Der bereits gut gefüllte Markt an MMORPGs (Massive Multiplayer Online Role-Playing Games) bekommt mit Star War: The Old Republic noch einen viel versprechenden Zuwachs. Schon auf der GamesCom 2011 in Köln gehörte der Stand von Star Wars: The Old Republic zu einem der meist-frequentierten der Messe. Tausende Fans und Neugierige nahmen Stunden an Wartezeit in Kauf, nur um sich ein paar Minuten lang einen ersten Eindruck des Spiels machen zu können. Wie gut BioWare das Leben und Treiben im Universum von Star Wars eingefangen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Systemanforderungen:
Die Anforderungen, die Star Wars: The Old Republic an den Computer stellt, fallen sehr locker aus, so dass es auf aktuellen Durchschnitts-PCs laufen sollte.

Prozessor:
AMD Athlon 64 X2 4000+ / Intel Core 2 Duo 2Ghz oder besser

Betriebssystem:
Windows XP, Vista oder Windows 7

Arbeitsspeicher:
Unter Windows XP: mindestens 1,5GB
Unter Windows Vista oder Windows 7: mindestens 2GB
Bei On-Board Grafikchips werden 2GB empfohlen.

Grafikkarte:
AMD Radeon X1800 oder besser
nVidia Geforce 7800 der besser
Intel 4100 Integrated Graphics oder besser

Mindestens 256MB Grafikspeicher und mindestens Shader 3.0 Unterstützung.

Bei Installation von DVD wird natürlich noch ein DVD-Laufwerk benötigt.

Da es sich um ein MMORPG (Massive Multiplayer Online Role-Playing Game) handelt wird auch eine dauerhafte Internetverbindung vorausgesetzt.

Beim Kauf einer Download-Version ist zu bedenken, dass das Spiel mit über 20GB auf der Festplatte kein Leichtgewicht ist und über langsamere Internetverbindungen ziemlich lange zum Herunterladen brauchen dürfte. Auch die, während unserem Test fast täglichen, Updates können bei niedrigeren Geschwindigkeiten als störend empfunden werden.

Grafik und Sound:

Die Grafik des Spiels erinnert (vor Allem in den Republik Startgebieten) stark an die Gattling-Szene aus dem 3DMark 2006 Benchmark und ist definitiv mehr auf Kompatibilität als auf Detailreichtum getrimmt. So sucht man aufwendige Effekte leider vergebens und die Texturen wirken platt und unnatürlich, die Animationen im Kampf sind eintönig und unspektakulär.

Durch die niedrigen Anforderungen ist das Spiel zwar auf vielen Systemen lauffähig, aber nicht mit aktuellen Spielen vergleichbar. Vor allem in den Nahaufnahmen während Dialogen wird sehr deutlich, dass hier an den falschen Ecken gespart wurde. Im MMO-Bereich ist es zwar anhand der vielen Charaktere nur schwer möglich auf dem Grafik-Niveau von Battlefield 3 zu arbeiten, da es eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen gilt, aber hier wurde dann doch zu sehr an den Anforderungen gespart. Treppeneffekte sind an der Tagesordnung und verschwommene Wandtexturen reizen Gamer-PCs sicher nicht aus.



In unserem Test sind einzelne Fehler aufgefallen, so dass beispielsweise die Figuren in einem Gespräch keine Lippenbewegungen hatten oder ein NPC während der Dialoge stark geschrumpft war. Dies hatte aber keinen Einfluss auf das Spielgeschehen selbst. Auch die Schatten wirken bisweilen sehr verpixelt (trotz maximaler Schattenqualität) und spielen manchmal, vor allem bei Dialogen, vollkommen verrückt und flackern über den Figuren.

Die Sounds im Spiel sind den Filmen nachempfunden, so haben Lichtschwertkämpfe und Blasterfeuer hohen Wiedererkennungswert und auch die Roboter klingen wie C3PO und R2-D2 (das Gepiepe und Gepfeife ála R2-D2 ist natürlich untertitelt, damit auch der Spieler versteht, was gemeint ist). Sämtliche Dialoge sind aufwendig vertont, auch wenn sich manchmal die Lippen der Figuren nicht synchron zum Ton bewegen, was allerdings daran liegt, dass die Dialoge in allen vom Spiel zur Verfügung gestellten Sprachen vertont sind und die Synchronisation nur für eine Sprache gemacht wurde. Dies ist aber ein sehr leicht verkraftbarer Mangel.


