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Corsair Nautilus 500

Wasserkühlung ist in aller Munde, nicht nur weil Sommer war, sondern weil sie ein anhaltender Trend ist. Über Sinn und Unsinn wird immer wieder auf ein Neues diskutiert, wenn es zu dieser Entscheidung kommt. Doch selbst wenn man sich für eine Wasserkühlung entschieden hat, kommt eine letzte Frage - Set oder Einzelteile?

Einleitung

Für alle, denen einfach die Erfahrung fehlt bzw. die jenigen, die sich den Stress mit dem Einbau einer Wasserkühlung vom Hals halten wollen, für die gibt es eine große Anzahl von von Komplett-Sets. Genau eine solche wollen wir heute vorstellen.   <div style="TEXT-ALIGN: center"></div>   Corsair - jeder denkt jetzt an teuren Arbeitsspeicher - einer der größten Hersteller für High-Performance-Speicher baut seit geraumer Zeit auch Wasserkühlungen. Das neue Kompaktmodell Nautilus 500 wird dabei heute an seine Grenzen gehen und wir klären die Frage: Kann ein solcher Winzling einen AMD Athlon 64 X2-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 3GHz kühlen?      

  Zubehör

Hat man sich zum ersten die ganzen bunten Bilder auf der Verpackung angeschaut, findet man nun einen sauber aufgeräumten und gut getrennten Innenenraum vor. Großes Lob gilt hier vorallem der Anleitung, die Corsair beilegte. Als wäre es nicht genug diese mit einer Menge an Bildern zu präsentieren, so wird diese auch noch in einem Klarsichtumschlag aufgehoben. Die Bilder sprechen dabei tausend Worte und jeder wird es schaffen diese Wasserkühlung in wenigen Minuten zu montieren - Corsair spricht von maximal acht Minuten.
Im größten Abteil unseres bunten Kartons finden wir das Herzstück unsere Wasserkühlung. Im schlichten Design gehalten und mit einem schönen Aluminiumschriftzug an der Front bekommt man einen ordentlichen Eindruck von der Arbeit, die man sich bei Corsair gemacht hat. Auch qualitativ wirkt das Gehäuse, trotz Plastik, sehr hochwertig.
Desweiteren hat man noch circa 500ml Kühlflüssigkeit beigelegt und auch die 1.5 Meter Schlauch sollten für jedes Big-Tower-Gehäuse ausreichend sein. Kompatibel ist die Nautilus 500 zu allen gängigen Sockel, außer dem Sockel A von AMD. Viele werden sich freuen, dass sich Corsair für eine 12V Pumpe entschieden hat, denn so kann man sie gleich am Computer festmachen. Damit dann der Strom noch bis zur Pumpe gelangt, gibt es eine Blende an dem der Stromanschluss ist bzw. auch Aussparungen für die dicken Schläuche sind.



Inhalt

- Corsair Nautilus 500
- Corsair Nautilus 500 CPU Block
- 1.5 Meter Schlauch
- Halterung für Sockel 478 / 775 / 939 (AM2)
- Wärmeleitpaste
- 500ml Kühlflüssigkeit
- Blende für Stromanschluss
- Stromversorgungkabel
       
