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Nokia Lumia 720, Lumia 520, 301 und 105 vorgestellt (MWC 2013)

Den MWC-Pressekonferenz-Auftakt der „Big-Player“ gab am heutigen Morgen der leicht angeschlagene Mobilfunk-Riese Nokia. Im Vorfeld war bereits über die Vorstellung der beiden Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphones Lumia 520 und Lumia 720 spekuliert worden.

Nokia CEO Stephen Elop persönlich verwies auf das, nach eigenen Angaben, sehr gute Feedback und Verkaufszahlen vom Lumia 820 und 620 sowie die Erfolge der Asha-Serie. Man möchte diese Erfolge nun auch in weitere Preisbereiche bringen und stellt insgesamt vier neue Geräte vorzustellen.

Das Nokia 301 orientiert sich vom Design her am Lumia 920, ist jedoch eher ein klassisches Handy als ein Smartphone. Varianten mit ein oder zwei SIM-Karten, eine hohe Sprachqualität (HD-Telefonie), die Möglichkeit auf soziale Netzwerke, E-Mail und Co zuzugreifen sowie eine Kamera mit vielen Funktionen (Panorama-Aufnahmen, Effekt-Filter, Serienbildaufnahmen) lassen die Zielgruppe erkennen: Anspruchsvolle Nutzer die kein Smartphone wollen. Eine besondere Kamerafunktion ist die Möglichkeit Selbstportraits mit Sprachunterstützung aufzunehmen. Das Handy gibt mit einfachen Befehlen wie „Hoch“ oder „Rechts“ an in welche Richtung das Handy bewegt werden muss und löst abschließend automatisch aus. Zu einem Preis von 65 Euro (zzgl. MwSt) will man ab dem zweiten Quartal in den Markt gehen.

Nokia 301

Das Nokia 105 ist nach eigener Auffassung der Nachfolger des mehr als 100 Millionen Mal verkauften Nokia 1280. Mit lediglich 15 Euro richtet man sich an Märkte dies bisher nicht mit Smartphones versorgt wurden oder an Nutzer auf der Suche nach günstigen Zweitgeräten. Der Akku des Vorführgeräts hatte nach 2 Wochen Nutzung noch etwa 2/3 der Akkukapazität zur Verfügung. Ausstattungsmerkmale wie eine LED-Lampe, Radioempfang und einige Apps wie „Learning English“ heben das Gerät vom Vorgänger ab. Die Auslieferung soll noch im ersten Quartal starten.

Nokia 105

Das Lumia 520 rundet das das Angebot an Windows Phone Geräten nach unten hin ab. Mit einem nicht näher benannten 1 GHz Dualcore-Prozessor, 8 GByte internem Flash-Speicher, der Möglichkeit letztere mit einer microSDXC-Speicherkarte um bis zu 64 GByte zu erweitern und einer 5 MP Kamera, mit der gleiche Optik und Effektfiltern wie das Lumia 920, geht man dabei aggressiv in den Preiskampf im unteren Preisbereich. Abendfalls im ersten Quartal soll die Auslieferung hier beginnen, 139 Euro (zzgl. MwSt) werden aktuell als Preis genannt. Auch eine angepasst Version für den chinesischen Markt, analog Zum Vorgehen beim Lumia 920T, ist in Planung.

Nokia Lumia 520

Das Lumia 720 richtet sich an Märkte und Anwender ohne den Anspruch auf LTE-Unterstützung. Das Design, das verwendete Display mit ClearBlack-Technologie und die Möglichkeit das Touch-Display mit Handschuhen zu bedienen ähneln dabei stark den Eigenschaften des Lumia 820 und 920. Zudem ist es das erste Lumia-Geräte welches trotz Unibody-Design microSD-Speicherkarten unterstützt. NFC unterstreicht noch einmal die Zielgruppe ohne Anspruch auf LTE, die abseits dessen jedoch ein High-End-Gerät erwartet.

Nokia Lumia 720

Die Kamera setzt auf ein neuartiges Objektiv von Carl Zeiss mit einer maximalen Lichtstärke von f/1.9. Die gezeigten Beispielbilder, welche nach eigenen Angaben nicht nachbearbeitet wurden, weisen unter diversen Lichtbedingungen eine gute bis sehr gute Bildqualität auf. Das Bildrauschen ist dank der hohen Lichtstärke der verwendeten Optik auch bei wenig Umgebungslicht gering, der Dynamikumfang und die Auflösung liegen auf dem Level von hochwertigen Kompaktkameras. Zu der verwendeten Frontkamera macht man leider keine genaueren Angaben.

Das Nokia Lumia 720 erscheint zuerst in Asien (Q1), Europa ist im zweiten Quartal an der Reihe. Aktuell werden 249 Euro (zzgl MwSt) genannt. Wie beim Lumia 520 wird es auch hier eine abgepasste Version für China Mobile geben.

Abschließen durfte natürlich auch das Thema NFC nicht fehlen. Ein Halterung für Autos ist, beispielsweise, direkt mit den Navigations-Apps gekoppelt und kann bei Bedarf direkt die passende Route zur Arbeit aufrufen und lädt, sofern unterstützt, das Smartphones kabellos auf.

Des Weiteren wird man im zweiten Halbjahr erste Ergebnisse der Kooperation mit Dreamworks bekanntgeben. Die Begriffe „Gaming“ in Kombination mit „Augmented Reality“ lassen bereits interessante neue Applikationen erwarten. Auf die Frage nach PureView für die Lumia Serie gab man zu verstehen, dass 2013 noch mehr kommen werde als das nun präsentierte Line-Up.

Insgesamt ist man 2 Jahre nach der Bekanntgabe des Umstiegs auf Windows Phone als Hauptplattform zufrieden und wird den Weg weiter beschreiten, auch wenn es nicht immer einfach war.

Quelle: Nokia

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