Am 31.10.2012 war es so weit, um 00:01 Uhr wurde der Titel offiziell zum Spielen freigegeben. Natürlich waren wir auch sofort mit von der Partie das Spiel für euch zu testen. Dabei war vor allem interessant, in welche Richtung man sich nach dem eher ernüchternden Need For Speed The Run bewegt. Bewegt man sich jetzt auf die Simulationsebene und macht dem eigenen Renner, Shift 2: Unleashed, möglicherweise Konkurrenz in Sachen Fahrphysik und Schadensmodell, noch bevor dessen eigentliche Fortsetzung in den Läden steht, oder hält man am Arcade-Gameplay fest? Die Antwort auf diese Frage und darauf, ob man den Erwartungen gerecht wird und ob sich dieser Titel zurecht Most Wanted nennen darf wollen wir im Folgenden klären.
Doch zu aller erst, ein Dankeschön an Electronic Arts für die problemlose Bereitstellung von Need For Speed Most Wanted via Origin.
- CPU: 2 GHz Dual-core (z.B. Intel Core 2 Duo mit 2,4 GHz oder AMD Athlon X2 mit 2,7 GHz)
- RAM: 2 Gigabyte
- Grafikkarte: DirectX 10.1 kompatibel mit 512 MB RAM (z.B: AMD Radeon HD 3870) oder DirectX 10.0 kompatibel mit 512 MB RAM (z.B. Nvidia GeForce 8800GT)
- Betriebssystem: Windows Vista (mit Servicepack 2) (32 Bit)
- CPU: Quad-Core
- RAM: 4 Gigabyte
- Grafikkarte: DirectX 11 kompatibel mit 1024 MB RAM ( z.B: AMD Radeon HD 6950) oder DirectX 11 kompatibel mit 1024 MB (z.B: Nvidia GeForce GTX 560)
- Betriebssystem: Windows 7 64-Bit
- HDD: 20 GB (tatsächlich ~5,46 GB)
- Software: Origin Client & dauerhafte Internetverbindung für Mehrspielermodus
- CPU: Intel Core i7-930 mit 2,9 GHz
- RAM: 12 GB DDR3 1600 MHz
- Grafikkarte: AMD Radeon HD 7970 3GB
- Betriebssystem: Windows 7 64-Bit
- CPU: Intel Core i5-2500k übertaktet auf 4 GHz
- RAM: 8GB DDR3 1600 MHz
- Grafikkarte: HD 6970
- Betriebssystem: Windows 7 64-Bit
Weiterhin sind die Texturen fast schon erschreckend hochauflösend, gerade in Relation zu dem verbrauchten Speicherplatz. Dennoch lässt die Frostbite Engine 2.0 weitaus mehr zu, die besten Beispiele hierfür sind Battlefield 3 und auch Medal of Honor Warfighter, hier wurde eindeutig das Potential der Engine nicht voll ausgeschöpft. Allerdings scheint Anti-Aliasing gar nicht oder nur bedingt aktivierbar zu sein, zumindest finden wir hierzu keinen Regler in den Optionen. Aber dafür kleine Kanten und Stufen an manchen Stellen im Bild.
Ganz im Gegensatz dazu ist die Umgebung und vor allem die Gestaltung der Strecke beachtlich gut gelungen. Überall gilt es die Augen offen zu halten, denn es könnte doch noch irgendwo eine Abkürzung oder sogar ein Umweg warten. Außerdem machen die teils befahrbaren Parkhäuser und Industriehallen einen sehr guten Eindruck und lassen die Welt um ein vielfaches größer wirken, als sie in Wirklichkeit ist.
Des Weitern trumpft die Frostbite Eninge 2.0 mit den Animationen der Most-Wanted-Fahrer auf.
Mit sehr schön anzusehenden kleinen Zwischenanimationen, die auch (anders als in The Run) übersprungen werden können, erhält man vor jedem Most-Wanted-Rennen noch einmal einen Leckerbissen für das Auge.
Ähnliche Animationen gibt es auch vor jedem normalen Rennen. Diese sind dann nicht weniger spektakulär, aber nicht ganz so hübsch ausgearbeitet.
Darüber hinaus macht der Ton eine recht gute Figur. Die Motorengeräusche der verschiedenen Boliden unterscheiden sich ganz klar voneinander. So hat man z.B. bei einem Ford Mustang GT (sofern der Subwoofer entsprechend eingestellt ist) fast schon das Gefühl, der Schreibtisch vibriert während man beschleunigt. Die geballte Power ist hier bereits deutlich hörbar. Zusätzlich hören sich Sirenen und Aufpralle realistisch an. Des Weiteren wird der Ton auch räumlich bzw. örtlich richtig ausgegeben, das heisst, ein Wagen von hinten nähert ist auch von dort zu hören.
