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GELID Solutions Icy Vision Rev.2 vs. Scythe Setsugen 2

Egal welchen GPU Hersteller man sich zum Beispiel nimmt, es ist fast immer das gleiche Problem. Bei der notwendigen Kühlung der potenten Hardware ist das Budget meist gering. Dementsprechend liest man in Berichten über Standardmodelle oft, dass die verwendeten Kühler nicht zur leisen Garde gehören. Meist ist auch die Kühlleistung nur bescheiden und hält einige Boliden gerade so an der Schmerzgrenze dessen, was man seiner Hardware zumuten möchte.

Aus genau diesem Grund lebt ein ganzer Wirtschaftszweig davon diesen Umstand zu beseitigen. Dabei bietet der Markt für jeden Geschmack das richtige, vom absoluten Silence Kühler bis hin zu Performance Kühlern. Gemein haben die Lösungen meist, dass sie bei deutlich geringerer Lautstärke geringere Temperaturen erreichen und dabei auch mehr Spielraum für das Übertakten der Hardware geben.

 

 

Da derzeit vor allem die etablierte Mittelklasse sehr beliebt ist haben wir uns anhand einer HD6850 einmal zwei aktuelle Lösungsansätze näher angeschaut. Zum einen handelt es sich um die zweite Version des Erstlingswerks Icy Vision der noch jungen Firma GELID Solutions, zum anderen hat auch Scythe seinen neuen Setsugen 2 zur Verfügung gestellt. Beide gehen zum Teil deutlich unterschiedliche Wege und haben sonst noch einige Eigenheiten, welche wir heute betrachten wollen.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei GELID Solutions und Scythe für die Bereitstellung der Testmuster.

 

 

GELID Solutions ICY Vision Rev.2: Einleitung


Den Anfang macht heute der Neuling. Obwohl Neuling an dieser Stelle auch etwas übertrieben ist, denn den Icy Vision gibt es nun schon in einer überarbeitet Rev. 2. Diese zeichnet sich heute auch für die Leistungsermittlung zuständig.

 

Doch beginnen wir von vorn. Der Icy Vision erreicht den Kunden in einer übersichtlich gestalteten Blister-Verpackung. Vorteil daran ist vor allem, dass man sofort sieht was man kauft. Vor bösen Überraschungen nach dem Auspacken ist man also weitestgehend sicher. Bei weiteren Beschriftungen der Verpackung hat man sich auf die wichtigsten Keyfeatures beschränkt. Dies wirkt zum einen weniger überladen und zum anderen bleibt der Fokus dadurch immer auf dem Produkt selbst. So finden sich unübersehbar auf der Rückseite die kompatiblen Grafikkarten, auf welche der Icy Vision seinen Dienst verrichten mag. Natürlich konnte man sich dabei auch nicht die fast schon übliche Vergleichstabelle verkneifen. In dieser stellt man den Icy Vision auf der GTX 480 dem Standardkühler gegenüber. Lobenswert ist dabei jedoch, dass man sämtliche wichtigen Fakten zum Testverlauf des Diagramms mit angibt.

 

 

 

 

GELID ICY Vision Rev.2: Der Kühler

 

Mit dem grundsätzlichen Aufbau des Icy Vision erfindet GELID Solutions das Rad nicht neu, jedoch kann der Kühler in einigen Bereichen mit feinen Details glänzen. Dazu werden wir im Laufe des Tests an entsprechender Stelle näher eingehen.

 

Als erstes stechen wohl jedem die Lüfter ins Auge, welche in einem gefälligen Blau gehalten sind. Die Lüfter weisen eine besondere doppelte S-Form auf. Diese ermöglicht laut Hersteller bei gleicher Drehzahl bis zu 20% mehr Luftdurchsatz. Als Lager greift man auf ein altbewährtes Kugellager zurück, welches sich im Test durch einen ruhigen Lauf auszeichnete. Die Befestigung der Lüfter auf dem eigentlichen Kühler erfolgt in Form von zwei eigenständigen Kunststoffrahmen, welche der Optik wegen noch mit Stickern „verschönert“ wurden. Die Stromversorgung erfolgt für beide Lüfter über ein einzelnes schwarz ummanteltes Kabel mit einem 4-Pol Anschluss, wie er üblicherweise auf Grafikkarten zu finden ist. Auf den ersten Blick ein genialer wie simpler Gedanke, denn so könnte man die Lüftersteuerung der Grafikkarte benutzen. Über entsprechende Tools wären so individuelle Lüfterkurven möglich.

