Wir haben schon einmal über die X800 Pro berichtet, doch dieses Mal habe ich mehr Zeit gehabt die Karte zu testen. In diesem Review gehe ich detaillierter auf die Karte und die Features ein. An dieser Stelle möchten ich mich im Namen von PCMasters.de bei Sapphire für die Zusammenarbeit und das Testobjekt Sapphire Radeon X800 Pro herzlich bedanken. <link _blank http:="">

Die Karte kommt aus dem Hause Sapphire und ist in einem schönen und robustem Paket  verpackt. Der Lieferumfang ist nicht auf das Notwendigste beschränkt, sondern hat einige Extras in sich. Zu den Extras gehört z.B. ein Software Paket, in dem sich die Spiele Prince of Persia (2CDs) und Splinter Cell – Pandora Tomorow(1CD) befinden. Außerdem ist PowerDVD 5 (1CD), Redline Tweak-Utility (1CD) und eine Treiber CD dabei. Fast schon Standard in gut ausgestatteten Grafikkarten-Bundles sind Adapter und Kabel. In diesem Paket ist ein DVI-Adapter, S-Video to Chinch Adapter und Kabel wie Chinch und S-Video dabei. Die Grafikkarte braucht wie die Vorgänger auch, neben AGP, eine zusätzliche Stromquelle, das Netzteil. Von daher ist der mitgelieferte lange Y-Stecker nach der Grafikkarte, der wichtigste Inhalt des Pakets, denn in vielen PCs herrscht ein Mangel an Stromkabeln. An ein Handbuch in mehreren Sprachen wurde natürlich auch gedacht.   

Kühlung:

Die X800 PRO von Sapphire wird von einem großen und massiven Kühlkörper aus Kupfer gekühlt. Der Kühlkörper bedeckt fast die ganze Grafikkarte. Der Speicher wird von dem großen Kühler leider nicht gekühlt. Der Lüfter schluckt 3,8 W und wird mit 12 V betrieben. Der Geräuschpegel liegt dabei bei ungefähr 30 ~36 dB(A). Der Kühler wird mit 3 Schrauben zusammengehalten und ist dabei Bomben fest und sicher verbaut. Wer den Kühler abbauen möchte, um z.B. einen anderen Kühler oder Wasserkühler anzubauen, wird merken wie fest der Kühler doch angebracht ist. Der Abbau des Kühlers war schwerer als ich dachte, denn die 2 mittleren Schrauben auf der Rückseite, waren sehr schwer lösbar. Man muss Druck auf die Schrauben ausüben, aber man darf dabei auf keinen Fall ausrutschen, denn sonst ist die Grafikkarte nicht mehr zu gebrauchen und das wäre sehr schade!

Sapphire X800 Pro:

Die Grafikkarte gehört momentan zu der oberen Klasse der Grafikkarten und wird es fürs Erste auch bleiben. Bei den X800 Karten wird die R420 GPU verwendet, die in 0,13µ gefertigt wird und mit 160 Millionen Transistoren versehen ist. Die Taktfrequenz ist vom Werk aus bei 475MHz. Der RAMDAC liegt auch hier bei 2 x 400MHz. Im Gegensatz zu den Geforce 6800 Grafikkarten, beträgt die PCB Länge 19cm, statt 21,8cm. Deswegen eignen sich die Radeon X800 Grafikkarten besser für Barebones und normale Systeme. Die GDD3 Speicherbausteine stammen von Samsung und haben eine herausragende Zugriffszeit von 2,0 ns. Es wurden 4 x 32MB Speicherbausteine auf jeder Seite der X800 Pro angebracht, mit insgesamt 256 MB Speicher. Die Speicheranbindung (Speicherinterface) beträgt 256bit. Die Taktfrequenz liegt bei 450 (900 )MHz. Die Bausteine erhitzen sich bei normalen Anwendungen  auf  ungefähr 38 ~ 45°C und bei Spielen werden sie schon mal 49 ~ 59°C, da keine Kühler vorhanden sind. Im Gegensatz zu der Rdeon X800 XT(16 Pixel-Pipelines) hat die Radeon X800 Pro „nur“ 12 Pixel-Pipelines. Die 9700er und 9800er Reihen hatten maximal 8 Pixel-Pipelines. Die Leistungsaufnahme der Radeon X800 Pro soll ungefähr zwischen 130W(Idle) und 200W(Full-load) liegen. Der Vorgänger Radeon 9800XT soll dabei zwischen 170W(Idle) und 219W(Full-load) verbrauchen.

