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Aqua Computer Aquaduct 360 XT

Ende letzten Jahres haben wir damit begonnen, uns auch um sogenannte externe Fertig-Kühlungen zu bemühen und so haben wir heute den Ferrari seiner Klasse im Test. Doch muss auch dieses Monster, welches auf den Namen aquaduct 360 XT hört, erst zeigen, was es auf dem Kasten hat. Aus diesem Grund wollen wir uns heute einmal tiefer mit der komplett neu designten externen Wasserkühlung von Aqua Computer auseinandersetzen.

Doch eines weiß jeder, der sich auch nur ein wenig mit PCs beschäftigt – Leistung fordert meistens einen Tribut an die Lautstärke. Die Leute schreien förmlich nach immer stärkeren Kühlungen, damit sie ihren „heiß“ geliebten Prozessor noch höher takten können oder ihn einfach nur noch kühler bekommen, als das jetzt schon der Fall ist. Ein Problem in diesem Trend ist, dass nicht jedes Gehäuse den Platz für derartige Projekte bereithält und man so sehr schnell limitiert wird. Dazu kommt noch, dass auch nicht jeder ein kleiner Tim Allen (Hör’ mal, wer da hämmert!) ist und sich mit Stichsäge etc. an sein Case traut.

Diesem Problem haben sich die Ingenieure bei Aqua Computer angenommen und präsentieren eine vollkommen eigenständige Lösung, die doch fast an Perfektion grenzt. Was der massive Tower zu leisten vermag und wie er es mit der Lautstärke hat – wir werden es sehen.

An dieser Stelle bedanken wir uns natürlich recht herzlich bei Aqua Computer für die Bereitstellung des Testsamples.

Lieferumfang: Beim Preis, den man für das gute Stück zahlt, waren wir guter Hoffnung, was das Zubehör angeht und wir wurden nicht enttäuscht. Hatten wir es erstmal geschafft, das massiven Edelstahl/Alu Tower aus dem Paket zu wuchten ( immerhin 9.5 kg), befand sich im Karton noch eine kleine extra Schachtel voller Zubehör. In dieser waren enthalten: -          PCIe-Slotblende mit Platine -          Verbindungskabel aquaduct zu Slotblende (Länge ca. 2 m) -          USB-Anschlußkabel (Länge ca. 2 m) -          plug&cool-Schlauch Vor- und Rücklauf (Länge je ca. 2 m) -          ACfluid (50 ml) -          Kleiner Inbusschlüssel für die Montage -          zwei Absperrhähne für die Kugelventile am Aquaduct -          Aquasuite Software CD -          Benutzerhandbuch -          Netzteiladapter -          2x 1/8‘ Plug&Cool Anschluss Und wenn man es genau nimmt, beherbergt das Aquaduct selbst noch den Zusatz einer kompletten Aquaero Steuerung. Wir wurden also keineswegs enttäuscht – soviel Zubehör gehört nicht zum Standard. Das Einzige, was man sich noch extra kaufen muss, sind die passenden Kühler für die einzelnen Komponenten.
 
Der Tower: Der Tower alleine ist schon ein Kunstwerk für sich, die Technik die dann noch drin steckt, erstaunt um so mehr. Hinter dem schönen schwarz lackierten Edelstahlkleid mit den grauen, im Race-Design gehaltenen, Lüftergittern beherbergt das Aquaduct insgesamt drei  Airstream 120mm Lüfter. Diese kommen auf voller Last auf angenehme 1200U/min bei maximal 24db. Das ist nicht mehr silent, doch ihre volle Leistung haben sie im Test nur sehr selten zeigen müssen. Im Schnitt liefen sie während der Testphase bei 600-800U/min, oder schalteten sich auch einmal ganz ab. Dies kann sich das Aquaduct aufgrund seiner 2in1 Bauweise durchaus erlauben, denn es kann ohne Probleme passiv arbeiten, wie auch aktiv arbeiten. Dabei kühlt nicht nur der Radiator, sondern auch die seitlich angebrachten Aluminiumprofile, welche gleichzeitig als Ausgleichsbehälter dienen. Zur Funktionsweise kommen wir im nächsten Abschnitt. Weiter geht es mit dem wohl, neben der Pumpe, wichtigsten Teil – dem Radiator. Im Inneren des Aquaduct findet man so den altbekannten Airplex 360 wieder. Dieser langt aus, um ohne jegliche Anstrengung, moderne Systeme und auch folgende Generationen zu kühlen.