Spielbeginn und Charaktererstellung:

Zu aller erst muss der Spieler wählen, auf welcher Art von Server er spielen möchte. Dies kann das Spielerlebnis stark beeinflussen.

RP (Role-Play)-Server sind für echtes Rollenspiel gedacht. Hier wird fast ausschließlich „In-Charakter“ gesprochen. Das bedeutet, im Chat muss so geschrieben werden, wie sich der Charakter innerhalb der Spielwelt ausdrücken würde. Sonst beliebte Abkürzungen wie "lol", "rofl" und so weiter sind hier unerwünscht. Lediglich im Gruppenchat geht es etwas ungezwungener von statten.

PvP(Player versus Player)-Server sind für Fraktionskämpfe offen. Was bedeutet dass in umstrittenen Gebieten jeder Spieler der anderen Fraktion angegriffen werden oder angreifen kann. Dies macht für manche Spieler einen besonderen Reiz aus, da fast jederzeit die Gefahr besteht während einer Mission (die nicht in einem Story-Bereich stattfindet) von einem rivalisierenden Spieler attackiert zu werden.

PvE(Player versus Environment)-Server sind zum Spielen gegen die Kreaturen der Spielwelt gedacht. Hier können Spieler nur mit gegenseitigem Einverständnis gegeneinander antreten.

Nun folgt die Charaktererstellung. Hier muss der Spieler schon wichtige Entscheidungen für den späteren Verlauf seines Spielerlebnisses treffen. Welcher Fraktion er angehören will, welche Aufgabe er später in der Gruppe übernehmen will, wie seine Spielfigur aussehen soll und welcher Rasse sie angehören soll. Nun macht in diesem Spiel die Auswahl der Rasse keinen nennenswerten unterschied für die Kämpfe aus, dennoch wirkt sie sich stark auf das Aussehen der Spielfigur aus und sollte daher mit Bedacht gewählt werden. Schließlich lässt sich die Rasse nicht einfach wechseln.

Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen, was die Kombination aus Rassen und Klassen betrifft. So kann ein Cyborg kein Jedi oder Sith werden, genauso wie es keine Twi'lek Soldaten gibt. Die Rasse der Chiss steht zudem nur dem Imperium zur Verfügung während die Mirialaner nur mit der Republik verbündet sind.

Ist die favorisierte Rasse und Klasse gefunden, geht es an die Details. Das Gesicht, die Haut- und Haarfarbe sowie die Statur können angepasst werden. Dabei stehen je nach Rasse unterschiedliche Merkmale zur Verfügung. Beispielsweise stehen für die Twi'lek unterschiedliche Kopfschwänze zur Auswahl, bei den Menschen wiederum unterschiedliche Frisuren und bei den Zabrak verschiedene Hörner.

Nun fehlt nur noch ein passender Name für den Charakter. Dies kann fast alles sein, was nicht gerade rassistisch oder beleidigend ist. Lediglich bei RP Servern ist zusätzlich zu beachten, dass der Name des Charakters auch zur Rolle passen sollte.

Fraktionen und Klassen:

Wie schon zu vermuten ist, teilt sich die Bevölkerung von Star Wars: The Old Republic in die Fraktionen der Republik und des Imperiums auf. Diese werden auch als helle und dunkle Seite der Macht angesehen. Während die Republik für die helle (gute) Seite kämpft, richten sich die Anhänger des Imperiums eher nach der dunklen (bösen) Seite aus. Auf beiden Seiten gibt es im Spiel zu Beginn vier Charakterklassen zur Auswahl, welche anfangs ähnliche Fähigkeiten wie ein Gegenstück der anderen Fraktion besitzt. So hat der "Schock" des Sith-Inquisitors den gleichen Schaden und Betäubungseffekt wie das "Schleudern" des Jedi-Botschafters. Ab der ersten Erweiterung der Klasse, unterscheiden sich die Fähigkeiten allerdings stärker, denn jede Anfangsklasse kann in eine von Zwei Spezialisierungen Ausgebildet werden.


