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Imperator 2012: Razer auf der überholspur?

Jeder, der sich heutzutage mit dem Themen „Gaming und Peripherie“ beschäftigt, weiß, das unzählige Marken immer und immer wieder versuchen, den Thron einzunehmen. Eine von ihnen ist Razer. Die kalifornische Firma gilt seit eh und je als führender Hersteller im Bereich Eingabegeräte. Alle ihre Produkte werden kurioserweise nach Schlangenarten benannt, was aber auch eine gewisse Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz darstellt.

Erst kürzlich berichteten wir über die neue Naga Hex aus Amerika und schon gibt es weitere neue Produkte. Zugegeben, die Razer Imperator 2012 ist nicht komplett neu, es gab bereits eine erste Auflage dieses Nagers. Doch Razer steckt einiges an Verbesserungen in die nach der Kaiserboa benannte Maus. Ein verbesserter Sensor soll helfen, die Präzision noch weiter zu verbessern und kleine Oberflächenänderungen unterstützen die Haptik.

Die alte Imperator hatten wir bereits schon im Test und auch die neue Version wollen wir uns nicht entgehen lassen. In dem Review wollen wir klarstellen, einerseits ob die Maus überhaupt Empfehlenswert ist und anderseits, ob es lohnt in das neue Modell zu investieren. <p style="text-align: center;"> </p> <p style="text-align: center;"></p>

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Razer für die gute Zusammenarbeit und das Imperator 2012 Testmuster.

Lieferumfang - Razer Imperator 2012 Zu den Verpackungen von Razer wollen wir jetzt nicht mehr viel sagen. Jeder kennt sie, jeder weiß das der Hersteller es gerne bunt und schick hat. Auch der Textausschnitt von dem Razer Guy darf nicht fehlen, genauso wenig wie ein paar technische Eigenschaften und die Hardwareanforderungen. Nach dem einfachen Öffnen der Verpackung finden wir als Erstes die eigentliche Imperator vor. Diese ist hinter einer Plastikhülle gut gegen Verrutschen geschützt. In einer schwarzen CD-Hülle findet man dann das ganze Zubehör vor. Viel Großartiges gibt es da aber nicht. Bei Razer unterscheidet sich der Lieferumfang meist kein bisschen vom Wettbewerb. Eine Schnellstartanleitung sorgt für den nötigen Ersteinstieg. Hier erfahren wir Genaueres zum Anschluss und den Tasten. Ein Masterguide erklärt dann schon einiges mehr, speziell auch in Richtung Treiber. Beide Sachen helfen den Spielern, die Maus kennenzulernen. Weiterhin gibt es ein Infoblatt über Counter-Strike und einen grünen Hinweis von dem RazerGuy. Zu guter letzt, was bei keiner Lieferung fehlen darf, natürlich die beiden Razer-Aufkleber. Diese sind ja fast schon Kult und haben sich im laufe der Jahre nicht verändert. Weitere Sachen gibt es seitens Razer aber nicht, sodass wir uns jetzt der eigentlichen Imperator widmen wollen.

 

Razer Imperator 2012 im Detail Die Imperator 2012 kommt, wie es viele Mäuse von dem kalifornischem Unternehmen tun, im ergonomischen Design speziell für Rechtshänder daher. Linkshänder bleiben leider, wie so oft, auf der Strecke. Razers neueste Kreation fühlt sich sehr hochwertig an. Die seitlichen Softtouchflächen ergeben im Zusammenspiel mit der anthrazit-schwarzen matten Oberseite ein wunderbares Stimmungsbild, welches niemals billig wirkt. Zwar ist alles nur aus Plastik, aber das sei erstmal zweitrangig und nicht unbedingt für die Qualität der Maus ausschlaggebend. Auf der mattgrauen Oberfläche verbirgt sich das übliche Razer-Logo, welcges im Betrieb pulsierend leuchtet. Zwei DPI-Keys und das Mausrad aus Gummi ergänzen die Oberseite dementsprechend. Auf der linken Seite gibt es die üblichen Vor- und Zurück-Knöpfe, die sogar horizontal verstellbar sind. So sollte es auch bei sehr großen oder kleinen Händen keine Probleme mehr mit dem Erreichen der Tasten geben. Ein Blick auf die Unterseite zeigt, dass die Imperator 2012 mit drei Teflonfüßen über ihr Pad gleitet. Ein zusätzlicher Schieber mit fünf Rastungen verschiebt die beiden seitlichen Tasten horizontal, für eine individuelle Handanpassung. Was das Kabel angeht, verwendet Razer auch bei der Imperator 2012 ein geflochtenes Kabel mit einem Stoffüberzug. Dies wirkt sehr hochwertig und robust. Ebenso wurde der USB-Stecker vergoldet. Ob dies aber wirklich Vorteile bringt bleibt nur zu erraten. Wir glauben nicht daran. Schön sieht es allemal aus. Als nächstes erkunden wir den Treiber der Imperator und werfen einen Blick auf die Testergebnisse der Praxiserfahrung. Technische Eigenschaften
  • Abmessung: 70 mm x 123 mm x 43 mm
  • Farbe: anthrazit/schwarz
  • Gewicht: 139 g
  • Anschluss: USB
  • Maustyp: optisch, mit Lasertechnologie
  • Auflösung: 6400 DPI
  • Verbindung: Kabel
  • Tasten: 7
  • Scrollrad: 1
  • Beschleunigung: 50 G
  • Geschwindigkeit: 5 m/s
  • USB-Abfragerate: 1000 Hz
  • Windows 7 / Vista / XP, Mac OS X

