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PlayStation Vita im Test

Lange gab es nur Gerüchte um das Nachfolgesystem zur PlayStation Portable. Während der E3 2011 in Los Angeles hat Sony dem Ganzen ein Ende gesetzt und die neue tragbare Konsole, die bis dato vor allem unter dem Namen NGP (Next Generation Portable) gehandelt wurde, offiziell vorgestellt. Nachdem die Konsole bereits am 17. Dezember in Japan erschienen ist folgt heute auch der Verkaufsstart in den USA und Europa. Wir haben die neue tragbare Konsole von Sony unter die Lupe genommen und uns genau angesehen, wo die Stärken oder Schwächen des Systems liegen. Ob die PlayStation Vita insgesamt hält, was Sony verspricht, erfahrt ihr in diesem Review.

Während der Präsentation des neuen Systems, von der wir auch berichteten, stellte Sony vor allem die starke Hardware der PlayStation Vita in den Vordergrund, denn genau hier liegt das große Potenzial gegenüber den verschiedenen Modellgenerationen der PlayStation Portable.

Neben dem Eindruck den die Konsole selbst macht und der Frage, ob sie wirklich alle Versprechen von Sony halten kann, liegt natürlich auch der Vergleich zu anderen Handheld-Systemen auf der Hand. Wir werden in einem entsprechenden Abschnitt also auch schauen, wie sich die PlayStation Vita gegenüber dem Nintendo 3DS schlägt. <p style="text-align: center;"></p> <p style="text-align: center;"></p>

Bevor wir mit einem Überblick über die technischen Daten der PlayStation Vita den Test beginnen möchten wir uns noch bei Sony für die problemlose Bereitstellung eines Testexemplars der PlayStation Vita sowie einer entsprechenden Speicherkarte bedanken.

Technische Daten & Erster Eindruck Die PlayStation Vita ist in zwei Versionen erhältlich, für ca. 250 Euro bekommt man die Version mit WiFi Chip, für etwa 300 Euro sind neben dem WLAN-Antenne auch ein 3G Modul und ein Einbauplatz für eine SIM-Karte vorhanden um damit das Mobilfunknetz für Internetverbindungen zu nutzen. Bei unserem Testexemplar handelt es sich um die letztgenannte Version. Technische Daten:
  • CPU: ARM Cortex-A9 Quadcore Prozessor
  • Grafikchip: PowerVR SGX543MP4+
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Grafikspeicher: 128 MB
  • OLED-Bildschirm: 12 cm (etwa 4,6 Zoll) Bildschirmdiagonale, kapazitive Multi-Touch Technologie
  • Bildschirmauflösung: 960 x 544
  • Rückseitiges Touchpad: kapazitivie Multi-Touch Technologie
  • Kameras auf der Vorder- und Rückseite, 320 x 240 oder 640 x 480 Px Bildauflösung
  • Mikrofon und Stereolautsprecher sind integriert, Anschluss eines Headsets ist möglich
  • Lage- bzw. Bewegunssteuerung mittels Six-Axis-Sensorsystem
  • Integriertes GPS
  • Zwei Analogsticks
  • Drahtloskommunikation über 3G (je nach Modell), 802.11 b/g/n WiFi, Bluetooth 2.1
  • Kommunikation mit einem PC oder einer PlayStation 3 über USB
  • Akku: Laufzeit beim Spielen ca. 3-5 Stunden, bei Video- oder Musikwidergabe bis zu 9 Stunden, vollständige Wiederaufladung in 2-3 Stunden (Herstellerangaben)

Wie gut zu erkennen ist hat sich Sony bei der Gestaltung der Bedienelemente eng an den Controllern für die Heimkonsolen der PlayStation-Familie orientiert. Neben den bereits erwähnten zwei Analogsticks sind ein Steuerkreuz, zwei Schultertasten, die vier bekannten Aktionstasten, ein Homebutton, eine Start- und eine Selecttaste vorhanden. Zusätzlich befinden sich oben im Rahmen der Konsole noch der Powerknopf sowie Tasten zur Regulierung der Lautstärke.

