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Philips GoGear SA5295

Die letztjährige IFA brachte neben einer wahren Flut an neuen Produkten, Technologien und Innovationen im TV-Sektor selbstverständlich auch in anderen Bereichen des Unterhaltungssektors einiges hervor. Auch Haushaltsgeräte waren erstmalig in großer Zahl vertreten. Doch wir zielen eher auf das Segment der tragbaren Musikspieler, der MP3-Player, ab. Hier gibt es seit einigen Jahren rasant steigende Absatzzahlen zu verbuchen.

Angefangen hatte alles mit dem MP3-Format und länglichen Musik-“Sticks“ mit ein- oder zweizeiligem Monochromdisplay und einer Kapazität von meist weniger als einem Gigabyte. Heutzutage hört jeder zweite U-Bahn Fahrgast Musik über einen jener tragbaren Player, und mittlerweile es gibt Modelle in allen Formen und Größen: Ganz ohne Display im Mini-Format (Apple iPod Shuffle, Creative Zen Stone), als schlanken Touchscreen-Player (iPod Touch, Samsung YP-P2) oder als mobile Jukebox mit großer Festplatte (beispielsweise iPod Classic). Vor allem in Sachen Bedienung gibt es die unterschiedlichsten Konzepte. Klanglich konnte jedoch nie die Qualität eines guten CD-Players erreicht werden, wofür die MP3-Komprimierung verantwortlich zeichnet, die den mobilen Musikgenuss jedoch erst möglich machte. Durch die Kompression geht viel Qualität verloren. Bereits im Juli 2008 hatte einer der Marktführer im MP3-Player Segment, Creative Labs, den ZEN X-Fi vorgestellt, der mit der „Crystalizer“-Technik den Klang komprimierter MP3-Dateien in Echtzeit aufpolieren sollte. In eine ähnliche Richtung ging der koreanische Samsung-Konzern mit dem YP-Q1, der im Herbst letzten Jahres in die Läden kam.   <p class="align-center"></p>   Klangprozessoren scheinen im kommen zu sein - das bestätigte der  Elektronikriese Philips mit der SA52-Serie (wir berichteten), die auf der IFA vorgestellt wurde. Das Highlight der Reihe: Die FullSound-Technologie. In den Playern wird ein digitaler Signalprozessor (kurz DSP) verwendet, der den Dynamikumfang der abgespielten Titel vergrößert und dabei Details, die bei der Kompression verloren gingen, wieder ans Licht bringen soll. Soweit die Theorie. Was der Prozessor in der Praxis zu leisten vermag, und ob die neuen Geräte in der iPod Nano Klasse aus dem Hause Philips auch insgesamt eine gute Figur machen, wollten wir mit unserem Test herausfinden und haben uns daher das Spitzenmodell der Serie, den GoGear Opus SA5295 mit 16 Gb Speicher, näher angesehen.   Vorneweg geht ein großes Dankeschön an Philips Deutschland für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testmusters!

  Lieferumfang  

Die Packung enthält alles nötige

 

Die kompakte, in weiß gehaltene Verpackung des Players enthält folgendes:  
  • SA5295 Player
  • InEar-Ohrhörer (inkl. 3 Paar Gummiaufsätze)
  • Kurzanleitung
  • Schutztasche
  • Software-CD
  • Übertragungskabel (Mini-USB)
  Schon hier kann der Philips ein erstes Mal glänzen: Insbesondere InEar-Kopfhörer werden nur selten beigelegt. Die Gummiaufsätze für verschiedene Ohrgrößen sind obligatorisch, nicht dagegen die mitgelieferte Hülle für den Player. Angenehm ist, dass man bei Verlust des Kabels auf jedes herkömmliche Mini-USB-Kabel zurückgreifen kann.     Technische Daten / Ausstattung  
Abmessungen (BxTxH)
106 x 9,9 x 58 mm
Gewicht
95 g
Speicher
16 Gb Flashspeicher
Speicherkartenslot
nein
Bildschirm
2,8"-LCD-Display, 320 x 240 Pixel (QVGA), 262000 Farben
Akku-Typ
Lithium-Polymer
Laufzeit Musik
30 Stunden (Herstellerangabe)
Laufzeit Video
6 Stunden (Herstellerangabe)
Unterstützte Audio-Formate
MP3, WMA, AAC
Unterstützte Video-Formate
AVI (MPEG-4), WMV
Unterstützte Bild-Formate
JPEG
Equalizer
5-Band manuell, 10 Presets
Klangoptimierer
Digitaler Signalprozessor (FullSound-Technologie)
integriertes UKW-Radio
ja (mit Sendersuchlauf, Aufnahmefunktion & RDS)
Programmspeicherplätze
20
integriertes Mikrofon
ja (mono)
Aufnahmeformat
WAV
Tastensperre (mechanisch)
ja
Sonstiges
Sprachen
21
Firmware-Version (Test)
16.6.47.0 / 02
  Auf den ersten Blick weiß die Ausstattungsliste zu gefallen. Auf der Haben-Seite steht neben einem manuellen Equalizer auch ein UKW-Radio (mit RDS!), die sonstigen Details sind klassentypisch. Nicht jedoch die Anzahl an unterstützten Musikformaten: Lediglich Mp3, Wma und Aac werden vom Philips wiedergegeben. Zumindest Ogg hätten wir uns zusätzlich gewünscht, außerdem wird das unkomprimierte Flac-Format immer beliebter. Immerhin kann man dank Aac auch über iTunes gekaufte Titel direkt und ohne Konvertieren auf dem Player abspielen.   Der Player im Detail  

Unschön: Die Mini-USB-Buchse ist ungeschützt und somit anfällig

In seinem Format lässt sich der SA5295 leicht der Gruppe der Querformat-Player zuordnen, zu denen beispielsweise auch der Creative Zen (X-Fi) gehört. Rechts neben dem Display befinden sich die Hauptbedienelemente, bestehend aus vier Pfeiltasten (zum Scrollen u. Spulen), die die Play/Pause-Taste umschließen sowie zwei kleineren  Knöpfen für das Optionsmenü und das Zurückgehen in der Menüstruktur. Die Vorderseite ist in glänzendem Schwarz gehalten, Akzente werden durch den silbernen „Philips“-Schriftzug unterhalb des Bildschirms, den chromfarbenen Ring um das Bedienfeld sowie dem gleichfarbigen Rahmen gesetzt. So macht der Philips durchaus etwas her, wirkt durch seine Schlichtheit edler und seriöser als etwa ein verspielter iPod Nano. Die Rückseite bestätigt diesen Eindruck, dank der gebürsteten Aluminium-Applikation ist auch sie durchaus ansehnlich. An Unter- bzw. Oberseite gibt es wenig zu bestaunen; oben befindet sich die Lautstärke-Wippe, unten neben der Seriennummer auch der (leider gegen Staub o. Ä. ungeschützte) Mini-USB Anschluss, die Tastensperre sowie der Audioausgang. An der rechten Seite ist außerdem bei genauem Hinsehen das Mikrofon erkennbar. Auffällig dagegen ist die kleine Aussparung auf derselben Seite, die einen Blick in das Innere erlaubt.  

Edle Rückseite des Philips

Bis auf einige Kleinigkeiten ist der Player gut verarbeitet. Scharfe Kanten sucht man vergebens, das Gerät fühlt sich hochwertig an (und wiegt mit 95 g mehr als so mancher anderer Player). Störfaktoren lassen sich allerdings auch schnell ausmachen: Sowohl die Lautstärkewippe als auch der HOLD-Schieber verursachen beim Schütteln Geräusche; sie sitzen nicht ganz fest in ihrer Fassung. Darüber hinaus fällt ein Knarzen beim Biegen des eigentlich steifen Gehäuses negativ auf.   Bedienung   Nach einem längeren Druck auf die Play/Pause-Taste startet der Philips – ein Vorgang, der etwa 15 Sekunden in Anspruch nimmt. Währenddessen wird das GoGear-Logo angezeigt. Ist die bisweilen ärgerliche Wartezeit verstrichen, findet man sich im Hauptmenü wieder. Letzteres wird in Listenform dargestellt und beinhaltet die wesentlichen Punkte wie „Musik“, „Video“, „Bilder“, „Radio“, „Aufnahmen“ und „Einstellungen“. Über die Auf-/Abwärts-Tasten bewegt man sich durch die Listen und wählt per Druck auf die Mitteltaste einzelne Einträge aus. Die Zurück-Taste bringt einen in der Menüstruktur zurück, die „Options“-Taste ruft ein menüabhängiges Optionsmenü auf (in Musik etwa mit Klangeinstellungen, bei den Bildern, um Einstellungen für eine Diashow zu verändern). Die Navigation klappt auf diese Weise prinzipiell gut: Die Menüs sind einfach strukturiert, dementsprechend gelangt man meist schnell dahin, wo man auch hin möchte. Leider machen hier die Bedienelemente teilweise einen Strich durch die Rechnung. Der Druckpunkt stimmt zwar, doch kann man mit den Pfeiltasten nicht schnell scrollen. Es bieten sich hier nur zwei Möglichkeiten: Entweder, man geht Klick per Klick die einzelnen Einträge durch (was bei der Auswahl von Musikstücken entschieden zu aufwendig ist), oder man nutzt die sogenannte „SuperScroll“-Funktion (die in der Ordneransicht ärgerlicherweise nicht funktioniert): Hier wird von Anfangsbuchstabe zu Anfangsbuchstabe geblättert, indem man die Taste gedrückt hält. Lässt man sie los, stoppt das Scrollen bei dem Buchstaben, der gerade groß angezeigt wird. Leider geschieht dies weder besonders schnell (von A – Z zu blättern dauert ein Weilchen) noch besonders präzise, denn wenn man loslässt, ist man meist schon einen Buchstaben zu weit. Von der Treffsicherheit und Schnelligkeit, die man mit Apples Clickwheel erreicht, ist dies leider weit entfernt. Auch trüben gelegentliche Performance-Ruckler das Bild der Bedienung. Störend ist zudem, dass man nach kurzer Inaktivität automatisch wieder auf den aktuellen Abspielbildschirm gelangt.Nutzt man dann den „Zurück“-Button, landet man im Hauptmenü und muss wieder mühsam an die zuvor besuchte Stelle finden. Durch SuperScroll scheint die Hardware des Geräts darüber hinaus stark beansprucht zu werden, da gelegentlich Tonstörung während der Nutzung der Funktion auftreten.  

"SuperScroll" ist eher werbewirksam als wirklich nützlich

Erfreulich ist die Einbindung der Options-Taste, vor allem im Musikmenü. Darüber kann man nämlich nicht nur schnell ungenutzte Einträge wie zum Beispiel „Genre“ oder „Alben“ ausblenden lassen, um schneller zum gewünschten Ziel zu gelangen, sondern auch sofort auf die Klangeinstellungen zugreifen. So kann man FullSound de- und aktivieren, eins der Presets wählen oder selber den manuellen 5-Band Equalizer nutzen. Bei nahezu allen anderen Playern muss hierfür das Einstellungsmenü bemüht werden, beim Philips wird es per Tastendruck zur Nebensache. Die Bedienung hat also neben angesprochenen Tücken auch ihre Glanzpunkte und lässt sich alles in allem als ordentlich bezeichnen. Dass der Player auch zum Ausschalten einige Sekunden benötigt, dürfte kaum jemanden stören.   Klang   Schon nach wenigen Minuten Hörprobe mit den mitgelieferten InEar-Hörern wurde uns klar, dass wir hier auf unsere Referenzkopfhörer (Creative Zen Aurvana und AKG K530) verzichten würden, denn die beigelegten Schallwandler können problemlos auch selbst für den Klangtest herhalten und sind unseren Creative zumindest in Verbindung mit diesem Player (inwiefern er auf die Kopfhörer abgestimmt ist, lässt sich schwer sagen) eher über- als unterlegen. Dies äußert sich vor allem in Verbindung mit der FullSound-Funktion, die wir während des Tests (fast) durchgängig verwendet haben. Das Klangbild wird dadurch tatsächlich weit plastischer, entfaltet mehr Details und besitzt ein spürbar größeres Spektrum. Nicht nur die Dynamik (siehe Bild), sondern speziell auch Auflösung und Differenzierung profitieren sehr stark von FullSound. Selbst der Cowon S9 hat in diesen Disziplinen das Nachsehen.  

Das Konzept der FullSound-Technik scheint gut zu funktionieren

Dagegen geht der Klangprozessor im Tiefenbereich ein Stück zuweit. Einerseits ist es erstaunlich, wie bassstark Player und Kopfhörer sind. In passenden Stücken brennen sie ein wahres Bassfeuerwerk ab. Differenzierung und Präzision sind zumeist sehr gut, verschiedene Quellen können gut unterschieden werden. Bei manchen Stücken sind die Bässe unglücklicherweise zu betont, daraus folgt teilweise leider auch Dumpfheit und mangelnde Präzision. In Songs mit leiseren Tiefen werden diese gelegentlich zu sehr betont und übertönen so etwa den Sänger oder die Hauptinstrumente. Helfen kann hier teilweise eine manuelle Justierung mit dem Equalizer, meistens kann auch eine der Voreinstellungen für das jeweilige Genre helfen. Bis auf dieses gelegentlich störende Detail ist der Klang über fast alles erhaben. Zu der erwähnten, hervorragenden Detailauflösungen gesellen sich lebendige Mitten (Stimmen), die manchmal unbeabsichtigt etwas von den Begleitinstrumenten übertönt werden, sowie Höhen, die erst sehr spät (bei sehr hohen Tönen) verzerren – auch das haben wir in dieser Form erst selten erlebt. Bei Techno können die Höhen ebenso druckvoll sein wie bei klassischer Musik seidig.  

Die mitgelieferten Kopfhörer können überzeugen

Für seine FullSound-Technologie können wir Philips nur gratulieren, denn sie verbessert den Klang deutlich und hebt den SA5295 so auf ein sehr hohes Niveau, den Vergleich mit dem Cowon S9 muss er nicht scheuen. Lediglich in der Abstimmung (vor allem der Bässe) fällt der Philips etwas ab, abgesehen davon kann man die Audioqualität ausgezeichnet nennen, was zu einem Großteil dem neuen Signalprozessor zu verdanken ist. Für die Verwendung eines HiFi-Kopfhörers (wie unserem K530) reicht die Maximallautstärke des Players für den vollständigen Musikgenuss leider nicht ganz aus.   Wiedergabe von Fotos und Videos   Dass man es beim Bildschirm des Philips nicht mit einer OLED-Anzeige, sondern mit einem herkömmlichen LCD-Display zu tun hat, merkt man freilich schon nach wenigen Minuten der Benutzung: Die bauartbedingte Winkelabhängigkeit ist spürbar. Außerdem spiegelt die Bildfläche deutlicher. Beides ist zurzeit nichts außergewöhnliches, da fast alle Player noch auf LCD-Technik setzen. Doch auch etwas anderes stellt man schnell fest: Die Auflösung ist in Relation zur Bildgröße vergleichsweise niedrig. Ein Blick ins Datenblatt bestätigt den Eindruck: Der Philips muss mit 320 x 240 Pixeln eine Bildfläche mit 2,8"-Diagonale füllen, beim iPod Nano 4G sind es bei gleicher Auflösung nur 2". Beim Musikhören fällt dies kaum ins Gewicht; für herkömmliche Zwecke reicht das Display des SA5295 völlig aus. Will man allerdings Fotos oder Videos ansehen, werden die Defizite der Anzeige deutlicher. Während Kontrast und Helligkeit durchaus in Ordnung sind, zeigt der Philips bei der Schärfe Schwächen. Das Bild ist erkennbar körniger als bei anderen Playern und muss sich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass ab und an Artefakte auftauchen. Bei Videos ist dies noch eklatanter.  

Die Bildwiedergabe ist eher eine obligatorische Funktion

Da der Bildschirm bei der Bewertung weniger ins Gewicht fällt als der Klang oder die Bedienung und er diesen Alltagsansprüchen mühelos gewachsen ist, ist die Schwäche bei der Bildqualität zu verschmerzen. Wem allerdings die Wiedergabe von Bildern und Videos wichtig ist, sollte sich nach einem anderen Player umsehen.   Software und Synchronisation   Bevor man den Philips in irgendeiner Weise mit dem Computer verbindet, muss  unbedingt zuvor die Software installiert werden – darauf wird auf der CD und am Kabel ausdrücklich hingewiesen. Nutzer, die den nötigen „Philips Device Manager“ (repariert & aktualisiert die Firmware) erst nachträglich aufspielten, klagen über teils heftige Synchronisationsprobleme. Allein die Tatsache, dass überhaupt eine Software bzw. ein Treiber benötigt wird, erachten wir als Nachteil. Immerhin wird der Player dann über das MTP (Media Transfer Protocol) erkannt und lässt sich so auch über den Dateibrowser mit Daten befüllen, was aber nicht bedeutet, dass sich der Speicher komplett wie eine Festplatte nutzen lässt – beispielsweise kann das Programm Mp3Tag nicht auf den Player zugreifen. Prinzipiell mögliche Datentransfers mit dem Philips als Übergangsmedium dürften allerdings allein durch den benötigten Treiber auf dem zweiten System des Kollegen/Freundes unterbunden werden.  

Die Synchronisation per Windows Media Player funktioniert prinzipiell gut

Für die Synchronisation von Inhalten rät Philips zur Nutzung von Windows Media Player 11 (wird per CD mitgeliefert). Nach kurzem Gebrauch versteht man, warum: Beim Kopiervorgang über den Explorer meldet Windows (XP) alsbald, dass der Player nicht mehr reagiert – und tatsächlich zeigt dieser im Display „OK zum Trennen!“ an. Klickt man dagegen auf „Ignorieren“, wird der Vorgang ohne Probleme fortgesetzt. Bei der Musikübertragung können wir trotzdem nur vom manuellen Transfer abraten. Nach dem Trennen braucht der Player dann nämlich tatsächlich sehr lange (20 Minuten waren keine Seltenheit), um die interne Musikbibliothek zu aktualisieren – ärgerlich. Dies ist bei Benutzung des Media Players nicht der Fall, und obwohl es etwas umständlicher ist, die Titel per Software zu übertragen – wirklich aufwendig ist es nicht, zumal Windows Media Player zur Standardausstattung von Windows gehört. Trotzdem verzichtet der Philips nicht darauf, nach der Trennung vom PC seine Datenbank zu aktualisieren, auch wenn keine neuen Medien übertragen wurden. Mit neuen Bildern oder Videos verlängert sich dieser (immerhin auch etwa eine Minute dauernde) Vorgang noch einmal.  

Dreist: Die Software rät wegen eines fehlenden Codecs zum Kauf der Vollversion

Ein weiteres Ärgernis stellt der ArcSoft MediaConverter dar, der ebenfalls Teil des Softwarepakets ist. Er soll Bilder und, vor allem, Videos in das richtige Format konvertieren. Beim Versuch allerdings, ein herkömmliches Video playertauglich zu machen, meldet das Programm, den benötigten Codec nicht zu besitzen und empfiehlt den Kauf (!) der Vollversion. In unseren Augen eine Unverschämtheit. Stattdessen haben wir den MediaConverter deinstalliert und auf die Freeware SUPER zurückgegriffen, die, durch wenige Klicks richtig konfiguriert, klaglos den Dienst antrat. Philips macht bei der Synchronisation vieles komplizierter, als es sein müsste. Eine einfache Erkennung als Massenspeichergerät und eine Erklärung, wie und womit man Videos und Bilder zu konvertieren hat, hätten gewiss so manchem Anwender den Frust mit der Übertragung erspart. Nebenbei aktualisieren andere Player im Gegensatz zum GoGear ihre Medienbibliotheken im Hintergrund und unmerklich. Insofern stört es, sich mit diesen Dingen beschäftigen zu müssen, dies ist aber, nachdem man das Prinzip verstanden hat, zumindest akzeptabel.   Fazit  

 

Mission erfüllt, könnten die Entwickler von Philips sagen – mit der FullSound-Technologie bzw. dem Soundprozessor schaffen sie es, die Qualität der MP3-Dateien um ein gutes Stück zu verbessern. Klanglich gibt es am SA5295 (und so wohl auch an der gesamten SA52-Reihe) wenig bis gar nichts zu bemängeln. Das bedeutet nicht, dass andere Player ohne eine solche Funktion bei der Audiowiedergabe das Nachsehen haben – doch mit ihr kann das Niveau in jedem Fall angehoben werden. Doch der Philips ist kein reiner Musikspieler, sonst könnte er auch in der Form eines iPod Shuffle auftreten. Davon unterscheidet ihn sein großes Display, welches auch der größte Kritikpunkt ist: Als Video- bzw. Fotoanzeige ist der Philips nur bedingt geeignet – da gibt es potentere Kandidaten. Auch bei der Bedienung gibt es noch etwas Platz nach oben, und die Synchronisation ist problembehaftet. Das ändert nichts daran, dass der Philips SA5295 ein grundsolider, qualitativ und klanglich hochwertiger MP3-Player ist, der nebenbei eine gute Akkulaufzeit aufzuweisen hat (siehe Herstellerangabe, die größtenteils eingehalten wird). Details wie die fehlende Unterstützung für einige Audioformate und der großzügige Lieferumfang gleichen sich weitestgehend aus. Nun jedoch zu dem, was den Ausschlag zu unserer Empfehlung gibt: Der Philips besitzt 16 Gb Speicher und ist daher mit einem Straßenpreis von etwa 100 Euro ein echtes Schnäppchen, wenn man beispielsweise mit dem ZEN X-Fi (140 Euro) oder gar dem iPod Nano (170 Euro) vergleicht. Letzterer ist stanardmäßig nur mit billigen EarBuds ausgestattet, der Philips dagegen bringt bei seinem ohnehin schon niedrigen Preis ein Paar sehr gute InEar-Kopfhörer mit. Insofern ist der Player beinahe unverschämt günstig. So ist vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis dafür verantwortlich, dass wir dem SA5295 eine klare Empfehlung aussprechen.  

    Preisvergleich (Stand 28.02.09)  
Modell Preis Anbieter
Apple iPod Nano 4G 16 Gb
174,90 EUR
mp3-player.de
Sony NWZ-A829
167,60 EUR
mp3-player.de
SanDisk Sansa View 16 Gb
154,95 EUR
Amazon.de
Creative ZEN X-Fi 16 Gb
129,90 EUR
Amazon.de
Samsung YP-Q1JE
99,90 EUR
mp3-player.de
Philips GoGear Opus SA5295
99,00 EUR
hoh.de
    Bildquellen: PCMasters.de-Redaktion ; Philips Electronics
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