Eingabegeräte Hardware Testbericht

Razer BlackWidow Ultimate: Rückkehr der mechanischen Tastatur

Eigentlich könnte man ja meinen, dass der Großteil der Bevölkerung (zumindest Stadtbewohner im schönen Europa) kleinen achtbeinigen Tierchen nichts abgewinnen kann. Nichtsdestotrotz hat man beim kalifornischen Konzern Razer die Angewohnheit, die eigenen Produktserien nach bestimmten Tierarten zu benennen. Im Falle der beliebten Mäuse sind das gefährliche Gift- und Würgeschlangen, bei den Headsets standen gefräßige Meeresbewohner Pate und bei den Tastaturen hat es dann eben die eher unschönen Spinnen getroffen.

Mit Tarantula, Arctosa und Lycosa hat man sich dabei bisher der Familie der Wolfspinnen bedient – kleine biologische Ungenauigkeiten bitten wir zu verzeihen. Für das neue absolute Top Modell musste allerdings etwas Gefährlicheres her, womit wir dann bei der Schwarzen Witwe bzw. BlackWidow wären, die auf der ganzen Welt ihr Unwesen treibt. Zwar eher selten tödlich, aber mit ihrem Biss durchaus unangenehm sollte man sie wenn möglich meiden.

Nun aber zurück zum eigentlichen Objekt der Begierde, der Razer BlackWidow, die die neue Speerspitze der Razer Tastaturen bildet. Als eine der ersten Modelle macht sie das Prinzip der mechanischen Tastatur auch für Gamer tauglich und will sich durch Eigenschaften wie das spürbare Feedback beim Tastendruck und dem geringeren Tastenwiderstand bei Liebhabern von RTS (Strategie-) Spielen und FPS (Ego Shootern) Games beliebt machen. Dazu kommt zumindest bei der Ultimate Version die Beleuchtung jeder einzelnen Taste durch eine LED, die die BlackWidow in der Nacht zum kleinen Flutlicht macht. Einziger Nachteil: Wirklich preiswert ist sie nicht. Deswegen wollen wir euch heute zeigen, ob sich die Investition auch wirklich lohnt.

Natürlich gilt wie immer ein großer Dank an das Team von Razer für die problemlose Bereitstellung eines Testmusters für unseren Bericht. Lieferumfang - Razer BlackWidow Ultimate
Schon bei anderen Reviews wie dem der Razer Imperator oder Razer Abyssus Mirror haben wir festgestellt: Razer Verpackungen sind Schwarz/Grün und fallen mit glänzenden Akzenten auf. Und welch Wunder, bei der BlackWidow Ultimate ist das auch wieder der Fall. Dazu kommt ein großes Bild der Tastatur selbst, was allerdings auf den ersten Blick verwirrt, da man das englische Layout zeigt, doch eine Seite weiter verrät ein Aufkleber, dass sich im Inneren das deutsche Layout befindet. Durch einen kleinen Ausschnitt im Karton laden die Pfeiltasten zum "Probedrücken" ein, damit man nicht die Katze im Sack kauft. Warum? Der Grund findet sich gleich darunter, denn die BlackWidow Ultimate setzt auf mechanische Tasten, die ein hörbares Klicken von sich geben. Zusätzlich weist man dann auch noch auf die vollständig programmierbaren Tasten und die 5 zusätzlichen Gaming Keys hin, die ebenfalls frei belegbar sind.

Auf der Rückseite listet man für eventuelle Interessenten alle Details auf, bspw. die blaue Hintergrundbeleuchtung jeder einzelnen Taste, die 10 Software Profile die On-the-Fly gewechselt werden können, die optimierte Tastenmatrix um Ghosting zu verhindern oder die leicht zugänglichen Media Tasten. Wer der englischen Sprache nicht mächtig sein sollte – was heute noch durchaus vorkommen kann – für den sind im unteren Bereich nochmals in 16 Sprachen die Features übersetzt. Auf den seitlichen Teilen der Verpackung weist man uns auch noch darauf hin, dass man einen PC mit Windows 7, Vista oder XP und eine Internet Verbindung zur Treiber Installation benötigt. Zu guter Letzt bleibt noch ein kleines grünes Symbol mit der Aufschrift "Elite", das uns verrät, dass hier die Crème de la Crème vor uns liegt.