Die Klassen der Republik:

Jedi-Ritter: Nahkämpfer, der während des Kampfes Fokus aufbaut um ihn für Fähigkeiten zu verbrauchen. Kämpft mit Lichtschwertern und kann sowohl offensiv als auch defensiv erweitert werden.

  • Hüter: Nahkämpfer, der mit schwerer Rüstung unter Nutzung der Macht als Verteidiger vorne im Gefecht steht und den Schaden für seine Gruppe einsteckt. Benutzt einhändige Lichtschwerter für den Kampf.
  • Wächter: Nahkämpfer, welcher mit zwei einhändigen Lichtschwertern in leichter Rüstung über das Schlachtfeld springt und viel Schaden austeilen kann. Kann nicht soviel Schaden einstecken wie der Hüter, teilt dafür aber umso mehr aus.



Jedi-Botschafter: Fernkämpfer, der mit Hilfe der Macht Steine und Gegenstände auf seine Gegner schleudert und seine Verbündeten stärkt. Kann im Nahkampf auf ein Doppellichtschwert zurückgreifen und muss mit seiner Macht-Energie haushalten wie in anderen Rollenspielen die Magier mit ihrem Mana.

  • Gelehrter: Heiler, welcher die Macht nutzt um Verbündete zu heilen und mit starken Verteidigungsfähigkeiten zu unterstützen
  • Schatten: Nahkämpfer, der Sich tarnen kann und aus dem Verborgenen zuschlägt. Teilt schnell sehr viel schaden aus, ist aber selbst leicht zu töten.

Soldat: Mit modernster Ausrüstung ausgestattet ist der Soldat ein Allround-Talent, auch wenn er die Macht nicht nutzen kann, gleicht er dies durch eine Vielzahl an Gadgets und Waffen wieder aus. Kann auf Nah- wie auch auf Fernkampf ausgelegt werden.

  • Frontkämpfer: Wie der Name schon sagt, stehen sie für die Republik in der ersten Reihe und gehören zu den besten Verteidigern der Republik. Mit schweren Hightech Rüstungen ausgestattet haut sie so schnell nichts um.
  • Kommando: Mit riesigen Blasterkanonen und ausgeklügelten Angriffstaktiken überwältigen die Kommandos den Feind durch geballte Feuerkraft, müssen aber auf Entfernung bleiben, da sie nicht viel Aushalten.



Schmuggler: Fernkämpfer, welcher aus der Deckung heraus angreift. Benutzt Blasterpistolen und Sprengladungen um seine Gegner zu betäuben und einen nach dem Anderen auszuschalten. Baut während den Schusswechseln Energie auf um seine Gadgets verwenden zu können.

  • Revolverheld: Der Revolverheld heizt seinen Feinden mit zwei Blasterpistolen ein und springt in Deckung wenn es brenzlig wird. Er hat ein großes Arsenal an Tricks, um seine Gegner zu beeinträchtigen und sich einen Vorteil im Kampf zu verschaffen.
  • Schurke: Mit Tarngürtel, Streukanone, Medipack und einer Blasterpistole ausgestattet ist der Schurke ein wahrer Überlebenskünstler, der allerdings keineswegs mit fairen Mitteln spielt.


Die Klassen des Imperiums:

Sith-Krieger: Ähnlich dem Jedi-Ritter ist auch der Sith-Krieger ein Nahkämpfer der ein Laserschwert verwendet. Ihn unterscheidet jedoch, dass er nicht Fokus, sondern Wut, die er im Kampf aufbaut, als Energie für seine Fähigkeiten verwendet.

  • Juggernaut: Nahkampf Verteidiger, der die gleiche Rolle einnimmt wie der Jedi-Hüter trägt der Juggernaut schwere Rüstungen und kämpft mit einem Lichtschwert. Er schwächt allerdings den Feind zusätzlich.
  • Marodeur: Das Sith Gegenstück zum Jedi-Wächter kämpft mit zwei Einhandwaffen, wobei diese nicht auf Lichtschwerter beschränkt sind. Verursacht hohen Schaden, hält aber nicht viel aus.

