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Eingabegeräte Hardware Testbericht

Cyber Clean Cleaning Compound

Jeder kennt das Gefühl, mit einer nagelneuen Tastatur am PC zu sitzen. Alles glänzt und funkelt, das Schreibgefühl ist super, die Tasten leichtgängig und vorallem ist alles noch sauber. Dieser Zustand ändert sich zwangsweise bei der Benutzung, schließlich handelt es sich um einen Gebrauchsgegenstand. Wenn man die Reinigung des Eingabegeräts etwas schleifen lässt, hat man irgendwann ein zugewachsenes Etwas vor sich, in dem sich lauter Keime tummeln. Auch das Schreibgefühl lässt irgendwann nach, jenachdem was schon für Substanzen ihren Weg zwischen die Tasten gefunden haben. In diesem Zustand sollte man seine Tastatur besser auseinanderbauen und die nicht elektrischen Teile mit Wasser und Seife reinigen.<br />Wer auch zwischendurch mal an den Sauberkeitszustand seiner Peripherie denkt, kann sich inzwischen auf einer breiten Palette an Reinigungsmitteln umsehen. Wir wollen uns ein etwas ausgefalleneres Produkt ansehen, mit dem es möglich sein soll, verschiedenste Oberflächen schnell und unkompliziert zu reinigen und gleichzeitig zu desinfizieren.

Die Rede ist von „Cyber Clean“ – einer Substanz, die zunächst Zweifel aufkommen lässt. Nach dem Öffnen der Verpackung ertasten wir ein neongelbes, labbriges Zeug, welches auch noch genauso riecht wie es aussieht. Laut Verpackungsaufdruck sollen wir uns nun dazu überwinden, dieses in unsere Tastatur zu quetschen und anschließend wieder herauszuziehen. Wir wollen einen Versuch riskieren. <p style="text-align: center;"></p> <table style="width: 100%;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="5"> <tbody> <tr> <td align="center"></td> <td align="center"></td> </tr> </tbody> </table>

