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NSA-Überwachung: Facebook, Google, Yahoo und Microsoft legen Zahlen der Regierungsanfragen offen

Die NSA-Affäre, die durch den Whistleblower Edward Snowden aufgedeckt und in die Öffentlichkeit transportiert wurde, betrifft zahlreiche Anwender. Um mehr Transparenz in die Sache zu bringen, und um ihre Nutzer etwas beruhigen zu können, haben die betroffenen IT-Unternehmen, darunter Facebook, Google, Yahoo und Microsoft, nun die Anzahl der Regierungsanfragen veröffentlichen dürfen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde letzte Woche mit dem Justizministerium getroffen.

Microsoft_sign_closeup - Derrick Coetzee

Welche Daten hat der US-Auslandsgeheimdienst NSA (National Security Agency) abgefragt und wie viele Online-Konten bzw. -Accounts wurden durchforstet? Vier große IT-Unternehmen haben nun Zahlen offengelegt, die verraten, wie viele Regierungsanfragen es bis Juni 2013 gegeben hat.

Die NSA-Überwachung wird schon seit mehreren Monaten thematisiert, doch erst jetzt veröffentlichen bekannte Konzerne die Anzahl der Regierungsanfragen. Bereits letzte Woche haben Apple und LinkedIn die Anfragen der US-Regierung offengelegt, nun sind also die restlichen Big Player dran; dazu zählen Facebook, Google, Yahoo und Microsoft. Eine Information vorab, so detailliert sind die Angaben nicht, denn sie werden in 1.000er-Schritten gezählt. Zudem werden die Berichte der großen Konzerne in zwei Kategorien aufgeteilt: einmal in "National Security Letters" ("NSL“), also einer Anordnung in nationalen Angelegenheiten, sowie in Anfragen gemäß "Foreign Intelligence Surveillance Act" ("FISA"), bei denen es vor allem und Auslandsaufklärung geht. Insbesondere die letztgenannten Zahlen dürften hierzulande also für besondere Aufmerksamkeit sorgen, denn hiervon sind auch deutsche Nutzer betroffen.

Schenkt man den veröffentlichten Daten glauben, haben alle Konzerne zwischen Januar und Juni 2013 nur maximal 999 "NSL"-Anfragen erhalten. Interessanter, weil aussagekräftiger, sind die "FISA"-Anfragen. Zwar wurden hier ebenfalls nicht mehr als 999 Gesuche gestellt, dafür werden aber die einzelnen Datensätze auseinanderdividiert. So hat Yahoo bis zu 30.999 Accounts freigeben müssen, bei Google waren es "nur" zwischen 9.000 und 9.999 Konten. Spitzenreiter ist hier das Unternehmen aus Redmond, das zwischen 15.000 und 15.999 Accounts freigegeben hat. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt das soziale Netzwerk Facebook, hier hat sich die NSA für maximal 5.999 Accounts interessiert.

Quelle: The Verge

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