Wer es nicht abwarten kann endlich sein Eigentum zu betrachten, der kann den Karton schnell an der Seite öffnen und zieht den Inhalt aus der im Inneren komplett grünen Verpackung. Dort befindet sich dann eine ausgeklügelte Konstruktion aus verschiedenen Papp-Elementen, die die BlackWidow Ultimate sicher im Griff haben. Mit ein paar Handgriffen ist sie ausgepackt, unter der Tastatur versteckt sich noch eine kleine Schachtel mit Anleitungen und anderen Dokumenten. Das Anschlusskabel mit vergoldeten USB und Audio Steckern ist mit 2,15 Metern wohl mehr als ausreichend dimensioniert, allerdings auch verhältnismäßig dick und auch sehr steif, was bei uns bereits zum Bruch der Isolierung an einer Stelle geführt hat.

Bleibt also noch der mysteriöse Inhalt der kleinen Pappschachtel. Darin befinden sich ein Master Guide, der jede Funktion erläutert, ein Quick Start Guide für die schnelle Inbetriebnahme, ein Zertifikat für das offizielle Razer Produkt, ein Produktkatalog und zwei Aufkleber. Kleiner Nachteil – alles ist komplett auf Englisch verfasst. Wer damit Probleme hat, wird sich vermutlich viel mit einem Online Übersetzer beschäftigen. Die Tastatur im Detail - Razer BlackWidow Ultimate
Bei den vielen Features der Razer BlackWidow Ultimate sind natürlich auch viele Details zu finden. Und da man bei dem vergleichsweise hohen Preis dieser mechanischen Tastatur auch komplett von ihr überzeugt sein sollte, bevor man sie in seinen Warenkorb packt, wollen wir versuchen sie euch von vorn bis hinten zu erklären.
Nach dem Auspacken präsentiert sich unsere Schwarze Witwe – ich denke es wird keinen überraschen – komplett in Schwarz. Genauer gesagt in Hochglanz Schwarz.

Zugegebenermaßen, das sieht wirklich edel aus, hat jedoch den kleinen Nachteil von Finger- bzw. sonstigen Fettabdrücken. Die drei Standardsymbole zum Anzeigen des Zustandes von Caps Lock, Num Pad und Rollen sind auf den ersten Blick nicht zu finden und geben sich auch erst zu erkennen, wenn man die BlackWidow mit einem USB Port am Computer verbindet. Im Normalfall sollte dann auch die Hintergrundbeleuchtung der einzelnen Tasten anspringen. Sowohl für Neulinge als auch für längere Besitzer von beleuchteten Tastaturen eine kleine Überraschung, denn durch den Fakt, dass jede Taste einzeln beleuchtet ist, wird die BlackWidow Ultimate in der Nacht zum Flutlicht. Wem das dann zu hell ist, der kann zwischen 3 Helligkeitsstufen und einem "Breathing"-Modus wählen, bei dem das Licht pulsiert – oder es auch einfach abschalten. Im unteren Teil der Tastatur prangt das ebenfalls beleuchtete Razer Logo, was gesondert eingelassen wurde. Im Prinzip eine schöne Idee, leider zieht diese Spalte aber auch magisch Krümel an.

Allgemein ist die Tastatur ziemlich mächtig gebaut, schließlich wiegt sie auch knapp das Dreifache einer normalen Office Tastatur. So sitzen in der knapp 35 Millimeter hohen rechten Seite ein USB Anschluss sowie ein Audio Ein- und Ausgang für Mikro und Kopfhörer. Übrigens fungiert die Tastatur im Gegensatz zur Logitech G15 nicht als USB Hub, sondern schleift das Signal komplett durch – deswegen auch der zweite USB Anschluss am Kabel. Für die Audio Anschlüsse gilt dasselbe, diese können an der Rückseite des PCs verkabelt werden, sodass man nicht immer dahinter klettern muss. Das Anschlusskabel ist wie bereits erwähnt, knapp 2,15 Meter lang und mit einem Durchmesser von 7 Millimetern verhältnismäßig dick, spaltet sich jedoch auf den letzten 40 Zentimetern in die einzelnen Anschlüsse auf.

