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DiRT Showdown im Test: Qualmende Reifen oder nur heiße Luft?

Rennspiele haben sowohl am Computer, als auch an den Konsolen mittlerweile eine lange Entwicklung hinter sich, die sich zum Großteil in Rennen auf Asphalt und Rallyes aufteilt. Erfolgreiche Vertreter der letzteren Gruppe waren beispielsweise “V-Rally” oder auch das nach einem der erfolgreichsten Rallye-Fahrer benannte “Colin McRae Rally”, welches sich bereits über acht Teile erstreckt.

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Der letzte Teil, DiRT 3, beinhaltete unter anderem einen frischen Gymkhana Modus, der vom Rallye-Fahrer Ken Block stark inspiriert wurde. Von der ursprünglichen Rallye-Simulation mit ihren Etappen und der Anpassung des eigenen Wagens hat man sich aber mehr und mehr entfernt. Somit wird die Serie nun, ähnlich wie das Need for Speed Franchise, in zwei Teile aufgespalten, um alle Bedürfnisse (Arcade-Racing auf der einen und Rennsimulation auf der anderen Seite) zu befriedigen.

DiRT Showdown Review

Ein neuer Titel für den Zweig der Simulationen wurde noch nicht angekündigt, dafür erreichte uns vor Kurzem “DiRT Showdown”, welches sehr Arcade-lastig ist und wohl eher als Konkurrenz zur ebenfalls recht bekannten “FlatOut” Serie anzusehen ist. So beglückt man uns hier, wie bereits mit dem ersten Trailer angekündigt, mit Spielelementen wie Crash Derby, Gymkhana Events oder auch kurzen Rennen, die wir teils mit erfundenen, teils mit lizensierten Original-Wagen bestreiten. Dazu kommt die bereits von anderen DiRT Teilen bekannte Grafik, die bei entsprechend potenter Hardware ein Feuerwerk aus Farben auf den Monitor zaubert.

Damit ihr wisst, ob ihr bei DiRT Showdown euer Geld richtig investiert, haben wir es etwas genauer unter die Lupe genommen und einen kleinen Test dazu geschrieben, der euch hoffentlich so gut es geht aufklärt. Ein kurzer Dank geht zuvor noch an das Team von Text100, die uns ein Testmuster im Rahmen von Grafikkarten- und Prozessor-Reviews bereitgestellt haben.

Anforderungen & Performance

Das Spiel “DiRT Showdown” ist in Deutschland gemäß § 14 JuSchG ab 6 Jahren freigegeben und kann wahlweise in Form einer DVD oder online über Steam erworben werden.

Laut den Angaben bei Steam werden folgende Mindestanforderungen zum Spielen benötigt:

  • Intel Pentium D (3,4 GHz) oder AMD Athlon 64 X2
  • AMD Radeon HD 2000 oder Nvidia GeForce 8000 Serie
  • 2 GB RAM
  • 15 GB Festplattenspeicher*
  • (DVD Dual Layer Laufwerk)
  • Windows Vista oder 7
  • Breitband Internetverbindung

Wer das Spiel in seiner gesamten Grafikpracht mit DirectX 11 genießen möchte, sollte allerdings auch die empfohlenen Anforderungen erfüllen, die wie folgt aussehen:

  • Intel Core i7 oder AMD FX Prozessor
  • 4 GB RAM
  • AMD Radeon HD 6000 oder Nvidia GeForce GTX 500

  •  Laut Windows Explorer belegt das Spiel im Grundzustand ca. 9,65 GB im Steam-Verzeichnis.

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Wie man bereits sehen kann wird ein recht potentes System vorausgesetzt, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass man die hauseigene EGO-Engine weiter verbessert hat. Um das Spiel ohne Einschränkungen spielen zu können haben wir folgendes Testsystem genutzt:

  • Intel Core i7-3770 @ 3,4 GHz
  • Gigabyte Radeon HD 7850 OC @ 975 MHz / 4.800 MHz
  • 8 GB RAM @ 1.600 MHz

Damit ihr einen guten Einblick des Spiels bekommt haben wir es in FullHD Auflösung und mit sämtlichen Einstellungen auf dem Maximum gespielt, darunter auch die globale Beleuchtung, 16x EQAA oder die Qualität der Zuschauer. Bei entsprechender Ausstattung lässt sich auch das stereoskopische Rendering für 3D Effekte dazuschalten, wobei es ohne Probleme sowohl mit AMD als auch mit Nvidia Grafikkarten funktionieren sollte.

