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BitFenix Colossus

BitFenix nennt sich ein neuer Hersteller aus Fernost, genauer gesagt aus Taiwan, welcher es sich zur Aufgabe machen will weltweit Kunden des IT-Marktes mit qualitativ hochwertigen PC-Gehäusen zu beliefern. Dieses Vorhaben mag im ersten Moment nicht wirklich außergewöhnlich klingen, da Gehäuse aus Asien eher ein „alter Hut“ sind und die Vielzahl der Firmenneugründungen aus diesem Teil der Erde auch niemanden mehr beeindruckt. Allerdings ist diese Aufgabe wirklich kein leichtes Unterfangen und stellt sich in Anbetracht der vielen verschiedenen Standards, Hardwarekomponenten, Anwendungsgebiete und natürlich Bedürfnisse sowie Geschmäcker bzw. Vorlieben der Anwender, als ein sehr komplexes Thema heraus.

In Folge dessen ist es klar, dass die Masse an Anforderungen unmöglich zu einem einzigen Gehäuse führen kann, welches die Bedürfnisse aller Endkunden abdeckt. Letztlich wird somit auch das noch junge Unternehmen BitFenix irgendwo zwischen den Benutzergruppen entsprechende Grenzen ziehen und die Produktpalette so weit ausdehnen, dass möglichst jeder Interessent das passende Produkt vorgesetzt bekommt.   Den Start macht BitFenix hier zu Lande mit dem Colossus, einem Gehäuse für die Sparte der Design-Bewussten, die aber keinesfalls auf Funktion verzichten wollen. Dabei hat sich der taiwanesische Hersteller aber nicht auf alte Traditionen versteift, sondern sucht seinen ganz eigenen Weg möglichst viele Ideen, jene für diesen Bereich interessant sind, zusammenzufassen und alle samt in einem optisch ansprechenden Gehäuse zu verpacken. Ob BitFenix der Einstand mit diesem Gehäuse gelingen kann oder ob es sich lediglich um ein gewöhnliches Produkt von der Stange handelt, ist in diesem Bericht nachzulesen.  
An dieser Stelle geht ein Dank an BitFenix und Caseking für die problemlose Bereitstellung des Testmusters.

BitFenix Colossus (außen)

Das BitFenix Colossus wird in einem stabilen Pappkarton ausgeliefert und ist im Inneren durch große Kunststoffpolster gegen Verrutschen sowie Erschütterungen geschützt. Der Lieferumfang besteht aus dem Gehäuse und ein paar Zubehörteilen, die dem Einbau der Hardware dienen. Darunter befinden sich selbstverständlich etliche Schrauben und Abstandshalter für die Befestigung des Mainboards und diverse Befestigungsmaterialien, sodass alle Leitungen im Inneren des PC-Gehäuses sauber verlegt werden können. Wer noch ein 3,5“ Diskettenlaufwerk oder andere Hardware mit diesen Standardmaßen verwendet, wird das entsprechende Gerät mit einem im Lieferumfang enthaltenen Einbaurahmen in einem 5,25“ Laufwerksschacht montieren können. Eine Installationsanleitung suchen wir hingegen vergebens. Es ist allerdings gut möglich, dass diese beim Endkunden vorhanden ist, da der Lieferumfang bis zum Verkaufsstart des Colossus noch entsprechend ergänzt werden könnte.  



Technische Daten  

Technische Daten (Herstellerangaben)

Material

SECC, ABS

Farbe (innen wie außen)

schwarz / weiß

Maße (WxHxD)

245 x 558 x 582 mm

Mainboard Größen

Mini-ITX, mATX, ATX, E-ATX

5,25" Schächte

5 (1 x extern 3,5")

3,5" Schächte

7

2,5" Schächte

7 (Nutzung der 3,5" Schächte)

