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AMD: Neue "Abu Dhabi" Opteron 6300 Server-CPUs vorgestellt

Wie viele vielleicht wissen besteht der Prozessormarkt nicht nur aus den für uns relevanten FX- und Core i-Prozessoren, sondern auch aus entsprechenden Modellen für Workstations und Server, die auf eine hohe Leistung und Zuverlässigkeit ausgelegt sind. Bei Intel findet man diese unter dem Namen Xeon, bei AMD sind es die Opterons, die nun wieder eine Frischzellenkur bekommen. Passend zu den neuen Vishera-Prozessoren schiebt man nun also die Opteron 6300 Serie mit Codenamen “Abu Dhabi” nach, die ebenfalls auf der Piledriver-Architektur basieren.

Über den Autor Philipp Trulson Alle Artikel ansehen »

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Glaubt man AMD, so sind die neuen Opteron 6300 Prozessoren auf einen sehr parallelen Betrieb ausgelegt, was für die vielen Kerne der Bulldozer- bzw. Piledriver-Architektur optimal ist. Genauer gesagt will man damit die Data Centres für das sogenannte Cloud Computing als Ziele adressieren, die zur Zeit durch immer weiter wachsende Datenmengen nahezu explodieren. Gleichzeitig bietet man wie auch im Desktop-Bereich den Vorteil des geringeren Preises, im Business-Bereich nennt sich das dann TCO (Total Cost of Ownership), die man mit den neuen Opterons niedrig halten will.

Erreicht wird das durch eine um bis zu 40 Prozent gesteigerte Effizienz, einfache Aufrüstungsmöglichkeiten und geringe Anschaffungskosten. So liegt ein Vorteil darin, dass Abu Dhabi auf einem Mainboard mit Opteron 6200 “Interlagos” Prozessoren kombiniert werden kann. Das liegt unter anderem daran, dass man auf den gleichen Sockel, die gleiche Stromversorgung und die gleichen Software-Zertifikate setzt.

Ansonsten bietet man mit Abu Dhabi Systeme mit bis zu vier Prozessoren mit jeweils bis zu 16 Kernen, die über einen Grundtakt von maximal 3,5 GHz und einen Turbotakt von maximal 3,8 GHz verfügen. Den L3 Cache gibt man mit bis zu 16 Megabyte an, die Leistungsaufnahme liegt zwischen 85 und 140 Watt. Der Fokus liegt aber ganz klar auf der rekordverdächtigen Java-Performance, da man sich in den Benchmarks “SPECjbb2005” und “SPECpower_ssj2008” um 24 respektive 40 Prozent gegenüber dem Vorgänger steigern konnte.

Bei dem Vergleich zwischen einem Opteron 6380 für 1.088 US$ und einem Xeon E5-2690 für 2.057 US$ will man außerdem bei einem deutlich geringeren Preis die gleiche Rohleistung bieten, die nur von einem Programm entsprechend genutzt werden muss. Der erste große “Design Win” wird der Big Red II Supercomputer der Indiana University mit über 21.000 Kernen. Anwendungsgebiete sind hier Berechnungen zu medizinischen, physikalischen und chemischen Themen sowie Klimaforschung. Weitere Systeme sind zeitnah von Herstellern wie Dell, HP, Cray und Supermicro zu erwarten, Software-Partner sind mit Xen, Microsoft, VMWare und Red Hat ebenfalls dabei. Die “Roadrunner” Plattform für finanzielle Anwendungen folgt im 1. Halbjahr 2013. Mehr Infos zu Instruktionen und Compilern finden sich im Abu Dhabi Optimization Guide und im Opteron Linux Tuning Guide.

Folgende Prozessoren werden im Angebot zu finden sein: <p style="text-align: center;"> </p> <table class="contenttable" border="0" cellpadding="0" cellspacing="1">

Module / Threads
Takt / All-Core Turbo / Max. Turbo
TDP
1KU Preis
Opteron 6386 SE
8 / 16 2,8 / 3,2 / 3,5 GHz
140 W
1.392 US$
Opteron 6380 8 / 16 2,5 / 2,8 / 3,4 GHz
115 W
1.088 US$
Opteron 6378 8 / 16 2,4 / 2,7 / 3,3 GHz
115 W 867 US$ Opteron 6376 8 / 16 2,3 / 2,6 / 3,2 GHz
115 W 703 US$ Opteron 6348 6 / 12 2,8 / 3,1 / 3,4 GHz
115 W
575 US$
Opteron 6344 6 / 12 2,6 / 2,9 / 3,2 GHz
115 W
415 US$
Opteron 6328 4 / 8 3,2 / 3,5 / 3,8 GHz
115 W
575 US$
Opteron 6320 4 / 8 2,8 / 3,1 / 3,3 GHz
115 W
293 US$
Opteron 6308 2 / 4 3,5 / - / - GHz
115 W
501 US$
Opteron 6366 HE 8 / 16 1,8 / 2,3 / 3,1 GHz
85 W
575 US$

</table>

Quelle: AMD


Welovetech