Multitalent in Sachen PC Equipment. Kaum ein Griff bei Corsair geht daneben. Das gilt ganz besonders für die bisherigen Gehäuse aus dem eigenen Haus. Die Obsidian Serie als Erstlingswerk erfüllte Enthusiasten Wünsche von denen sie wahrscheinlich noch gar nicht wussten das sie sie hatten. So war der Erfolg dieser Serie Maßgebend für alles folgende.

Der Fokus liegt dabei wie jeher auf Qualität und intelligenten Features. Dass das auch außerhalb der Premium Gehäuse der Obsidian Serie zutrifft, bewies erst kürzlich das 600T White Edition aus der Graphite Serie. Dies konnte zusätzlich mit einem der besten Gehäusedesigns punkten, welches wir seit langem gesehen haben. Doch mit einem Preisbereich der erst bei um die 150 bis 160 € für die Graphite Serie, sowie das Einsteigermodel 650D der Obsidian Serie beginnt, sprengt man das Budget der meisten Käufer doch deutlich. Aus diesem Grund soll die Carbide Serie das Portfolio nach unten hin in der Mittelklasse verstärken. Mit Preisen von um 100€  kommt man vielen Usern entgegen. Da bleibt die Frage, ob sich der selbst gesetzte Anspruch an Qualität und Featurepaket noch umsetzen lässt.

In genauer Betrachtung wird sich daher also zeigen müssen, ob das 500R als Topmodel das Zeug hat um in der 100€ Klasse mit zu wildern. Dabei stellt sich uns das 500R, wie schon das Graphite 600T in der derzeitigen Modefarbe Weiß vor. Dies passt nicht nur so langsam zur Jahreszeit, sondern sieht auf den ersten Blick auch verdammt gut aus. Aber natürlich lassen wir uns nicht von reinen Äußerlichkeiten blenden. Auf geht’s an die inneren Werte der Carbide Serie.

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für die Bereitstellung des heutigen Testmusters.

Impressionen - Außen: Wie nun mittlerweile von Corsair gewohnt ist die äußere Präsentation eher schlicht und einfach gehalten. Aber um ehrlich zu sein, wer bezahlt schon gerne für eine Verpackung? Da ist es uns doch lieber, wenn das Budget des Herstellers im Produkt landet und nicht unnötig für das Kartonlayout verschwendet wird.  So finden sich auch nur wenige Angaben auf dem Karton, aber wiederum alle die man braucht - technische Angaben, der Produktname und eine schemenhafte Zeichnung des Case. Was braucht man mehr? Aber wollen wir uns nicht allzu lang mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten, auch wenn man hierzu bei anderen Herstellern im Obsthandel ganze Dissertationen von Ghost Writern anfertigen lassen könnte.
Widmen wir uns nun also dem, um was es uns in diesem Bericht eigentlich geht. Dem neuen Mittelklasse Flaggschiff von Corsair – dem Carbide 500R. Und als einer der wenigen Hersteller hat es sich Corsair auch bei diesem Case nicht nehmen lassen eine White Edition anzubieten. So ganz unabsehbar war dies jedoch nicht, denn der sehr gute Verkauf des Graphite 600T in der White Edition scheint Corsair in seiner Entscheidung bestätigt zu haben. Die Kombination schwarzweiß kommt beim Kunden an. Alle die es jedoch eher nicht so auffällig mögen und klassisches Schwarz bevorzugen, die seien beruhigt. Es gibt natürlich auch eine schwarze Version die unwesentlich günstiger ist.
Unsere äußere Betrachtung beginnt wie bei jedem Testbericht mit der Front des Probanden. Diese ist im Fall der Carbide Serie doch wesentlich schlichter ausgefallen, als man es bei der Graphite Serie gesehen hat. Die Front zeigt sich bis auf leicht abgeflachte Ränder sehr schlicht und wird von einem schwarzen Streifen aus Meshgitter dominiert. Der ca. 3cm breite Randstreifen setzt sich bei der White Edition kontraststark ab und lässt das Gehäuse von vorn trotz 20,5 cm Breite optisch schmaler wirken. In der unteren Hälfte befinden sich zwei mit weißen LEDs beleuchtete 120 mm Lüfter hinter dem Meshgitter. Fast schon automatisch wollten unsere Finger dabei durch einen leichten Druck im oberen Bereich des Meshgitters, dieses von der Front lösen - wie man es vom Graphite 600T gewohnt war. Man erwartete ein leises „Klick“, doch nichts geschah. So fanden wir den ersten Ort, an dem der Rotstift ein Opfer fand. Das ist im Prinzip aber nicht weiter tragisch, da sich die gesamte Frontblende für das seltene Reinigen des Staubfilters, der sich hinter dem Meshgitter befindet, ohne großen Kraftaufwand abnehmen lässt.
Die obere Hälfte des Carbide 500R setzt sich aus vier 5,25 Zoll Schächten und dem Frontpanel zusammen. Die Blenden der Schächte sind dabei, wie schon der Lüfterbereich in der unteren Hälfte, einheitlich im gleichen Stil weitergeführt. Herausnehmen lassen sich diese aber nur von innen. Ganz oben über allem „thront“ das Frontpanel. Auf dem gleichen Platz den auch eine 5,25 Zoll Schachtblende einnimmt, platziert Corsair mit großzügigen Platzverhältnissen die Frontanschlüsse, Schalter und die Lüftersteuerung. So befindet sich ganz rechts ein mit einem sehr knackigen Druckpunkt ausgestatteter Powerbutton samt HDD LED. Gleich daneben mit ausreichend Zwischenraum für dicke USB Sticks, kommen zwei USB 3.0 Anschlüsse. Es folgen Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse und ein Firewireport – wer auch immer diesen noch benutzen mag. Interessant wird es ganz links. Da tummeln sich zwei doch sehr interessante Schalter für die integrierte Lüftersteuerung. Einige werden sich daran erinnern, dass auch das Graphite 600T eine solche besaß. Die Umsetzung ließ damals aber zu wünschen übrig. Beim Carbide 500R ist diese noch weiter rationalisiert und beschränkt sich auf lediglich 3 Leistungsstufen. Zusätzlich lässt sich per Schalter die LED Beleuchtung der Lüfter abschalten. Die drei Leistungsstufen, das sei schon einmal gesagt, können durchaus positiv überzeugen und sind besser umgesetzt als beim teureren Graphite. Etwas ungünstig genau darunter ist der Resetbutton angeordnet, und er verfügt ebenso über einen recht knackigen Druckpunkt. Der LED On/Off Schalter hingegen muss sehr weit eingedrückt werden. Nicht dass es uns passiert wäre, aber das birgt durch aus Potenzial für einen Fehlgriff!