Kühlung

2 x 230mm Lüfter

PCI-Schächte

8

I/O

2xUSB2.0, 2xUSB3.0, eSATA, Audio

Netzteil

PS2 ATX

  Beim Auspacken der Fracht, fällt sofort der erste Kritikpunkt auf. Dieses Big-Tower Gehäuse sieht nicht nur massiv aus sondern ist leider auch wirklich sehr schwer. So ist das BitFenix Colossus für einen häufigen Transport zur „Lan-Party“ weniger geeignet und macht gerade PC-Spielern, jene viel mit ihrer Hardware unterwegs sind, die Reise mühselig. Denn schon das Nettogewicht beträgt satte 16 kg. Wie schwer das komplette PC-System dann erst mit entsprechender Hardware ist, kann man nur erahnen und lässt zweifelsohne jedem Besitzer eines leichten Aluminium-Gehäuses, den Atem stocken. Dabei sieht das Colossus auf den ersten Blick gar nicht so schwer aus und macht dank des Designs und des verwendeten Kunststoffes einen passablen Eindruck, wenn man überlegt wie schwer dieses Gehäuse sein könnte. Die Realität zeigt aber, dass die Summe aus den verschiedenen Kunststoffmischungen und Stahlblechen eben zu diesem unerwünscht hohen Gewicht führt.  
  Hinsichtlich der Optik ist der Ersteindruck mehr als nur passabel. Die Kombination aus geschwungener und eckiger Geometrie ist den Machern aus dem Hause BitFenix gut gelungen und macht Lust auf mehr. Zudem wirkt das Gehäuse (wie bereits erwähnt) massiv und keineswegs billig. Besonders auffällig ist der große Luftauslass im Dach, hinter welchem sich einer der zwei 230 mm großen Axiallüfter verbirgt. Auch die Front des Big-Towers kann optisch und verarbeitungstechnisch überzeugen. Dabei werden sämtliche 5,25“ Laufwerksschächte durch eine große Kunststoffklappe, jene über zwei Scharniere gelagert wird, verdeckt. Diese „Fronttür“ wird mittels zweier Magnete „verriegelt“ und lässt sich zur rechten oder linken Seite hin öffnen; je nachdem auf welcher Seite der Kunde die Scharniere montiert hat. Die Rückseite bietet neben den gewohnten Standards, den Einschub für ein ATX-Netzteil knapp über dem Gehäuseboden. Zudem eröffnet BitFenix über vier Runde Öffnungen, welche sich im oberen Bereich der Rückseite befinden, die Möglichkeit Schläuche und Leitungen einer optionalen Wasserkühlung problemlos aus dem Gehäuse zu führen. Im Lieferumfang des Colossus sind zwei Schlüssel enthalten, die dazu dienen ein Schloss hinter der „Fronttür“ zu entriegeln. Erst nachdem dieses Schloss geöffnet wurde, lässt sich eine Klappe im Gehäusedach anheben. Hier verbirgt sich nun ein kleines Fach mit diversen USB 2.0, USB 3.0, eSATA und Audio-Anschlüssen. Zudem befinden sich der Start und der Resettaster sowie die Bedienelemente für Licht- und Lüftersteuerung hinter der Kunststoffklappe. Durch die Größe von ca. 155 x 125 x 40 mm ist es auch denkbar kleine externe Geräte wie USB-Sticks, einen MP3-Player oder sogar eine 2,5“ Festplatte im besagten Fach zu verwahren und gleichzeitig über die vorhandenen Schnittstellen anzusteuern.  
  BitFenix Colossus (innen)
Die Seitenteile des BitFenix Colossus sind jeweils durch zwei Rändelschrauben gesichert und müssen vor dem Abnehmen von der Stromversorgung getrennt werden. Aufgebaut sind selbige aus einem Stahlblech, einer transparenten Kunststoffplatte und einer gewebeverstärkten Folie. Diese Folie, welche auf der Außenseite weiß ist, sorgt in Verbindung mit der transparenten Kunststoffplatte für eine gleichmäßige Streuung des seitlich eingestrahlten Lichtes. Die Innenseite der Folie ist selbstverständlich schwarz, um die Optik im Gehäuse zu wahren. Leider kommt es auch bei den Seitenteilen durch die Masse an verwendeten Materialien zu einem sehr hohen Gewicht, sodass jedes Seitenelement ca. 3 kg auf die Waage bringt. Auch die Verarbeitung schwächelt hier ein klein wenig, denn die Gewebefolie franzt bei den Befestigungsbohrungen gerne aus und die LED-Leisten wurden lediglich mit Klebestreifen fixiert. In der Praxis wirken sich diese Verarbeitungsmakel bei normaler Anwendung jedoch nicht nachteilig aus und sind damit lediglich das Ergebnis der preisgünstigsten Umsetzung.  
  Sämtliche bereits vorhandenen Leitungen im Gehäuse werden in den freien Raum hinter die Mainboard - Montageplattform geführt. Dabei wurden alle Ausschnitte im Blech mit einem sehr weichen Kantenschutz versehen, jener gerne minimal bis stark verrutscht und dadurch seine Schutzfunktion verliert. Da die besagten Ausschnitte allerdings sowieso schon umgeschlagene Kanten haben und somit keinerlei Isolierungen verletzen können, soll dieses zu weiche Gummi wohl eher als Sichtschutz dienen. Hier hätte BitFenix auf jeden Fall ein paar Cent mehr für die Verarbeitung und das richtige Material ausgeben können.  
  Neben der mechanischen ist vor allen Dingen die thermische Stabilität ein sehr wichtiges Thema eines jeden PC-Systems. Dabei hat das entsprechende Gehäuse ganzjährlich dafür Sorge zu tragen, dass genügend Luftzirkulation im Inneren herrscht und die erhitzte Luft auf schnellstem Weg abtransportiert wird. In erster Linie wird hier Abhilfe durch Belüftungsschlitze geschaffen, um sich die natürliche Luftbewegung, jene durch Temperaturunterschiede entsteht, zunutze zu machen. Da aber im High-End Bereich, welchen BitFenix zweifelsohne mit dem Colossus ansprechen will, besonders leistungshungrige Hardware mit einer hohen Wärmeverlustleistung zum Einsatz kommt, reichen diese natürlichen Strömungen nicht mehr aus. Somit müssen zusätzliche Lüfter für einen beschleunigen Luftaustausch installiert werden.  
  Von Werk aus verfügt das Colossus Big-Tower Gehäuse über zwei 230 x 230 x 30 mm große Axiallüfter. Dabei dient ein Lüfter in der Front neben der „HDD-Kühlung“ primär der Luftzufuhr. Für den beschleunigten Abtransport der erwärmten Luft sorgt hingegen der zweite Lüfter im Dach des Gehäuses. Optional besteht außerdem die Möglichkeit je einen weiteren Lüfter der 120 mm Gattung im Boden und im Heck zu montieren. Da bei jeder Luftbewegung immer kleinste Staubpartikel mittransportiert werden, hat BitFenix seinem ersten Gehäuse auch gleich mal ein paar Filtermatten spendiert. Wie gut diese in der Praxis den Staub aus dem System halten, lässt sich bis dato leider noch nicht sagen. Grober Schmutz wie Staubflusen oder Tierhaare werden aber auf jeden Fall in den dünnen Netzen hängen bleiben.  
  BitFenix Colossus (Hardware-Einbau)