Viel spannender als diese Beschreibung ist aber der erste echte Eindruck. Die PlayStation Vita kommt in einer kompakten Verpackung daher und enthält im Lieferumfang alles was benötigt wird. Nach der ersten Inbetriebnahme, bei der wir das Datum, die Uhrzeit, die Zeitzone, die Sprache und unseren PSN-Account sowie den Zugang zum heimischen WLAN eingerichtet haben konnten wir loslegen.

Dabei liegt die Vita anfangs gut in der Hand, der Bildschirm ist angenehm hell und die Verarbeitung macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Doch es kommen bereits erste Fragen auf: Während man ja bei Bildschirmen verstehen kann weshalb man auf eine spiegelnde Vorderseite der Konsole setzt, fällt uns einfach kein Grund dafür ein, dass das Touchpad (und nur das Touchpad) auf der Rückseite ebenfalls in Glanzoptik gehalten wird. Die Rückseite der Spielkonsole wird so sehr schnell von Fingerabdrücken und Schlieren überzogen. Schnell fällt auf, dass die Bedienelemente auf der Vorderseite sehr eng angeordnet sind, ob und wie sich dies beim Spielen auswirkt werden wir zu gegebener Zeit überprüfen. Spielerlebnis & Grafik Nach der Ersteinrichtung haben wir zunächst die Software auf den neuesten Stand gebracht & anschliessend über den amerikanischen PlayStation Store die spielbaren Demoversionen zu Asphalt Injection und Uncharted: Golden Abyss heruntergeladen. Dankenswerterweise hat Sony uns mehrere Downloadcodes für Spiele zur Verfügung gestellt, leider war der deutschsprachige PlayStation Store jedoch während der Testphase nicht verfügbar (die Meldung „leider ist der Service in Ihrem Land / Ihrer Region nicht verfügbar“ erinnert auffällig stark an zahlreiche in Deutschland gesperrte YouTube-Videos) und im amerikanischen Store wurden die Codes nicht akzeptiert. Wir werden Versuchen unsere Eindrücke zu einigen dieser Spiele, darunter sind unter anderem Uncharted: Golden Abyss, WipEout 2048 und Mod Nation Racers, nachzuliefern sobald der deutschsprachige PlayStation Store verfügbar ist und wir die Codes einlösen können.

Die Demoversion zu Uncharted: Golden Abyss enthält zwei spielbare Level und vermittelt einen ersten Eindruck vom jüngsten Ableger der beliebten Reihe. Die Grafik macht dabei einen sehr guten Eindruck. Die Spielbarkeit ist gut, der Ablauf jederzeit flüssig. Ärgerlich ist jedoch dass die Aktionstasten auf der rechten Seite des Handhelds sehr nah am Analogstick liegen, so kommt es gelegentlich vor, dass man versehentlich die Kameraperspektive verändert obwohl man lediglich die Aktionstasten nutzt. Der linke Analogstick ist dazu da um Nathan Drake durch die Welt zu bewegen. Die gleichzeitige Nutzung des rechten Analogsticks mit den Aktionstasten ist nicht wirklich möglich, aber auch nicht notwendig. In einzelnen Sequenzen werden auch die Bewegungssensoren genutzt. Die Verwendung dieser Sensoren zum Zielen mit einem Gewehr ist zwar eine nette Idee, erweist sich aber beispielsweise im Zug oder im Auto als unpraktisch. Hier haben die Entwickler aber mitgedacht, die Nutzung der Sensoren ist in den Optionen des Spiels regulierbar und lässt sich bei Bedarf auch ganz abschalten. Wenn sich die Vollversion ähnlich gut schlägt wie die Demo, erhalten Fans ein gelungenes Adventure. Einen sehr guten Eindruck macht die Demoversion von Asphalt Injection. Die Grafik ist gut, offenbart aber auch Schwächen. So wirken die Autos auf eisigen Strecken beispielsweise sehr unnatürlich und erzeugen den Eindruck sie seien nachträglich eingesetzt worden. Die Lenkung der Sportwagen mit dem linken Analogstick ist gelungen. Man kann starke und schwache Lenkeinschläge dosieren und so seine Linie Runde für Runde verbessern. Das Fahrverhalten der Autos ist, wie für Arcadespiele üblich, sehr leicht beherrschbar – die Bremse wird ebenso selten genutzt wie das Gas losgelassen wird. Zusätzlich bietet das Spiel einen aufladbaren Adrenalin-Balken. Dieser liefert, wenn er voll aufgeladen ist und aktiviert wird, einen relativ lang anhaltenden Geschwindigkeitsbonus. Alternativ sind kürzere Boni verfügbar, wenn der Balken nicht voll aufgeladen ist. Aufgeladen wird der Balken über spektakuläre Fahrmanöver oder das einsammeln entsprechender Power-Ups. Auch bei diesem Spiel kann mit dem rechten Analogstick die Kamera gesteuert werden. Leider wirkt sich eine ungewollte Betätigung dieses Sticks hier besonders ärgerlich aus: Wer den Geschwindigkeitsbonus aktiviert, der will natürlich den optimalen Blick auf die Strecke haben. Wenn man jedoch plötzlich zur Seite schaut riskiert man durch die schlechtere Voraussicht einen Crash. Die zahlreichen Tuningoptionen konnten wir leider mit der Demoversion nicht testen. Die Grafik des Spiels macht, gerade für tragbare Konsolen, einen guten Eindruck und passt zum Sound – beide sind arcadetypisch nicht gerade auf Realismus getrimmt, sorgen aber für kurzweiligen Rennspaß.