In einem kurzen Rennen im Modus 8-Ball inklusive einiger Crashes, Feuerwerke und anderen Effekten erreichten wir durchschnittlich 36 FPS, bei besonders vielen Effekten sank dieser Wert jedoch auch ab und an auf 22 FPS. Der Maximalwert betrug hingegen 46 FPS. Insgesamt ist es also problemlos spielbar gewesen, für die maximalen Einstellungen empfiehlt es sich allerdings eine noch stärkere Grafikkarte in Form einer Radeon HD 7970 oder GTX 680 zu nutzen.

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Wie bereits zuvor angemerkt macht DiRT Showdown auch optisch wieder einiges her, was daher kommt, dass man die hauseigene EGO Engine 2.0 (wie auch schon bei DiRT 3) nutzt und vermutlich im Detail auch weiter ausgebaut hat, was die geringfügig gestiegenen Anforderungen erklärt. DiRT Showdown Review Nachdem DiRT 2 damals eines der ersten Spiele auf Basis von DirectX 11 war hat man hier bereits einige Erfahrung sammeln können. Für schwächere Systeme gibt es aber auch einen DirectX 9 Modus, wobei man hier logischerweise auf den ein oder anderen optischen Leckerbissen verzichten muss.

Das wichtigste an dem Spiel sind wohl mit Abstand die Fahrzeuge, denn darauf fallen mit Sicherheit die meisten Blicke. Und wie in den vorangegangenen Spielen sind sie auch hier wieder äußerst detailliert, jede Kleinigkeit stimmt – von den Felgen über den Spoiler bis zu den Lufteinlässen. Zumindest die lizensierten Wagen. Alle anderen “Fantasie-Fahrzeuge” sind aber auch recht liebevoll gestaltet, sowohl die Karosserie, als auch der Anstrich. Was man vermissen könnte sind diverse Reflexionen, wodurch die Wagen etwas matt wirken. Dafür sind zahlreiche andere Lichteffekte in Form von Ampeln, Feuerwerken und Funkenflügen vorhanden. Und ja, auch das Scheinwerferlicht des Wagens wirkt halbwegs realistisch.

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In Sachen Kameraperspektive hat man übrigens die Wahl zwischen der klassischen Third-Person-Ansicht hinter dem Fahrzeug oder der Motorhauben-Ansicht, die einen näher an den Asphalt bringt. Ein detailliertes Cockpit fehlt also, was den Programmierern einiges an Arbeit gespart hat.

Was beim Crash Derby auch dazu gehört ist ein ordentliches Schadensmodell, für das Codemasters ein dickes Lob bekommt. Türen, Motorhaube, Kofferraumdeckel, alles fällt bei genug Krafteinwirkung früher oder später vom Auto. Zusätzlich gibt es Risse und Kratzer auf dem Wagen zu sehen, nach einer Weile setzt sich auch mehr und mehr Dreck an. Im ungünstigsten Fall platzt ein Reifen, der eine Weiterfahrt etwas behindert, aber im Großen und Ganzen hat man bei Codemasters hier alles richtig gemacht.

DiRT Showdown Review

Aber auch der Rest muss stimmen und dazu zählen wir die Strecke, die Zuschauer und alles, was sonst so auf der Piste herumliegt. Und auch hier hat man sich alle Mühe gegeben, um DiRT Showdown authentisch wirken zu lassen. Die Zuschauer wirken im Vorbeifahren halbwegs detailliert, der Streckenrand ist von Flaggen und Bannern gesäumt, am Himmel fliegen Heißluftballons – insgesamt eine recht lebendige Atmosphäre. Das Spielmenü selbst ist ähnlich wie bei DiRT 3 aufgebaut und besteht aus den einzelnen Elementen, die der Reihe nach vom Himmel auf den Boden knallen. Gleichzeitig dreht im Hintergrund ein Wagen seine Runden und das Publikum jubelt. Vielleicht etwas viel Aufwand, sieht aber schick aus. Kurz gesagt: Von der Grafikseite ist das Spiel rundum gelungen, auch wenn das gewisse Etwas im Vergleich zu Spielen auf dem grafischen Niveau von Battlefield 3 fehlt.