 

Dem geschulten Leser wird der Konjunktiv nicht entgangen sein. Denn leider hat man auf die Ausführung des dafür nötigen PWM Signals verzichtet, damit bekommen die Lüfter beim Anschluss auf der PCB der Grafikkarte konstante 12V. Welche Folgen das hat, wollen wir im Leistungsvergleich näher beschreiben.

 

Wie sich schon die Lüfter als separate Einheiten präsentieren, ist auch deren Wirkungsbereich in zwei Teile gegliedert. GELID Solutions arbeitet also mit zwei getrennten Kühlkörpern, welche jeweils von einem Lüfter mit Luft versorgt werden. Die Wärmezufuhr wird über fünf 6 mm Heatpipes umgesetzt. Dabei verlaufen drei in den etwas kleineren hinteren Teil und zwei in den größeren. Wer aber eine unausgewogene Wärmeverteilung vermutet, der irrt. Denn ein Großteil der Aluminiumlamellen ist im Bereich der Kühlerbase zu dieser hin verlängert. Dort sind die entsprechenden Lamellen direkt auf allen fünf Heatpipes verlötet. Das bringt zum einem ein Plus an Leistung und gibt dem ganzen Kühler nebenbei auch etwas mehr Stabilität. Einen Nachteil hat die Konstruktion dann aber leider doch. Mit drei Slots braucht der Kühler eine Menge Platz. Und obwohl mit SLI/CF-ready geworben wird, wird dieser Umstand doch das ein oder andere Mainbaord bei der Kompatibilität ausschließen.

 

Qualitativ bewegt sich GELID Solutions mit dem Icy Vision auf hohem Niveau. An unserem Muster konnten wir keine Mängel finden.

 

 

 

 

GELID ICY Vision Rev.2: Zubehör und Montage


Zubehör


Das Zubehör ist entsprechend der Kompatibilitätsliste sehr reichhaltig und funktional. So finden sich ausreichend kleine Speicherkühler, wie auch Spezialkühler für die Spannungswandler der verschiedenen Modelle. Der Kontakt erfolgt dabei über einzeln verpackte doppelseitig klebende Wärmeleitpads bzw. im Falle des Kühlers für die Spannungswandler einiger AMD/ATI Modelle über ein normales Wärmeleitpad. Vor dem Aufbringen dieser ist also eine gründliche Reinigung der Komponenten nötig, da sonst der Halt beeinträchtigt werden kann.

 

Die Wärmeübertragung von GPU auf den Kühler wird von der beigelegten GC-2 Wärmeleitpaste übernommen, welche hochwertiger als typische Standardwärmeleitpasten ist und somit von Haus aus gute Leistungswerte liefern sollte. Die Befestigung wird über eine einzelne Stahlplatte gelöst, welche alle nötigen Bohrungen besitzt. Je nach verwendeter Grafikkarte stehen dann verschiedene Schraubenkombinationen zur Verfügung. Für den Anschluss der verwendeten Lüfter an andere Quellen liegt ein Adapter bei, welcher es ermöglicht die Lüfter entweder über einen Molex oder normalen Lüfteranschluss zu betreiben.

 

Montage

 

Nach dem Durcharbeiten der Anleitung, welche von GELID Solutions sehr gewissenhaft erarbeitet wurde, weiß man was Sache ist. Die richtigen Schrauben zurechtgelegt und die passenden Löscher gefunden, ist der Einbau des Kühlers nach Anleitung auf unserer HD6850 spielend einfach. Zumal es sehr löblich ist, dass bei Montage des Kühler der Standard Kühlkörper für Speicher und Spannungswandler nicht entfernt werden muss. Ein kompliziertes einfädeln der Schrauben entfällt bei der Montage, da die Schrauben von hinten einfach mit Muttern befestigt werden. Damit dabei kein Schaden an der Karte entsteht empfiehlt es sich die beigelegten selbstklebenden „Unterlegscheiben“ zu nutzen. Dabei sollte aber auf einen möglichst gleichmäßigen Anpressdruck geachtet werden – denn defekte Hardware bringt meist wenig Spaß.