Um dem Ganzen dann mal aufs Dach zu steigen, wendet sich unser Blick schnell den guten Genen des 500R zu, die es aus den größeren Serien mit auf den Weg bekommen hat. So lässt sich auch beim Carbide Flaggschiff das Meshgitter auf dem Dach per einfachem Druck im vorderen Bereich aufhebeln. Darunter geht der Blick ungestört in den Innenraum des Gehäuses. Gleichzeitig bieten sich hier auch jeweils zwei 120 oder 140 mm Lüfterplätze an. Davon sind aber leider nur die Löcher für 120 mm Lüfter mit Vibrationsdämpfern ausgestattet. Etwas übersprungen haben wir nun die kleine Ablageschale im Frontbereich des Daches. Und um ehrlich zu sein, wir sind uns ihrer nicht ganz unsinnigen Funktion sicher bewusst, aber bitte wer verschandelt freiwillig ein schönes Case, in dem er all sein Zeug darauf ablädt? An dieser Stelle hätten wir es wesentlich sinnvoller gefunden das Meshgitter bis an die Front durch zu ziehen, um Platz für einen weiteren Lüfter zu machen. Damit wäre das Gehäuse fast ein Geheimtipp für Wasserfreunde die aber gern ein kompaktes Gehäuse bevorzugen. Aber vielleicht wird unsere Kritik ja erhört.
Im hinteren Bereich zeigt sich das Carbide 500R ähnlich kompetent wie schon beim Rest. Acht Slotblenden reichen für jedes gängige System und bietet die Möglichkeit optionale Blenden zu montieren. Mit vier Schlauchdurchgängen ist man ebenfalls bestens bedient. Dabei fällt positiv auf, dass diese sehr massiv ausgefallen sind und sich nicht einfach durch ein leichtes Ziehen herauslösen lassen. Zum Abführen der Luft wird im Auslieferungszustand ein 120 mm Lüfter verbaut. Optional lassen sich aber auch 140 mm Lüfter montieren, was wir sehr begrüßen. Der Hecklüfter ist neben dem großen 200 mm Lüfter im Seitenteil auch gleichzeitig der einzige ohne Staubfilter. Alle anderen haben einen herausziehbaren Staubfilter. Wie schon erwähnt hat Corsair im Seitenteil einen großen und auch mit weißen LEDs bestückten 200 mm Lüfter verbaut. Das in der leicht ausgestellten Seitenwand angebrachte Meshgitter bietet dabei jedoch auch noch Platz für  jeweils zwei 120 oder 140 mm Lüfter. Das ist zwar nett gemeint, zerstört aber auch irgendwie das bisher saubere Bild des Gehäuses etwas. Ob man diese Menge an Lüftern je brauchen sollte, es sind immerhin bis zu neun Stück, bleibt dahingestellt. Leider wird es dazu auch keine Alternative geben, denn eine Window- oder geschlossene Version ist nach unserem Wissen nicht geplant.
Von außen sind die ersten Eindrücke also überwiegend positiv. Die Verarbeitung stimmt und lässt keine Wünsche offen. Das Design ist schlicht und sollte unserer Meinung nach auf positives Feedback stoßen. Unsere angebrachte Kritik ist dabei weniger als Mangel des Gehäuses zu betrachten, sondern eher als konstruktive Idee.

