Von: S.Baeumer

 |  29.11.10 21:27

Gainward GTX 460 GS – Fermi in Perfektion?

Der Start der ersten DirectX 11 Karten aus dem Hause Nvidia war wahrlich eine schwere Geburt. Viel zu lange hatte man sich auf dem Erfolg des G80 Chip, der die 8800GTX formte, und seinen vielen Refreshs und umgelabelten Produkten ausgeruht. Auch die Geforce 200 Serie war von riesigen, teildeaktivierten Chips bestimmt, welche eine energetische und wirtschaftliche Katastrophe für Nvidia darstellten – zuletzt legte man bei jeden verkauften Grafikchip drauf, um überhaupt noch Einheiten in großen Mengen abzusetzen.


 

Schuld daran war AMDs Sweetspot Politik, die keine Grafikmonster, sondern clevere Preis-/Leistungsprodukte hervorbrachte, die bei den Kunden Anklang fanden. Was mit der HD 3000 Serie begonnen wurde, setzte sich in der HD 4000 Serie fort und ist bis heute bei den AMD Karten Trumpf. Doch statt sich auf die Werte von 17 Jahren Chipdesign zu besinnen, schmiedeten die Ingenieure in den Labors von Nvidia wieder ein Monster aus Silizium, welches den Namen GF100 tragen würde. Unter dem Namen „Fermi“ Anfang diesen Jahres vorgestellt, war der Chip zunächst nur für Supercomputer und den Businesseinsatz als Rechencluster geplant. Als dann endlich erste zivile Karten unter dem Namen GTX 480 erhältlich wurden, machte sich Unmut breit. Der GF100 Chip war zwar die schnellste Einzel GPU der Welt, forderte als Tribut aber eine gewaltige Leitungsaufgabe und machte sich mit seinem Stromverbrauch und der daraus resultierenden Geräuschentwicklung schnell einen neuen Spitzenamen – „Thermi“. Das größte Problem für Nvidia bestand jedoch wieder einmal darin, dass man weder ausreichende Mengen des GF100 produzieren konnte, noch die Preiswünsche der Kunden traf. So karrte man den GF100 wieder zurück in die Werkstatt, um als GF104 zurückzukehren, und die Scherben aufzukehren, die sein wahrlich großer Bruder hinterlassen hatte.  Um weite Teile seiner Funktionseinheiten beschnitten, dafür minimal im Takt gesteigert,  sollte Nvidia seit langem wieder ein Produkt in das eigene Portfolio aufnehmen, was sich sowohl gut verkaufen als auch bauen ließ. Die GTX 460 war geboren.

 

Doch was wäre ein Produkt, wenn man es nicht in mindestens zwei verschiedenen Ausführungen anbietet, um die Kunden im Preiskampf an der Nase herum zuführen? Leider entschied sich Nvidia dafür, sowohl eine Variante mit 1 GB Speicher, als auch mit 768 MB anzubieten, deren Unterschied nicht nur durch die Größe des Speichers bestimmt wurde, sondern auch in der Anzahl der Funktionseinheiten. Diese wurden bei der kleineren Version zum Teil deutlich reduziert, was sich natürlich auf die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte auswirkt. Leider sind Funktionseinheiten oder Speicherinterfacegrößen  nur Wenigen ein Begriff, allenfalls die Größe des Speichers ist hier noch eine greifbare Größe. Um in unserem Review jedoch die volle Leistung des GF104 Chips unter Beweis zu stellen, kam der Vollausbau mit 1024 MB schnellem GDDR5 Speicher zum Einsatz, um die wahren Stärken und Schwächen der Fermi Architektur offen zu legen.

 

Kommentare (9)

Poseidon
Datum: 2.12.2010
hört sich sehr interessant an.
wenn man bedenkt das sie in einigen spielen an die 5870er herran kommt!
der preis mit 170ig auch eher günstig für die leistung.
tm14984
Datum: 2.12.2010
mich würde interessieren in welchem 460er bereich die sich bewegt...eher mittelklasse oder obse doch mit ner gigabyte 460 oc mithalten kann....weiss das zufällig wer?!
Poseidon
Datum: 3.12.2010
Wenn man sich die tests ansieht, sieht es aus als wäre die stärker als die gigabyte oc 460er karte.
die 460GS ist ja teils auf gleicher ebene wie die ati5870er.
kann mir nicht vorstellen das die gigabyte 460oc zur 5870er ran kommt.

viele meinen die 5870er ist mit der GTX470er zu vergleichen.
Dtex
Datum: 3.12.2010
mich wundert es dass dieser artikel erst jetzt erschienen ist, wobei die graka ja schon recht lange zu kaufen ist.

vor ca 1 monat oda so habe mir genau diese gekauft und bin seeeehr zufrieden mit ihr. crysis lässt sich sehr gut zocken, AA muss man halt bisschen schauen meistens so 2-4fach und crysis warhead z.b. ging auch 16fach mit ca 35-60 fps.

ansonsten hab ich biser nur noch arcania gezockt die auch recht gute grafik bietet und hatte dort auch immer +ber 30-40fps.

das sie an eine 5870ger rankommt hatte ich vor meinem kauf auch schon gelesen. auch sogar das sie besser sei als die 465ger, ka wieso und warum. Mir ging es halt darum, aktuelle spiele bzw spiele mit hohen anforderungen wie z.b. crysis flüssig zocken zu können, und das kann man. Und das bei einem spitzenpreis wie ich finde. ich glaube sogar die gtx460 von GW ist auch schon OC von haus aus, d.h. man sparrt sich das ohne das die garantie erlischt.

Mfg
Poseidon
Datum: 3.12.2010
wo bekommt man die 460GS???
habe im geizhals nur die 460 mit 768mb mit 1GB und die kleine SE gesehen.
hat wer einen link? danke..
Dtex
Datum: 3.12.2010
ich habe sie bei nem händler in der nähe gekauft, die haben alle modelle
http://www.hiq24.de/advanced_search_...mp;x=0&y=0

mfg
Poseidon
Datum: 4.12.2010
ja das sind die normalen, aber keine GS
Dtex
Datum: 4.12.2010
GS = Golden Sample
http://www.hiq24.de/products/Grafikk...-DVI-DDR5.html

mfg
Poseidon
Datum: 6.12.2010
stimmt, dachte GS wäre eine neue serie zur normalen und zur SE Version.
was ist so aussernatürlich bei der Golden Sample?

andere takten viel höher und werden sicher dadurch schneller als die Golden Sample sein!
oder