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P2i Aridion: Flüssigkeitsabweisende Beschichtung für Smartphones

Es ist doch immer das Gleiche. Man spart, um sich einen Wunsch zu erfüllen, kauft sich etwas und hat anschließend Angst, dass dem neuen Liebling etwas zustößt. Mit einem Auto kann man vorsichtig fahren, doch bei einem Smartphone kann es schnell passieren, dass es auf einem Tisch liegt und jemand sein Getränk verschüttet oder man in eine Regenfront gerät. Die Angst vor Wasser ist groß, das britische Unternehmen P2i (Perform Protect Improve) hat allerdings eine Beschichtung erfunden, die so ziemlich alles vor Wasser und anderen Flüssigkeiten schützt.

Okay, zugegeben, wasserfest werden die Geräte dadurch nicht, dafür werden sie extrem wasserabweisend, bzw. abweisend gegen so ziemlich jede Flüssigkeit. Das wird durch eine Spezialbehandlung erreicht, in der man die gewünschte Oberfläche mit einer extrem dünnen Schicht eines Monomers (ähnlich wie Polymere) beschichtet. Ursprünglich für britische Soldaten als Schutz gegen Regen oder Giftangriffe erfunden kann es auf so ziemlich allem angewendet werden, vom Taschentuch über Schuhe und Kleidung bis eben zu Smartphones und Tablets.

Links das mit Aridion behandelte Taschentuch, rechts ein normales

Wie bereits erwähnt ist es kein Wundermittel, bei genügend Flüssigkeit kann es nach wie vor zu einem Kurzschluss kommen, allerdings perlen kleine Mengen Wasser sofort von Display, Hülle und Hardware im Inneren ab, sodass man das Gerät schnell trocknen kann. Besonders interessant könnte das für Bewohner in Meeresnähe werden, wo die salzige Luft sehr schnell zu Korrosion führen kann, wie auch im Vergleich zwischen einem normalen Samsung Handy und einem mit Aridion Beschichtung zu sehen ist.

Vergleich zweier Geräte gemäß Salzsprühtest

Das erste Gerät mit dieser Beschichtung ist das neue Motorola RAZR, allerdings hat Motorola auch bereits andere Produkte mit Aridion Beschichtung im Angebot. Weiter laufen auch Verhandlungen mit anderen großen Smartphone Herstellern, konkret wollte man uns aber keine nennen, da noch nichts unterschrieben ist. Alles in allem also eine gute Idee, die uns vor dem einen oder anderen Mini-Herzinfarkt bewahren dürfte und auch in Zukunft die Lebensdauer der Geräte etwas verlängert.

In der Produktion wird das Gerät zuerst in einer Vakuumkammer mit einem Plasma behandelt, dass die Oberfläche aktiviert. Anschließend wird das Monomer aufgetragen, dass die Oberfläche wasserabweisend macht. Dieses dringt selbst in die kleinsten Lücken, wie ihr in folgendem Video sehen könnt:

Quelle: Eigene

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