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Vodafones LTE-Fortschritt, Galaxy S II LTE, Galaxy Tab und VoLTE unter Beweis gestellt

Nicht zu übersehen ist Vodafones Vermarktung der neuen 4G-Netze. Die ersten Geräte sind bereit und in Kürze für alle erhältlich. Als kleinen Leckerbissen gab es auf dem CeBIT-Stand von Vodafone eine kleine Demonstration des Fortschritts bei Voice-over-LTE und Video-Telefonie. Hier konnten wir in einem ersten Live-Test mit den beiden Samsung Galaxy S II LTE Smartphones einen Anruf tätigen, bei dem auch eine gute Bildübertragung bestätigt werden konnte.

Mit den beiden Smartphones konnte man zu Beginn die Front-Kamera nutzen und alternativ auf die rückseitige Kamera wechseln. Für Benutzer von Apples FaceTime ist das durchaus nichts Neues, aber für Android-basierende Geräte auf einem Mobilfunknetz ist das wirklich neu. Die Ankündigung des neuen iPad, welches über ein LTE-Modem verfügt, wird den Video-Anruf-Trend weiter etablieren und voranbringen.

Beim Testen fielen uns einige positive Sachen auf, die vom Vodafone-Team in vorherigen Gesprächen nicht beantwortet wurden. So ist es nun durchaus möglich einen Video-Anruf zwischen zwei Smartphones zu starten, ohne dass beide über das LTE-Netz kommunizieren. Das heißt, dass man während eines normalen Anrufs zwischen einem LTE- und einem UMTS-Smartphone dennoch zum Video-Modus wechseln kann. In diesem Fall muss man aber mit Einbußen bei der Bildqualität leben.

Weiterhin konnte uns bestätigt werden, dass während eines normalen Anrufs oder Video-Anrufs das monatliche Datenvolumen, welches man je nach Vertrag hat, nicht angetastet wird. Man bezahlt seine Minutenpreise, unabhängig davon, ob es ein Video- oder ein reiner Audio-Anruf ist. Dies ist insofern essentiell, weil ein Video- oder Audio-Anruf nur noch aus Datenpaketen besteht und der Mobilfunkanbieter trennen muss, ob man surft oder anruft. Hinzu kommt, dass während eines Anrufs die LTE-Verbindung eigentlich gekappt oder pausiert wird.

Ein weiterer strategischer Schritt wird es sein, dass die bestehende 2G-Hardware nach und nach abgebaut und durch LTE-Hardware ersetzt wird. Das hat zur Folge, dass man theoretisch ein LTE-Signal bekommt, wo man zuvor nur ein GPRS- oder EDGE-Signal hatte. Dies sollte speziell die erfreuen, die oft reisen oder etwas ländlicher leben. Die Ausbaupläne für Bahnstrecken oder U-Bahn-Stecken sehen dagegen eher schwammig aus, weil Vodafone oft von anderen Unternehmen abhängig ist.

Ein Kritikpunkt war bisher auch, dass es keine LTE-Hardware gibt, auch wenn man einen solchen Vertrag buchen möchte. Das HTC Velocity 4G machte bereits einen Anfang und soll erst in Düsseldorf und dann auch in anderen Städten ab 01.03.2012 erhältlich sein. Bisher kann man das Smartphone aber nicht online im Vodafone Shop bestellen.

Bei einem einzigen Smartphone bleibt es nicht, denn schon ab 01.04.2012 soll es bereits zwei weitere LTE-Geräte geben. Dazu zählt das weiter oben genannte Galaxy S II LTE sowie ein Galaxy Tab mit LTE. Die Datentransferraten beim Galaxy Tab lagen unter denen des Galaxy S II LTE. Hier bestätigte man uns, dass die Geschwindigkeitsreduzierung auf 20 bis 30 Mbit/s durch die langsamere Hardware verursacht wird. Man konnte das starke Ruckeln der Software auch nur schwer übersehen. Es sollte außerdem ein LTE-Tablet von ASUS auf dem Stand zu finden sein. Durch Probleme mit dem Kurier-Dienst war dann aber kein Vorführmodell auf dem Vodafone Stand vorzufinden.

Abschließend kann man aber sagen, dass der erste Voice-over-LTE- und der Video-Test gut funktioniert haben. Es waren keine Aussetzer oder Probleme aufgetreten und die Audio- sowie Video-Qualität waren durchaus als gut zu bezeichnen. Wir freuen uns auf den kommerziellen Einsatz und werden zu diesem Thema schon bald mehr berichten.

Quelle: Eigene

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