Ein einfacher Hardwareeinbau schmeckt jedem Kunden, wodurch spezielle Installationshilfsmechaniken bei heutigen PC-Gehäusen gerne angeboten werden. Dank des Big-Tower Formates bietet das Colossus auf jeden Fall von vornherein genügend Platz, um dem Kunden einen leichten Einbau der Hardware zu ermöglich. Zudem wird eine nahezu werkzeugfreie Handhabung gewährleistet. Wie gewohnt müssen vor der Installation des Mainboards kleine Abstandshalter an den entsprechenden Stellen im Gehäuse montiert werden. Anschließend wird das Mainboard auf diese mit einem entsprechen Kreuzschlitzschraubendreher verschraubt. Dabei kommt es für den Schraubendreher im Bereich der PCI-Stechplätze zu einer Engstelle. Genauer gesagt versperren, die recht großen Montageklemmen für Einsteckkarten den Platz zum arbeiten. Abhilfe kann hier nur ein sehr kurzer oder ein sehr langer Schraubendreher schaffen, bei welchem sich der Griff nicht auf Höhe der Montageklemmen befindet. Das ATX-Netzteil wird wie von anderen Gehäusen gewohnt mittels vier Schrauben mit der Rückwand verbunden. Die kleine Besonderheit ist hier eher die bodennahe Position und die gesonderte Luftzufuhr für das Netzteil. Dieser Aufbau beschert dem Netzteil in der Regel eine niedrigere Betriebstemperatur, wodurch dieses wiederum die Drehzahl des Lüfters reduziert und der Anwender im Idealfall mit einer geringeren Geräuschemission rechnen kann.  
  Nach dem Einbau des Prozessors, kommt es zur Montage des CPU-Kühlers. Geht es im Vorfeld oft darum, welcher Kühler in dem jeweiligen Gehäuse eine gute Leistung erzielt, wird dem Kunden heute für gewöhnlich ein Tower-Kühler empfohlen. Die danach oft Diskutierte Frage: „Passt der Kühler in mein Case?“, lässt sich bei künftigen Inhabern des BitFenix Colossus ganz einfach mit ja beantworten. Denn dieses Big-Tower Gehäuse bietet mit ca. 180 mm Abstand zwischen CPU und Seitenwand genügend Platz für alle aktuellen Spitzenkühler. Sämtliche 5,25“ Laufwerke lassen sich problemlos durch die Front in einen entsprechenden Schacht einschieben und mit einem Druck auf die zugehörige Arretierung fixieren.  
  Die ungewöhnlichen Halterahmen für 3,5“ und 2,5“ Laufwerke sitzen recht locker in den 3,5“ Schächten und erlangen erst durch die Montage einer HDD Stabilität, sodass der Rahmen sicher einrastet. 3,5“ Festplatten sind hier ohne jegliches Werkzeug in wenigen Sekunden eingebaut. 2,5“ Modelle müssen hingegen zuerst mit einem Halterahmen verschraubt werden. Auch die Optik kommt in diesem Bereich nicht zu kurz. So ist es wunderbar möglich alle anfallenden Leitungen nahezu unsichtbar von den Laufwerken wegzuführen, denn der gesamte 3,5“ Käfig ist beidseitig zugänglich.  
  Beim Einbau der Grafikkarten oder sämtlichen anderen Erweiterungskarten für den PCI-Bereich, stößt der Kunde auf ein weiteres werkzeugfreies Montagesystem. Derartige Mechanismen werden heute bereits bei vielen PC-Gehäusen eingesetzt, um auch bei Grafikkarten & Co. eine schnelle und einfache Installation gewährleisten zu können. Anders wie bei der Konkurrenz, ist die Ausführung von BitFenix allerdings doch. Somit verfügt das Colossus über eine sehr massive Kunststoffkonstruktion aus vielen kleinen Hebeln mit Exzentern, wovon jeder einen gummierten Halter auf die Slotblende der entsprechenden Einbaukarte drückt. Der Exzenter wird dabei über seinen „Nullpunkt“ hinaus bewegt, sodass die gesamte Halterung sicher arretiert. Nach dem Einbau sämtlicher Hardwarekomponenten sollte der Kunde natürlich für ordnungsgemäße Verlegung aller Leitungen sorgen. Da allerdings nahezu alle Leitungen hinter das Mainboard geführt werden, wird selbst dort der Raum etwas eng, sodass ein Netzteil mit Kabelmanagement wirklich vorteilhaft ist, um unnötige Leitungen von vornherein zu verbannen. Ebenfalls auffällig ist der Blechausschnitt hinter dem Motherboard, welcher dessen Ausbau bei einem Wechsel des CPU-Kühlers ersparen soll. Ob die Kompatibilität hier bei jedem Board geleistet werden kann, ist zweifelhaft, da es schon bei unserer Testhardware zu kleineren Einschränkungen kommt.  
  BitFenix Colossus (Lichteffekte)
Ein absolutes Highlight bildet die LED-Beleuchtung des BitFenix Colossus. Diese sorgt für ein Leuchten des äußeren Streifenmusters, welches sich über beide Seitenteile und der gesamten Front erstreckt. Selbstreden wird mit dem Start des PC-Systems ebenfalls das BitFenix-Logo in der Front ausgeleuchtet. Die gesamte Beleuchtung lässt sich über zwei Taster steuern, jene im bereits erwähnten, abschließbaren Fach untergebracht sind. Dabei kann mit dem einen Taster zwischen den Beleuchtungsfarben Blau und Rot gewechselt werden. Mit dem zweiten Taster wird hingegen der entsprechende Betriebsmodus (an, aus, blinkend) der Beleuchtung gewählt. Die Ausleuchtung kann trotz der verwendeten LEDs selbst in einem hellen Raum überzeugen und verhilft dem Big-Tower zu einem interessanten Erscheinungsbild.  
 