Anwendung
Neben Tastaturen soll man mit der Substanz, die wir im Alltag kurzum „Flubber“ nennen, auch Smartphones, Drucker und andere zerklüftete Oberflächen reinigen können. Da unsere Tastatur aber durchaus mal eine Reinigung vertragen kann, muss diese als Erste herhalten. <p style="text-align: center;"></p> <table style="width: 100%;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="5"> <tbody> <tr> <td align="center"></td> <td align="center">
</td> </tr> </tbody> </table> <p style="text-align: center;"></p>
Nachdem wir die feucht-klebrige Masse aus der Verpackung gefummelt haben, müssen wir sie zunächst wieder etwas in Form bringen, um sie vernünftig auf der Tastatur zu verteilen. Unter Einsatz von dosierter Gewalt formen wir ein Rechteck, anschließend geht es der Tastatur zuleibe.
Als Testkandidat soll eine recht unspektakuläre Microsoft Wireless Keyboard 3000 herhalten. Diese hat ein recht flaches Tastenprofil und sehr schmale Zwischenräume, in die die Substanz hereinkommen muss.
Mit dem Handballen kneten wir die Substanz gemäß der Anleitung unter gewissem Krafteinsatz auf die Oberfläche der Tastatur, sodass wir die Tasten darunter erfühlen können. Nach kurzem Einmassieren der Masse glauben wir, dass diese nun auch in die kleinsten Ritzen hereinreicht. Mit etwas Vorsicht und Geduld soll sich nun der Glibber wieder in einem Stück herausziehen lassen. <p style="text-align: center;"></p> <table style="width: 100%;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="5"> <tbody> <tr> <td align="center"></td> <td align="center"></td> </tr> </tbody> </table> <p style="text-align: center;"></p>
Dies funktioniert tatsächlich größtenteils wie versprochen. An einer Stelle haben wir wohl etwas zu fest gedrückt und die Masse drohte zu reißen, aber mit etwas Fingerspitzengefühl konnten wir auch die letzten Reste zwischen den Tastenkanten herausziehen.
Was übrig blieb war ein penetranter, chemischer Zitronengeruch, ungefähr vergleichbar mit dem von Auto- Wischwasserkonzentraten. Aber der Zweck wurde erfüllt – unsere Tastatur war tatsächlich merklich sauber! <p style="text-align: center;"></p> <table style="width: 100%;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="5"> <tbody> <tr> <td align="center"> <p>Tastatur vorher</p> <p>Tastatur: vorher</p> </td> <td align="center"> <p>Tastatur nachher</p> <p>Tastatur: nachher</p> </td> </tr> </tbody> </table> <p style="text-align: center;"></p>
Auch in den Tastenzwischenräumen konnten wir keine Krümel oder ähnliche Verschmutzungen mehr erkennen, die Tastatur glänzte wie neu. Gerade bei schwarzen Tastaturen mit Hochglanzflächen sieht man Schmutz relativ schnell, dieser scheint nun komplett verschwunden. Auf unserem Reinigungspräparat sind noch einige Rückstände zu erkennen, diese lassen sich mehr oder weniger entfernen.
Die Cyber Clean Substanz hat also eine gewisse Halbwertszeit, sie setzt sich irgendwann mit Schmutz zu und muss ersetzt werden. Auf der Rückseite der wiederverschließbaren Folienverpackung sehen wir dazu ein kleines Sichtfenster, durch das wir die gelbe Reinigungsmasse erblicken können. Daneben befindet sich ein Feld mit einer grün- grauen Farbe, welches anzeigt wie die Substanz aussieht, wenn sie weggeworfen werden sollte. Nach ungefähr 5 Anwendungen sieht unser Testsample aber noch fast aus wie neu und kann noch verwendet werden.
Wichtig ist, dass man die Substanz mit trockenen Händen verwendet. Anderenfalls kann die „Klebefähigkeit“ der Masse verloren gehen, sodass der Schmutz nicht mehr erfasst werden kann.
Nun wollten wir auch andere Gegenstände zum Reinigen testen, unter Anderem eine Logitech MX-518 Maus und eine Fernbedienung. Bei der Fernbedienung konnten wir ähnlich gute Ergebnisse erzielen, vorallem die Zwischenräume zwischen den kleinen Tasten erreicht das Produkt gut.
Die Maus ließ sich nur bedingt reinigen, Rückstände auf den Tasten konnte das Material nicht aufnehmen, da diese mit dem Untergrund „verbunden“ waren. Hier hilft nur noch ein Tuch zum Abwischen. Da es hier auch kaum Fugen gab, gab es für das Reinigungsmittel kaum Angriffsfläche und der Erfolg hielt sich in Grenzen.

Fazit
Das “Cyber Clean High Tech Cleaning Compound” ist für derzeit ca. 8,50 Euro im 145 g Pop-Up Becher erhältlich und bietet in dieser Verpackungsvariante fast doppelt so viel Inhalt wie in unserer 80 g Zip-Bag Testpackung. Da man sich den Inhalt nach Belieben aufteilen und auch wiederverwenden kann, sollte der Inhalt auch eine ganze Weile lang halten.
Die Reinigungsleistung der kuriosen Substanz ist durchaus ordentlich, vorallem zerklüftete und schwer zugängliche Oberflächen wie Tastaturen sind besonders geeignet für die unkomplizierte Reinigung. Dabei wird nicht nur der Schmutz entfernt, sondern auch Keime auf der Oberfläche abgetötet, wie uns die Verpackung verspricht.
An den zurückbleibenden Geruch muss man sich eventuell gewöhnen, allerdings verfliegt dieser auch nach ein paar Tagen wieder.
Bei festsitzenden Verschmutzungen wie Schweißrückständen oder klebenden Substanzen ist das Mittel allerdings machtlos, hier muss man zu anderen Maßnahmen greifen.
Insgesamt ist das Reinigungsergebnis gut, wer schon immer einen Weg gesucht hat, seine Tastatur unkompliziert zu reinigen, hat mit „Cyber Clean“ ein wirksames Mittel in der Hand.
Zum Schluss möchten wir uns bei Bite Consulting für die interessante Beilage bedanken.

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