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Sony SLT-A99: Neuer Einstieg in den professionellen Vollformat Markt

Anscheinend stehen bei Sony gerade alle Zeichen auf Vollformat, denn nach der ersten Vollformat-Handycam in Form der neuen <a href="http://www.pcmasters.de/hardware/review/sony-nex-vg900e-neue-vollformat-handycam-vorgestellt.html">NEX-VG900E und NEX-VG30E</a> hat man heute auch den neuen Vertreter der Alpha-Familie, die SLT-A99, präsentiert. Wie bereits bei anderen Kameras in Sonys Portfolio kommt hier allerdings nicht wie bei klassischen DSLRs ein normaler Spiegel zum Einsatz, sondern ein halbdurchlässiger Spiegel, der nicht hochgeklappt werden muss.

Zum Einsatz kommt hier scheinbar der gleiche Exmor CMOS Vollformat-Sensor wie in der oben genannten Handycam, denn er löst auch hier mit 24,3 Megapixeln auf. Gemeinsam mit dem BIONZ Bildprozessor und der großen Transistordichte des Sensors (Large Scale Integration) wird die Signalverarbeitung und der Lichtumfang deutlich erhöht, sodass man zwischen ISO 50 bis ISO 25.600 wählen kann. Dazu kommt ein neuer optischer Multi-Segment Low-pass-Filter, der die Bildqualität weiter verbessern soll. Unter anderem durch den BIONZ Prozessor wird die Serienbildgeschwindigkeit auf 6 Bilder pro Sekunde erhöht, im “Tele-Zoom-Highspeed-Modus” liegt sie sogar bei 10 Bildern pro Sekunde.

Wirklich innovativ könnte hingegen das duale Autofokus-System werden, da man hier erstmals das von der SLT-A77V bekannte Phasendetektions-Modul mit dem 19-Punkt-AF-Sensor und den 11-Punkt-Kreuzsensoren in Kombination mit einem weiteren Phasendetektionssensor mit 102 Messpunkten unterbringt, wobei letzterer direkt auf dem Bildsensor sitzt. Im Endeffekt resultieren dann 121 Messpunkte daraus. Daraus haben die Sony Ingenieure einen neuen kontinuierlichen Autofokus (AF-D) entwickelt, der allerdings vorerst nur von folgenden Objektiven unterstützt wird, weitere sollen bald per Firmware-Update folgen:

  • SAL-2470Z
  • SAL-2875
  • SAL-50F14
  • SAL-300F28G2
  • SAL-70400G
  • SAL-500F4G

Gefilmt werden kann mit der neuen SLT-A99 natürlich auch mit 1.920 x 1.080 Pixeln, wahlweise mit 24, 25, 50 oder 60 Bildern pro Sekunde - also auch in NTSC oder PAL. Für die Videowiedergabe sitzt auch ein HDMI-Ausgang an der Kamera. Neu ist ein Multi-Controller auf der Vorderseite, mit dem wichtige Einstellungen während des Filmens gemacht werden können, ohne dass man das von Knöpfen bekannte “klicken” später hört. Weiterhin bietet man eine Tonpegel-Anzeige auf dem Display, einen justierbaren Aufnahmepegel und einen Kopfhöreranschluss.

Für die Motivsuche steht ein OLED-Sucher bereit, der 100 Prozent des Bildes abdeckt - das soll auch dann funktionieren, wenn ein APS-C Objektiv angeschlossen ist. Zusätzlich besitzt die A99 aber auch ein 3 Zoll Display mit 1,23 Millionen Pixeln. Für die Bildspeicherung verfügt die Kamera über einen Memory Stick/SD-Kombislot sowie einen weiteren puren SDHC/SDXC-Slot, der auch UHS-I kompatibel ist. Warum man die neuen selbst entworfenen XQD-Karten nicht unterstützt ist unklar.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass die SLT-A99 recht robust gebaut sein soll. Das Magnesium-Gehäuse ist versiegelt, um es unempfindlich gegenüber Spritzwasser und Staub zu machen, die Bedienelemente sollen auch nach jahrelangem Gebrauch wunderbar funktionieren. Und auch der Verschluss ist auf 200.000 Auslösungen ausgelegt. Die Kamera wird zusammen mit einem Set von Zubehör-Teilen wie LED-Blitzgerät, LED-Ringlicht oder einem Vertikalgriff erscheinen, aber auch das A99-exklusive SAL-300F28G2 300 Millimeter (F2.8) Objektiv ist mit dabei.

Sony SAL-300F28G2

Ab November wird die neue SLT-A99 erhältlich sein, die UVP für den Body allein liegt bei 2.799 Euro. Das erwähnte SAL-300F28G2 wird für 7.699 Euro ebenfalls ab November zu kaufen sein.

Quelle: Sony

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