Sith-Inquisitor: Fernkämpfer der dunklen Seite der Macht. Seine elektrischen Angriffe lähmen seine Gegner und richten Schaden an. Muss mit seiner Macht-Energie haushalten können, um effizient zu sein.

  • Hexer: Fernkampf-Unterstützer, der Gegner schwächt, die Verbündeten stärkt und heilt. Muss allerdings wegen seiner schwachen Rüstung beschützt werden.
  • Attentäter: Nahkämpfer, der wie der Name schon vermuten lässt, schnell und präzise Angriffe durchführen kann. Benutzt ein Doppellichtschwert, kann aber trotzdem wirkungsvolle Schadenzauber nutzen.



Imperialer Agent: Fernkämpfer der Blastergewehre im Kampf verwendet. Nutzt modernste Gadgets und Technologie um seine Gegner in Schach zu halten.

  • Saboteur: Allround-Talent, welches sich an jede Situation anpassen kann. Ob ein Hinterhalt den Sieg bringt, oder ein verbündeter verarztet werden muss, der Saboteur hat immer die passenden Ausrüstungen und Fähigkeiten parat.
  • Scharfschütze: Fernkämpfer mit Adleraugen, welcher geschickt seine Tarnung einsetzt um seine Gegner aus sicherer Distanz zu erledigen.



Kopfgeld-Jäger: Ein Fernkämpfer, der auf seine geballte Feuerkraft vertraut. Wörtlich gemeint, denn er nutzt Flammen- und Granatwerfer. Er muss allerdings dabei aufpassen, dass seine Waffen nicht überhitzen, da er in dem Fall bis zur Abkühlung keine Spezial-Fähigkeiten einsetzen kann.

  • Powertech: Allround-Talent mit Schwerer Rüstung, der auch ein paar Schläge einstecken kann. Er nutzt modernste Prototyp-Technologie um sich Vorteile in Auseinandersetzungen zu verschaffen. Sein Flammenwerfer verhilft ihm zu Flächenschaden.
  • Söldner: Fernkämpfer mit sehr hohem Schadensoutput. Nutzt modifizierte Blasterpistolen und ziel-suchende Raketen. Seine schwache Verteidigung gleicht er einfach mit noch mehr Schaden aus.


Startgebiete und Storybereiche:

Jeweils zwei Klassen teilen sich immer ein Startgebiet. Die Jedi-Ritter und Jedi-Botschafter starten auf Tython, die Schurken und Soldaten auf Ord-Mantell. Die Sith-Krieger und Sith-Inquisitoren starten auf Korriban und sowohl die Kopfgeldjäger als auch die Imperialen Agenten starten auf Hutta. Dort wird in relativ sicherer Umgebung (auch auf PVP-Servern sind die Spieler hier vor Angriffen sicher) bis Stufe 10 gespielt, damit sich jeder mit der Steuerung und den Spielmechanismen vertraut machen kann.

Bereits die ersten Missionen führen den Spieler in die Storybereiche seiner Klasse. Diese speziellen Bereiche sind durch Grüne Schilde markiert und werden zusätzlich durch eine Einblendung beim Betreten angekündigt. Diese Bereiche werden speziell für die Story der Klasse, die der Spieler gewählt hat, generiert und können auch nur von dem Spieler alleine betreten werden. Wenn mehrere Spieler der gleichen Klasse in einer Gruppe diesen Bereich betreten, werden sie sich zwar gegenseitig auf der Karte angezeigt, befinden sich aber jeder in einer eigenen Instanz des Bereichs, damit die Geschichte nicht von den Mitspielern beeinflusst wird. Klassenfremde oder schon abgeschlossene Story-Bereiche werden mit einem roten Energieschild versehen und können nicht (mehr) betreten werden.


Die Macht:

Wie schon erwähnt, und eigentlich auch bekannt trennt sich die Macht in der Welt von Star Wars in helle und dunkle Seite. Was aber nicht zwingen bedeutet, dass jemand, der sich einer Seite verschrieben hat, ausschließlich nach deren Grundsätzen handeln muss.

