Top-Aktuell: Robocraft im Kurztest
Apps
Cooling

EKL Alpenföhn Matterhorn

So früh erhielt der Sommer über Deutschland schon lange keinen Einzug mehr. Und so macht das trockene und vor allen Dingen warme Wetter nicht nur Flora und Fauna zu schaffen, sondern sorgt schon seit April für einen kleinen Absatzanstieg in der Kühler-Branche. Denn auch heute noch kommt es zu überhitzten Systemen mit Folgeausfällen, welche lediglich einen unterdimensionierten CPU-Kühler integriert haben. Verschärft wird das Szenario durch eine mangelhafte Wärmeübergang zwischen CPU und Kühlkörper sowie einem oftmals verschmutzen PC-Innenleben. Aber auch wenn derartige Probleme nicht vorhanden sind, stört es viele Anwender am heimischen PC, wenn alle Jahre wieder zur Sommerzeit eine notwendige, gesteigerte Drehzahl der einzelnen Lüfter für eine merklich höhere Geräuschkulisse sorgt.

Abhilfe können hier zahlreiche Produkte leisten! Eines davon ist der Alpenföhn Matterhorn des süddeutschen Unternehmens EKL. Dieser im kurzlebigen IT-Geschäft bereits gestandene CPU-Kühler ist die deutsche Antwort auf aktuelle Kühler der Mittel- und Oberklasse. Das sämtliche Alpenföhn Produkte hohe Qualitätsstandards erfüllen, konnte bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellt werden.

Ob auch der Alpenföhn Matterhorn diese Standards und die von uns erwartete Leistung liefern kann, ist auf den folgenden Seiten nachzulesen.
  <p style="text-align: center;"></p>
An dieser Stelle geht ein Dank an EKL für die problemlose Bereitstellung des Testmusters.

EKL Alpenföhn Matterhorn

Der „erfrischende“ Karton verleiht dem Kühler schon vor dem Auspacken einen Hauch an süddeutschem Flair. Dieses Design schafft wirklich Abwechslung im langweiligen Verpackungsmarkt und erfüllt selbstverständlich alle Kriterien, damit der Kühler unbeschadet beim Kunden eintreffen kann. Das mitgelieferte Montagematerial macht bei der Installation des CPU-Kühlers ein Mainboardausbau nötig, da abhängig vom Sockel eine entsprechende Rückplatte verbaut werden muss. Für die unterschiedlichen CPUs wird die Montage somit vereinheitlicht. Trotzdessen liefert EKL eine Installationsanleitung mit, welche für jeden kompatiblen Sockel den Einbau einzeln aufzeigt. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind 4 Halteklammern für die Befestigung von maximal zwei Lüftern, etwas Wärmeleitpaste und zwei Spannungsadapter. Diese beiden Adapter sorgen für eine unkomplizierte Anschlussmöglichkeit des Lüfters an die 7V bzw. 5V Spannungsversorgung des Netzteils. Damit eröffnet EKL dem Kunden die Wahl zwischen einer konstanten oder mittels PWM geregelten Drehzahl. Beim mitgelieferten Axiallüfter handelt es sich um einen Föhn 120, welcher ebenso einzeln im Produktsortiment angeboten wird.  



Technische Daten  

Technische Daten (Herstellerangaben)

Maße Lüfter (BxHxT)

120x120x25 mm

Lagerart

Hydraulik Lager (GL)

Betriebsspannung

12 VDC

max. Leistungsaufnahme

k.A.

max. Umdrehungen pro min

1500 rpm

max. Luftdurchsatz

108 m³/h

max. Lautstärkeentwicklung

24,8 dB(A)

Maße Kühler (LxBxH)

130x108,5x159mm

Kühlkörpermaterial

Cu/Cu/Al

Befestigung

Universal - Schrauben

Gesamtgewicht

1067g m.L.