Eine Tabelle der Spezifikationen der Sapphire X800 Pro:

Performance:

Mit dem Catalyst 4.9 und nicht übertakteten Frequenzen habe ich angefangen die Benchmarks laufen zu lassen. Hierbei wurde 3DMark2001 für die nonDX9(DirectX9) Performance und 3Dmark03 für die DX9 Performance. Außerdem habe ich Doom3 (Ultra Einstellung + 1024x768) laufen lassen um anhand der Frames die Performance für „zukünftige“ Spiele festzustellen. Bei dem ersten Durchgang mit der Standardtaktung habe ich bei 3DMark2001 18 692 Nüsse und bei 3DMark03 waren es 9676. Das ist natürlich nicht alles, da ich aus den Karten am liebsten alles holen will. Ich habe mich aufgemacht und angefangen die X800 Pro mit dem AtiTool zu bearbeiten :)

Tabelle mir Taktfrequenzen und Ergebnissen:

Wie man anhand der Tabelle sieht, konnte ich bei der GPU 71Mhz (+14,9%) und aus dem Speicher (ungekühlt!) 85 Mhz (+9,4%) heraus kitzeln. Ich hatte keine zusätzliche Kühlung verwendet. Es lässt sich da sicher noch mehr herausholen, aber dafür sollte man einen besseren GPU-Kühlkörper oder –Wasserkühler anbauen. Ich würde zu dieser Karte zusätzlich Speicherkühler aus Kupfer empfehlen, um die Speicherbausteine zu schonen, oder bessere Performance zu bekommen. Diese gibt es fertig zugeschnitten, zum aufkleben, z.B. von Revoltek für knapp 10€. Doom3 Lief mit der Taktfrequenz des Herstellers mir zwischen 42 und 60 FPS. Da bei Doom 3 die FPS auf das Limit von 60 FPS gesetzt sind, konnte ich kaum einen Unterschied feststellen, da das Limit sich nicht verändern konnte.   

Schwächen und Stärken der X800 Chips: Die Stärken der X800 Pro liegen in anspruchsvollen DirectX 9 Anwendungen bzw. Spielen, in denen der neue Pixel-Shader 2.0 angewandt wird. Trotz Antialiasing und anisotrope Texturfiltering ist die Performance der X800 Karten super. Doom 3 verwendet keinen Pixel-Shader 2.0, deswegen muss man noch etwas Geduld haben, bis S.T.A.L.K.E.R. und Half Life 2 herauskommen. Bei diesen Spielen wird Pixel-Shader 2.0 verwendet und dadurch wird die Performance wie schon von vielen Seiten und News angekündigt, noch besser und die Grafik natürlich auch.

Fazit:

Die X800 Pro von Sapphire ist von Performance her sehr gut. Die Leistung der Karte kann momentan nicht ganz ausgereizt werden, aber das wird schon bald kommen mit Spielen wie Half Life 2 und S.T.A.L.K.E.R. Der Preis liegt noch zwischen 385 € (Lite) und 489 € (D/T retail), wobei manche Firmen noch immer einen Knüllerpreis von 550€ für so eine Grafikkarte haben wollen. Die Spanne bei dem Preis ist somit nicht gerade klein und der Durchschnitt liegt wohl bei knapp 440€. Die Karte ist empfehlenswert und wer schon eine hat, dem würde ich Passivkühler für den Speicher empfehlen, um Problemen vorzubeugen und bei Übertaktetem Speicher sicher zu spielen. Wer noch nicht das nötige Kleingeld für eine Sapphire X800 Pro hat, sollte noch ein paar Monate abwarten, denn nach Weihnachten und CEBIT werden die Preise wie so oft fallen. Die Karte verbreitet sich aber jetzt schon immer mehr unter den Gamern, die bei den aktuellen Spielen problemlos mit hohen Details spielen und schon einmal für Performance bei zukünftigen Spielen vorsorgen möchten.

by Bolef2k