 

 

 

 

Scythe Setsugen 2: Einleitung


Als zweiter Kandidat und Gegenspieler zum GELID Solutions Icy Vision tritt auch von Scythe ein Nachfolgermodel an. Die Veränderungen zum ersten Modell sind aber weitaus größer. So fühlt sich der Setsugen 2 eher wie ein neuer eigenständiger Kühler an, als dass es sich „nur“ um eine Weiterentwicklung handelt. Denn bis auf den Lüfter haben die beiden Kühler nicht mehr viel gemein.

 

Mittlerweile sollte sich wohl jeder der schon mal ein Produkt von Scythe in der Hand hatte an die doch sehr bunten und zum Teil überladenen Verpackungen aus Fern Ost gewöhnt haben. Auf der anderen Seite ist man einfach gewillt jeden Millimeter der Verpackung dazu zu nutzen, dem Kunden Informationen zum Produkt zu geben. So belegt allein die Kompatibilitätsliste des Kühlers eine komplette Seite des Kartons und ist gefüllt mit Karten der letzten Jahre bis hin zu den aktuellen aus GTX400 und HD6800 Serie. Für größere Modelle besteht aus Leitungsgründen keine Spezifikation. Wie schon GELID schreibt auch Scythe von einer SLI und Crossfire Kompatibilität, welche an dieser Stelle auch zutreffend ist, da der Kühler nur 2 Slots hoch ist. Des weiteren findet sich auf der Rückseite noch eine Übersicht des gesamten Zubehörs, welches sich sehen lassen kann.

 

 

 

Scythe Setsugen 2: Der Kühler


Mit der ersten Version des Setsugen Kühlers brachte Scythe einige fragende Gesichter hervor. Damals war die Montage des Lüfter auf der Unterseite des Kühlers einfach ein Novum. Da dieser dann auch noch so montiert war, dass er die Luft vom PCB der Grafikkarten wegblies, spekulierten einige sogar über Montagefehler. Viele User gingen jedoch schnell in die Gewohnheit über, den Lüfter wieder „richtig“ herum zu montieren.

 

Beim Nachfolger sieht vieles anderes aus. Das Konzept wurde konsequent weiter entwickelt und ist zumindest rein optisch wieder „salonfähig“. Der Lüfter befindet sich nun wieder auf der Oberseite des Kühlers und bläst die Luft auf das PCB. Verwendung findet hier der schon vom ersten Modell bekannte Slip-Stream Slim-Lüfter, welcher mit seinen nur ca. 10 mm Höhe einer der flachsten Lüfter überhaupt ist. Erst dies ermöglicht es Scythe einen so kompakten Kühler zu bauen, welcher nicht mehr Slots benötigt als der Standardkühler. Damit ist hier eine wesentlich bessere Kompatibilität mit Multi GPU Systemen gegeben. Die Stromversorgung erfolgt über einen Standard 3-Pin Lüfteranschluss. Auf eine Erweiterung wie PWM wurde also konsequent verzichtet. Um jedoch jedem User zu ermöglichen, das Leistungs- und Lautstärke Niveau den eigenen Bedürfnissen anzupassen, wird der Lüfter mit dem schon bekannten Poti ausgeliefert. Dieser ermöglicht die Anpassung der Lüfterdrehzahl im Bereich von 800 bis 2000 u/min. Aufgrund seiner Größe von 120 mm fallen aber auch die sonstigen Dimensionen des Kühlers ausladender aus.

 

Der Kühlblock ist nicht wie noch beim Vorgänger in einzelne Segmente unterteilt, sondern agiert wieder als Ganzes. Dabei wird die Wärme durch vier 6 mm Heatpipes gleichmäßig über die Fläche verteilt. Im Bereich des Kühlerbodens enden diese jedoch nicht. Scythe lässt die Pipes hier also trotz der einseitigen Ausrichtung des Kühlkörpers in zwei Richtungen arbeiten. So verlaufen alle vier Pipes zuerst direkt nebeneinander und fächern sich dann hinter dem Kühlerboden auf, um in einer 180° Kurve wieder zurück in den Kühlblock zu verlaufen. Wie von Scythe gewohnt ist der Kühlerboden gleichzeitig mit einem kleinen Vollkühlkörper verbunden, welcher die Leistungsverluste an dieser Stelle minimieren soll. Auch wenn dessen Ausführung nur klein ist, so ist er doch bitter nötig, denn selten haben wir so einen Block als Übergangsmedium gesehen wie es beim Boden des Setsugen der Fall ist. Immerhin ist dieser fast 1 cm dick!

