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Pfusch bei der Herstellung verzögert Auslieferung des Raspberry Pi

Ein Fehler in der chinesischen Fabrik, in die die Produktion des kreditkartengroßen Computers aus Kostengründen ausgelagert wurde, verzögert die Endauslieferung des 35 $ teuren Raspberry Pi (Modell B).

Durch den Hersteller wurde jetzt bekannt, dass die erste Lieferung des Ein-Platinen-Computers, der Ende Februar in den Verkauf kam, aufgrund des Produktionsfehlers nicht dazu in der Lage sein wird eine Netzwerkverbindung herzustellen. Versehentlich wurden wohl die falschen Netzwerk-Stecker mit den Platinen verlötet. Folglich fehlt die Netzwerk-Funktion durch die sich das netzwerkfähige “Modell B” vom 10 $ billigeren “Modell A” unterscheidet.

Das eigentliche Problem für das Unternehmen ist die Tatsache, dass sie selbst davon ausgingen, dass die Stecker auf Lager wären und auch verbaut werden würden. Diese Stecker haben sich nun aber als die falschen (nicht magnetischen) herausgestellt und Raspberry Pi ist nun dabei den Markt nach den richtigen (magnetischen) Steckern zu durchforsten und die benötigte Menge für die Produktion bereitzustellen.

Die beiden Netzwerkbuchsen - links die magnetische und rechts die nicht-magnetische Buchse

Raspberry Pi entschuldigte sich offiziell und hofft auf das Verständnis der Kunden des minimalistischen Rechners, der derzeit übrigens ausverkauft ist. Dieser erfreut sich aber schon jetzt in vielen Gesellschaftsbereichen großen Zuspruchs.

Die fehlende CE-Zertifizierung des Raspberry Pi wird nun wohl zu einer weiteren Verzögerung der Auslieferung führen wie die Foundation kürzlich in ihrem Blog bekannt gab. Man habe es verschlafen eine Zertifizierung zu beantragen weil man davon ausgegangen sei, dass es sich beim Raspberry Pi nicht um ein fertiges Endprodukt handeln würde und deswegen eine solche CE-Zertifizierung nicht notwendig sei.

Die ersten 2.000 Platinen sind nun aber in Großbritannien angekommen und warten darauf ihre CE-Zertifizierung zu erhalten. Die Raspberry Pi Foundation arbeitet momentan mit Hochdruck daran die Zertifizierung zu bekommen oder aber die Produkte quasi als „unfertige Produkte“ ohne CE-Logo zu verkaufen. Um das möglich zu machen stehen sie derzeit auch mit dem britischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Qualifikation in Kontakt.

Quelle: VR-Zone, Raspberry Pi Foundation

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