Besonderheiten

Spannungsadapter 5V, 7V

  Dieser Lüfter bietet neben seiner interessanten und vor allen Dingen anderen Optik einen gummierten Lüfterrahmen mit eingespritzten Entkopplungselementen. Kleine Vibrationen können so bereits im Rahmen absorbiert und dadurch nicht auf den Kühlkörper übertragen werden. Generell stellt sich an diesem Punkt jedoch abermals die Frage, wie sinnvoll jegliche Entkopplung bei einem qualitativ hochwertigen Lüfter ist. Denn ein guter Lüfter sollte im Betrieb erst gar nicht solche Vibrationen erzeugen, welche zu einer erhöhten Schallemission führen. Allerdings konnten wir in der Vergangenheit schon den einen oder anderen Lüfter erleben, der bei einer bestimmten Drehzahl ein Resonanzverhalten aufzeigt. Gerade in diesem Fall bewirkt eine gute Entkopplung natürlich kleine Wunder. Jedoch handelt es sich dabei eher um die Ausnahme, sodass eine Entkopplung im Normalfall nicht notwendig ist. Zudem bescheinigt EKL dem Lüfter durch die sogenannte „Wing Boost“ Technologie eine im Vergleich zu konventionellen 120mm großen Axiallüftern, sehr geringe Geräuschkulisse. Ob diese Angaben stimmen, oder ob es sich um gewitztes Marketing handelt, wird in diesem Test jedoch noch nicht erörtert, da hierfür weitere Messungen und Vergleiche von Nöten sind. Derartige Fragen werden wir aber in einem folgenden Bericht ausführlich behandeln.  
  Neben dem Lüfter spielt bei einem CPU-Kühler der Kühlkörper eine übergeordnete Rolle. Auch wenn es sich hier im Prinzip um ein rein mechanisches Bauteil mit geringerer Komplexität handelt, übertreffen sich die Hersteller stets mit aufwendigeren Designs, welche das Gegenteil beweisen. In der Praxis geht es dann aber doch eher um die technischen und physikalischen Eigenschaften und damit insbesondere um die Wärmeleiteigenschaften des Kühlkörpers. Auf den ersten Blick wirkt der Heatpipekühlkörper des Alpenföhn Matterhorns durchweg gelungen. Die Optik ist schlicht, aber wie die des Lüfters, weg vom „Mainstream“. Sechs dicke Heatpipes führen die Abwärme im Betrieb von der Kupferbodenplatte ab und verteilen diese auf 47 großflächige Aluminiumlamellen. Für eine erhöhte Effizienz wurden die Kupferpipes zudem versetzt in die Lamellen eingelassen und sind wie es bei „Tower-Kühlern“ üblich, U-förmig gebogen. Dadurch wird die Leistung jeder einzelnen Heatpipe optimal ausgenutzt. Weniger leistungsorientiert ist dessen Einbau in der Bodenplatte. Hier ist der Abstand zwischen den einzelnen Pipes etwas zu üppig, wodurch die beiden äußeren Heatpipes weit weg vom Hitzezentrum sind und somit nur geringfügig zur Wärmeabfuhr beitragen können. Der Aufbau und die Verschachtelung der Kühllamellen, ist nicht nur optisch eine interessante Lösung. Denn mit Blick auf die technische Seite bietet dieser Kühlkörper somit in der Mitte einen geringeren Lamellenabstand, als am äußeren Rand. Laut EKL ist der EKL Alpenföhn Matterhorn dadurch in der Lage auch mit geringem Volumenstrom eine gute „Kühlleistung“ zu bieten. Fest steht auf jeden Fall, dasa der große Lamellenabstand direkt hinter dem verbauten Axiallüfter zur Geräuschminderung beiträgt.  
  Testaufbau  