Impressionen - Innen: So unschuldig weiß das 500R White Edition von außen auch aussehen mag, so erwachsen zeigt sich der Innenraum mit seinem sehr strukturierten mattschwarzen Anstrich. Als erstes stach uns im Test der leicht abgesenkte Mainboardtray ins Gesicht. Das Mainboard ist so auf eine Ebene mit dem umliegenden Tray runtergefahren und bildet mit diesem fast schon eine Einheit. Das größte Einbaumaß beschränkt sich damit aber auch auf maximal ein Mainbaord im ATX Format. Rund um das Mainboard platziert Corsair 4 gut dimensionierte Kabeldurchführungen, welche bei Corsair zum guten Ton gehören. Durch den teilweise abgesenkten Mainboardtray bleibt zusätzlich eine Art Kabelkanal stehen, in welchem sich gut alle Kabel verlegen lassen, ohne dass der Aufwand zu groß wird. So haben selbst arbeitsscheue User ein cleanes System. Durch die ausgestellte Fläche in der Seitentür kommt noch mehr Platz auf. An mangelnden Volumen zum verstauen der Kabel sollte es also nicht scheitern. Ebenfalls nicht scheitern sollte man an der Montage von rückseitig verschraubten Kühlern, denn dafür ist der Mainboardtray mit einem gigantischen Montageloch ausgestattet. Spezielle Haltemechanismen im Bereich des Netzteils sieht Corsair nicht vor. Hinter dem Netzteil bietet sich noch ein Platz für ebenfalls 120 oder 140 mm Lüfter an. Über dessen Nutzbarkeit lässt sich aber streiten, da schon ein zu langes Netzteil diese blockieren kann, bzw. bei nicht modularen Netzteilen überschüssige Kabel direkt auf diesem liegen. Im vorderen Teil des Gehäuses stapeln sich beim Corsair Carbide 500R, wie in jedem anderen Gehäuse, auch die Festplatten. Mittlerweile auch zum Standard geworden sind diese quer angeordnet. Der komplette Festplattenbereich hat ein Fassungsvermögen von sechs 3,5 bzw. 2,5 Zoll Massenspeichern. An dieser Stelle zeigt sich auch der größte Unterschied zum kleinen Bruder 400R der Carbide Serie. Denn während sich der kleine Vertreter mit einem festinstallierten Festplattenkäfig begnügen muss, kann dieser beim 500R in zwei Teilen komplett entfernt werden. Je nach Nutzung oder benötigtem Platzbedarf lässt sich so entweder der obere, der untere oder gleich beide Käfige entfernen – je nach Belieben. Montiert werden die Festplatten über werkzeugfreie Montageschienen. Ebenfalls werkzeugfrei ist der Einbau von den bis zu vier 5,25 Zoll Geräten.

