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Studie: WLAN schädigt Spermien

Glaubt man der heutigen Studie, dann wäre es vermutlich deutlich besser auf ein Kabelnetzwerk wie im Logo dieser News zu setzen. So hat eine Gruppe von Forschern herausgefunden, dass elektromagnetische Wellen im Bereich von Radiofrequenzen (RF-EMW) - also eben WLAN - dazu in der Lage sind, menschliche Spermien zu beeinflussen.

Dass sich Laptops aufgrund der Wärmeentwicklung und der häufigen Positionierung auf dem Schoß negativ auf die Fruchtbarkeit von Männern auswirken können ist schon länger bekannt, doch nun scheinen auch die zahlreichen WLAN Netzwerke ein Problem darzustellen. Während sich der Laptop ohne Probleme auf einen Tisch stellen lässt ist aber das eigentliche Problem, dass heutzutage wohl jedes Gebäude mindestens ein kabelloses Netzwerk besitzt, in Mehrfamilienhäusern sind teilweise mehr als zehn anzutreffen.

In dem Versuchsaufbau der Studie wurden die Spermien direkt unter dem Laptop platziert, was dem alltäglichen Gebrauch nahe kommt. Die ausgesetzten Spermien büßten stark an Beweglichkeit ein und wiesen eine erhöhte DNA-Fragmentierung auf. Diese Veränderung kann unter anderem dazu führen, dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird, es zu pathologischen Entwicklungen am Embryo oder sogar Fehlgeburten kommt.

Weltweit sind derzeit rund 70 Millionen Paare von Unfruchtbarkeit betroffen, zusätzlich stieg der Anteil der unfruchtbaren Männer in den letzten Dekaden immer weiter. Elektromagnetische Wellen scheinen ein Grund dafür zu sein, da sie unter anderem physiologische und biochemische Änderungen hervorrufen können. So kommt es beispielsweise zur Bildung sog. freier Radikale, die ursächliche Faktoren für oxidative Schäden an Zellen und Molekülen wie Proteinen und Lipiden sind.

Wie immer sind solche Ergebnisse aber mit Vorsicht zu genießen und nicht als Panikmache zu sehen. Natürlich sind zahlreiche weitere Studien nötig, die grundsätzliche Wirkung von WLAN auf Spermien scheint aber bestätigt zu sein.

Quelle: Fertility and Sterility / t3n

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