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Neben der Grafik gehört zu einem Spiel aber immer auch eine gelungene Soundausgabe. Diese ist grob zusammengefasst recht ordentlich gelungen, wenn auch nicht ganz optimal. Bedingt durch die Arcade-lastige Steuerung ist das Gaspedal stets am Anschlag, weswegen das Motorgeräusch auf Dauer recht nervig werden kann. Die Crashs klingen ganz gut, Effekte wie die Nitro-Einspritzung ebenfalls. Auf was wir gern verzichten würden ist allerdings der Kommentator, der die meiste Zeit nur überflüssige stichelnde Anmerkungen gegenüber dem Spieler bringt, statt das eigentliche Rennen zu kommentieren. Dazu kommt, dass sich die Sprache im Menü nicht ausschalten lässt, sondern nur auf 50% herabregeln.

In unseren Augen eher gelungen ist der Soundtrack, der 46 Songs beinhaltet. Darunter sind rockige Titel wie “Help Is On The Way” von Rise Against, aber auch Dubstep bzw. Drum’n’Bass Tracks wie “Me & You (Dirtyphonics Remix)” von Nero. Wem das nicht passt, der kann die Musik in den Optionen komplett ausschalten, allgemein passten die Songs aber zur Stimmung im Spiel und haben uns etwas angespornt.

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Wie eigentlich schon von vornherein klar war handelt es sich bei DiRT Showdown um ein pures Arcade-Spiel, was sich auch bei der Steuerung bemerkbar macht. Eine genaue Geschwindigkeit wird gar nicht erst angezeigt, stattdessen sehen wir nur eine Anzeige mit unserem Fahrzeugzustand und dem Nitrovorrat.

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Auch bei den Eigenschaften der Fahrzeuge lässt man von den “klassischen” Datenangaben in Form von Pferdestärken, Drehmoment etc. ab und gibt stattdessen nur drei Werte in Balkenform an: Leistung, Stärke und Handling. Ersteres steht dabei für Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit, das zweite Attribut für die Stärke beim Rammen von anderen Fahrzeugen und das Handling dürfte selbsterklärend sein.

Die Physik steht bei einem typischen Arcade Racer natürlich eher an zweiter Stelle und so wundert es uns nicht, dass wir mit Leichtigkeit einen Reifenstapel oder mehrere Euro Paletten vor uns herschieben. DiRT Showdown Review Auch dass wir andere Fahrzeuge relativ leicht von einer Plattform herunterstoßen braucht vielleicht etwas Gewöhnungszeit. Das Fahrverhalten der Fahrzeuge ist recht simpel, sodass man nur selten vom Gaspedal herunter oder sogar auf die Bremse gehen muss – oftmals reicht es, kurz die Handbremse zu ziehen. Gedriftet wird viel, was aber gerade im Gymkhana Modus dazu gehört, wie Ken Block in seinen Videos immer wieder eindrucksvoll beweist. Alles in allem sind wir allerdings fernab von einer Rennsimulation.

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Wie schon bei allen vorangegangenen Teilen der DiRT oder Race Driver Serie aus dem Hause Codemasters gibt es einen Singleplayer Modus, der die meisten Spieler eine Zeit lang beschäftigen sollte. Das Ganze nennt sich Showdown Tour und gliedert sich in die vier Stufen Pro, Allstar, Champion und Legend, wobei anscheinend jede Stufe von einem Unternehmen gesponsert wurde. Darin finden sich zahlreiche Rennen in zum Teil bekannten, zum Teil aber auch neuen Spielmodi, die immerhin ein bisschen Abwechslung in den Spielverlauf bringen.