Kommen wir nun zu einem der interessantesten Features – der Lüftersteuerung. Diese befindet sich, wie von außen erkennbar ganz oben in der Front. Und genau an dieser Stelle fällt uns auch ein stattliches Kabelbündel in die Hand. Zu finden sind hier unter anderem das Audio- wie auch das USB3.0 Verbindungskabel und sonstige I/O Kabel. Das dieses für den internen Anschluss vorgesehen ist, gibt es passend im Zubehör auch einen Adapter für den USB 2.0 Port. Denn aktuell haben nur die aktuellsten Mainboard einen internen USB 3.0 Anschluss. Auch zu finden sind die Anschlüsse für die Lüftersteuerung, und an der Stelle verflog mit einem mal unsere Hoffnung. Beim Graphite 600T war der Ansatz der Lüftersteuerung gut und nur der Regelbereich machte Probleme. Beim Carbide 500R ist der Regelbereich gut gelöst so dass die Lüfter im Silence Modus als leise angesehen werden können. Doch was sehen wir – individuelle Stecker. Sowohl die zwei Frontlüfter als auch der Lüfter im Seitenteil verfügen über etwas abgewandelte 3 Pol Stecker. Dabei wird über das dritte Kabel nicht wie üblich die Umdrehungsgeschwindigkeit gemessen, sondern die LEDs ein- und ausgeschaltet. Wozu man dafür aber spezielle Stecker braucht ist uns rätselhaft. Denn zu mindestens theoretisch lassen sich somit an dieser Lüftersteuerung keine anderen Lüfter, als die mit ausgelieferten betreiben. Für ein Gehäuse dieser Klasse ein schon mittelgroßer Patzer. Mit leichtem Modifikationsaufwand an den üblichen 3 Pol Lüftersteckern lassen sich zum (Un)glück aber auch andere Lüfter nutzen. Schön ist diese Lösung allerdings auch nicht. Hinzu kommt, dass zu mindest die Frontlüfter durch ein leises Schleifen im Silence Modus auffallen. Alles in Allem ist die Lösung aber gut gelungen, denn wenn man es mal auf die Standardlüfter beschränkt, macht die Steuerung was sie soll und dass im Prinzip auch besser als im Graphite 600T. Das Dach bietet wie schon vorher beschrieben Platz für zwei weitere Lüfter. Da im Auslieferungszustand an dieser Stelle gähnende Leere herrscht bleibt es dem User überlassen an dieser Stelle entweder zwei 120 mm oder zwei 140 mm zu verbauen.  Dabei wird aber schnell klar, dass die Wahl von 140 mm von Corsair etwas stiefmütterlich behandelt wird. Denn so sind allein die Löcher für die 120 mm Lüfter mit entkoppelnden Maßnahmen ausgestattet. Auf die eigene Produktpallete betrachtet bietet es sich hier aber gerade zu an Corsairs neue Performance Wasserkühlung H100 zu verbauen. Für die, die in diesem Fall lieber auf eigene  Lösungen zurückgreifen, denen sei gesagt, dass sich zwischen Dach und Mainboard maximal 30 mm dicke Radiatoren verbauen lassen. Wer es also dicker mag, dreht das ganze Paket rum, verlegt den Radiator nach draußen und nutzt die Schlauchdurchführungen. Auf den Meshgitter Deckel muss dann allerdings verzichtet werden. Für das Verlegen anfälliger Kabel kann dann in jedem Fall das im vorderen Bereich angedachte Loch genutzt werden.

Am Heck gibt es wenig Neues, was nicht auch sonst schon Standard ist. Positiv hervorzuheben sind aber die vier stabilen Schlauchdurchführungen und der aus dem Gehäuse hinaus blasende 120 mm Lüfter, welcher bei Bedarf gegen eine 140 mm Version getauscht werden kann. Etwas unverständlich ist es allerdings das dieser Lüfter inkompatibel zur Lüftersteuerung des Carbide 500R ist. Es bleibt in dem Fall also nur das Mainboard als Stromgeber oder eine zusätzliche Lüftersteuerung.
Zusammenfassend setzt sich der äußerlich gute Eindruck bei Corsair’s Mittelklasse Flaggschiff fort. Der Innenraum wirkt sauber und ordentlich. Die Verarbeitung ist Corsair typisch auf sehr hohem Niveau und lässt keine Beanstandungen zu. Das Featurepaket ist sinnvoll aus den größeren Klassen auf die Mittelklasse adaptiert und so fehlt es einem eigentlich an nichts. Einziger Knackpunkt ist wieder die Lüftersteuerung, die ihren Job zwar gut macht, im Detail durch ihre Lüfterinkompatibilität aber Abstriche hinnehmen muss. Praxiserfahrungen: Wie in bei jedem Gehäuse verbauen wir für die Praxiserfahrungen unsere Testkomponenten im Gehäuse, denn auf den ersten Blick gute Lösungen lassen sich so am besten auf ihre wirkliche Nutzungsfähigkeit überprüfen. Im Falle des Carbide 500R fällt uns dazu eigentlich nur ein Wort ein – Vorbildlich! Man merkt deutlich, dass dem Gehäuse die Entwicklungsarbeit der Vorgänger mit auf dem Weg gegeben wurde und so lässt es bei der Montage der Hardware kaum Wünsche offen.