Als Motor für das ganze System verwendet Aqua Computer die Eheim Compact 600, welche oft auch von alphacool eingesetzt wird. Der große Vorteil der COmpact ist allerdings, dass sie über das integrierte Aquaero gesteuert werden kann. Und damit wären wir auch beim Herzstück bzw. der Kontrolleinheit des Towers. Bei dem Aquaero kann man, mit Verlaub, von voller Parameter-Kontrolle sprechen. Alle Werte von Lüfterdrehzahlen über Wasserfluss in Liter/h bis hin zu den Leistungswerten des Radiators, welche er aus Eingangs- und Ausgangtemperatur errechnet, werden visualisiert und können allesamt am Aquaduct auch selbst eingestellt werden, um so die Leistung sowie auch die Lautstärke seinem System anzupassen.

Der Kreislauf: Wie in unserer Darstellung gezeigt, ist der Kreislauf einfach, wie auch effektiv konstruiert. Das einströmende Wasser wird sofort in einen der beiden Wassertanks (Wassersäulen) nach oben befördert. Durch das passive Aluminiumprofil beginnt hier die erste Kühlphase des Wassers. Über eine einsehbare Brücke am Kopf des Towers gelangt das Wasser nun auf die andere Seite des Towers. Das Wasser plätschert so in den zweiten AB, welcher auch wieder über ein Aluprofil verfügt und somit die zweite Kühlphase darstellt. Am unteren Ende des ABs gelangt das Wasser in die Eheim Pumpe, wo es für den Marsch durch den PC beschleunigt wird. Vorher geht es aber noch einmal durch den Airplex 360 Röhrenradiator, was nun die letzte Kühlstufe des Wassers darstellt. Somit ist die effektive Fläche der gesamten Kühlung enorm hoch und verkraftet so hohe Energiemengen.

Die Software: Die Aquasuite Software wurde extra für das Aquaduct in einer neuen Revision veröffentlicht und gestattet dem User die volle Kontrolle über die gesamte Steuerung des Aquaducts. Dabei synchronisiert die Aquasuite die integrierte Aquaero Einheit simpel per USB. Sind die Settings dann einmal aufgespielt, trennt man das Datenkabel wieder und den Rest übernimmt die interne Steuerung. Für schnelle Eingriffe lässt sich auch das Config Menü des Aquaero’s benutzen, welchen dem Aufbau der Software gleicht und man so nicht den Überblick verliert. Denn fast alles was man bequem am PC einstellen kann, kann man dann direkt im Aqauero noch verfeinern. So erlaubt die Software die komplette Konfiguration von Parameter abhängigen Lüftern oder der Pumpendrehzahl. Natürlich lassen sie hier auch alle wichtigen Parameter aus dem Aquaero heraus lesen, so dass man immer im Bilde ist, was gerade für Temperaturen herrschen oder wie schnell die Lüfter drehen. Alle diese Informationen werden dann auch auf dem integrierten Aquaero Display angezeigt. Auch lassen sich durch die Software die am oberen Ende des Kühlers angebrachten roten und blauen LEDs steuern. Diese stellen den Tower entweder in das richtige Licht, in dem man deren Helligkeit variiert oder man gibt ihnen die Aufgabe einen dezent auf kritische Parameter hinzuweisen.


 

 

 
Performance: Testsystem:
CPU: AMD X2 3800+EE
GPU: PNY Verto 8800GTS 320
Mainboard: MSI K9A Platinum
Memory: G.skill 2GBNR DDR2-800
Netzteil: Be Quiet Straight Power 620W
OS: Windows XP Pro SP2
Cooling:

Aqua Computer Aquaduct 360XT

Aqua Comouter AquagraFX G80

Watercool Heatkiller 2.5

 

 

Fazit:
Für den stolzen Preis von ca. 399€ bekommt man von Aqua Computer hier ein System in die Hand, welches den Begriff des "Rund um Sorglos" auf eine neue Ebene stellt. Man baute hier wahrhaftig ein Herzstück, welches mit einer sehr guten Qualität, einer sauberen Auswahl der Komponenten und kompromissloser Performance in allen Bereichen überzeugen kann.
Dabei ist die Kühlung für Anfänger wie für Profis ein wahrer Segen, denn ihre Bedienbarkeit bringt keinen Laien ins schwitzen und an ihrer Performance erfreut es einen Jeden Enthusiasten.

Jeder, der sich also in nächster Zeit um eine Wasserkühlung bemüht, sollte einmal einen Blick zu Aqua Computer werfen. Denn mehr Power, Design, Kompaktheit, Kontrolle und Sicherheit für die Zukunft bekommt man kaum sonst wo! So können auch wie das Aquaduct 360 XT nur wärmstens Jedem empfehlen

 

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