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OCZ: Toshiba übernimmt SSD-Sparte für 35 Millionen US-Dollar

Nachdem SSD-Hersteller OCZ letzten Mittwoch öffentlich gemacht hat, dass er zahlungsunfähig ist, gibt es heute positive Nachrichten zu berichten. Die Übernahme des gesamten SSD-Geschäftes, also inklusive der Produkte für Privatkunden und Unternehmen, sowie die Software- und Entwicklungsabteilung, geht für 35 Millionen US-Dollar an das japanische Unternehmen Toshiba. Eine entsprechende Pressemeldung ist kurz nach Mitternacht auf der Webpräsenz des Herstellers aufgetaucht.

OCZ-Hauptsitz

Wie bereits angekündigt, wird Toshiba "im Wesentlichen alle Vermögenswerte von OCZ" übernehmen, so die Pressemitteilung. Der Kauf, der für 35 Millionen US-Dollar über die Bühne geht, umfasst das gesamte SSD-Geschäft von OCZ. So erhält das japanische Unternehmen nicht nur Zugriff auf die Produkte für den Client- und Enterprise-Markt, sondern auch auf die dazugehörigen Software- und Entwicklungsabteilungen; also auch auf den Controller-Entwickler Indilinx, den OCZ 2011 übernommen hat.

Wie in der Meldung zu lesen ist, ist die Übernahme vom OCZ-Vorstand bereits abgesegnet worden, allerdings müssen noch die zuständigen US-Behördern dem Kauf zustimmen. Das Insolvenzverfahren soll aber voraussichtlich innerhalb von "60 Tagen" abgeschlossen sein, so die OCZ-Spitze. Damit das aktuelle Tagesgeschäft bis dahin noch normal weitergeführt werden kann, hat sich Toshiba dazu bereit erklärt, die nötigen finanziellen Mittel sowie die recht rar gesäten Flash-Speicher zur Verfügung zu stellen, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können.

Neben hohen OCZ-Angestellten meldet sich auch Seiichi Mori, Vice President der Toshiba Semiconductor und Storage Company sowie Corporate Vice President of Toshiba, zu Wort. Wie er verkündet, "schätzt Toshiba die OCZ-Technologien und das Geschäft im Consumer- als auch in Enterprise-Märkten". Mori ist zudem sehr zuversichtlich, dass die Übernahme "unsere Möglichkeiten stärken und uns helfen wird, die Führung im SSD-Markt zu erlangen".

Quelle: OCZ

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