 
  BitFenix Colossus (Gehäuselüftung) Bei der Gehäuselüftung setzt BitFenix auf zwei 230 x 230 x 30 mm große Lüfter mit der Bezeichnung BFF-SCF23020KK-RP. Laut Herstellerangaben haben die Axiallüfter bei einer Betriebsspannung von 12 V DC eine Stromaufnahme von 0,18 A. Im praktischen Einsatz liegt die Stromaufnahme allerdings etwas höher, sodass dieses Modell bei seiner Nennspannung auf 2,47 W Leistungsaufnahme kommt. Angesichts des großen Rotordurchmessers reicht der gemessene Drehzahlbereich, jener sich von 423 rpm bis 720 rpm erstreckt, voll und ganz aus. Die Anlaufspannung der beiden Lüfter liegt bei 3,2 V und befindet sich damit weit unter der minimalen Betriebsspannung, welche die vorgeschaltete Lüftersteuerung ausgibt. Im Test ließ sich bei unserem System mittels der besagten Steuerung eine Gleichspannung von minimal 6,56 V bis maximal 12,07 V einstellen. Dieses Ergebnis steht allerdings in Abhängigkeit mit den ausgegebenen Netzteilspannungen und kann dadurch je nach verbauter Hardware minimal abweichen. Subjektiv hält sich die Lautstärkeentwicklung der beiden Axiallüfter im Rahmen und ist bei maximaler Rotordrehzahl zwar deutlich hörbar, aber immer noch nicht störend. Bei minimaler Drehzahl sollte die Mehrheit der werdenden Nutzer die Geräuschkulisse als leise oder sogar sehr leise empfinden. Zudem ist auch bei dieser Einstellung ein noch in vielen Fällen genügend großer Luftstrom vorhanden.  