Wer große Hände hat dürfte bei längeren Spielzeiten Probleme bekommen, die Vertiefungen an denen man die Vita auf der Rückseite greifen kann fallen relativ klein aus. Man kann zwar eingeklappte Zeigefinger nutzen um die Konsole mit den Vertiefungen darauf zu balancieren und sie dann relativ angenehm zu halten, aber die Knöpfe und Tasten auf der Vorderseite können mit großen Fingern nicht immer optimal bedient werden.


Die Rückmeldung der Tasten und Analogsticks ist gut, auch die Dosierbarkeit der Analogsticks ist definitiv und gelungen und die Schultertasten lassen sich je nach Handhaltung leicht bedienen. Mit kleineren Händen wird der Spielspaß sicher noch steigen da die Bedienung dann komfortabler wird.


Internetnutzung mit der PS Vita Zur Internetnutzung mit der PlayStation Vita gibt es zwei Mögllichkeiten, zum einen die Nutzung von WLAN Netzwerken und in der teureren Variante auch die Verwendung mit einer SIM-Karte um über das Mobilfunknetz online zu gehen. Wir haben die WLAN Nutzung getestet. Die Navigation über die auf dem Touchscreen eingeblendete Tastatur geht leicht von der Hand und ermöglicht die zügige Eingabe von Webadressen. Zum vergrößern oder verkleinern der Anzeige werden die üblichen Gesten für Geräte mit Multi-Touchscreen genutzt. Die Vita reagiert schnell auf diese Eingaben. Scrollt man zügig auf Internetseiten merkt man jedoch dass die Konsole gelegentlich noch mit dem Nachladen von Inhalten beschäftigt ist, hier haben wir uns mehr versprochen, die Technik für schnelles mobiles Surfen sollte Sony ja im Konzern vorfinden.

Ein großer Schwachpunkt ist die fehlende Flashunterstützung, so konnten wir beispielsweise nicht einmal YouTube nutzen. Auch eine Benutzeranmeldung auf verschiedenen Internetseiten funktionierte nicht.

Diejenigen Internetseiten die sich aufrufen und darstellen lassen werden jedoch gut dargestellt und der Bildschirm ermöglicht auch das lesen längerer Texte ohne besondere Anstrengung für die Augen.

Wir hoffen das hier noch ein Update für den Internetbrowser folgt, gerade YouTube und andere Multimedia-Dienste könnten mit dem großen Bildschirm viel Freude bringen. Bislang sind Smartphones jedoch die deutlich bessere Alternative zum drahtlosen Surfen im Netz.