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Folgende Rennen stehen euch zur Auswahl:

  • Race Off – Kurze mehrründige Rennen über Off-Road Kurse ohne besondere Hindernisse (siehe Video).
  • Rampage – Allgemein bekannt als Crash Derby, also gegnerische Fahrzeuge zerstören und Punkte kassieren.
  • Knockout – Ähnlich wie Crash Derby, allerdings auf einer Plattform, von der ihr die anderen Wagen herunterstoßen müsst.
  • 8 Ball – Ebenfalls ein Rundkurs, bei dem sich die Strecke aber mehrfach überschneidet, wodurch man schnell mit Fahrzeugen vor oder hinter einem kollidieren kann.
  • Head 2 Head – Kleiner Gymnkhana Parcours, den ihr schneller als euer Gegenspieler absolvieren müsst. Dieser wird in beide Richtungen gefahren für Chancengleichheit.
  • Speed Skirmish - 1 gegen 1 Modus, bei dem ihr vorgegebene Gymkhana-Aufgaben in beliebiger Reihenfolge erledigen müsst.
  • Eliminator – Kurz nach dem Start beginnt ein 15 Sekunden Countdown, nach dessen Ablauf jeweils der letzte aus dem Rennen ausscheidet. Das wiederholt sich, bis nur noch einer übrig ist.
  • Hard Target – Wieder Crash Derby, allerdings mit dem Ziel, dass alle anderen auf euch losgehen und ihr so lang wie möglich durchhalten müsst.
  • Domination – Hier wird die Strecke in mehrere Abschnitte unterteilt, in denen ihr möglichst die Bestzeit erreichen müsst. Aus der Platzierung in jedem Abschnitt resultiert ein Punktestand, der zum Gewinnen am höchsten liegen sollte.
  • Smash Hunter – Bekannt vom Gymkhana Modus, wobei ihr so schnell wie möglich alle Hindernisse zerstören müsst.
  • Transporter - Alle Spieler stürzen sich auf eine Flagge, die anschließend an einem Punkt abgeliefert werden muss, ähnelt dem klassischen Capture the Flag.
  • Smash & Grab - Hierbei muss man die “Beute” einsammeln und sie möglichst lange behalten, wobei man sich nicht rammen lassen darf.

Alles in allem ist der Singleplayer also schon recht abwechslungsreich gestaltet und bietet durchaus einige Stunden Spielzeit, was wohl davon abhängt, wie oft man die einzelnen Kurse fährt (siehe Abschnitt “Challenges”). Eine wirkliche Story wie bspw. bei Need For Speed: The Run steckt also nicht dahinter, braucht es aber bei einem solchen Spiel auch nicht. Der sonstige Ablauf ist simpel gehalten - für jedes Rennen gibt es ein festes Preisgeld, welches mit jeder Stufe ansteigt. Davon könnt ihr wahlweise eure bisherigen Wagen upgraden, jedoch nur bis zu einer bestimmten Stufe, oder euch gleich ein komplett neues Fahrzeug kaufen. Dabei sollte man zumindest am Anfang durchaus etwas Geld in das Tuning eures Lieblingswagens investieren, da es das ein oder andere Rennen deutlich erleichtern kann.

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Ebenfalls hat man das bekannte Prinzip beibehalten, bei dem nicht jedes Rennen zwangsläufig gewonnen werden muss - es wird allerdings eine bestimmte Summe an Siegen vorausgesetzt, um die nächsten Events freizuschalten. Alternativ setzt man kurz die Schwierigkeit, bei der man zwischen Anfänger, Amateur und Profi wählen kann, eine Stufe herunter. Wirkliche Highlights bleiben aber irgendwie aus, sodass ihr nur Event für Event absolviert bis ihr sämtliche Rennen gewonnen habt. Ob das über längere Zeit Unterhaltung bringt hängt vermutlich vom persönlichen Geschmack ab, uns ist das Ganze etwas zu einseitig.