  Unser Anliegen ist es allen Lesern und Leserinnen stets unabhängige und qualitativ hochwertige Testberichte zu bieten. Um die Qualität zu wahren, scheuen wir daher keine Mühen die angewandten Testverfahren zeitgemäß zu halten und durch kontinuierliche Weiterentwicklung unsere Messungen zu verfeinern. Besonders im Bereich der Komponentenkühlung erreicht man nur durch aufwendige Anwendung, ausgewählter Messtechniken, aussagekräftige Ergebnisse, die einen verlässlichen und fairen Vergleich zulassen. Im Folgenden finden Sie daher eine kurze Beschreibung unserer verschiedenen Messverfahren.   Thermischer Widerstand Für die Messung des thermischen Widerstandes kommt bei sämtlichen CPU-Kühlern ein CPU-Dummy zum Einsatz, der die Abmessungen einer aktuellen AMD Phenom 2 CPU hat. Der CPU-Kern verfügt über eine variable Heizleistung bzw. Wärmeverlustleistung, wodurch in einem gewissen Rahmen auch ein sehr hoher thermischer Widerstand unterhalb von kritischen Temperaturen ermittelt werden kann. Dabei werden alle gemessenen Temperaturen über einen A/D-Wandler auf einen PC geschrieben der uns als Datenlogger und zur weiteren Verarbeitung der Messergebenisse dient. Der große Vorteil bei diesem Messaufbau ist die Nachvollziehbarkeit und quantitative Kenntnis aller vorhandenen Wärmeströme, wodurch eine genaue Berechnung der Ergebnisse erst möglich wird. An dieser Stelle möchten wir uns bei EKL bedanken, die uns beim Bau des neuen Dummys unterstützten!   Schalldruckpegel Akustik, insbesondere die Ermittlung des Schalldruckpegels ist eine Wissenschaft für sich. Dabei sollten sich alle Leser und Leserinnen davon frei machen, dass die Angabe des Schalldruckpegels in dB(A) eine unabhängige Aussage über die wahrgenommene Lautstärke eines Lüfters macht. So kann die Schalldruckpegelmessung an einem und demselben Lüfter völlig unterschiedliche Werte erzeugen, die in Abhängigkeit zum Messgerät, zum Messaufbau, zur Umgebung und zu Störquellen stehen. Zudem kommt die Tatsache, dass Schall von jedem Individuum anders wahrgenommen und bewertet wird. Eines dieser Probleme würde sich durch Anwendung der entsprechenden Norm lösen lassen. In der Praxis ist dies aber selbst für vielerlei Industrieunternehmen zu aufwendig und kostspielig. Daher lässt sich speziell in der IT-Branche kein Vergleich zwischen den Angaben verschiedenen Hersteller machen. Gerade weil bei jedem Lüfter bzw. CPU-Kühler ortsabhängig unterschiedliche Schallreflexionen entstehen, treten bei verschiedenen Kunden auch andere Schalldruckpegel auf. Grunddessen wird hier in einer speziellen Box gemessen, die einerseits Störquellen von außerhalb abschottet und andererseits den Schalldruckpegel durch einen hohen Reflexionsgrad entsprechend anhebt. Dieses Verfahren stellt sicher, dass wir Messungen über eine große Bandbreite der Rotordrehzahl durchführen können. Dank der Messbox sowie einer gemittelten Langzeitaufnahme des Schalldruckpegels erreichen wir zudem eine hohe Wiederholbarkeit der Messergebnisse.   Rotordrehzahl Verfügt der Lüfter über ein Tachosignal, wird es über einen Frequenzmesser ausgelesen. Dieses Messverfahren wird in fast allen Fällen angewandt. Bei Lüftern ohne Tachosignal wird die Rotordrehzahl mit Hilfe eines Laser-Tachometers ermittelt. Bevor die Messwerte notiert werden, hat der Lüfter ca. 5 min Zeit seine Rotordrehzahl bei vorgegebener Betriebsspannung zu erreichen.   Leistungsaufnahme Die Leistungsaufnahme spielt bei den gängigen Lüfter-Typen häufig nur eine Nebenrolle. Heute sind die Unterschiede zwischen einigen Produkten jedoch so minimal, dass eben auch solch ein Punkt die Kaufentscheidung beeinflussen kann. Vor der Aufnahme der Messwerte hat der Lüfter ca. 5 min Zeit seinen Strom bei vorgegebener Betriebsspannung zu erreichen. Anschließend wird die Leistungsaufnahme ermittelt. Bei CPU-Kühlern ist der Lüfter während der Messung selbstverständlich am Kühlkörper montiert.   Anlaufspannung Beim Ermitteln der Anlaufspannung wird der Lüfter an eine kleine Spannungsquelle angelegt, welche stufenweise in 100 mV großen Schritten erhöht wird. Sobald ein deutliches Drehen des Lüfters erkennbar ist, wird die Betriebsspannung bzw. die Anlaufspannung notiert.   Gewicht In Anbetracht der riesigen Materialschlachten, welche sich viele Hersteller seit einiger Zeit bieten, ist speziell bei CPU-Kühlern das Gewicht ein entscheidendes Kriterium für die Bewertung des gemessenen thermischen Widerstandes. Zudem wird durch das Wiegen des jeweiligen Testmusters die Herstellerangabe überprüft. Gewogen werden zum einen der gesamte CPU-Kühler und zum anderen nur der Kühlkörper ohne Lüfter.    