Außerdem sind die Echogeräusche in Tunneln oder den geschlossenen Wasserkanälen sehr gut umgesetzt. Lediglich die Ingame-Musik trifft nicht immer so ganz unseren Geschmack, selbst wenn diese dann trotzdem zu den jeweiligen Spielsituationen passt. Allerdings ist das auch Geschmackssache, aber leider haben wir noch keine Möglichkeit zum Tauschen der Titel gefunden.
Hier konnte Need For Speed Most Wanted 1 doch wesentlich mehr auftrumpfen. Schon zu Anfang wurde dort eine gewisse Spannung aufgebaut, nachdem Polizeimeister Cross dem eigenen Wagen mit dem Schlüssel „schöne“ Rallyestreifen verpasst hatte und darauf folgend Razor mit dem Wagen des Spielers von dem letzten Platz an die Spitze der Blacklist fuhr. Obwohl er den Wagen des Spielers sabotiert hatte, um diesen dann unfairerweise zu kassieren. Selbst ein plötzlicher Wendepunkt war im ersten Most Wanted enthalten, als sich Mia, die nette Freundin des Spielers, als Cop entpuppte. Hier wurde schon fast ein Drama in ein Spiel gebaut, natürlich war das eine hochklassige Leistung, die nur schwer zu toppen oder gar nicht zu erreichen ist. Doch einfach die Story weg lassen ist definitiv keine Lösung. Eventuell hätte man lieber am Ende vom ersten Most Wanted ansetzen sollen. Leider wurde nichts gemacht und das Spiel ist extrem höhepunktlos und flach, man hat leider zu jeder Zeit das Gefühl man spielt ein Videospiel und es entsteht einfach keine Stimmung, selbst dem Most Wanted tritt man ohne Ehrfurcht oder ähnliches entgegen. Ist dieser geschlagen sagt einem die quasi an ein Auto-Navigationssystem erinnernde Stimme aus Easydrive (dazu später mehr) man hat jetzt gewonnen, somit scheint der Tag ja gerettet. Na toll! Und das war der Lohn für sieben Stunden Spielzeit? Die auch sehr schnell auf gut noch eine weniger reduziert werden können, wenn nicht nach jedem Most Wanted Gegner der Wagen gewechselt wird.
Da man von Anfang an quasi alle Wagen zur Verfügung hat, kann man auch von Anfang an richtig auf das Gas treten. Der Nervenkitzel mit über 260 Sachen durch die Innenstadt zu rasen mit zwei Polizisten hinter sich, einem Rhino (SUV) auf dem Weg zu sich wissend und einem gegnerischen Rennwagen vor sich, lässt fast alle Schwachpunkte des Spiels vergessen. Wenn dann noch eine Straßensperre oder ein Nagelband nur um einen gefühlten µm verfehlt wird, ist man Feuer und Flamme für das Spiel. Zusätzlich muss nicht ewig auf den Lieblingswagen gewartet werden, es muss einfach der gewünschte Wagen, an sogenannten Wechselstellen, in der Stadt gefunden werden. Somit müssen nicht erst unzählige Rennen gefahren und auch gewonnen werden. Insgesamt gibt es 123 Wechselstellen in der Stadt und der Umgebung, wobei ein Wagen an bis zu drei verschiedenen Wechselstellen stehen kann.
Leider wurden auch die Verfolgungsstopper sowie der Speedbreaker aus dem ursprünglichen Most Wanted gestrichen. Zwar kann man auch so vor der Polizei fliehen, doch würden die Zerstörungsanimationen, in Verbindung mit der Frostbite-Enginge 2.0, sicherlich einiges hermachen. Lediglich die Verstecke, die den Fahndungsstatus schneller senken, sind uns in Form der Werkstätten erhalten geblieben.
Bei der Streetrace-KI ist es leider ähnlich, zwar könnte man meinen, dass in den Rennen von den schnelleren Wagen bessere Gegner fahren, doch sind das bestenfalls Nuancen an Unterschied. Im Prinzip fährt der erste Most Wanted-Fahrer genauso gut oder schlecht, wie die Nummer zehn. Einziger Unterschied: er fährt, dank seines Königsegg Agera R, wesentlich schneller, als die Nummer zehn und auch die Polizei steigt direkt auf einer hohen Stufe ein.
Darüber hinaus können auch noch alle Meilensteine mit allen Wagen erreicht werden, um somit die letzten Tuningteile freizuschalten. Schließlich zeigt sich hier eine weitere Besonderheit im Vergleich zu älteren Titeln.
