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CeBIT 2012: Neuigkeiten zu AMD Trinity

Zugegeben, AMD hat es zurzeit wirklich nicht leicht. Nachdem Llano im letzten Jahr nicht ansatzweise in ausreichender Menge produziert werden konnte um die Nachfrage zu decken und Bulldozer aka Zambezi eher ein Schuss in den Ofen als der erwartete Hoffnungsschimmer war sind alle Augen auf die nächste Mainstream-Plattform mit Namen Trinity gerichtet. Zu dieser sind auch schon allerhand Daten bekannt, nur nichts Konkretes über die Leistung der neuen APU.

Aus diesem Grund waren wir umso gespannter, was uns denn bei unserem diesjährigen Besuch erwartet. Zu Beginn führte man uns ein paar Zahlen vor Augen, wie wichtig für uns mittlerweile digitale Inhalte wie Videos auf YouTube oder Videotelefonie sind. Nach diesem relativ unspektakulären Exkurs gab es ein paar Informationen zu Trinity, genauer gesagt der in ersten Tests verwendeten Pumori Plattform mit AMD A10-4600M mit Radeon HD 7660 Grafikeinheit. Dieser gegenüber stand die ältere Torpedo Plattform mit AMD A8-3500M und Radeon HD 6550G.

v.l.n.r.: Llano APU, Desktop Trinity, Notebook Trinity; unten: ULV Trinity

Zwar sind uns die Taktraten nicht bekannt, doch im PCMark Vantage Productivity Benchmark erreichte man ein Plus von 29 Prozent, im 3DMark Vantage mit Performance Preset waren es sogar ganze 56 Prozent mehr. Mit Ausblick auf die Zukunft ist das System auch gleich optimiert auf Windows 8, soll Laufzeiten von bis zu 12 Stunden (Leerlauf) ermöglichen, bei DVD-Wiedergabe sind noch knapp 7 Stunden machbar. Zu guter Letzt wäre dann noch AMD Turbo Core 3.0 zu nennen, zu dem man aber nichts weiter sagte, und der neue HD Media Accelerator, zu dem  wir aber später kommen.

Zuvor wollen wir noch ein paar Wörter zu den ersten APUs für ultra-dünne Laptops verlieren. Nein, keine Ultrabooks, das ist nämlich nur Laptops mit Intel Hardware erlaubt. Nichts desto trotz hat man APUs mit einer Verlustleistung von nur 17 Watt fest in Planung. Dafür bekommt man dennoch einen vollwertigen Quad-Core geliefert und das vermutlich deutlich günstiger als bei einem Ultrabook.

Vermutlich eher aus Mangel anderer Informationen präsentierte man uns also ganz stolz den AMD HD Media Accelerator. Diese Technologie soll gleich mehrere positive Nebeneffekte mit sich bringen, darunter sind: - Farbenprächtiges, klares HD Bild - Video-Streaming ohne störende Ruckler - Bildstabilisation auf Knopfdruck (AMD Steady Video 2.0) - Problemlose FullHD Videokonferenzen mit mehreren Personen - Schnelle Konvertierung von Filmmaterial in Formate für mobile Geräte

Das klingt alles ganz schön, scheint aber auch auf den ersten Blick gar nicht so ein Kunststück zu sein. So werden Bilder automatisch aufgebessert, indem der Kontrast angepasst oder Bildrauschen entfernt wird. Zusätzlich will man mit diversen Software-Optimierungen auch erreichen, dass bei der Wiedergabe von Videos im Internet stets ein ausreichend großer Buffer vorhanden ist. Das war auch noch nicht alles, unsere Begeisterung hielt sich aber eher in Grenzen.

Schlussendlich gab es noch einen kleinen Ausblick auf die Roadmaps, die bis ins Jahr 2013 reichen – und in der alle Sparten bis auf das Performance-Segment vertreten sind. Hier traut man sich vermutlich vorerst nicht irgendwelche Spekulationen anzustellen. Dieses Jahr erwarten uns neben Trinity also noch Brazos 2.0 als überarbeitete Version der ersten Netbook APUs sowie Hondo, als erste Ultra Low Power (ULP) APU von AMD, die unter anderem in Tablets eingesetzt werden soll. Wir hoffen jedenfalls, dass es nicht ein ähnliches Desaster wie bei dem Versuch von Intel wird.

Für 2013 setzt man ganz oben die neue Grafikkarten-Generation “Sea Islands” an, die wieder über eine neue Architektur und neue HSA Features verfügen soll. Dabei sei kurz angemerkt, dass HSA das neue Stichwort für Fusion ist, nachdem Arctic Cooling seine Namensrechte geltend machen wollte. In Sachen Performance APU erwartet uns mit “Kaveri” die dritte Generation der APUs in 28 Nanometern, die mit Kernen auf Steamroller Basis und deutlich besserer Pro-Takt-Leistung kommen soll. Brazos 2.0 wird dann abgelöst von “Kabini”, der zweiten Generation stromsparender APUs mit Jaguar Kernen, die ebenfalls einen starken Leistungsschub ermöglichen sollen. Das Schlusslicht ist “Temash” als nächste Tablet APU, die ebenfalls auf Jaguar Kerne setzen wird. Ganz nebenbei sind Kabini und Temash auch die ersten APUs, die als System on a Chip mit integriertem Fusion Controller Hub (ähnlich einer Northbridge) ausgeführt werden.

Alles in allem hat man hier also schöne Pläne, doch die hatte man schon immer. Ob sie sich bewahrheiten wird sich zeigen. Offiziell gab man nur “Mitte des Sommers” als groben Zeitraum an, aus verschiedenen Ecken hörte man aber auch “Mitte Juni” als deutlich präzisere Angabe, weswegen ein Start auf der Computex in Taiwan als wahrscheinlich gilt.

Quelle: Eigene

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