 

Lüfterdrehzahl [rpm]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

BFF-SCF23030KK-RP

423

480

528

573

615

654

687

720

   

 

Leistungsaufnahme [W]

Betriebsspannung

5V

6V

7V

8V

9V

10V

11V

12V

BFF-SCF23030KK-RP

0,47

0,66

0,88

1,13

1,42

1,72

2,07

2,47

   
  Die Lüfterdrehzahlmessung wird mit Hilfe eines Laser-Tachometers durchgeführt. Hierbei wird die Rotordrehzahl des jeweiligen Lüfters über eine Laserabtastung ermittelt. Die Ergebnisse sind sehr präzise - wurden jedoch auf 10 rpm genau gerundet, da alle Lüfter kleine Schwankungen bei der Umdrehungsfrequenz vorzuweisen haben. Liefert der Lüfter ein Tachosignal, lesen wir dies über einen Frequenzmesser aus. Dabei entfällt die Messung mit dem Laser-Tachometer. Die Lüfteranlaufspannung und die Leistungsaufnahme wurden mit einem Multimeter und einem Labornetzgerät getestet. Beim Test der Anlaufspannung wurde der Lüfter an eine kleine Spannungsquelle angelegt, welche stufenweise in 100 mV großen Schritten erhöht wurde. Die Ausgangsspannung des Netzgerätes wird, sobald ein deutliches Drehen des Lüfters erkennbar ist, notiert. Bei der Leistungsmessung wird der Messwert erst nach ca. 5 min notiert, da er sich auf Grund von höheren Anlaufströmen einpendeln muss. Fazit  

  BitFenix sollte mit dem Colossus Big-Tower Gehäuse einen durchaus guten Einstand auf dem deutschen Markt hinlegen. Allerdings muss das junge Unternehmen rasch eine gescheite Produktpalette aufbauen, um einen ausreichend großen Kundenkreis für sich zu gewinnen. Denn auch wenn viele Aspekte für das Colossus sprechen, ist dieses Produkt wirklich nicht für jedermann geeignet. Besonders lobenswert sind bei diesem Gehäuse die Beleuchtung und die vielerlei kleinen, teils raffinierten Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören zum einen die werkzeugfreien Montagesysteme, welche in dieser Art und Weise gut umgesetzt sind und zum anderen das kleine, abschließbare Fach zum verstauen von externen Peripheriegeräten, jenes gleichzeitig USB und eSata Support hat. Trotz minimalem Parameterumfang kann die serienmäßige Lüftersteuerung dank der simplen Bedienung und wegen der ausreichend großen Bandbreite überzeugen. Insgesamt lassen sich so neben zwei 230 x 230 x 30 mm großen Axiallüftern, vier weitere Lüfter über eine variable Betriebsspannung regeln. Schleierhaft ist uns allerdings warum BitFenix mit einem „PWM  fan controller“ wirbt, denn die verwendete Lüftersteuerung bietet pro Lüfter lediglich einen zweipoligen und nicht den dafür benötigten vierpoligen  Anschluss. Die Verarbeitung kann zum größten Teil überzeugen, sodass es nur ein paar kleine Stellen gibt, die nicht optimal ausgearbeitet sind. Der größte Kritikpunkt ist bei diesem PC-Gehäuse das überaus hohe Gewicht von 16 kg. Stellt man als Kunde das Big-Tower Gehäuse lediglich unter den Schreibtisch und lässt ihn dort auch stehen, mag es keine Probleme geben. Bei einem häufigen Transport ist ein PC, welcher letztlich über 20 kg wiegt aber schnell lästiger Ballast. Wen dies nicht stört, der kann das BitFenix Colossus (in weiß oder schwarz) künftig im Online-Shop von Caseking.de zu einem derzeitigen Preis (21.09.2010) von 159,90 € erwerben.  
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