Wie von Criterion Games und Burnout Paradise bekannt, ändert man in der Werkstatt, während einer Durchfahrt, lediglich seine Farbe, repariert den optischen Schaden des Wagens und füllt sein Nitro wieder auf. Optisches Tuning ist somit nicht vorhanden. Das Leistungstuning wird über das Easydrive-Menü oder direkt nach einem Rennen vorgenommen, denn man gewinnt seine Grundtuningteile mit einem Podiumsplatz in einem Rennen, deshalb gibt es auch für jeden Wagen genau fünf Rennen. Die Pro-Version des jeweiligen Teils: Getriebe-Pro, Chassis-Pro, Reifen-Pro, Karosserie-Pro, und Nitro-Pro müssen jeweils über einen Meilenstein erreicht werden, wie zum Beispiel ca. 9,1 Km mit aktiviertem langen Getriebe zurücklegen oder insgesamt 300s Nitroboost einsetzen. Natürlich kann man auch so herumfahren und einfach Speedpoints (SP), früher Kopfgeld, sammeln um Speedlevel (SL) aufzusteigen und somit die Konkurrenz damit online zu übertrumpfen. Leider sind aber all diese Meilensteine nicht relevant für die Karriere und werden somit leicht vergessen, obwohl es Spaß macht, zu versuchen diese alle zu erfüllen. Diese hätten gut und gerne noch mehr in den Einzelspielermodus integriert werden dürfen. Doch jetzt zum bereits zweimal angesprochenen Easydrive Menü. Dieses ist gänzlich neu in der Serie, aber dennoch sehr simpel zu bedienen. Von hier aus könnt ihr auf eure bereits gefunden Wagen zugreifen, zu den Rennen gelangen, in den Mehrspielermodus gelangen, eure Tuningteile (Modifikationen) verändern, die Autlog-Empfehlung für Meilensteine ansehen, zu den Most-Wanted-Rennen gelangen, den aktuellen Musiktitel ansehen, gerade aktive Rennen neu starten und kurz vorher beendete Rennen neu starten.
- Getriebe: ein kurzes oder langes Getriebe
- Reifen: Gelände, Straßen oder nagelsichere
- Reifen; Chassis: Aero oder verstärkt
- Karosserie: Leichtbau oder Prallschutz
- Nitro: Brenner und Schub
Wie von Need For Speed gewohnt umfasst das Wagenspektrum nahezu alle Marken. Von BMW, Audi, Königsegg, Ford über Nissan, Alfa Romeo, Pagani, Lamborghini bis hin zu Bugatti, Jaguar, Corvette, Mercedes-Benz und Tesla. Wirklich nahezu alle Marken sind vertreten, einzige prominente Ausnahme ist Ferrari, doch hat sich ein solcher Wagen auch noch nie in einem Need For Speed blicken lassen.
Wenn es dann aber doch losgeht, startet dann entweder direkt das Rennen oder der Ort, an dem die Challange stattfindet, wird auf der Minikarte angezeigt (grüne Linie im folgenden Bild). Das Ganze läuft sogar ohne irgendeine Ladezeit oder Neuaufstellen der Fahrer ab, sondern es wird einfach so gestartet, wie man im Moment steht. Dies macht auf uns einen guten Eindruck, denn so muss man nicht noch zusätzlich, zu der nicht enden wollenden Wartezeit vor einem Rennen, noch länger warten, bis man dann endlich startet. Wenn dann aber irgendwann das Ende der Spielrunde erreicht wurde, dann werden, wie schon erwähnt, die Speedpoints zusammengezählt, die insgesamt errungen wurden. Für jedes Event wird dies übrigens auch extra gemacht. Die Events sind, wie schon erwähnt, wirklich teilweise sehr unterhaltsam, aber aufgrund der fehlenden Polizei, der teilweise stark laggenden Mitspieler und der ab und an dämlichen Events fehlt uns hier etwas, um zu sagen, dass es sich hier um ein rundum gelungenen Modus handelt. Zusätzlich hat man leider auf einen Lan-Modus sowie einen Splitescreen-Modus verzichtet, was wir sehr schade finden, da diese in Spielen wie Blur oder Split & Second richtiger Renner waren. Tuningteile werden auch hier über Meilensteine oder das Gewinnen einer bestimmten Anzahl von bestimmten Events freigeschaltet. Ansonsten muss man sich mit von Anfang an freigeschalteten Wagen begnügen, denn neue Wagen werden auch wieder über Meilensteine freigeschaltet. Außer man gönnt sich den Wagen eines vorher von einem selbst zerstörten Gegners. Über die Autoräuber-Funktion kann man nämlich dessen Wagen stehlen. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Funktionen, die eine bringt dem Spieler in bestimmten Situationen des Spiels unendlich Nitro. Die letzte lässt das eigene Auto mehr Sachschaden erleiden und austeilen. Unter den drei genannten Funktionen kann man während des Spielens dauerhaft wechseln.




















































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