Spontane Kündigung - und jetzt

Aurelia

New member
Das ist jetzt eher eine Gewissensfrage, und ich kann meinem Bruder gerade keinen Rat geben, wie er vorgehen soll.
Ich beschreibe euch erstmal die Situation:
Mein Bruder arbeitet in einer kleinen Firma mit etwa 20 Leuten. Für den Chef gibt es keinen Stellvertreter. Der Chef ist verstorben und für alle steht die Frage im Raum: Wie geht es weiter. Sie haben nun alle ein Schreiben von der Familie erhalten, dass sie sich arbeitslos melden sollen. Verständlich. Die stehen alle selber im Arbeitsleben und keiner kann mal so eben die Firma übernehmen.
Mein Bruder hat das recherchiert und gefunden, dass diese Vorgehensweise nicht korrekt ist. Eigentlich müssten sie eine Kündgung erhalten, weil durch den Tod des Arbeitgebers nicht automatisch auch das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird.
Aber irgendwie wirkt man doch emotionslos und selbstsüchtig, wenn man die Familie auch noch mit solchen Formalitäten nervt, wo sie doch eh schon eine schwere Zeit haben.
Würdet ihr auf die Kündigung bestehen?
 

bisy

Moderator
Die Firma muss ihn kündigen und nicht andersrum.

Wenn er kündigt hat er ja auch ne arbeitslosen Sperre und auf ne Abfindung kann man da auch nicht hoffen. Ich weiß gerade nicht, ob es noch andere sperren gibt.

Auch wenn es für die Familie schwer ist, jemand muss sich darum kümmern und dann die Firma auflösen.
Ich würde auf eine Kündigung vom Arbeitgeber bestehen.
 

Urkman

Well-known member
Auch wenn es für die Familie schwer ist, jemand muss sich darum kümmern und dann die Firma auflösen.
Ich würde auf eine Kündigung vom Arbeitgeber bestehen
Genauso sieht es aus. Mit dem Ableben des Firmeninhabers fallen alle Rechte und Pflichten an den Erben. Das ist, falls nicht anderst in einen Testament fest gehalten, die Familie.
Neben einer auserordentlichen Kündigung, falls die Firma nicht weiter geführt werden soll, geht es ja auch noch weiter, denn jeder Gekündigte Angestellte braucht auch eine Arbeitsbescheinigung für das Arbeitsamt. Diese MÜSSEN die Nachfolger der Firma austellen, ansonsten sind nicht unerhebliche Strafen pro Arbeitnemer fällig.
Es ist nun einmal so, dass bei einem Todesfall die Angehöhrigen einiges zu erledigen haben. DIeses wird halt bei einem Firmenbessitzer nicht einfacher.
 

Web-Cat

New member
So hart das auch klingt. Das ist nicht nur eine Frage des Taktgefühls. Er muss sogar drauf bestehen, denn sonst wird er das Problem bekommen, dass er vom Arbeitsamt kein Geld sieht.
Genau genommen müssen bei der Kündigung sogar noch die Kündigungsfristen berücksichtigt werden.

Jeder Anwalt wird dir bestätigen, dass die Unternehmensnachfolge im Todesfall an die gesetzlichen Erben abgetreten wird. Die Erben sind also auch für Lohnzahlungen etc. verpflichtet. Umso eher sie sich also ordentlich um diese Angelegenheit kümmern, desto besser für alle Beteiligten.
Daher ist es immer besser für die Firma wie auch die Familie, wenn Geschäftsführer, insbesondere wenn die Geschäftsleitung nur aus einer Person besteht, vorher die Unternehmensnachfolge zu klären.
 
B

Bolin

Guest
Gruß an dich :)

Was war denn nun am Ende ?
Wenn man arbeitslos ist dann kann man sich auf jeden Fall einen Job suchen, man muss dann einfach nur schauen dass man es so schnell wie möglich macht.

Oder man sucht sich eine Anlage mit welcher man gut Geld machen kann.
Viele haben als Nebenverdienst zum Beispiel die Einkünfte von Bitcoins oder so.
Da ich für alles offen bin, habe ich mich zum Beispiel bei https://www.gevestor.de/ schlau gemacht und habe sehr viele Informationen und Artikel zu Anlagen finden können.

Aber entscheide lieber alleine.
 
P

plat4

Guest
Guten Abend,

wenn du da noch Bedenken hast, dann würde ich dir dazu raten, mal einen Anwalt zu fragen. Oder du schaust mal im Internet nach. Da gibt es viel gute Seiten, auf denen man nützliche Tipps bekommt. Vielleicht hat sich deine Frage ja auch inzwischen erledigt.

Liebe Grüße