PlayStation Vita als Mediaplayer


Musik- oder Videodateien werden mittels einer auf dem PC installierten Software, dem Inhaltsmanager-Assistenten, auf die PlayStation Vita kopiert. Leider können die Daten nicht von jedem beliebigen Ort auf dem Rechner aus verwendet werden, sie müssen sich dafür in einem in der Software eingestellten Ordner befinden.

Hat man die Musikdateien einmal auf die Konsole kopiert kann man bequem in der Musikbibliothek stöbern und die gewünschten Titel wiedergeben. Was schnell auffällt ist das Fehlen von Wiedergabelisten, ein eigentlich kleines Feature das aber einen großen Komfortgewinn bringen kann. Auch hier kann man nur hoffen ,dass Sony diese kleine Schwäche mit einem Softwareupdate behebt.

Die Musikwiedergabe selbst funktioniert gut, der Wechsel zwischen verschiedenen Titeln ist über den Bildschirm leicht möglich. Da keine Tasten dafür am Gehäuse vorhanden sind und sich der Bildschirm nicht sperren lässt eignet sich die PlayStation Vita nicht als Ersatz für dedizierte Musikplayer im Taschenformat. Selbstgewählte Musik kann aber im Hintergrund laufen während man spielt oder im Internet surft.

Die Anschlüsse für USB, Headset und Speicherkarte. Hat man einmal Videodateien auf die PlayStation Vita kopiert können diese ähnlich wie Musikstücke abgespielt werden. Leider unterstützt die Vita nur wenige Dateiformate, dies machte während unseres Tests den Einsatz von Konvertern notwendig bevor wir die Videowiedergabe testen konnten. Die Videowiedergabe selbst ist gut, hier spielt der Bildschirm seine Stärke aus. Mit einem Bildschirm, der größer ausfällt als bei den meisten Smartphones und einer guten Bildqualität macht der Einsatz der PlayStation Vita als mobiler Videoplayer durchaus Spaß.

Wer gerne unterwegs Musik hört ist vermutlich mit einem Smartphone oder einem dedizierten Musikplayer besser bedient. Wer von der Videowiedergabe Gebrauch machen möchte der hat mit der PlayStation Vita eine Möglichkeit, die den meisten Smartphones mindestens ebenbürtig ist, vielen wird sie aufgrund des großen Bildschirms sogar überlegen sein.


Der PlayStation Store


Leider war der deutsche PlayStation Store während unserer Testphase nicht verfügbar, wir haben aber im amerikanischen PlayStation Store gestöbert um uns einen Eindruck zu verschaffen.

Im PlayStation Store können Spiele gekauft und heruntergeladen werden. Die Abrechnung für getätigte Käufe erfolgt dabei über das bei der Ersteinrichtung eingestellte PSN-Konto. Zusätzlich zum Kauf von PS Vita Spielen werden im PlayStation Store auch PlayStation Portable Spiele angeboten. Bei vielen Spielen besteht auch die Möglichkeit zunächst eine Demoversion herunterzuladen. Die Downloads der Demos scheinen dabei mit denen der Vollversionen (zumindest hinsichtlich der Dateigröße) identisch zu sein. Im Startbildschirm der Demoversionen wird jederzeit der Erwerb der Vollversion über die Schaltfläche "Buy Full Version" angeboten. Da die Downloads schienbar identisch sind kann der volle Funktionsumfang nach dem Erwerb der Vollversion schnell und ohne erneuten Download genutzt werden, diese Idee finden wir wirklich gut. Zusätzlich sind bei einigen Spielen auch Trailer oder Featurevideos verfügbar. Vergleich zum Nintendo 3DS


Wenn eine neue tragbare Konsole veröffentlicht wird, dann liegt der Vergleich zu aktuellen Modellen natürlich sprichwörtlich auf der Hand. Der aktuelle Handheld von Nintendo, der Nintendo 3DS, ist bereits seit fast einem Jahr auf dem Markt und hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen eine stabile Fangemeinde erarbeitet.