Treibersoftware Synaptics wird von der Imperator 2012 noch nicht unterstützt. Nachdem wir also auf die aktuellste Firmware aktualisiert haben und den neusten Treiber von der Razer-Homepage geladen und auf dem PC installiert haben, kann es endlich losgehen. Doch zuerst schauen wir uns die ganzen Funktionen an, die uns der Treiber von der Imperator bereitstellt. Der Treiber in Version 2.02, wie wir ihn einsetzen, kommt im üblichen Razer schwarz-grün auf dem Monitor. Insgesamt fünf unterschiedliche Tabs stehen dem Gamer zur Auswahl, um seine Maus auf Herz und Nieren zu optimieren. Im ersten Reiter, wo wir uns gerade befinden, werden die Tasten unserer Maus angepasst. Hier besteht die Möglichkeit, die kompletten neun Knöpfe dementsprechend den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Im zweiten Tab können wir die Leistung optimieren. Neben der aktuellen DPI und der Möglichkeit, diese zu ändern, können wir alles auch in Profilen verwalten. Für alle Profile stellen wir hier die Beschleunigung und Abtastrate ein. Außerdem ist es hier möglich, die DPI für beide Achsen verschieden einzustellen und den Sensor die Oberfläche kalibrieren zu lassen.

 

Tab drei dient einzig und alleine der Verwaltung der Profile in der Imperator 2012. Hier sehen wir das aktive Profil und können eine Anwendung hinterlegen zur automatischen Aktivierung des jeweiligen Profils. Außerdem besteht die Möglichkeit der Anzeige auf dem Bildschirm. Und was wäre die Imperator ohne Makros? Genau dafür ist der vierte Reiter. Hier lassen sich nicht nur Makros aufnehmen sondern individuell sortieren, optimieren und natürlich aktivieren. Wie schon erwähnt, besitzt die Razer Maus eine Beleuchtung. Diese wird im fünften Tab eingestellt. Aber hier besteht einzig und allein die Möglichkeit zur Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung des Lichts. Alles in allem besitzt der Treiber alle Grundfunktionen und noch mehr. Das Ergebnis ist durchweg positiv sodass wir jetzt schauen können, was die Imperator wirklich in der Praxis leistet.

 

Handling - Razer Imperator 2012 Bei der Razer Imperator 2012 haben wir durch den 4G Sensor und den 6400 DPI reichlich Luft nach oben. Was die Leistung angeht, lässt sich hiergegen nichts einwenden. Top aktuelle Innenausstattung im Zusammenspiel mit einem schicken äußeren ergeben hier eindeutig die Killermaus. Doch stimtm das wirklich? Leider nicht ganz, denn es gibt auch negative Aspekte, über die wir berichten müssen. Ein ganz großes Makel ist die Abnutzung. Die beiden Haupttasten nutzen sich arg schnell ab, was durch die grau-matte Oberfläche recht intensiv auffällt. Dort wo die Finger liegen bilden sich schwarze Kreise, was nicht gerade schön anzusehen ist. Positiv hingehen können wir die gummierten Seitentasten einschätzen. Die Maus fühlt sich dadurch deutlich wertiger an und auch das Spielgefühl steigt durch die angenehme Haltung. Die Maus liegt allgemein sehr gut in der Hand und erzeugt selbst nach mehreren Stunden keinen Schmerz. Dank den Gleitfüßen bleibt die Imperator 2012 dabei fast unhörbar, zumindest auf einem Mauspad. Auf Holz wird sie leider schon wieder ein klein wenig lauter. Alles in allem liegt der Nager von Razer sehr angenehm in der Hand. Die innere Leistung reicht dabei locker für sämtliche Genres aus, was ein breites Einsatzspektrum hinter sich herzieht. Ob einfache Rollenspiele, komplizierte Aufbauspiele oder schnelle Ego-Shooter. Der Mauszeiger sitzt immer genau dort, wo man ihn hinplatzieren will. Und dank den programmierbaren Tasten und der Möglichkeit, die Seitentasten horizontal zu verstellen, kann sich jeder seine eigene Imperator 2012 einrichten.

 

Fazit Mit der Imperator 2012 hat Razer eine Maus auf dem Markt gebracht, die auf dem ersten Blick nicht nur schick ist, sondern auch einiges unter der Haube zu bieten hat. Doch mit Stil und Eleganz allein kann man keinen Preis gewinnen. Razer macht mit der Maus vieles richtig. Schicke Oberfläche mit dezenter Beleuchtung, ein paar Zusatztasten - nicht zu viel, nicht zu wenig - und einen ausgereifter Treiber sorgen für viel Spielspaß unter den Gamern. Dabei bleibt der Preis von aktuell 55,99€ (guenstiger.de / Stand: 19.07.2012) sogar noch in einem vertretbaren Bereich. Eine noch so schicke Oberfläche nützt aber nichts, wenn nach wenigen Tagen bereits die Oberflächenbeschichtung abgeht. Das ist definitiv ein Manko, was nicht zumutbar ist. Wer bezahlt schon gerne mehr als 50€ um ein Produkt zu erwerben, was man mit Samthandschuhen angreifen muss. Wem das egal ist, bekommt mit der Imperator 2012 eine wirklich gelungene Maus, die sich nicht verstecken braucht. Diejenigen, die weniger Geld ausgeben wollen oder Gamer die nicht dem DPI-Wahn verfallen sind, sollten zu anderen Mäusen greifen oder sich gar bei der Konkurrenz umsehen. Man bekommt bereits sehr gute Mäuse für deutlich unter 50€.

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