Doch was genau ist jetzt das Besondere an einer mechanischen Tastatur? Der Unterschied zur gewöhnlichen liegt im Aufbau jeder einzelnen Taste, dabei ist das Konzept ganz und gar nicht neu, denn den Urvater der mechanischen Tastatur, das IBM Model M, gibt es schon seit 1984. Während im Normalfall zwei elektrische Kontakte aufeinander gepresst werden basieren mechanische Tastaturen auf Blatt- oder Spiralfedern, die die Tasten wieder in ihre Ausgangsposition heben. Dadurch entsteht beim Tastendruck ein spürbares Klicken, wie man es auch von einer Computermaus kennt und die Kraft zum Tastendruck bleibt für lange Zeit konstant. Im Falle der Razer BlackWidow Ultimate kommen bewährte und hochqualitative Cherry MX Blue Taster zum Einsatz, die einen Tastendruck von lediglich 50 Gramm statt wie meistens 60 Gramm benötigen, um die Taste zu betätigen. Zusätzlich wird der Tastenbefehl bereits auf halber Strecke ausgeführt was bedeutet, dass die Taste selbst nicht komplett durchgedrückt werden muss. Diese Kombination hat dadurch zur Folge, dass es sich mit der Razer BlackWidow Ultimate im Vergleich zu anderen Tastaturen deutlich schneller tippen lässt, was sich auch positiv auf die Reaktionszeit im Spiel auswirkt.

Die Unterseite der Tastatur wollen wir natürlich an dieser Stelle nicht vergessen. Dort finden sich auf einem Schild Modell- und Produktnummer sowie die Angabe, dass man mit 5 Volt und 500 Milliampere die Grenzen des USB Anschlusses mit 2,5 Watt komplett ausnutzt. Zusätzlich sind 5 Gummifüße dafür zuständig, dass die Schwarze Witwe auch während heißer Gefechte an ihrem Platz bleibt. Natürlich sind auch zwei Hebel zu finden, die die Tastatur um ca. 19 Millimeter anhebt. Schade ist, dass diese Hebel nicht ganz so rutschfest sind und die Tastatur so im gehobenen Zustand etwas instabiler ist. Wie sich das alles im Alltag bemerkbar macht, lest ihr auf der übernächsten Seite.

Technische Spezifikationen: • Mechanische Tasten mit 50 Gramm Aktivierungsdruck
• Jede Taste einzeln beleuchtet und in 5 Modi wechselbar
• 1.000 Hz USB Ultra Polling
• Programmierbare Tasten mit On-the-Fly Makroaufnahme
• Gaming Mode Taste zum Deaktivieren der Windows Taste
• Optimierte Matrix um Ghosting zu verhindern
• Umflochtenes Anschlusskabel
• Größe: 475 x 171 x 30 Millimeter
• Gewicht: ca. 1,5 Kilogramm Treibersoftware - Razer BlackWidow Ultimate
Wie so oft ist es auch hier der Fall: Jede gute Hardware braucht eine gute Software, die sie ansteuert, egal ob Auto, Maus oder Tastatur. Zumindest beim Letztgenannten können wir euch verraten, dass Razer sich da alle Mühe gegeben hat, um dem Gamer jede Menge Optionen zur Verfügung zu stellen. Zugegebenermaßen, verglichen mit dem Treiber einer Maus halten sich die Möglichkeiten doch in Grenzen, doch immerhin wurde der Treiber einfach und übersichtlich gestaltet. Dieser ist auch ganz vorbildlich in Deutsch erhältlich und selbsterklärend.

Um den gewohnten Mustern treu zu bleiben, legt man wie bereits erwähnt wieder keine Treiber CD bei, weswegen man sich diesen aus dem Internet herunterladen muss. Aktuell ist der ca. 30 Megabyte große Treiber in der Version 1.03 erhältlich, zusätzlich lässt ist auch noch das 17 Megabyte schwere Firmware Update auf die Version 1.07 erhältlich, dass diverse Verbesserungen der Software in der Tastatur bringt.

Auf der ersten Seite prangt die Überschrift "Tasten zuordnen" und genau so ist die Seite auch aufgebaut. Man findet das Bild einer BlackWidow Tastatur, bei der jede Taste einzeln klickbar ist und sich dann entweder mit einem Makro, dem Start eines Programms, einem Profilwechsel oder einer Einzeltaste belegen lässt. Einziges Problem: In unserer Treiberversion 1.03 sieht man eine Tastatur mit englischem Layout vor sich, doch Razer sicherte uns zu, dass man dieses Problem schnellstmöglich beheben will. So lässt sich unter dem gewählten Profil wirklich jede einzelne Taste (ausgenommen "Fn") belegen und so im Spiel oder jeder beliebigen Applikation nutzen.