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Ganz anders sieht es da im Modus Joyride aus, den wir zum Teil bereits aus DiRT 3 kennen. Dabei stehen uns mit den Yokohama Docks und dem Battersea Compound zwei recht offene Gelände zur Verfügung, auf denen wir diverse Missionen in unseren Gymkhana Gefährten abschließen müssen. Beide Gelände sind in drei Abschnitte unterteilt, die ihr nach und nach mit erfüllten Missionen freischalten könnt. Bei insgesamt 150 Missionen und 100 zu findenden versteckten Paketen kann man hier eine ganze Menge Zeit verbringen, ohne dass es langweilig wird. Die Missionen können dabei recht unterschiedlich ausfallen und reichen von “Drifte unter dem Gerüst durch!” über “Spring über die Rampe!” bis zu “Drehe einen dreifachen Donut um die Rohre!”. Da manche Aktionen zeitlich gut abgestimmt werden müssen und nicht beim ersten Anlauf klappen sollte man die Aufgaben nicht unterschätzen.

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Eine Sache, die uns bei den letzten DiRT Teilen wohl am meisten gestört hat war der Zwang Games for Windows Live zu nutzen und sich dort zu registrieren. Dieser fällt nun jedoch weg, da man stattdessen sein eigenes Netzwerk in Form des RaceNets in Verbindung mit Steam aufbauen möchte. Wenn ihr DiRT Showdown das erste Mal startet und ein Profil anlegt werdet ihr darum gebeten, euch auf der RaceNet Plattform zu registrieren, wofür man dem Spieler auch 20.000 Credits und einen exklusiven Skin verspricht. Das Ganze ist relativ schnell und problemlos erledigt und so müsst ihr lediglich euren Gaming-Account mit dem RaceNet verknüpfen, also Xbox Live, PlayStation Network oder eben Steam – später werden auch Facebook, Twitter und YouTube folgen.

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Ist alles eingerichtet bietet euch das RaceNet zahlreiche Möglichkeiten. Erst einmal habt ihr Zugriff auf euer Fahrerprofil mit eurem Level und den erworbenen Trophäen, schließlich gibt es heute kein neues Spiel ohne diese Motivations-Elemente. Daneben könnt ihr aber auch euer Profil online betrachten, sei es der Fortschritt bei der Showdown-Tour, der Vergleich der Statistiken mit einem Freund, die freigeschalteten Fahrzeuge oder auch euer Vorankommen im Joyride-Modus.

Interessanter sind allerdings die Team-Championships, bei denen ihr mit euren Freunden eine möglichst gute Team-Wertung erreichen müsst, oder auch die Racenet-Events. Bei diesen werden bestimmte Strecken und Spielmodi vorgegeben, worauf alle angemeldeten Spieler in dem festgelegten Zeitraum versuchen, den Bestwert zu erreichen. Zugriff darauf erhaltet ihr über den Multiplayer-Modus im Spiel, von dem aus das Event gestartet werden kann. Habt ihr das Rennen erfolgreich abgeschlossen wird die Zeit an das RaceNet gesendet und ihr erhaltet eine Bewertung nach der Showdown-Tour in Pro, Allstar, Champion oder Legend. Insgesamt kann dieser Modus also durchaus motivieren, wenn man sich an die Spitze kämpfen will, da jeder Fahrer die gleichen Startbedingungen hat.

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Eine weitere Langzeit-Motivation entsteht durch die sogenannten Challenges. Durch diese kann man nach jedem Rennen im Singleplayer einen Freund mit seiner Zeit herausfordern, damit dieser sie unterbietet. Da man immer neue Fahrzeuge freischaltet oder sie ausbaut sollten sich die Leistungen hier immer weiter steigern. Der Zugriff auf die Challenges erfolgt dabei über das Hauptmenü, was in der Regel recht schnell funktioniert.

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Alleine spielen ist auf Dauer natürlich langweilig. Wissen wir aber und deswegen haben wir uns auch eine Weile mit dem integrierten Multiplayer beschäftigt. Neben den eben erwähnten Community-Events könnt ihr hier auch mit Freunden spielen, was sich um einiges leichter gestaltet als bei DiRT 3. So könnt ihr eine Session mit 2 – 8 Spielern erstellen und anschließend die bekannten Spielmodi absolvieren, wahlweise im Sinne von “jeder gegen jeden”, oder auch in Teams, um etwas System in das Gewusel der Arena zu bringen.

