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Galaxy Camera von Samsung: 1,4 GHz Quad-Core CPU, 4,8 Zoll Touchpanel, 16,3 MP Kamera und LTE

Das zweite Highlight der Samsung Unpacked Veranstaltung war keine Weltneuheit, aber dennoch überraschend. Die Idee für die Galaxy Camera kam angeblich von Endverbrauchern, die ein Smartphone wollten, mit dem man auch professionelle Fotos machen kann. Entstanden ist daraus wortwörtlich ein Smartphone-Kamera-Hybrid, bei dem man nicht genau weiß, ob es mehr Smartphone oder Kamera ist. Denn auf der einen Seite hat man Android Jelly Bean mit 1,4 GHz Quad-Core Prozessor und auf der anderen Seite findet man eine Digitalkamera mit einem 2,3 Zoll großen BSI CMOS-Sensor, der 16,3 Megapixel bietet.

Eine Weltneuheit ist es dennoch nicht, da Nikon erst kürzlich seine Coolpix S800C Lösung präsentiert hat. Samsung ließ es sich aber nicht nehmen, diese als absolute Weltneuheit zu bezeichnen.

In beiden Bereichen hat man scheinbar versucht so wenig, wie es nur geht, zu opfern. Dadurch bedient sich die Galaxy Camera wie ein Smartphone über ein 4,8 Zoll großes Super AMOLED Touchpanel. Auch die bekannten Android Apps sind vorzufinden, samt Zugang zum Google Play Store und Samsung App Store. Die Smartphone-Kamera wiegt 305 Gramm und kommt mit integriertem 3G- und 4G-Modem, Bluetooth 4.0 und WLAN, wodurch das Teilen der Bilder schneller und einfacher wird. Für Geotagging wurde auch ein GPS-Modul integriert.

Auch auf der Digitalkamera-Seite gibt es einige interessante Funktionen. Im Gegensatz zu einer normalen Smartphone Kamera wird hier ein großer BSI CMOS-Sensor verbaut, der in Verbindung mit einem 23 mm Objektiv (f/2.8) arbeitet. Der optische Zoom wird mit ganzen 21 Stufen angegeben. Für nicht ganz versierte Fotografen hat Samsung einige Voreinstellungen implementiert, die das Schießen von guten Fotos ermöglichen sollen.

Diese Funktion nennt sich “Smart Pro Mode”. Mit dem Waterfall Trace Modus kann man Fotos in Verbindung mit Wasserfällen machen. Dabei wartet die Kamera auf einen bestimmten Moment, und schießt erst dann das Foto. Auch der Action Freeze Mode ist denkbar einfach als auch nützlich. Wer nicht verschwommene Aktionsbilder schießen möchte, kann den Modus nutzen. Hier wartet die Kamera einfach, bis sich das noch bewegende Objekt still steht und löst erst dann aus. Als kleine Spielerei kann man den Light Trace Modus ansehen, bei dem wie bei einer Spiegelreflex-Kamera die Belichtungszeit extrem hoch gestellt wird, wodurch man mit einem Licht etwas auf dem Bild zeichnen kann, ohne selbst darauf sichtbar zu werden.

Der Blue Sky Mode sorgt dafür, dass der Himmer auf den Bildern immer schön blau ist. Weiterhin hat Samsung auch die Voice Control und Timer Funktion eingebaut, mit der man aus der Ferne die Kamera auslösen kann - wahlweise mit Sprachbefehlen oder einem Timer. Außerdem kann man über eine App die Galaxy Camera von einem anderen Smartphone fernsteuern, auslösen und genau sehen, ob alles bzw. jeder auf dem Bild auch drauf sein wird. Spannender ist dabei der Slow Motion Modus, bei dem die Videos mit 120 Frames pro Sekunde (FPS) aufgenommen werden und man einen Slow Motion-Effekt bekommt.

Damit man seine Bilder auch richtig archivieren kann, gibt es den Smart Content Manager, der die Bilder gruppiert und sortiert. Man kann zwar auch selbst Ordner anlegen, hat aber ebenfalls die Möglichkeit Bilder nach Zeit oder Ort (Geotagging) einzuordnen. Anschließend kann man die Bilder wie gewohnt in allen sozialen Netzwerken teilen. Die Apps sind von Android-Smartphones bestens bekannt. Auch Fotobearbeitung soll direkt auf der Galaxy Camera möglich sein, leider erwähnte der Sprecher nicht, ob die Apps bereits dabei sind oder separat erworben werden müssen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit seine Bilder in der “Cloud” zu sichern, was bei Samsung “Auto Cloud Back-up” heißt. Heutzutage bietet schließlich jede Firma irgendeine Cloud-Lösung an, so auch Samsung. Die spannende Frage, wann die Galaxy Camera auf den Markt kommt und zu welchem Preis, blieb ungeklärt. Wir sollten auf diese Fragen aber in den kommenden Tagen eine Antwort bekommen.

Quelle: Eigene

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