Am Anfang des Spiels ist die Ausrichtung jedes Charakters Neutral und durch die Entscheidungen in Dialogen und durch verschiedene Missionen kann diese Ausrichtung zur hellen oder zur dunklen Seite gelenkt werden (oder wenn man möchte auch einigermaßen ausgeglichen bleiben). Eine merkliche Ausrichtung findet erst ab 1000 Punkten für eine der beiden Seiten statt. Unterschiedlich schwerwiegende moralische Entscheidungen geben auch unterschiedlich viele Punkte für eine Seite. Einen Verräter, der sich nach einem Kampf ergibt zu ermorden gibt beispielsweise anfangs 50 Punkte zur dunklen Seite, ihn zu verschonen, aber auszuliefern gibt 50 Punkte zur hellen Seite. Manchmal gibt es in solchen Szenarien auch neutrale Entscheidungen, etwa den Verräter zu verschonen, ihn aber aus der Stadt zu jagen. Einen Dieb in einem Verhör zu bedrohen gibt wiederum weniger Punkte für die dunkle Seite. Die Mehrheit der Entscheidungen in Dialogen bringt allerdings keinerlei Punkte, sondern nur unterschiedliche Ausgänge des Gesprächs.

In größeren Städten bzw. Raumstationen gibt es spezielle Händler, bei denen Anhänger einer Seite besondere Ausrüstung und Gegenstände erwerben können. Hierbei ist von der Stärke der Ausrichtung abhängig, welche Gegenstände ein Spieler verwenden kann. Die ersten dieser Gegenstände sind ab einer Ausrichtung von einer Stufe verfügbar, was bedeutet dass mindestens 1000 Punkte in eine Seite geflossen sein müssen (Hell I oder Dunkel I). Trifft der Spieler wechselnde Entscheidungen, benötigt er für die Ausrichtung zu einer Seite entsprechend mehr Punkte. 150 Punkte in die dunkle Seite der Macht verlangen beispielsweise mindestens 1150 Punkte in die helle Seite, um eine Ausrichtung von einer Stufe zu erreichen.


Steuerung:

Der Charakter wird mit den Tasten W, A, S und D bewegt. Ziele werden mit einem Linksklick ausgewählt. Verbündete NPCs können mit einem weiteren Linksklick angesprochen werden.

Im unteren Bereich des Bildschirms ist die Schnellzugriffsleiste platziert, dort sind Slots für Fähigkeiten und Gegenstände für die Tasten von 1 bis ´ vorhanden und dort abgelegte Fähigkeiten und Gegenstände können mit der zugewiesenen Taste, oder per Klick auf das entsprechende Symbol benutzt werden. Es ist möglich die Partner-Fähigkeiten in einer zweiten Leiste darunter anzeigen zu lassen und diese dann durch halten der Strg-Taste und Drücken der Tasten 1 bis ´ zu verwenden (drauf-klicken funktioniert hier natürlich auch).

Besiegte Gegner, die plünderbare Gegenstände bei sich haben, werden durch eine farbige Lichtsäule markiert, wobei deren Farbe anzeigt, welche Art von Gegenstand die Leiche besitzt. Hellblau bedeutet, dass es normale Gegenstände und/oder Credits zu plündern gibt. Grünes Licht gibt an, dass ein Ausrüstungsgegenstand mit verbesserten Statuswerten geplündert werden kann und gelb steht für Gegenstände, die für eine Mission gebraucht werden. In den Optionen kann eingestellt werden, dass mehrere Leichen in der Umgebung gleichzeitig geplündert werden, was eine kleine Zeitersparnis vor allem bei größeren Gegnergruppen bringt.

In Dialogen werden dem Spieler immer zwei bis drei Antwortmöglichkeiten angeboten, die mit der Maus oder den Pfeiltasten + Enter ausgewählt werden können, dabei stehen die Antworten die Punkte für die Seite der Fraktion geben oben und Antworten die eher zur Gegenseite ausgerichtet sind unten.