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Allgemein stehen euch die gleichen Spielmodi wie im Singleplayer zur Verfügung, aus denen der Host zu Beginn wählen kann. Dabei wählt er aber in “Sets”, beispielsweise alle Renn- oder Crash-Modi. Die einzelnen Modi und Strecken werden daraufhin zufällig gelost, wobei jeder Spieler stets ein Veto in einem kurzen Abstimmungszeitraum einlegen kann. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine kleine Demokratie, kostet aber nur unnötig  Zeit und der Countdown kann auch nicht aufgehalten werden, sodass wir das klassische System, bei dem alle Spieler “bereit” drücken, doch bevorzugen. In der Lobby könnt ihr auch problemlos eine Sprachverbindung zu euren Mitspielern aufbauen oder ihre Geräusche unterdrücken, sofern kein separates Programm wie Skype bereitsteht.

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Neu im Multiplayer ist allerdings der Modus Trick Rush, wobei dieser am meisten an den Joyride-Modus erinnert. Hier müsst ihr in einer vorgegebenen Zeit eine möglichst hohe Punktzahl mit Gymkhana-Tricks erreichen. Welche genau ihr absolviert oder in welcher Reihenfolge ist dabei beliebig, Hauptsache ihr überbietet eure Konkurrenten. Nach jedem abgeschlossenen Rennen gibt es dann eine verhältnismäßig kleine Geldsumme und “Fans”, die wiederum euren Multiplayer-Level erhöhen. Eine Beschränkung der Spiele für dieses Level oder die Fahrzeug Klasse existiert allerdings nicht, ist aber auch nicht unbedingt nötig, denn ein Wagen der Klasse A ist schnell zu bekommen.

Auf einen LAN-Modus hat man leider verzichtet, weswegen dort wohl FlatOut 2 das Maß der Dinge bleiben wird. Dafür gibt es allerdings einen Splitscreen-Modus, mit dem zwei Spieler an einem Computer spielen können, was man sich möglicherweise von den Konsolen abgeschaut hat – Spaß macht er trotzdem.

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Bleibt nun also abschließend die Frage, wie DiRT Showdown in unserem Test abschneidet. Zunächst mal ist es schwer hier eine objektive Meinung zu bilden, da der Spaß am Spiel sehr stark vom persönlichen Geschmack abhängen dürfte. Wer diesen Titel  im Entferntesten mit einer Rallye-Simulation verbindet sollte sich nach einem anderen Titel umsehen, denn hier geht es um Nitro, Stunts, Crashs und Gymkhana. Wer aber genau daran und an vergleichbaren Titeln wie eben FlatOut längere Zeit seinen Spaß hat, der kann hier beruhigt zugreifen, denn dann dürfte DiRT Showdown ohne Frage recht unterhaltsam werden.

DiRT Showdown Review

Wer allerdings nicht nur alle Trophäen sammeln und das Spiel dann beiseite legen will, der braucht allerdings eines – Freunde. Nicht zwangsweise echte Freunde, aber solche, die ebenfalls Spaß an Showdown haben. DiRT Showdown Review Das Ganze ist dem recht “sozialen” Konzept des Spiels geschuldet, basierend auf dem RaceNet und den gegenseitigen Herausforderungen. Auch zu zweit macht der Multiplayer nicht wirklich Freude, in einer größeren Gruppe von acht Leuten kann das aber ganz anders aussehen.

Die grundsätzlichen Dinge macht man aber alle richtig. Das Spiel setzt auf eine vorbildliche Grafik auf Basis von DirectX 11, baut mit dem passenden Sound eine gute Atmosphäre auf und stimmt den Spieler mit dem passenden Soundtrack auf das nächste Rennen ein, nur der Kommentator nervt manchmal etwas. Allerdings braucht es unbedingt Leute, die mit einem spielen, denn der Singleplayer allein wird bereits nach kurzer Zeit langweilig. Immerhin können sich jetzt alle Rallye-Fans sicher sein, dass der nächste DiRT Teil wieder Rallye pur ist! Je nach Bezugsquelle ist DiRT Showdown derzeit für ca. 14 – 35 Euro zu haben, was für den Spielumfang durchaus gerechtfertigt ist und deswegen vergeben wir folgende Wertung:

Quelle: PCMasters
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