So sind die nun oft in Gehäusen verbauten Kabelmanagementöffnungen mit Gummilippen versehen. Jedoch fällt in manchen Gehäusen auf, dass diese nur zu gern einfach mal rausfallen, wenn man ein Kabel durch fädelt. Dem ist bei Corsair zum Glück nicht so. Was auch schnell deutlich wird, ist das extrem hohe Platzangebot hinter dem Mainboardtray. Dies wird zwar nur durch das ausgestellte Seitenteil erreicht, was Designtechnisch nicht gerade die eleganteste Art und Weise ist, aber es erfüllt wunderbar seinen Zweck. Denn selbst wenn man mal keinen Bock hat die Kabel alle auch hinter dem Tray zu ordnen, so sieht es vorn trotzdem sauber aus. Als etwas kniffelig ist uns der Festplattenkäfig aufgefallen. Durch die sehr raue Oberflächenlackierung des Innenraums ist die Haftreibung zwischen den Käfigen sehr groß. Beim Herausziehen ist so einiges an Kraft aufzubringen. Das hat aber nebenbei auch den Vorteil, dass Vibrationen durch zu lockere Käfige unterbunden werden. Besser gelöst hat man dagegen die einzelnen Festplattenschienen. Waren diese z.B. beim Graphite 600T noch etwas klapprig, sitzen die des Carbide 500R sehr gut!
Im Betrieb fiel uns als Erstes der wesentlich geringere Geräuschpegel im Vergleich zu vorhergehenden Corsair Gehäusen auf.  Im Low Modus sind die Lüfter kaum wahrnehmbar und selbst im Performance Modus sind diese nicht wirklich störend laut. Das abschalten der LEDs ist dabei ebenfalls einfach per Schalter durchführbar. Bei geringer Drehzahl konnten wir allerdings ein leichtes Schleifen der Lüfterlager vernehmen. Allerdings musste man dafür schon auf 10 bis 20 cm an das Gehäuse rangehen. Fazit:

White is beautiful! Ok, es ist Geschmackssache, aber für unseren Geschmack trifft das auch beim Carbide 500R zu. Und für alle anderen gibt es das Case ja auch in komplett schwarz. Corsair hat es, und man mag es ja kaum sagen, auch bei seinem Mittelklasse Model geschafft genau den nach unserer Auffassung richtigen Nerv zu treffen. Für ca. 100€ bekommt man eine Menge Gehäuse für sein Geld. Gerade User die nun zu Weihnachten ein neues System planen, finden mit dem Carbide 500R einen guten Begleiter, der vor allem nicht so heftig ins Budget schlägt. Aber natürlich sind auch alle anderen potenziellen Käufer mit dem 500R bestens bedient.  Abstriche muss man dabei auch keine hinnehmen! Denn das Platzangebot ist für diese Klasse gut und das Featurepaket samt Lüftersteuerung und Belüftungskonzept sucht seines Gleichen. Ebenso können das Design und die Verarbeitung im Detail überzeugen. Dahingehend können wir das Gehäuse jedem Empfehlen, dessen Budget sich im Rahmen von 100€ bewegt!

Interessant an dieser Stelle ist auch der Vergleich zum kleinen Bruder des 500R, dem 400R. Dieser ist nur gut 15€ günstiger, kann aber bei weitem nicht mit dem Funktionsumfang aufwarten, den das 500R bietet. So fehlt ihm die Lüftersteuerung und der ausbaufähige Festplattenkäfig. Auch das einseitig schwarze Design kann nicht ganz mit dem stylischen schwarzweiß des Carbide 500R mithalten. Alles in Allem bekommt man für einen geringen Aufpreis das einfach bessere Gehäuse.
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