Bevor wir uns den Profilen zuwenden, wollen wir euch jedoch erst den Makro Manager vorstellen. Dieser ist bei der Razer BlackWidow Ultimate sehr umfangreich gestaltet und bietet jede Menge Funktionen. Über den grünen Aufnahme Knopf lässt sich das Makro aufnehmen, für das zuvor ein Name vergeben werden muss. Beim Eingeben hat der User die Wahl, ob er die "normale" Verzögerung nutzt, eine vorher festgelegte Standardverzögerung einbaut oder sie gänzlich ignoriert. Ist das Makro fertig aufgenommen, lassen sich anschließend noch weitere Dinge wie einzelne Verzögerungen oder voreingestellte Befehle wie bspw. Drucken oder Speichern, aber auch erweiterte Dinge wie "PC sperren" einfügen. Natürlich lassen sich die Makros auch ex- und importieren, um sie mit Freunden oder Clan Mates zu teilen.

Nun also wieder zurück zur ersten Seite im Treiber. Will man sich nun ein Makro auf eine Taste legen, hat man zusätzlich die Wahl, wie oft man dieses Makro ausführen möchte. Die beiden Standardvarianten sind natürlich einmalig oder eine fest eingestellte Anzahl. Alternativ kann man es jedoch auch solange ausführen, wie man die Makro Taste gedrückt hält oder die kontinuierliche Wiedergabe mit der Taste ein- und ausschalten.

Nun aber zur Profilverwaltung. Dort lassen sich maximal 10 verschiedene Profile anlegen, die allesamt eine unterschiedliche Tastenbelegung beinhalten können. Auch diese lassen sich Ex- und Importieren, werden im Gegensatz zu Razer Mäusen jedoch direkt auf dem PC gespeichert. Sie lassen sich wahlweise über eine zuvor mit "Profilwechsel" belegten Taste aktivieren oder automatisch beim Start einer Anwendung ausführen, wofür explizit die *.exe ausgewählt werden muss.

Alternativ lassen sich einige Funktionen aber auch direkt im Spiel erledigen. Über die Tastenkombination "Alt Gr" und "Fn" startet man die Makroaufnahme, die durch das rote Lämpchen über dem Numblock symbolisiert wird. Anschließend tippt man alle für das Makro benötigten Tasten und schließt es mit der obigen Tastenkombination wieder ab und drückt die Taste, auf die es gelegt werden soll. Fertig. Ähnlich funktioniert es auch mit den Profilen. Unter der Verwendung von "Fn" und den Zifferntasten 1 bis 0 lassen sich die 10 Profile schnell wechseln. Razer BlackWidow Ultimate in der Praxis
Doch Theorie schön und gut, wie schlägt sich das gute Stück nun in unserem Praxistest? Vor allem erstmal: Gut. Nach kurzer Eingewöhnungszeit kommt einem der geringe Widerstand beim Tippen normal vor und dank dem halben Weg zur Aktivierung des Tastendrucks erhöht sich die Tippgeschwindigkeit zum Teil enorm. Dadurch wird die BlackWidow wie der Urgroßvater von IBM auch durchaus Office-tauglich, auch wenn sie nicht gerade danach aussieht. Das Gleiche gilt für den Einsatz in Spielen. In Shootern neigt man dazu in Sachen Bewegung schneller zu reagieren, in Strategiespielen steigen die APM bei fortgeschrittenen Spielern auch um ein gutes Stück.

Der Nachteil an der Sache ist jedoch die ohne Frage sehr hohe Lautstärke beim Tippen, die möglicherweise andere Clan Mitglieder im TeamSpeak o.ä. mit der Zeit belästigen könnte. Ähnliches gilt für LAN Partys, bei denen sich negative Reaktionen der Nachbarn zeigen könnten. Wer also mit dem Gedanken spielt sich diese Tastatur zu kaufen, der sollte zumindest auf den vier Pfeiltasten in einem Elektronikgeschäft probetippen. Und wo wir gerade beim Thema LAN sind: Mobilität gehört nicht gerade zu den Stärken der BlackWidow Ultimate. Vor allem durch ihr hohes Gewicht und das steife Kabel gestaltet sich der Transport zur Location etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.

Was ebenfalls Probleme bereiten könnte, sind die seitlichen Audio Anschlüsse, da gerade auf LAN Partys der Platz oft knapp bemessen ist und alles gequetscht wird könnten zu lange Stecker dort der Maus in die Quere kommen; Auf der linken Seite wären sie deutlich besser aufgehoben. Und auch der Glanzlack zeigt nach wenigen Wochen seine Nachteile. Der anfängliche Glanz wird von Staub und Fettflecken überdeckt, wer seine Hardware liebt, sollte also auch hier mal etwas nachpolieren.

