DSL-Drosselung

So wird die Telekom nach dem Überschreiten einer bestimmten Volumengrenze nicht auf wie bisher angekündigte 384 Kbit/s drosseln, sondern auf 2 MBit/s. Laut der Telekom liege dieser Wert über dem Mindestwert der Breitbandstrategie der Bundesregierung. An den jeweiligen Volumen ändert sich bisher nichts. So soll beispielsweise bei einer 16 MBit/s-Leitung bereits nach 75 GB im Monat die Geschwindigkeit auf 2 Mbit/s reduziert werden.

Die Telekom plant die Tarifänderungen bis 2016 umzusetzen, allerdings wird es für ein höheres Entgelt weiterhin echte Flatrates im Angebot geben. Die Telekom möchte damit weiterhin ein „leistungsstarkes Internet für alle“ anbieten. Doch wie es scheint hält die Telekom weiterhin daran, die eigenen Angebote denen von Drittanbieter, beispielsweise das Entertain-Programm, vorzuziehen. Damit würde der IPTV-Dienst der Telekom nicht in das Datenvolumen eingeschlossen werden. Drittanbieter könnten allerdings die Telekom dafür bezahlen, damit Inhalte nicht von der Drosselung betroffen werden, ähnlich wie es bisher bei den Mobilfunkgeräten mit Spotify umgesetzt wurde. Kritiker sehen dies als Gefährdung der Netzneutralität an.

Quelle: Telekom