Innere Werte / Äußere Werte
Bevor wir zum Leistungstest gehen, wollen wir uns einmal die Nautilus von innen anschauen.
Auch dort sezt sich die Sauberkeit, bei der Verlegung der Kabel und Schläuche, fort. Doch wird man etwas skeptisch, wie solch ein „niedlicher“ Radiator 500 Watt Wärme abführen soll, denn damit wird die Nautilus 500 ja beworben – es hätte ohne weiteres ein größerer Radiator Platz gefunden. Leider habe wir aber keine Test-Station, die 500 Watt an Wärme erzeugt.
Für den nötigen Luftzug um den Raditor sorgt ein 120mm Lüfter, welcher im 5V- und im 12V-Modus betreiben lässt und somit auch silence Fans auf ihre Kosten kommen.
Wie viele Kenner vieleicht schon erkannt haben, ist dieser kleine schwarze Kasten hinter dem Ausgleichsbehälter eine Laing DDC 12V Edition – eine der derzeit besten Pumpen für eine Wasserkühlung im Computer. Nur der Silence-Faktor, der durch den 5V-Modus des Lüfters erzeugt wird, geht bei der Pumpe wieder zunichte, da sie doch ein recht gut vernehmbares Arbeitsgeräusch von sich gibt. Corsair versucht hier immerhin mit Schaumstoffdämpfern an den Füßen zu verhindern, das die Vibrationen auf das Gehäuse übergehen. Zudem verhindern sie ein Verrutschen auf dem Blech des Towers. Zum Kühler der Nautilus kann man nicht viel sagen, da er fest mit dem Kühlerboden verlötet ist. Aufgrund der Anordnung der Anschlüsse und der Bauweise lässt sich unter der Haube aber ein Durchflusskühler vermuten. Was man aber sagen kann, ist, dass sich die Qualität durchaus sehen lassen kann. Der Kühlerboden ist blank und sehr plan geschliffen, dies zeigt der Abdruck der Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader des X2 4600+ von AMD. Ein großer Vorteil, der vorallem Leuten zugute kommt, die öfters auf  einer LAN-Party gehen, sich aber keine fest installierte Wasserkühlung zulegen wollen, ist die Möglichkeit die Nautilus komplett vom Kühler zu trennen. Dies wird über die Schnelltrennkuplungen an der Rückseite realisiert. Auch die Befürchtung, dass einem mal das Wasser ausgeht, braucht man nicht haben, denn der "Schlitz" in der Front gewährt durch die Beleuchtung mit einer grünen LED den Blick in den Ausgleichsbehälter.
Grundsätzlich hat Corsair im Inneren auf solide Technik gesetzt und kann sich auch nach außen etabilieren.                    
Einbau
Der Aufbau der Nautilus ist in der Tat ein Kinderspiel und von jedem zu bewältigen. Man nehme sich den Kühler und das passende Halterungs-Kit, Mainboard-Ausbau fehlanzeige, und befestige diesem je nach Haltung auf dem Mainboard oder am jeweiligen Retentionmodul. Sicher sollte man die Wärmeleipaste nicht vergessen. Hat man den Kühler einmal drauf, sollte man die Blende an die Rückseite des PCs einbauen und die Schläche durch die dafür vorgesehenen Bohrungen führen. Als nächstes nehmen wir uns die anderen Enden der beiden Schläuche und versehen sie mit den Ventilen, um sie dann mit der Hauptstation zu verbinden. Zwei letzte Schritte muss man jetzt noch in Angriff nehmen: Zum einen die Kühlflüssigkeit einfüllen und zum anderen muss man noch das Stromkabel zur Station führen.
Dann kann es eigentlich schon losgehen – PC an – Die Pumpe startet mit etwas Verzögerung und das Kühlmittel "schießt" durch die Schläuche. Wenn der ganze Kreislauf dann funktioniert, sollte man noch einmal destilliertes Wasser nachfüllen, dabei sollte der Ausgleichsbehälter aber nicht vollgefüllt sein.  

Hier kam es während der Tests zu einer kleinen Sensation, denn obwohl die Nautilus offizell keinen AM2-Support bietet, passte sie mit der S939-Brücke perfekt auf das Retentionmodul des AM2's. Dies liegt daran, dass die Brücke auf einer Ein-Nasen-Halterung beruht und diese identisch mit dem Sockel 939 ist.

Performance
Kommen wir nun zu dem, was bei der Nautilus groß beworben wird: Der Performance - 500 Watt soll sie abführen können. Um ihr also richtig einzuheizen, haben wir unseren Athlon 64 X2 von AMD auf respektable 3GHz übertaktet. Dabei erzeugt dieser nicht einmal annähernd 500 Watt. Die folgende Tabelle zeigt, ob sich das Konzept von Corsair bewährt oder nicht.





Wie man jetzt gut sehen kann, ist der kleine Radiator mit dem 3GHz seinen Grenzen nahe.
Nimmt man sich nun aber die versprochenen 500 Watt, die das System abführen soll, kann sich jeder denken, dass dies praktisch nicht realisierbar ist. Der 3GHz Dual-Core nimmt nicht einmal 200W in Anspruch, ist aber schon bei über 50° Celsius. Zieht man jetzt noch heran, dass das System durch weiter Kühler für Grafikkarten erweiterbar ist, zeigen sich schnell Grenzen. Großen Spielraum für Overclocking hat man dann nicht viel. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir nicht wissen, wie es in dem Kern des Kühlers aussieht und somit kann es auch sein das dieser mit der Abwärme des 3GHz Dual-Core nicht zurechtkommt. Immerhin kann man aber sagen, dass der X2 trotz 50° Celsius stundenlang stabil ohne Abstürze lief.



Fazit

Am Ende hinterlässt die Nautilus einen guten Eindruck. Sicher spricht sie keine Overclocker an, die nach dem Maximum streben. Anwender, die sich den Einzelteile-Stress ersparen wollen, bekommen hier eine kompakte und für alle Momente gerüstete Wasserkühlung. Solang es in einem kleinen Rahmen bleibt, ist selbst Overclocking möglich, nur stößt man dann schnell an dessen Grenzen. Lässt man die Finger von jeglichem Overclocking liefert die "Kleine" Top-Werte vor der sie sich keineswegs verstecken muss. Zu haben ist das gute Stück ab circa 140 Euro (Geizhals), doch ist die Verfügbarkeit in Deutschland sehr eingeschränkt.
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