Sofort fällt auf, dass die PlayStation Vita einen deutlich größeren und besseren Bildschirm zu bieten hat, sowohl hinsichtlich der Auflösung als auch bei der Funktionalität. Während der Nintendo 3DS zwei kleine Bildschirme besitzt, von denen lediglich einer als resistiver Touchscreen ausgelegt ist (der 3D-Bildschirm verfügt über keine Touchfunktionen) hat die PlayStation Vita ihren großen kapazitiven Multi-Touchscreen. Bei der Bedienung liegt die PlayStation Vita nominell ebenfalls leicht vorn, die Dosierbarkeit der zwei Analogsticks ist deutlich präziser als die des einzelnen (bzw. wenn der 3DS mit dem Circle Pad Pro ausgerüstet ist der beiden) Schiebepads. Die weiteren Tasten sind bei beiden Handhelds vergleichbar, zwei Schultertasten, ein Steuerkreuz und mehrere ähnlich große Aktionstasten werden von einigen Zusatztasten wie dem Homebutton oder Start und Select ergänzt.

Allerdings punktet der Nintendo 3DS mit dem namensgebenden 3D-Feature. Momentan ist der Nintendo 3DS das einzige Videospielgerät, welches 3D Grafik ohne die Verwendung einer speziellen (und für Brillenträger oft unkomfortablen) Brille ermöglicht. Da Sony bereits bei der PlayStation 3 Erfahrungen mit 3D Funktionen gesammelt hat hätte man vermuten können dass die PlayStation Vita zumindest in Verbindung mit einer entsprechenden Brille oder des im September angekündigten HMZ-T1 3D-Viewers auch die Anzeige von 3D-Inhalten unterstützt, dies ist jedoch nicht der Fall. Hier kann der 3DS klar punkten. Die Tatsache, dass auf dem Nintendo 3DS auch entsprechende 3D Filme angesehen werden können unterstützt den Vorteil dieses Features.

Die Kameras beider Systeme arbeiten mit der gleichen Auflösung und machen vergleichbare Bilder, subjektiv liegt die Kamera der PlayStation Vita knapp vorn.

Größenvergleich: Allein der Bildschirm der PS Vita erreicht die Größe des Nintendo 3DS Der 3DS besitzt allerdings nicht nur eine Frontkamera, die auch die PlayStation Vita vorweisen kann, sondern hat (anders als die Vita) sogar zwei Kameras im Deckel. Durch diese zwei Kameras kann der Nintendo 3DS auch 3D-Fotos (in geringerer Auflösung) aufnehmen (die auch an entsprechend ausgerüsteten PCs oder anderen 3D fähigen Geräten angesehen werden können). Auch hier muss man die Innovationen des 3DS anerkennen. Das Spielerlebnis ist auf beiden Konsolen gut, während Sony für seine Handheldkonsole auf große Titel wie z.B. Uncharted oder WipEout zurückgreifen kann und bereits zum Launch eine große Anzahl Spiele verfügbar ist wartet der Nintendo 3DS mit der ganzen Bandbreite beliebter Nintendo-Charaktere auf, Super Mario und co. sind bei vielen Spielern beliebt wie eh und je.

Vergleich: PlayStation Portable und Vita nebeneinander Im Bereich der Kommunikation sehen wir die PlayStation Vita ebenfalls vorn, optionale 3G Verbindungen und Bluetooth kann der Nintendo 3DS nicht vorweisen. Da die PlayStation Vita jedoch bei der Wiedergabe von Videos die bessere Figur macht, auch wenn sie dabei mit dem Standard heutiger Smartphones teilweise nur mithalten kann, und auch die leistungsstärkere Hardware sowie höher aufgelöste Spiele bietet scheint die PlayStation Vita sich in diesem Vergleich durchzusetzen. Im Bereich der Musikwiedergabe hat der Nintendo 3DS allerdings einen weiteren Vorteil: Er erlaubt Musikwiedergabe im zugeklappten Zustand, damit kann er dank seiner kompakteren Maße auch z.B. während einer Zugfahrt zur Musikwiedergabe genutzt werden. Ein wichtiger Punkt ist die Akkulaufzeit, nutzt man den 3D Modus bzw. spielt 3DS Spiele auf dem Nintendo 3DS kommt man in eine Größenordnung von fünf Stunden. Spielt man lediglich DS Titel sind sogar bis zu acht Stunden möglich. Die PlayStation Vita erreicht beim Spielen im Flugmodus, also wenn sämtliche Funkverbindungen abgeschaltet sind, eine Laufzeit von etwa 4,5 Stunden. Dieser Wert kann z.B. durch Wiedergabe von Musik im Hintergrund oder Spiele mit mehr bzw weniger Systemlast schwanken. Ein weiterer Vorzug des Nintendo 3DS ist die Verwndung von SD(HC) Karten, wer mehr Speicherplatz benötigt kann zu günstigen Karten greifen und ist anders als bei der PlayStation Vita nicht gezwungen sich einem Sonderformat des Herstellers zu unterwerfen.

Größenvergleich: Die PlayStation Vita ist deutlich größer als die PlayStation Portable Schön ist am 3DS auch, dass man ihn zuklappen kann. Bei der PlayStation Vita könnte man Sorge haben, ob die hervorstehenden Analogsticks den Aufenthalt in Jacken- oder Hosentaschen auf Dauer überstehen.

Letztlich haben beide Systeme ihre Stärken, einen klaren Sieger kann man nur schwer finden da hier auch individuelle Präferenzen und Piroritäten, z.B. bei der Gewichtung verschiedener Aspekte, eine große Rolle spielen. Uns gefällt insgesamt jedoch der Nintendo 3DS geringfügig besser als die PlayStation Vita.


Fazit


Den Schluss dieses Reviews bildet nun das Fazit. Die PlayStation Vita hat viele Stärken und leider auch einige Schwächen, von denen ein großer Teil per Softwareupdate behoben werden könnte. In der momentan aktuellen Softwareversion sind diese Schwächen jedoch noch vorhanden.

Kommen wir zuerst zu einer Zusammenfassung unserer Kritikpunkte:
Die Tasten sind klein und eng angeordnet, in hektischen Spielsituationen kann man schnell den falschen Knopf erwischen. Zusätzlich fehlt in der Musikanwendung die Möglichkeit Wiedergabelisten zu nutzen und die Bandbreite unterstützter Multimediaformate ist sehr klein. Die relativ weit aus dem Gerät hervorstehenden Analogsticks lassen Zweifel an der Lebensdauer aufkommen wenn diese oft in Jacken- oder Hosentaschen gestopft werden. Weiterhin wäre es schön, wenn man die Bildschirmhelligkeit in den Optionen dimmen könnte. Die PlayStation Vita liegt gerade bei längeren Spielzeiten suboptimal in der Hand, wer große Hände oder dickere Finger hat bekommt schnell das Gefühl, dass die PlayStation Vita jederzeit herunterfallen könnte oder muss sich intensiv mit der Suche nach einer stabilen Haltung befassen – ein unkomplizierter Einstieg ist nicht möglich.

Doch die PlayStation Vita hat natürlich auch einige Stärken, in erster Linie ist da ihr großer und sehr präzise arbeitender OLED-Multi-Touchscreen zu nennen. Auch die leistungsstarke Hardware und die für ein mobiles Gerät beeindruckende Grafikleistung dürfen nicht unerwähnt bleiben. Die Lage- und Bewegungssensoren der PlayStation Vita sind keine Neuheit, liegen aber im Trend und sind gut umgesetzt. Die Kombination aus den vielseitigen Kommunikationsmöglichkeiten, hier sticht vor allem die optionale 3G Verbindung heraus, und der leistungsstarken Hardware bietet noch viel mehr Potenzial als jetzt zum Release genutzt wird.

Wir erkennen die Stärken der PlayStation Vita an, müsen aber auch auf die Schwachstellen verweisen. Ob ein Gerät mit diesen Stärken und Schwächen den Preis von rund 250 (WiFi Modell) bzw. 300 Euro (WiFi + 3G Modell) wert ist muss jeder für sich entscheiden, eine klare Kaufempfehlung können wir an dieser Stelle nicht geben.

Mit etwas Wohlwollen und der Hoffnung das Schwachstellen bei der Software mit Updates behoben werden erhält die PlayStation Vita von uns folgende Wertung:

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