Wahrnehmung des Schalldruckpegels

Sektor

Schalldruckpegel Beschreibung der Akustik

I

<35 dB(A)
"lautlos"

II

35 dB(A) - 40 dB(A)
kaum wahrnehmbar

III

40 dB(A) - 45 dB(A) sehr leise (geflüster)

IV

45 dB(A) - 50 dB(A) hörbar (aber nicht störend)

V

50 dB(A) - 55 dB(A) hörbar (u.U. störend)

VI

55 dB(A) - 60 dB(A) laut

VII

60 dB(A) - 65 dB(A) sehr laut

VIII

>65 dB(A)
extrem laut
    Testergebnisse  

Schalldruckpegel [Lp/dB(A)]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

33,2

37,0

42,5

45,4

47,2

50,4

53,0

56,2

Noctua NH-D14

32,9

36,5

42,0

46,9

48,8

51,7

54,5

56,8

EKL Matterhorn

31,7

35,7

40,5

45,5

49,2

51,6

54,0

56,0

Prolimatech Megahalems

42,5

49,0

53,6

57,5

59,2

62,2

63,9

65,3

Reeven Chrono Guard

--

31,5

34,7

39,9

45,9

51,9

54,7

57,8

Xigmatek Achilles

38,2

40,8

42,3

44,8

46,8

48,5

51,0

54,7

Scythe Yasya

43,6

49,6

53,9

57,7

61,7

62,2

63,1

64,9

EKL Matterhorn 2xL.

32,7

36,7

43,0

46,7

49,7

52,6

54,9

57,2

  Der Messbereich des verwendeten Schalldruckpegel-Messgerätes geht von 30 dB(A) bis 130 dB(A). Unterhalb von 30 dB(A) ist es somit nicht möglich den Kurvenverlauf korrekt darzustellen. Für eine genaue Betrachtung sind deshalb die Angaben aus den entsprechenden Wertetabellen zu beachten. Die angegebenen Temperaturen setzen sich aus Umgebungstemperatur und Übertemperatur zusammen. Für einen bestmöglichen Vergleich wurden dabei die Umgebungstemperaturen der einzelnen Testdurchläufe rechnerisch korrigiert und auf denselben Wert gebracht. Der eingesetzte CPU-Dummy, welcher die Maße eines AMD Phenom 2 hat, ist hierbei mit 80 W bzw. 130 W Wärmeverlustleistung behaftet. (Tamb=30°C [bei 80W], Tamb=35°C [bei 130W])

 

Temperatur [tK/°C] bei 80W

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

100,4

75,1

62,0

57,6

53,9

51,5

50,1

49,0

Noctua NH-D14

45,2

43,4

42,1

41,4

41,0

40,6

40,4

40,1

EKL Matterhorn

58,6

50,5

47,3

45,4

44,6

44,1

43,6

43,4

Prolimatech Megahalems

42,3

41,1

40,6

40,1

39,8

39,8

39,6

39,5

Reeven Chrono Guard

--

59,2

51,8

47,8

45,9

44,6

43,8

43,3

Xigmatek Achilles

53,2

49,0

47,0

46,5

45,5

44,6

44,0

43,7

Scythe Yasya

42,4

41,6

41,0

40,6

40,3

40,2

40,0

39,9

EKL Matterhorn 2xL.

52,5

46,2

44,2

43,1

42,7

42,4

42,2

41,8

   

 

Temperatur [tK/°C] bei 130W

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

AMD Boxed Kühler

149,4

108,3

87,0

79,9

73,9

70,0

67,6

65,9

Noctua NH-D14

59,7

56,7

54,6

53,5

52,8

52,3

51,9

51,4

EKL Matterhorn

81,5

68,3

63,1

60,1

58,8

57,9

57,1

56,7

Prolimatech Megahalems

55,0

53,1

52,2

51,4

51,0

50,9

50,6

50,5

Reeven Chrono Guard

--

82,5

70,4

64,0

60,9

58,8

57,5

56,6

Xigmatek Achilles

Diesen Artikel teilen:

Welovetech