Die Crew:
Von Zeit zu Zeit bekommt der Spieler unterschiedliche Partner, die ihn auch ohne menschliche Mitspieler begleiten und unterstützen. Der Erste dauerhafte NPC Partner der Jedi-Ritter ist ein kleiner Roboter namens T7-01, den der Spieler vorher aus einer Höhle von Fleischräubern gerettet hat. Für die Fähigkeiten der Partner hat der Spieler eine zweite Schnellzugriffsleiste, über die der Partner gesteuert werden kann. So verfügt T7-01 über Angriffe mit Elektroschocks oder beeinträchtigende Raketen, die den Gegner lähmen. Aber auch Verstärkungszauber für den Spieler selbst hat der kleine Droide auf Lager. Nach ein paar Stufenaufstiegen (der Roboter und der Spieler steigen gleichmäßig im Level) bekommt er die Fähigkeit "Ziel erfassen", welche den Schaden vom Spieler um 5% erhöht und die erzeugte Bedrohung um 25% verringert, so dass Einzelgegner eher T7-01 angreifen anstatt den Spieler.

Der Spieler kann mehrere Partner in seiner Crew haben, welche unterschiedliche Spezialisierungen für Crew-Fertigkeiten haben. T7-01 beispielsweise kann Hacken lernen, ist aber für Diplomatie eher ungeeignet. Es kann immer nur ein Partner mit zu Missionen genommen werden, der Rest der Crew bleibt auf der Raumstation zurück.

Sollte das Inventar des Spielers einmal überfüllt sein, dann dieser seinen Partner los schicken um unnötige Gegenstände zu verkaufen (graue Gegenstände, welche nur zum Verkauf bei Händlern existieren). Dazu teleportiert sich der Partner weg und kommt nach genau einer Minute mit den erworbenen Credits zurück.

Crew-Fertigkeiten:
Sobald der Spieler die erste Raumstation nach dem jeweiligen Startgebiet erreicht hat, steht es ihm offen, bis zu drei Crew.-Fertigkeiten zu erlernen. Dies sind bestimmte Handels-, Handwerks- oder Sammelfähigkeiten, welche von den NPC Partnern des Spielers ausgeführt werden können, um einen kleinen Extra-Verdienst einzubringen. In Kampfgebieten können, je nach gewählter Fertigkeit, verschiedene zusätzliche Gegenstände eingesammelt werden, die entweder direkt in Credits umgewandelt werden können, oder aber von Händlern freudig entgegengenommen werden.

Hat der Spieler mehr als ein zusätzliches Crewmitglied, müssen diese während der Spieler unterwegs ist auf der Raumstation nicht untätig bleiben. Ihnen können Handwerksarbeiten oder Missionen zum Handeln oder Diplomatie zugewiesen werden, welche sie ausführen, während der Spieler seine eigenen Aufgaben erfüllt, oder sogar offline ist. Belohnungen werden dann beim nächsten Login an den Spieler übergeben.

Außerhalb von Kämpfen, beispielsweise während der Spieler in einer Stadt seine erledigten Missionen abgibt, Einkäufe erledigt, oder einfach chattet, ist es möglich auch den mitgenommenen NPC Partner auf Missionen zu schicken, welche mit den Crew-Fertigkeiten zusammenhängen. In solchen fällen teleportiert sich der Partner ähnlich wie bei einem Verkaufsauftrag weg und ein Countdown unten links gibt an, wann er wiederkommt, was je nach Schwierigkeit der Mission variiert. Schwerere Missionen bringen natürlich mehr Credits ein, als Leichte, reich wird man darüber aber trotzdem nicht.

Die drei Fähigkeitstypen der Crew-Fertigkeiten beinhalten jeweils unterschiedliche Spezialisierungen.

Sammelfähigkeit:

  • Archäologie, erlaubt es Lichtschwertkristalle und andere geprägte Gegenstände zu finden.
  • Bioanalyse, ermöglicht das Sammeln von genetischem Material aus Pflanzen und Kreaturen.
  • Plündern, die Fähigkeit aus beschädigten Geräten, noch verwendbare Teile zu plündern.
  • Hacken, hilft bei der Informationsbeschaffung und erlaubt es, Tresorkisten zu knacken.