Doch wir wollen uns natürlich nicht nur beschweren, es gibt auch durchaus positive Seiten. So hat man ähnlich wie Logitech auch einen Gaming Mode eingerichtet, der verhindern soll, dass man beim Spielen versehentlich die Windows Taste aktiviert. Doch hier passiert das nicht über einen mechanischen Schalter, sondern über die Tastenkombi "Fn" + "F11". Dass dieser Gaming Mode aktiv ist, wird wiederum durch das grüne Symbol über dem Numblock angezeigt.

Die "Fn" Taste ist aber für weitere Features zu haben, beispielsweise die Multimedia-Funktionen, die auf die Tasten F1 – F8 verteilt sind oder der Schlafmodus, der auf der Pause-Taste liegt. Zu guter Letzt ist da noch das Tastenkürzel zum Verstellen der Beleuchtung. Diese lässt sich entweder ganz abschalten, in drei unterschiedlichen Leuchtstärken regeln oder in einen "Breathing"-Modus umschalten, bei dem das blaue Licht pulsiert. Dabei ist positiv zu erwähnen, dass die Beleuchtung der BlackWidow Ultimate im Vergleich zu anderen Tastaturen sehr hell ausfällt und alle Tasten klar zu erkennen sind. Allerdings kommt bedingt durch die Position der LEDs das Problem auf, dass die Sonderzeichen unter den Zahlen nicht ausgeleuchtet sind, hier hätte man anders vorgehen müssen.

Wir hoffen also alles Relevante erwähnt zu haben und widmen uns nun dem Fazit. Fazit - Razer BlackWidow Ultimate
Zum Abschluss folgt wie immer eine kleine Zusammenfassung aller wichtigen Details, die für den Kauf der BlackWidow Ultimate entscheidend sein könnten. Wer sich dazu entschließen sollte, der bekommt auf jeden Fall eine sauber verarbeitete mechanische Tastatur, die sehr hochwertig wirkt und voller Technik steckt. Das Besondere sind die mechanischen Taster, die bei jedem Druck ein hörbares Klicken von sich geben und leichter zu betätigen sind, sowie die Beleuchtung jeder einzelnen Taste.

Zwar muss man auf großartiges Zubehör beim Kauf verzichten, allerdings sind diese Möglichkeiten im Falle einer Tastatur auch eher begrenzt. Alles nötige steckt hier bereits im Gerät, einzig und allein das dauerhafte Thema der Treiber CD bleibt, jedoch scheint man sich daran gewöhnen zu müssen, setzen doch immer mehr Hersteller auf diese Lösung.

Die Vorteile der Razer BlackWidow liegen klar auf der Hand: Je nach Anwender ermöglicht sie ein deutlich schnelleres und präziseres Schreiben und Spielen, da sie bei jedem Tastendruck ein spürbares Feedback von sich gibt. Die Ultimate Version bietet zusätzlich beleuchtete Tasten sowie einen USB- und zwei Audioanschlüsse für einen deftigen Aufpreis. In beiden Fällen wirkt der glänzende Lack sehr edel, verdreckt jedoch schnell mit Fettabdrücken und Staub. Durch ihr hohes Gewicht und die Gummifüße steht sie auch jederzeit stabil und bewegt sich nicht vom Fleck.

Allerdings gibt es auch kleine Mängel am Konzept der Tastatur. Bedingt durch die zusätzlichen Anschlüsse der BlackWidow Ultimate ist das Kabel sehr steif und benötigt so einige Zentimeter Abstand zum Bildschirm, da sich diese sonst in die Quere kommen. Dazu kommt die ungünstige Position der Anschlüsse an der rechten Seite, an der sie die Maus behindern können. Und zum Schluss seien auch nochmal die unbeleuchteten Sonderzeichen erwähnt.

Alles in allem ist die Razer BlackWidow Ultimate ein rundum gelungenes Produkt, dass sich dadurch unsere PCMasters Empfehlung verdient hat. Zugegebenermaßen, der Preis von 120,09 Euro (idealo.de / Stand 23.5.2011) ist für eine Tastatur enorm, eine vergleichbare Ausstattung bieten allerdings auch nur wenige. Wer also bereit ist diesen Betrag in sein neues Schreibwerkzeug zu investieren, der ist mit einer BlackWidow Ultimate bestens beraten.

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