Apps
News

Amsterdam kühlt Rechenzentrum mit Grundwasser

Es klingt zunächst nach grenzenloser Verschwendung, ist es aber beim genauen Hinsehen nicht. Tatsächlich setzt man in Amsterdam nun auf eine eher ungewöhnliche Kühlungsmethode und macht sich die geografische Lage der Stadt zunutze. Mit der Wasserkühlung wolle man die energetische Effizienz des Rechenzentrums deutlich verbessern, so der Betreiber.

Über den Autor Simon Bäumer Alle Artikel ansehen »

...


Diesen Artikel teilen:
Artikel bewerten:
2.0/5

Der Betreiber des Rechenzentrums, die Aelecity Group plant nach den Berichten ein gigantisches unterirdisches Sammelbecken, welches vom Grundwasser gespeist werden soll. Da Amsterdam unter Normal Null liegt, gibt es so einen ständigen Wassereinfluss in das Becken.

(Im Bild ein Powercluster von IBM)

Dieses wird mit hocheffizienten Pumpen an das Rechenzentrum angebunden, die das nur wenig aufbereitete Wasser direkt zur Kühlung der Server einsetzen. Dadurch, dass es auch im Sommer in einigen Metern Tiefe noch recht kühl ist, kann das Wasser die bisher benötigten Klimaanlagen weitestgehend ersetzen, während im Winter das Wasser mit der überschüssigen Wärme flüssig gehalten und in die lokale Trinkwasserversorgung mit eingebracht wird.

Alexandra Schless, Projektmanagerin bei der Telecity Group gab an, dass dieses System landesweit schon in kleinerem Ausmaß zum Einsatz käme, der Versuch aber ein ganzes Rechenzentrum damit zu kühlen bisher einzigartig sei. In Anbetracht der steigenden Energiepreise ist diese Art der Kühlung natürlich besonders sinnvoll und CO2 neutral, auch wenn eine übermäßige Erwärmung bei einer kleinen Wassermenge schnell problematisch werden könnte.

Quelle: Fudzilla


Welovetech