Intel Sandy Bridge-E - Die neue Speerspitze

Man könnte fast meinen, dass es aktuell auf dem Prozessormarkt ziemlich einseitig zugeht. Intel hatte mit den ersten Sandy Bridge CPUs die Messlatte bereits zu Beginn des Jahres mächtig hochgeschraubt. Viel schlimmer war jedoch der Flop der vor Kurzem veröffentlichten Zambezi CPUs von AMD. Diese sollten mit ihrem völlig neuen Design alles besser machen als das etwas gescheiterte K10-Design, allerdings unterlagen sie letztendlich teilweise ihren Vorgängern und auch die Leistungsaufnahme lag jenseits von Gut und Böse. Aber darum soll es heute gar nicht gehen, wir wenden uns nämlich dem neuesten Spross von Intel zu - den Sandy Bridge-E Prozessoren.
Ohne Frage liefern die normalen Modelle bereits eine sehr hohe Leistung, doch bisher fehlte noch das i-Tüpfelchen. So etwas wie damals bereits der Sockel LGA1366 mit seinen Bloomfield und Gulftown Vertretern. Und genau das bekommen wir heute auch geliefert. Einen mächtigen neuen Sockel, den LGA2011, einen neuen Chipsatz und natürlich auch eine Hand voll neuer Prozessoren, die auf dem Desktopmarkt die absolute Speerspitze darstellen sollen.

Wie man am Namen schon erkennen kann bleibt das grundsätzliche Design gleich und so ändert sich am aktuellen "Tock" nicht viel. Sandy Bridge-E basiert ebenso wie die kleinen Geschwister auf einem Design, das im 32 Nanometer Prozess gefertigt wird. Zu Beginn wird es verschiedene Modelle mit vier oder sechs Kernen und einem vergleichsweise riesigen L3 Cache geben – dazu wird es auch die übliche Einteilung in normale, "Unlocked" und "Extreme" Versionen geben, die durch kleine Anhängsel an den Namen signalisiert werden.
Mit Sicherheit werden sich nicht alle über den neuen Sockel freuen, da ein einfaches Aufrüsten über die Jahre nicht möglich ist und durch den Mainboard Wechsel auch deutlich teurer wird. Immerhin bringt man ein paar Neuerungen mit, denn erstmals wird es hier Mainboards geben, die ganze vier Speicherkanäle gleichzeitig ansprechen können. Auf Englisch nennt sich das Ganze dann "Quad-Channel Support". Für die absolute High End Plattform gibt es dann auch noch 40 PCIe Lanes für einen großen Grafikkartenverbund, nur an USB 3.0 Anschlüssen mangelt es etwas, dazu aber später mehr.
Nun aber genug um den heißen Brei geredet. Im heutigen Test darf sich das Top Modell der neuen Reihe gegen die etablierte Konkurrenz in Form eines Core i7-2600K behaupten. Aufgrund des Zeitmangels waren umfangreichere Tests nicht möglich, werden aber so bald wie möglich nachgeholt.










Kommentare (9)
Reggea Gandalf
Datum: 14.11.2011
Preis und Stromverbrauch aber leider auch. Eben etwas für Enthusiasten.
bolef2k
Datum: 14.11.2011
Reggea Gandalf
Datum: 14.11.2011
ClisClis
Datum: 14.11.2011
Reggea Gandalf
Datum: 14.11.2011
Hier zum Beispiel eine Nummer kleiner mit 6 x 3.2 GHz: http://geizhals.at/deutschland/691075
Dürfte sich in absehbarer Zeit bei 400-450€ einpendeln.
Ich hatte anfangs auch von einem Achtkerner mit SMT für Sandy Bridge-E gelesen.
Mr.Silt
Datum: 14.11.2011
(natürlich nicht mit der 1000€ version sondern mi dem kleinen)
Horst58
Datum: 14.11.2011
Aber die brachiale Rechenpower, die das Ding, eine entsprechende Software vorausgesetzt, entwickeln kann, ist schon stark beeindruckend.
So manchem Early-Adopter wird da wohl der Geifer vom Kinn tropfen.
bolef2k
Datum: 14.11.2011
PS: Dickes Dankeschön an Phil, der sein Review in kürzester Zeit on gebracht hat - 1,5 Tage waren es gerademal, wenn ich mich nicht irre...
incredible-olf
Datum: 14.11.2011
Für die allermeisten PCs die sich in Büros befinden dürfte das aber nicht gelten, Office, Internet und Grafikbearbeitung würden die neue Plattform wohl deutlich unterfordern.
Technisch interessant ist das was Intel da wieder abgeliefert hat natürlich schon...ohne eine gewisse Technikaffinität würden wir uns ja kaum in einem Hardwareforum rumtreiben
Hevorragendes Review, dickes Lob an den Kollegen.
Hier kann man sich die ganze Intel Sandy Bridge-E - Die neue Speerspitze Diskussion anschauen