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Scythe Ninja SCNJ-1000

Der Scythe Ninja soll alles auf dem Luftkühlung-Markt je da Gewesene in den Schatten stellen. Absolute Lautlosigkeit und exzellente Kühlleistung will Scythe mit ihrem neuen Towerkühler vereint haben. Ob alle versprechen gehalten wurde und wie sich der Kühler in der Praxis verhält, wird euch in diesem Review vorgestellt.

Vorwort:

Immer größer wird der Wunsch nach einem leisen Rechner, dementsprechend groß ist der Markt mit Produkten die diesem Wunsch nachgehen.
Scythe bietet mit dem Ninja die Möglichkeit die CPU passiv und somit absolut lautlos zu kühlen. Ob der Ninja wirklich schafft, was Scythe verspricht, wird sich in diesem Review zeigen.


Lieferumfang:

- Scythe Ninja
- Montageanleitung (Mehrsprachig)
- Wärmeleitpaste
- Metall-Backplate für A64
- Montagebügel für Intel Mainboard’s




Technik und Verarbeitung:

Die Verarbeitung des Kühlers ist top. Es sind keine Produktionsfehler zusehen und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Was positiv überraschte, war sein Gewicht – er erweckt den Anschein an der 1KG Marke zu kratzen, jedoch ist er ein wahres „Leichtgewicht“ und kann somit bedenkenlos in sämtlichen Systemen eingesetzt werden und kann somit mit einer tollen Alltagstauglichkeit punkten.
Der Abstand zwischen den Lamellen ist sehr üppig bemessen, dies lässt auf einen problemlosen Betrieb ohne Lüfter schließen. Inwiefern dies aber in der Praxis klappt, werden uns die Testergebnisse zeigen.
Bodenplatte und Heatpipes sind aus Kupfer, letztere werden bei der Produktion überkreuz „gelegt“, es sind insgesamt 6 und nicht wie es auf den ersten Blick vermuten lässt 12 Stück.
Die Lamellen werden lediglich durch diese Heatpipes verbunden, die Kupferbodenplatte wird zusätzlich durch eigene Aluminium-Lamellen gekühlt.


Der Kühler an sich hat kein fest definiertes „rechts“ oder „links“, er muss also nicht wie andere Towerkühler auf einen Gehäuselüfter ausgerichtet werden, da die Lamellen von jeder Seite gleich zugänglich sind. In Systemen, die lediglich einen zarten Luftstrom haben, wirkt sich dies sehr positiv auf die CPU Temperatur aus. 
 
- Größe: 110x110x150mm
- Gewicht: 665g
- Befestigungsmöglichkeit für bis zu 2 120mm Lüfter
- 6 Heatpipes
- Material: Aluminium (Lamellen)/Kupfer (Bodenplatte)
- Kompatibel zu s754, s939, s478, s775


Montage:
Für die Montage des Ninjas ist es erforderlich, das Mainboard aus zu bauen, da die Backplate ausgetauscht werden muss. Dies birgt in der Regel keinerlei Probleme.

Er wird nicht geschraubt, wie viele andere aktuelle Kühler, sondern an die mitgelieferte Halterung „geklammert“. Dies ist von der Stabilität absolut ausreichend, trotzdem scheint er nicht wirklich „bombenfest“ aufzusitzen, er hängt förmlich nach unten. Mit einem Schraubsystem würde da wohl mehr Festigkeit erlangt werden können. Ein kleiner Test mit Stabilitätshilfen wie Halterungsbändern etc. ergab aber, dass diese Instabilität keine gravierenden Nachteile hat.
Was uns persönlich etwas an der Klammer störte, war die Montage. Es ist doch etwas Schweißtreibender als das Verwenden zweier Schrauben. Vor Allem bei einem Kühleraus- bzw. Einbau innerhalb eines eingebauten Mainboards bereitet dies kleinere Komplikationen und ist vor allem Zeitaufwendig.


Lüfter sind im Lieferumfang nicht enthalten, es können aber bis zu 2 Lüfter befestigt werden.


Die Lüfter werden mittels zweier Klammern am Ninja befestigt, Scythe scheint sich hierbei keine großen Gedanken gemacht zu haben. Diese „Klammern“ bestehen lediglich aus einer gebogenen Metallstange – man kann schon fast sagen einem dickeren Draht.


Die Lüfter können an jeder Seite des Kühlers montiert werden, jedoch müssen  - bei der Montage von 2 Lüftern – beide Lüfter gegenüber liegen, da sich sonst die Klammern in den Weg kommen.

Test:

Getestet wurde auf folgendem System:

AMD Sempron 64 2600+ 1.58v
EPoX 8KDA3+ & Zalman NB-47J m
BeQuiet Blackline 420W
Antec P180 (Yate Loon D12SL 12 im Heck, 5v)

Wir testeten mit der von Scythe mitgelieferten Wärmeleitpaste bei 20°C Raumtemperatur und Standardtakt.



Das war uns nicht genug, wir machten dem Ninja etwas Dampf und takteten den Sempron auf 2560Mhz (8x320MHz) bei 1.6v. Auch da reichte die Passiv-Leistung des Ninja’s mehr als aus, die Temperatur ging um 4°C hoch. Mit Lüfter veränderte sich die Temperatur garnicht bzw. um nicht messbare Werte.

Die Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass der Kühler hält was Scythe verspricht. Er besitzt eine hervorragende Kühlleistung, insbesondere der passive Betrieb funktioniert wunderbar. Bei Verwendung eines Lüfters sinkt die Temperatur lediglich um wenige Grad.
Der AMD Kühler kommt hier keineswegs mit.

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Pro:  </td> <td style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);">Contra:</td> </tr> <tr> <td>- hervorragende Passivleistung </td> <td>- minderwertige Lüfterhalterungen</td> </tr> <tr> <td>- geringes Gewicht </td> <td> </td> </tr> <tr> <td>- Lamellen von jeder Seite optimal mit Luft zu versorgen</td> <td> </td> </tr> </tbody> </table>







Fazit:

Mit dem Ninja hat Scythe eine exzellente Möglichkeit der passiven CPU-Kühlung vorgestellt – selbst das obligatorische, laue Lüftchen reicht bereits aus, um eine CPU gut zu kühlen. Durch sein geringes Gewicht ist er auch bedenkenlos in LAN-Rechnern einsetzbar, sofern der Platz gegeben ist. Für OC-Vorhaben ist ein Lüfter in Erwägung zu ziehen – hier reicht ein Langsamdrehender bei 5v aber absolut.


Zudem bedanken wir uns bei Scythe für die Bereitstellung des Kühlers.



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