 

Von Fertigungsmängeln blieb der Kühler verschont, gewohnt ist man diese von Sycthe ohnehin nicht. Wir konnten keine Qualitätsmängel finden. Weder bei der Verpressung der Heatpipes am Boden noch bei den Lamellen waren Probleme ersichtlich.

 

 

 

 

 

 

Scythe Setsugen 2: Zubehör und Montage


Zubehör


Beim Zubehör ist Scythe mit dem Setsugen mächtig am kleckern, nicht am klotzen. Gefordert von der langen Kompatibilitätsliste des Setsugen 2 sind dem Kühler unzählige Kühlkörper jeder Größe beigelegt. Dazu gehören auch Spezialkühler für Nvidia und AMD/ATI Karten. Auch wieder enthalten ist ein Kupfer Spacer, welche für Karten benötigt wird, bei welchen der Rahmen höher liegt als der eigentliche Chip. Wie üblich arbeiten auch die Kühler bei Scythe mit selbstklebenden Wärmeleitpads, welche wie schon erwähnt eine gründliche Reinigung voraussetzen.

 

Das recht simple Aluminiumprofil, welches für die Spannungswandler von ATI Karten beigelegt wurde verfügt über ein Wärmeleitpad. Die zusätzlichen Nvidia-Kühler benötigen Wärmeleitpaste und werden über Push Pins befestigt.

 

Die Wärmeleitpaste kommt mit dem Setsugen 2 wieder im Tütchen, das ist zwar bei weitem nicht so komfortabel wie eine kleine Spritze, aber immerhin ist man bedacht eine gute Wärmeleitpaste beizulegen, welche es nicht gleich nötig macht sich teuer potenteres zuzulegen.

 

Um die lange Liste an möglichen Kühler-Grafikkarte-Kombinationen gewährleisten zu können, greift man auf zwei unterschiedliche Befestigungsplatten zurück, welche mit verschiedenen Lochabständen ausgestattet sind. Auf der Rückseite der Karte wird der Kühler dann aber über eine Edelstahlplatte angepresst.

 

Montage


Anleitungen bei Scythe gleichen einer wie der anderen, aber sie haben auch gemeinsam den User gut durch die Installation zu führen. Das schwierigste zu Beginn ist es die richtigen Befestigungslöcher ausfindig zu machen. Leider ist es auf Grund der Ausmaße des Kühlers nicht möglich die Standardkühlerplatte für Speicherchips und Spannungswandler zu verwenden, man ist in diesem Fall also auf die zusätzlichen Kühler angewiesen. Im Fall unserer Revision der HD6850 gab es dabei ein Problem. Denn bei dieser sind die Spannungswandler am hinteren Ende der Karte. Die meisten Karten im Handel verfügen jedoch über ein anderes Layout, mit welchem es zu keinen Problemen kommt. Etwas fummelig ist die Montage des Kühlers dann aber doch noch. Denn bei diesem müssen die Schrauben von hinten in die Befestigungslöcher auf dem Kühler eingefädelt werden. Das ist zwar nicht weiter schwer, ein ruhiges Händchen sollte man aber dennoch haben. Sonst wird das Unterfangen schnell lästig.

 

 

 

 



Das Testsystem:



Für den heutigen Test kommt unser neues Kompaktsystem zum Einsatz, welches der eine oder andere schon aus dem mATX Review kennt. In Kooperation mit Gigabyte war es uns möglich auf Basis des kleinen Performance Gehäuses "Dragon Slayer" von IN WIN, das neue Testsystem aufzubauen. Für entsprechend Frischluft ist trotz der geringen Größe immer gesorgt. Denn das kleine Gehäuse verfügt über unzählige Montageplätze für Lüfter.

Das technische Grundgerüst besteht aus einem AMD Phenom II X4 925 und einem Gigabyte 880G-UD2H. Die Stromversorgung ist mit einem Corsair HX620 ausreichend dimensioniert.

 

 

 

 

 

Leistung:


Bevor wir die Leistung unserer beiden Kühler testen, wollen wir einmal näher auf deren Ausrichtung eingehen. Denn wie einige sicher schon erkannt haben ist es offensichtlich, dass beide Kühler nicht nur andere Wege gehen, sondern auch offensichtlich für andere Bereiche ausgelegt sind. So lässt sich schon anhand der kompatiblen Grafikkarten absehen, dass sich der Setsugen 2 eher im Gebiet der Midrangekarten wohlfühlt. Währenddessen GELID Solutions mit dem Icy Vision auch auf High End Bereiche abzielt. Aus diesem Grund testen wir beide Kühler auf einer der derzeit beliebtesten Grafikkarten der Mittelklasse – der AMD Radeon HD6850.

 

Dabei wollen wir auf verschiedene Szenarien eingehen. Die Silence und Performance Einstellungen werden wir unter Standardtakt wie auch übertaktet ermitteln.

 

 

 

 

Mit dem Drang nach der Suche der Leistungskrone widmen wir uns zunächst der Leistung bei 12V bzw. 100% der zur Verfügung stehenden Kühlleistung. Dabei ist unschwer der doch schon in dieser Klasse gigantische Abstand zum Referenzkühler von AMD zu sehen. Ganze 13,4°C Differenz trennen schon hier den Scythe Setsugen 2 vom Standardkühler der AMD Karte. Und das mir einer zwar hörbaren aber weit niedrigeren Lautstärke. Hier macht sich der einzelne 120 mm Lüfter positiv bemerkbar. Denn dieser ist auch bei seinen 2000 u/min tonal eher dumpf und noch nicht störend. Etwas lauter geht da der GELID Solutions Icy Vision zu Werke. Dessen zwei 92 mm Lüfter drehen ebenfalls mit maximal 2000 u/min, es verwundert also nicht das sie dann doch etwas lauter sind. Der Lohn sind noch einmal 3,6°C mehr Leistung. Aber alle diese Settings haben bisher eines gemeinsam. Ihre Eignung für den Dauerbetreib im heimischen PC ist auf Grund der Lautstärke fraglich.

 

Viel interessanter ist daher die Betrachtung der Lüfter im Silence Betrieb. Die beiden alternativen Kühler testeten wir so bei 5V, währenddessen wir dem Standardkühler von AMD wegen seiner geringen Ausmaße den Automatik Modus zugestanden haben. Und waren es vorher nur weniger Grad die die beiden Testkandidaten trennten, so wird der Leistungsunterschied schon beim Standardtakt mehr als deutlich. Und mit jeder Laststeigerung zeigt sich wie abhängig der Setsugen von einem ausreichend großen Luftstrom ist. Durch seine wesentlich größere Kühlfläche bewahrt sich der GELID  Solutions hier sprichwörtlich einen kühlen Kopf. Durchschnittlich wächst hier der Abstand um 15,4°C. Der AMD Referenzkühler bewegt sich noch einmal über 10°C dahinter. Trotz alledem war zu jeder Zeit ein stabiler Betrieb der Karten möglich. Zu mindestens bei unseren zwei Testkühlern kann man auch von einem Silence Betrieb sprechen, denn von keinem der Kühler waren auch nur irgendwelche Geräusche wahrnehmbar.

 

 

Fazit:


Wir haben es im Prinzip mit zwei sehr unterschiedlichen Kühlern zu tun, welche beide auf ihre Weise ihre Vorteile haben. Ebenso hat auch jeder seine Schwächen. Fassen wir jedoch alle Eigenschaften unter einem Hut zusammen, so kommen wir zu folgendem Schluss. Gerade für Enthusiasten die kein Vermögen für einen GPU Kühler ausgeben wollen ist der GELID Solutions ICY VISION Rev. 2 einen Einkauf wert. Er kann mit einer guten Leistung punkten, welche auch bei niedrigen Drehzahlen noch weit vorne liegt. Hinzu kommt die gute Kompatibilität zu aktuellen Mittelklasse und Oberklasse Grafikkarten. Einzig Nutzer die von vorn herein ein Multi-GPU System aufbauen wollen, sollten vorher prüfen, ob die benötigten drei Slots vorhanden sind. Bei wem das nicht der Fall ist, der bekommt auch mit dem Setsugen 2 einen guten Kühler. Es wird jedoch schnell klar, dass er wesentlich mehr auf eine funktionierende Luftzirkulation angewiesen ist. Auch sein ausladender Kühlkörper kann in kleinen Gehäusen zu Problemen führen. Man muss ihm jedoch zugestehen, dass er mit steigender Drehzahl ebenfalls sehr leistungsstark zu Werke geht ohne dabei ähnlich laut zu werden wie der GELID Solutions Kühler. Der Kühler aus dem Hause GELID Solutions kann so mehr überzeugen und verdient sich auch unsere Empfehlung. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch beim Nutzer und seinen Ansprüchen.

 

 

 

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