Handwerksfähigkeiten:

  • Rüstungsbau - Die Fähigkeit mit Metallen und Schilden verschiedene Rüstungen herzustellen.
  • Waffenbau - Konstruiert Schusswaffen und Upgrades dafür.
  • Kunstfertigkeit - Diese Fähigkeit erlaubt es, Jedi und Sith Artefakte herzustellen.
  • Biochemie - Die Kunst, stimulierende Chemikalien zur kurzzeitigen Verbesserung der Statuswerte zu mischen und biologische Implantate herzustellen.
  • Cybertech - Technisches Geschick zum Bauen von nützlichen Gegenständen, Droidenteilen und besonderen Rüstungen.
  • Synth-Fertigung – Die Herstellung leichter Ausrüstung und Rüstungen mit übernatürlichen Eigenschaften.


Missionsfähigkeiten:

  • Diplomatie – Das sprachliche Geschick, Abkommen aushandeln und zu schließen.
  • Ermittlung – Beweise untersuchen und Geheimnisse erforschen um Informationen zu beschaffen.
  • Schatzsuche – Bergen von wertvollen Gegenständen.
  • Umwelthandel – Handel mit illegalen Waren und Dienstleistungen.


Gruppen und Flashpoints:

In einer Gruppe können viele Missionen schneller erledigt werden, da jeder getötete Gegner für alle Gruppenmitglieder gezählt wird. Gegen Gegner des Stärkegrad „Champion“ haben Einzelspieler kaum eine Chance. Diese benötigen schon eine gewisse Zusammenarbeit von mehreren Leuten. Dafür bringen sie aber auch entsprechend gute Beute ein.

Mit steigender Stufe erhält der Spieler des öfteren Missionen mit dem Präfix [Gruppe 2+], welche alleine nicht zu erledigen sind. In den Gebieten dieser Missionen stehen Gegnergruppen bereit, die taktischen Vorgehen mehrerer Spieler verlangen.

Für größere Gruppen gibt es die sogenannten Flashpoints. Spezielle Gebiete, welche für die Gruppen instanziert werden (also erst bei Betreten des Bereichs separat für die Gruppe auf dem Server erstellt und mit Gegnern befüllt wird). Hier finden auch Gruppen mit vielen Spielern passende Herausforderungen in Form von mächtigen Monstern oder Feinden, welche durch mehr Fähigkeiten und Lebenspunkten eine gute Kommunikation und Strategie der Gruppe erfordern. Diese Gebiete besitzen meistens eine eigene Geschichte, die durchspielt werden kann und von den Entscheidungen der Gruppe mitgestaltet wird.



Fazit:

Star Wars: The Old Republic ist sowohl für Fans, als auch für Neulinge in dem Genre reizvoll, Der Einstieg ins Spiel ist einfach gestaltet und bietet ruhige Start-Gebiete, welche den Anfänger nicht überfordern, aber auch dem eingesessenen MMO-Spieler nicht langweilen. Die Spielmechanik ist einfach gehalten, kann aber dennoch anspruchsvolle Szenarien hervorbringen. Fans des Franchise werden viele nostalgische Momente erleben, da die Spielwelt extrem viele Facetten der Filme aufgreift und gekonnt mit einer interessanten Story-Line verbindet.

Die komplett vertonten Dialoge geben den Missionen eine weitere interessante Komponente, da der Spieler deren Ausgang durch Auswahl der Antworten seines Charakters aktiv mitbestimmen kann, was einen starken Kontrast zu den meisten Vertretern des MMO-Genres bewirkt.

Die schwache Grafik lässt sich aber leider nicht ignorieren. Auch wenn es unrealistisch ist, hunderte Charaktere gleichzeitig auf CryEngine 3 Niveau darzustellen, sollte heutzutage zumindest eine halbwegs gescheite Kantenglättung machbar sein. Die Grafik ist selbst auf höchsten Einstellungen keineswegs als schön zu bezeichnen und wird wahrscheinlich ein paar potenziellen Spieler von einem Kauf abhalten.

Mit einem Kauf erhält man viele Stunden Spielspaß im beliebten Star Wars Universum, den man auch mit Freunden gemeinsam erleben kann. Wer allerdings Wert auf schöne Effekte und anspruchsvolle Grafik legt, wird mit Star Wars The Old Republic eine Enttäuschung erleben.

Die interessanten Geschichten innerhalb des Spiels können leider nicht komplett über die schlechte Grafik hinwegtrösten, weshalb Star Wars: The Old Republic von uns nur folgende Bewertung erhält: